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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Hauptschule abschaffen


Autor: Gast (Gast)
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Minister wollen die Hauptschule abschaffen, was sagt ihr zu diesem 
Thema?

Sollen die Dummis jetzt aufs Gymnasium oder die Realschule?

Autor: Paul (Gast)
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Die DDR zeigte, wie es gehen kann. Alle werden in eine Einheitsschule 
eingeschult. Ziel Klasse 10 (Realschulabschluß). Die Leistungsschwachen 
konnten nach Klasse 8 gehen (Hauptschulabschluß). Die, die in Klasse 9 
einen Schnitt besser 1,3 hatten gingen an die EOS (Gym.) und machten 
Abi.

Vorteil: Man läßt keine Schulform als Resteschule hängen und 
vernachlässigt sie, sondern gibt auch den leistungsschwächeren Schülern 
die gleiche Chance und Bedingungen (Schulfinanzierung) wie dem Nornmalo 
oder Intelligenten.

Nachteil: Das arme Bonzensöhnchen muß die Schulbank mit dem Arbeiterkind 
drücken. Und das ist bei manchen absolutes No go.

Autor: Andreas (Gast)
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So dumm ist das gar nicht, nur muesste das gesamte Schulsystem mal 
geaendert werden. So dass die Kinder nicht schon mit 10 Jahren (nach der 
vierten Klasse) in Schubladen gesteckt werden, aus denen sie in der 
Regel im ganzen Leben nicht mehr rauskommen.
Und die Kinder sind nicht zwangslaeufig dumm, nur wir Erwachsenen in 
Deutschland meinen, die Kinder schon so frueh nach dumm und schlau 
aufteilen zu koennen.
Also lieber Gast, dein Statement hier ("Dummis") ist fuer den Hintern.

Autor: paddel (Gast)
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"Sollen die Dummis jetzt aufs Gymnasium oder die Realschule?"

Was soll das den heißen?
Ich war 5 Jahre auf einer Hauptschule. Hab danach mein Abitur gemacht 
und anschließend Studiert. Nun bin Dipl. Ing.

Autor: Der Klaus im Haus vom Nikolaus (Gast)
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eben

Ich war auch auf einer Hauptschule und habe danach mein Abitur auf einem 
Elitegimnasium gemacht und mit einem schnitt von 1.0 bestanden:))))


Jetzt bin ich der reichste Mann der Welt manche nennen mich auch


Bill Gates:))

Autor: Max (Gast)
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Zum Thema Schubladen in der Schule und frühzeitiges aussortieren:
Mein Mathelehrer hat in der 6. Klasse gesagt (war auf der Förderstufe) 
dass ich Gymnasium nicht probieren brauch, da ich das mit Mathe nie 
hinbekomme...
Hab 2007 mein Abitur gemacht, Mathe und Physik als Leistungskurse, in 
beiden Kursen zu den "verständigeren" Schülern gehört.
Und nun werd ich nach meiner Ausbildung evtl. sogar Physik studieren, .. 
weil mit Mathe komm ich ja nie klar!

Autor: paddel (Gast)
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"eben

Ich war auch auf einer Hauptschule und habe danach mein Abitur auf einem
Elitegimnasium gemacht und mit einem schnitt von 1.0 bestanden:))))


Jetzt bin ich der reichste Mann der Welt manche nennen mich auch


Bill Gates:))"

Scherzkeks. Du scheinst mir nicht zu Glauben.

Autor: Thomas (Gast)
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Hat halt den Nachteil dass der Lehrer seinen unterricht schwer so 
einrichten kann, das niemand unter/überfordert ist.
Ich war damals auf einer "kooperativen Gesamtschule": gleiche 
Ausstattung, Schulhof etc. für alle aber Klassen getrennt nach 
Hauptschule, Realschule und Gymnasium. Sport, Kunst und Musik hatten 
alle zusammen.

Autor: Klaus Wachtler (mfgkw)
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Man kann fast in jeder Schulform vernünftig ausbilden, mir
ist es fast egal, ob Einheitsschule oder getrennt oder sonstwie
(solange die Ternnung auch durchlässig ist, also gute Realschüler
zum Gym aufsteigen können oder Gymnasiasten, denen es zuviel wird
auch mit mittlerer Reife abgehen können).

