Ich suche einen Korkenzieher für Weinflaschen, der schlichtweg
funktioniert und auch für Menschen ohne übergroße Muskeln handhabbar
ist.
Für eine einfachen Zieher braucht man zuviel Kraft, die mir vorliegenden
Zieher mit Hebelwirkung sind zu kurz oder verkannten.
Hat jemand einen Tipp für einen schlichten, zuverlässigen Korkenzieher?
Für Designer-Teile bin ich zu geizig :-)
@Jürgen:
Danke, solch einen habe ich aus Metall; er verkantet.
@Snowmann:
In einem Columbo Film (Peter Falk) wird jemand damit vergiftet. Das ist
eher etwas für Profi-Anwender.
@Panzer
So einen habe ich auch, allerdings nicht von dieser Firma.
Bei meinem muß man das Gewinde bis zum Anschlag eindrehen, hat dann aber
nicht soviel Hebel, als dass der Korken ganz herauskäme. Das letzte
Drittel muß man immer noch mit viel Kraft herausziehen.
WMF werde ich noch einmal im Laden ansehen. Die Preislage wäre ja noch
im Rahmen.
Gast schrieb:
> @Panzer> So einen habe ich auch, allerdings nicht von dieser Firma.> Bei meinem muß man das Gewinde bis zum Anschlag eindrehen, hat dann aber> nicht soviel Hebel, als dass der Korken ganz herauskäme.
Ja, das ärgert mich auch immer.
Ich versteh wirklich nicht, warum das so sein muss.
> Das letzte> Drittel muß man immer noch mit viel Kraft herausziehen.
Allerdings: Drittel ist das bei mir nicht. Und viel Kraft brauch ich
dazu auch nicht. Korken mitsamt dem Korkenzieher während des Ziehens
immer ein wenig links/rechts wackeln lassen und der letzte Rest des
Weges geht ganz einfach.
Wikipedia
http://de.wikipedia.org/wiki/Korkenzieher
gibt dir einen guten Überblick über die verschiedensten Modelle. Ich
bekomm eine Flasche Wein mit so ziemlich jedem Korkenzieher auf,
allerdings bevorzuge ich im Sitzen und mit möglichst wenig
Kraftanstrengung dieses Modell (Allerdings: gross, schwer, sperrig,
teu(r)er):
http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Korkenzieher_BMK.jpg
Warum es sich bei keinem mir bekannten Flügelkorkenzieher ausgeht, dass
der Korken mit einem Drehvorgang komplett herauskommt war mir auch immer
schon ein Rätsel. Ich dreh halt meistens noch ein bisschen nach, dann
geht sichs auf 2 "Schwünge" aus.
Diese http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Spiral-Korkenzieher.jpg
Glockenkorkenzieher sind auch recht gut zu bedienen, mancher soll so
einen allerdings schonmal mit einem Flügelkorkenzieher verwechselt haben
und nach Eindrehen der Spirale die beiden unteren Enden der "Glocke"
nach oben bewegt und damit zerbrochen haben ;)
Mich stört bei diesem nur, dass die Spirale immer ganz durchbohrt und
sich bei echten Kork-Korken unten oft Bröseln ablösen und später am Wein
schwimmen. Mit Kautschuk-Stöpseln ergibt sich das Problem natürlich
nicht. Ebensowenig mit Kronkorken ;)
My2c
andi
Vielen Dank für Eure Beiträge und dass niemand empfohlen hat, Flaschen
mit Drehverschluß zu nehmen :-)
Der von Rufus gefällt mir, da er stabil zu sein scheint und allein
Drehbewegung braucht. Ich werde mich daraufhin noch einmal im Handel
umsehen.
Ist das nicht ein Verstoß gegen das Gleichstellungsgesetz? Sonst legen
die Dämlichkeiten doch immer so viel Wert darauf, zuerst genannt zu
werden.
Das ist mir bei den Faulenzern schon aufgefallen, da gibts auch keine
weibliche solche.
Arno
Korkenzieher sollen Korkenziehen.
