Hi.
Ich hab hier ne 750 GB Festplatte, die leider durch Überspannung
beschädigt wurde.
Sie war in einem externen Festplattengehäuse eingebaut.
Die Festplatte hat wohl kurzfristig 230 V AC abbekommen, weil das
Netzteil von der Festplatte durchgeknallt ist. Im Netzteil waren
Koppelkondensatoren zwischen L und N, am Mittelpunkt der beiden
Kondensatoren war eine Verbindung zur Sekundärseite.
Einer dieser Kondensatoren verabschiedete sich, so dass auf dem
Kleinspannungsanschluss volle 230 V anlagen.
Über die Abschirmung vom USB Port wurde der Stromkreis geschlossen.
Die externe Festplatte verabschiedete sich beim Einschalten der
Steckdosenleiste mit einem lauten Knall, Ruach und Gestank und die
Wohnungssicherung hat ausgelöst.
Die Steuerplatine im Festplattengehäuse ist komplett hinüber
(Durchgebrannt)
Der USB Port am PC / Mainboard hat das Ganze zum Glück überlebt.
Auf der Festplatte selbst ist 1 Bauteil durchgebrannt. Da braucht man
noch nicht mal messen, man sieht es dem Bauteil schon optisch an
(aufgeplatzt)
War wohl eine Diode oder Kondensator oder sowas.
Ich habe die Platte in einen PC eingebaut, der PC schaltete sich sofort
wieder ab, weil das zerstörte Bauteil einen satten Kurzschluss
verursachte.
Nach kompletter Entfernung des durchgebrannten Bauteils konnte ich die
Festplatte noch einmal im PC zum laufen bekommen.
Sie braucht ein wenig, man hört sie richtig surren beim Hochlaufen. Sie
surrt deutlich lauter und braucht viel länger zum Hochlaufen, als man es
von modernen Festplatten gewohnt ist.
Und das Mainboard erkannte die Platte auch nicht beim ersten Versuch und
bringt ne Fehlermeldung.
Nach ein paar Versuchen hats dann doch noch geklappt, und ich konnte
sogar noch sämtliche Daten runter kopieren.
So lange ich die Festplatte in Betrieb liess, konnte ich auch noch mit
ihr arbeiten. Eine komplette Formatierung und das Befüllen mit Testfiles
klappte auch.
Nur das erneute Hochfahren der Platte ist jedes mal Glückssache. Man
muss ein paar mal ein- und ausschalten, bis sie mal kommt.
Ist die Platte noch zu retten oder ist sie unbrauchbar?
Was ich vermute, ist dass die Motoransteuerung wohl nen Schaden bekommen
hat.
Der Logikteil hat wohl unbeschadet überlebt. Dafür spricht, dass man
noch Daten lesen kann, wenn die Festplatte mal den Startup geschafft
hat.
Hast du das eine abgerauchte Bauteil ersetzt? Falls nein, kannst du ja
mal ein paar (gute) Bilder machen, ev. lässt sich erraten was es mal
war.
Ich denke aber auch, dass da noch mehr einen Schuss hat und man die
Platte nicht mehr zuverlässig ans Laufen bekommt.
war wohl "nur" eine Schutzdiode gegen Überspannung - die HD sollte auch
erstmal ohne laufen. Trotzdem hat wohl die Motoransteuerung einen
Treffer abbekommen. Vermutlich braucht die Platte jetzt viel länger zum
hochfahren, was dem Bios vermutlich meist zu lange dauert - deswegen ist
eswohl eher Glückssache, ob die HD erkannt wird.
Ich würde auch sagen: wegschmeisen - es sei denn, Du willst noch ein
bißchen rumspielen damit ...
Hast du Kinder? (größere mit Interesse an Technik-Kram)
Schraub sie auf und schmier Heisskleber oder Knete auf die Platte.
Dann lass die Platte ganz kurz laufen, dass sie so schnell wird das man
den Ring Kleber in der Plattenmitte nicht mehr erkennt. Wenn sie wieder
zum Stillstand kommt - oh wunder - hat sich der Kleber quer über die
Platte verteilt.
War selbiger zu warm oder die Platte zu schnell, hast du jetzt in
Schreibtischhöhe einen umlaufenden Ring Kleber im Zimmer...
Oder halte einen Magneten (wenn die HDD zwei am Kopfservo hat, kannst du
da einen ausleihen) dicht über die Platte und zeig, wie der Magnet
berührungslos die Platte bremst.
Danach kannst du dann Fliehkraft & Wirbelstrom erklären, have fun ;)
Gast schrieb:
> War selbiger zu warm oder die Platte zu schnell, hast du jetzt in> Schreibtischhöhe einen umlaufenden Ring Kleber im Zimmer...
Nicht umlaufend, an einem selbst wird auch ein Streifen sein und an
dieser Stelle wurde die Wand verschont :) Sieht aber bestimmt gut aus
wenn man das in kleineren Räumen mit Farbe macht.
> have fun ;)
Den hatte ich :)
Ich tät die Festplatte mit ins Kino nehmen, so als Wurfgeschoss, wenn
wieder mal so ein Typ auf den billigen Plätzen stundenlang mit seiner
Chipstüte kämpft.
Hab ein ähnliches Problem, Plattencrash einer internen 80 GB HD nach 19
angelegten 19 Volt. Ich MUSS alle Daten retten, da ist sozusagen mein
Leben drauf. Wer kann mir und meiner Frau helfen, wir sind beide
Frührentner,(Rente nicht überragend...) beide im Rollstuhl.
Bitte um Hilfe!!!
Peter Lauer schrieb:
> Hab ein ähnliches Problem, Plattencrash einer internen 80 GB HD nach 19> angelegten 19 Volt. Ich MUSS alle Daten retten, da ist sozusagen mein> Leben drauf.
Wie kommen 19V an dein Leben? Und ohne weitere Angaben kann dir keiner
helfen, mach mal ein hochaufloesendes Foto
Hab ein ähnliches Problem, Plattencrash einer internen 60 GB HD IDE IBM
Deskstar Model: IC35L060AVVA07-0 nach angelegten 19 Volt. Ich MUSS alle
Daten retten, da ist sozusagen mein ganzes Leben drauf. Wer kann mir und
meiner Frau helfen, wir sind beide Frührentner,(Rente nicht
überragend...) beide im Rollstuhl.
Bitte um Hilfe!!!
@Peter Lauer:
19V kommt oft vor (Notebook-Netzteil an externes USB-Gehäuse).
Mach ein Foto von der Platine auf der Festplattenunterseite.
Viele Platten haben genau aus dem Grund eine "Überspannungs-Sicherung"
verbaut, und überleben Dank dieser.