Das Problem ist, daß in keiner Schulform 30 oder mehr Leute sinnvoll
in einer Klasse unterrichtet werden können, schon gar nicht, wenn
die Eltern zunehmend unfähiger werden, ihre Kinder halbwegs
einzunorden.
Leider gibt es mehr Lehrer immer nur kurz vor Wahlen, danach
wird nur höchstens noch diskutiert, ob man 35 missratene
Rabauken in der einen oder in der anderen Form nicht ausbildet.

Autor: Mark Brandis (markbrandis)
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paddel schrieb:
> Was soll das den heißen?
> Ich war 5 Jahre auf einer Hauptschule. Hab danach mein Abitur gemacht
> und anschließend Studiert. Nun bin Dipl. Ing.

Dann bist Du aber damals - aus welchen Gründen auch immer - auf die 
falsche Schule geschickt worden, denn offensichtlich hattest Du ja das 
Zeug für Abi+Studium.

Im Prinzip wäre es wohl das Beste, die Dreiteilung in Haupt/Real/Gym 
abzuschaffen. Andere Länder haben die nicht und fahren damit besser, 
siehe PISA...

Autor: Lasst mich Arzt ich bin durch (Gast)
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In der schulischen Bildung in Deutschland gehört so einiges geändert. 
Das ganze Übel auf Hauptschulen zu schieben ist nicht optimal, aber... 
äm.. immerhin ein Anfang.

Darf man auch erfahren welcher ominöse Minister da was herausposaunt 
hat?

Autor: Der Prophet (Gast)
Datum:

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Das Problem liegt nicht primär an der Hauptschule, wobei ich das DDR 
System eindeutig favorisieren würde.Solange man bei der Bildung spart 
wird sich hier nicht viel ändern.

Ich meine die HRE bekommt 300 Mrd,die wieder in Kreditderivate 
investiert werden (siehe spiegel.de über Goldman Sachs)  mit dem Geld 
könnte man die Schulen sprichwörtlich noch vergolden, nach dem man die 
Klassenstärke auf 15 reduziert hat ...

Autor: Damian (Gast)
Datum:

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eine zusammenführung würde zumindest dem zeitgeist entsprechen... mehr 
positives kann ich der sache nicht abgewinnen... meine je 
unterschiedlicher das leistungsnievau, das lerntempo in einer klasse, 
desto mehr besteht die klasse aus unter- und überforderten, was 
definitiv nicht ziel sein kann...

Autor: Bernd K. (Gast)
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"die, die in Klasse 9 einen Schnitt besser 1,3 hatten gingen an die EOS 
(Gym.) und machten Abi."

So die Theorie, die Partei hat entschieden wer Abitur machen durften..

Autor: Christian S. (manatarms)
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Ich waere auch fuer die Gesamtschule, dann aber mit einem 
Mehrstufensystem bei den Faechern.

Dann gaebe es z.B.
Mathe Leistungsklasse 1,2 oder 3
Kunst 1,2,3
Sport 1,2,3
Deutsch 1,2,3

Dann koennte man Kinder wirklich nach ihren Staerken unterrichten.

Nebenbei wuerden sich dann auch die Gesellschaftlichen Schichten 
verwischen, in die man heutzutage nach der 4. Klasse gesteckt wird, und 
nicht fraktal aufeinander folgen.

Autor: Gast (Gast)
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Die Sortierung ist ja offensichtlich viel zu frueh:

>Ich war 5 Jahre auf einer Hauptschule. Hab danach mein Abitur gemacht
>und anschließend Studiert. Nun bin Dipl. Ing.

>dass ich Gymnasium nicht probieren brauch, da ich das mit Mathe nie
>hinbekomme...

und:
>eine zusammenführung würde zumindest dem zeitgeist entsprechen... mehr

Stimmt, der Zeitgeist ist ja, dass die Machthaber sich selbst und Ihrer 
Clique die maximalen Vorteile verschaffen.

Gast

Autor: Gast (Gast)
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> Nachteil: Das arme Bonzensöhnchen muß die Schulbank mit dem Arbeiterkind
> drücken. Und das ist bei manchen absolutes No go.