Und zwar scnell und gut, deswegen gibt es Profigeräte.
( Somelier- Korkenzieher )
Die funktionieren hervorragend.
( Das Leben ist zu kurz, um schlechten Wein zu trinken. )
Noch einige technische Details:
Wendel teflonbeschichtet, Hebel mit 2 Ansetzpositionen,
Kapselschneider ( Messer ) , und passt locker in die Hosentasche.
Gab es als Geschenk beim Winzer meines Vertrauens. ( VDP )
Es ist ein zweiteiliger Korkendreher. Die Spirale dreht sich in den
Korken ein und zieht ihn dabei aus der Flasche, da das äußere
Kunsstoffteil einen Anschlag bildet, der auf der Flasche aufsetzt.
Aus der Drehbewegung wird eine Hubbewegung, wobei das Drehen des Korken
verhindert wird (kleiner Steg an der Seitenwand).
Die Bauform könnte auch symmetrisch sein, gibt aber wohl einen besseren
Halt (+Design).
Ich hatte bis vor kurzem so einen Hebelzieher in Gebrauch. Ohne Strom,
ohne großen Kraftaufwand. Das ging sehr gut, leider war das Ding vom
Lidl und da ist dann irgendwas drin gebrochen.
So ein Ding in stabil wär schon was feines.
Bis dahin wird eben nur ausm Tetrapack oder Schraubverschlußflaschen
gesoffen.
Wie sagte ein Weinhändler: "Manche Korken sind Schurken."
Bei Korkenziehern unbedingt darauf achten, dass die Spirale, welche sich
in den Korken bohrt, keinen Kern hat. Ansonsten zerbröselt der Kork und
reindrehen geht auch nur sehr schwer, das ist bei Billigstteilen aus dem
fernen Osten so...
Gast schrieb:
>> Der ist auch nicht schlecht,>> aber 'derzeit nicht verfügbar' :-)
Das ist auch gut so. Ich will hier schließlich keine Schleichwerbung für
irgendewelche Buchläden machen ;-)
Johnny schrieb:
> Bei Korkenziehern unbedingt darauf achten, dass die Spirale, welche> sich in den Korken bohrt, keinen Kern hat.
Warum hat dann ausgerechnet der 25€ teure WMF-Korkenzieher, den Panzer
H. oben vorgeschlagen hat, sogar einen recht massiven Kern im Vergleich
zum umliegenden Gewinde? Haben's die Trollingerviertelesschlotzer etwa
noch nicht kapiert?
Wahrscheinlich, denn du hast schon recht: Das Volumen der Helix (eine
Spirale ist etwas anderes) muss möglichst klein sein (um den Korken
nicht zu sehr zu verformen und damit möglicherweise zu zerreißen),
während die zur Zugrichtung senkrecht stehende Fläche möglichst groß
sein soll (um den Korken sicher und schonend zu greifen).
Der Kern des Korgenziehers vergrößert nur das Volumen, nicht aber die
Angriffsfläche, was die Bröselgefahr erhöht. Korkenzieher, die aus einem
schraubenförmig gebogenen Draht bestehen (wie das Leifheit- und das
Zyliss-Modell), kommen dem Ideal schon näher.
Da diese "Schraubendrahtmodelle" wegen ihres größeren Durchmessers mehr
Drehmoment beim Eindrehen erfordern, sind sie meist mit Teflon
beschichtet, was die Reibung und die Geräuschentwicklung (Quietschen)
verringert. Diese Teflonschicht kann man beim Kauf durch Darüberreiben
mit dem Finger deutlich fühlen: Er gleitet soviel besser als auf Metall,
dass sich die Oberfläche fast etwas ölig anfühlt.
Wenn sonst nichts da ist, nimmt man halt den Handwerker-
korkenzieher .( eine größere Spaxschraube und eine Beißzange)
Wichtiger ist aber der Inhalt.
Guten Wein gibt es zwar überall zu kaufen, aber für 2,50
eher nicht.
( Das Leben ist zu kurz, um schlechten Wein zu trinken! )