Scheint bei dir lange her zu sein, die Schule. Ansonsten würdest du dich 
vielleicht noch an die gewaltigen Leistungsunterschiede innerhalb einer 
Klasse erinnern, und zwar bereits in den ersten Grundschuljahren. Da 
gibt es gar keinen anderen Weg, als ab einem gewisse Alter verschiedene 
Schultypen zu führen, wenn man nicht 80% der Schüler über- oder 
unterfordern will.

IMHO sollte die Differenzierung sogar über die gesamte Schulzeit 
erfolgen, mit Wechselmöglichkeit z.B. nach der ersten, dritten, sechsten 
und neunten Klasse, wobei evtl. ein Schuljahr mehr in Kauf genommen 
werden muss.

Autor: MaWin (Gast)
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> Sollen die Dummis jetzt aufs Gymnasium oder die Realschule?

Was bist denn du für ein Dummie ?

Ist dein Weltbild wirklich so platt, daß du glaubst, daß Menschen 
entweder in Allem gut sind oder in Allem schlecht sind ?

Kommt dir nicht in den Sinn, daß jemand gut in Mathe sein kann, aber 
Fremdsprachen nicht geregelt kriegt? Bist du so strunzdumm, daß du dir 
nicht vorstellen kannst, daß jemand, der herausragender Sportler ist, 
sich nicht unbedingt so gut Daten aus dem Geschichtsunterricht merken 
kann?

Menschen sind verschieden.

Das 3-gliedrige Schulsystem veruscht, die in 3 Schubladen zu pressen.

- Der Ausschuß
- Die Ausbeutbaren
- Die Überflieger

Das ist menschenverachtend.

Zudem macht man es mit Kindern, die nicht mal die Pubertät durchlaufen 
haben, also sich noch ändern.

Daß das deutsche Schulsystem ein Relikt der Vergangenheit ist, ist klar, 
seit P.I.S.A. wissen wir auch, daß die Behauptungen über die angebliche 
Qualität schon immer gelogen waren.

Nur ein Schulsystem, in dem ein Kind in Mathe im 'Gymnasialkurs' sein 
kann weil es darin Talent hat und gut ist, und im Englisch im 
'Hauptschulkurs' trägt dem Menschen Rechnung. Fat die ganze Welt hat so 
ein Schulsystem. Nur in Deutschland gibt es ständig Streit um die 
Gesamtschule, weil die CDU erzreaktinär ein seit hundert Jahren 
veraltetes System hochalten will. Weil für die CDU die Gesamtschule als 
"not invented here" gilt, als Erfindung der SPD. Da am Gymnasium z.B. 
auch Kinder in anspruchsvollen Englischunterricht sitzen, die gar nicht 
so gut in Englisch sind, sondern ihre Gymnasialempfehlung auf Grund 
ihrer Technikkenntnisse erlangt haben, bremst so ein Schüler den 
Englischunterricht. In jedem Fach sitzen Kinder, die bremsen. Daher ist 
die Ausbildung nicht so gut und so schnell möglich, wie in Schulen, in 
denen je nach Fach die Gruppenbildung anders sein kann.

Darunter leiden ganze Generationen. Und es wird schlimmer. Früher gab es 
wenigstens noch eine Orientierungsstufe und es wurde erst im Alter von 
12 Jahren entschieden, in welche Schule es geht. Heute soll das mit 10 
erledigt werden. Die Kinder heute leben unter deutlisch schlechteren 
Bedingungen als in den 70er Jahren.

Dann wissen wir, daß insbesondere in Bayern viel Potential nicht genutz 
wird. Von 100 Kindern eines Jahrgangs kommen dort (Beispiel) 25 ans 
Gymnasium und satte 20% taataa 5 bekommen ein Abi mit 1. Woanders kommen 
40 ans Gymnasium und 'nur' 15% davon erhalten eine 1. Hey, das sind 6 
Kinder. Klar hat Bayern den besseren Abischnitt, aber es hat vorher 1 
Kind ausgesondert, welches durchaus das Potntial gehabt hätte, 
erfolgreich zu studieren. Rein nach Selbstmordstatistik lebt das aber in 
Bayern nicht mehr, denn darin ist Bayern wirklich führend.

Nur ein Schulsystem, in dem Jungen und Mädchen, technikbegabte und 
künstlerisch begabte, schnelle 'Hyperaktive' und langsame 
'Introvertierte' zusammen sind, verhindert so strunzdumme Leute wie 
dich: Leute die so blöd sind und glauben, daß andere "Dummies" sind. 
Denn real betrachtet: Der, den du heute in deiner masslosen Arroganz 
Dummie nennst, wird später entweder der Sportstar, oder der Musikstar, 
oder der Schauspieler sein, den deine Ehefrau anhimmelt. Denn dazu 
braucht man keine gute Note in "Angepasstsein". Um etwas Besonderes zu 
werden, muß man anders sein.

Autor: A. N. (netbandit)
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Ich bin auch eine Gesamtschule gegangen. Bei uns konnte jeder mit einer 
bestimmten Anzahl von Leistungskursen und Punkten den Realschulabschluss 
machen oder wenn er noch besser war weiter auf der Schule bleiben und 
Abi machen.

In Deutsch, Mathe, Physik, Englisch, Bio und Chemie gab es die 
Einteilung der Schüler in Grundkurse und Förderkurse (also 
Leistungskurse). Wer im Grundkurs war hatte jedes halbe Jahr die Chance 
ab einer bestimmten Note und mit Empfehlung des Lehrers in den 
Förderkurs zu wechseln und wer im Förderkurs eine 4 hatte oder 
schlechter ist dann eben in den Grundkurs gegangen.

Die anderen Fächer wurden bei allen gleich unterrichtet. Ich fand das 
System ganz gut, es wurde halt jeder entsprechend seiner Stärken 
unterrichtet und weder unter- noch überfordert.

In größeren Gesamtschulen gibt es auch viel feinere Einteilung der 
Kurse, da wird dann auch in manchen Nebenfächern differenziert.

Ich habs zwar dort nur bis zum Realschulabschluss geschafft, aber da ich 
in vielen Förderkursen war hab ich dennoch viel zusätzliches Wissen bis 
zur 10. Klasse mitnehmen können. Dies hat mir dann 6 Jahre später bei 
meinem Fachabitur sehr geholfen.

Der Begriff Einheitsschule ist halt ein Kampfbegriff der CDU, viele 
wissen gar nicht, das in Gesamtschulen nach Leistung differenziert wird, 
jedoch eben nicht nach dem Prinzip: "Wenn du in Mathe ordentlich was 
lernen möchtest musst du überall gut sein." Sondern eher: "Jeder hat 
seine Stärken und Schwächen, wir fordern und fördern individuell."

Autor: Paul (Gast)
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>So die Theorie, die Partei hat entschieden wer Abitur machen durften..

Ein Parteibonze kam jedenfalls in den 80ern mit Durchschnitt kleiner 1,3 
nicht an die EOS. Da gab es andere Wege (Industriinstitut, 
Offiziershochschule, Parteihochschule), um doch noch an den 
Hochschultitel zu kommen. Andererseits ist wohl wahr, daß jemand mit 
Schnitt 1,0 und der Aussage "Die DDR sei Mist" nicht an die EOS kam. 
Interessant ist auch, daß in meiner EOS-Klasse fast alles Kinder von 
bereits Studierten waren. Also das Prinzip, die Arbeiter- und 
Bauernkinder zu bevorzugen zu ungunsten der Leistung, bestand 1988 
jedenfalls nicht mehr (EOS Thomas Leipzig).

>Scheint bei dir lange her zu sein, die Schule. Ansonsten würdest du dich
>vielleicht noch an die gewaltigen Leistungsunterschiede innerhalb einer
>Klasse erinnern, und zwar bereits in den ersten Grundschuljahren.

Das mag sein, aber man kann nicht bereits in Klasse 4 erkennen, wer 
Gym.-reif ist und wer nicht und dann das ganze Leben versauen. Hinzu 
kommt, daß die heutige Bildungsempfehlung von 2,5 in Klasse 4 alles 
andere als die Schülerelite ist. Mit anderen Worten wird das Problem der 
gewaltigen Leistungsunterschiede mit an das Gym. verfrachtet. Da war die 
DDR mit der EOS wesentlich elitärer aufgestellt. 2,5 war ein guter 
Schüler, aber kein sehr guter, der für die EOS in Betracht kam. Auf der 
anderen Seite ist es doch heute so, daß an der Hauptschule an allen 
Ecken und Enden gespart wird. Da kann sich auch ein Spätzünder nicht 
mehr entwickeln. Die wenigsten Länder, die im Pisa-Vergleich gut 
abschnitten, haben ein 3gliedriges Schulsystem. Die Gesamtschule war im 
Westen sicherlich ein richtiger Ansatz.

Autor: Gast (Gast)
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Naja du hast schon recht, dass es Leute  auf der Hauptschule gibt die 
viellecht in Mathe oder so gut sind aber du kannst den Matheunterricht 
auf der Hauptschule nicht mit dem auf der Real bzw Gymnasium 
vergleichen.
Ebenso sind die meisten Schüler die keine Ausbildung etc bekommen auf 
der Hauptschule und werden nicht, wie in deinem rosaroten Weltbildtraum 
"Spitzensportler"
oder anderes.

Autor: Björn ****** (politiker)
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Moment in den Länder wo das 3 gliedrige Schulsystem praktiziert wird 
waren die besseren Ergebnisse,in denen wo nur Real und Gymnasium waren 
und Gesamtschulen waren schlechtere.

Autor: Christian S. (manatarms)
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@MaWin & @A.N.

MaWin schwebt das gleiche wir mir vor

und

A.N. hat es in Grundzuegen "durchgemacht"

Weiss einer von euch wie sich diese Art von Gesamtschule nennt?

Waere ja aehnlich einem Credit System wie an den Hochschulen.

Fuer Mathe Schwierigkeitsgrand 1 bekomm ich 1, fuer Grad 2 bekomme ich 2 
usw. Credits.

Am Ende bekomme ich dann nach meinen Credits einen Abschluss.

Studienzugang dann ueber minimal Credits in entsprechenden Faechern und 
evtl. minimale Gesamtcredits.

Autor: Marius S. (lupin) Benutzerseite
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Also ich war froh als nach der 6ten Klasse aussortiert wurde und das ich 
nicht auf der Hauptschule gelandet bin (das war 'ne andere Welt voller 
Gewalt und Schrecken ;-)). Für die meisten Schüler ist es halt 
anstrengend mit solchen Problemkindern zusammen zu lernen.

Ich war übrigens auf einer Gesamtschule, aber mit den Hauptschülern 
hatte man da so wenig wie möglich Kontakt (und wenn dann nur negativ 
schmerzhaften).

Schaut euch doch mal auf den Hauptschulen um was da so rumläuft. Die 
meisten Leute sind da an Schule doch ziemlich desinteressiert (party, 
sex und drogen sind ja auch viel interessanter).

Ich denke Realschule und Gymnasium könnte man problemlos zusammen legen.

Die Hauptschulausbildung sollte man dann im gleichen Zuge mehr fördern 
(härtere Strafmaßnahmen einführen, den Lehrern das Schlagen wieder 
erlauben etc. ;-)) und mehr für die Erziehung tun (das wurde im 
Elternhaus ja verpasst).

War nicht alles ganz ernst gemeint, aber Hauptschulen sollte man lieber 
nicht abschaffen... dann hat man am Ende nämlich noch viel mehr 
Hauptschüler - nämlich die neuen Realschüler.

Autor: paddel (Gast)
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Ihr schreibt ja ne scheiße hier. Ich war selbst Hauptschüler. Das was 
ihr an negative mist schreibt kenn ich nicht. Ihr seid total verblendet 
von den Medien.

Autor: Christian S. (manatarms)
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@ Marius

ziemlich engstirnig gedacht. Packen wir doch alle "Nichtleister" ins 
Ghetto.
Dann kommen die Minderleister dran. Und dann?

Wenn wir die Gesellschaft immer weiter aufteilen, damit wir bestimmte 
Gruppen aus Ihr ausschliessen koennen dann sind wir ganz schoen arm, 
egal wie technisiert oder materiell vermoegend wir sind.

Die Teilung der Gesellschaft ist ein Problem, dem wir uns annehmen 
sollten und wir sollte nicht ueber weiteren "Elite"-Schmarrn 
debattieren. Nur weil wir ein paar Hochleistungsleiter schaffen (die eh 
abwandern) ist dem einzelnen nicht geholfen.

Es sei denn man fuehlt sich besser wenn man irgendwo auftischen kann das 
man aus einem Land kommt wo es mehr und bessere Elite gibt als anderswo.

Das ist wie der Fussballfan der sich an der gewonnen Meisterschaft 
seines Vereins sonnt. Deswegen spielt der Fan auch nicht besser 
Fussball. Er ist nur ein paar Euro aermer weil er ein Premiere Abo 
bezahlt hat.

Autor: Gast (Gast)
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Vielleicht sollte man auch mal ein Auge auf die Eltern werfen.

Diese so genannten "Empfehlungen", nun bereits nach der Grundschule, 
sind ja im Prinzip nichts schlechtes.
Was ich absolut begrüße, ist die Tatsache das nicht mehr die Lehrer den 
zukünftigen Weg der Kinder entscheiden. Wenn ein Kind dann bei den 
Lehrern nicht beliebt war, der Bart des Vaters zu breit etc. wird einem 
schnell "von oben" der Weg verbaut.
Auf die Leistung kommt es dann oftmals garnicht an...

Jetzt kommen aber die Eltern ins Spiel:
Es gibt nicht wenige, gerne auch Väter, die sich hinstellen und sagen - 
mein Sohn muss aufs Gymnasium!
Das man damit nur als Elternteil seine Ideal verwirklicht und die Kinder 
manchmal hoffnungslos überfordert, ist den wenigsten klar.
Hat das Kind dann noch das Glück, extrem strenge Eltern zu haben, gibt 
es zwei Möglichkeiten: Entweder, es wird mit brauchbare Noten durch die 
Schule geprügelt, oder aber es knickt irgendwann ein und wird mit einem 
Abi 4,0 entlassen.
Der Haussegen hängt schief, Papa ist enttäuscht, mit Abi 4,0 will einem 
auch keiner haben - das man aber einen brauchbaren Realschulabschluss 
geschafft hätte, die Chance einem aber verbaut wurde, wird dann nicht 
gesehen.

Die Vorgehensweise ist ja eigentlich nichts neues, deswegen verliere ich 
dazu auch besser keine großen Worte mehr.
Schlimmer sind die Eltern, die gerne für schlechte Leistungen die Kinder 
bestrafen.
Bringt das Kind dann eine Mathearbeit mit Note 5 nach Hause, gibt es 
Stubenarrest, der Fernseher wird abtransportiert und man hat sich 
gefälligst über die Bücher zu setzen.
Vom Ansatz her ist die Vorgehensweise offensichtlich angebracht, man 
nimmt die Ablenkung und "hilft beim Konzentrieren".

Das Problem ist nur, das sich das System heutzutage verändert hat.
In Klassen mit teilweise über 35 Schülern sitzt man als Kind dort, 
bekommt vom Lehrer 45 Minuten den Stoff reingedonnert,  1-2 "Streber" 
machen den mündlichen Unterricht und zum Schluss gibt es stapelweise 
Hausaufgaben, "weil die Klasse so schlecht mitgearbeitet hat".
Nachfragen werden entweder kaum beantwortet, oder gehen im Gebrabbel der 
34 Mitschüler unter, die der "Pädagoge" entweder nicht ruhig stellen 
kann, oder nicht will, weil Onkel, Tante und Oma vom Rabauken wissen, wo 
sein Auto steht.

Das wäre nun der Punkt, wo die Eltern gefragt wären. Sie müssten 
Nachmittags gezielt 1-2 Stunden Zeit für ihre Kinder aufbringen und den 
Stoff nachholen oder erklären.
Die Schulbücher habe ich mir zur Genüge angeschaut. Diese Info-Boxen mit 
den 1000 bunten Männchen drum herum sind entweder mit absoluten 
Grundlagen gefüllt, die eh vorhanden sind, oder so komplex erklärt, das 
selbst erwachsene Probleme haben, da mitzukommen.
Das fällt einem nur meist nicht auf, weil man selber das noch von früher 
kennt und die Aufgabe so versteht. Ein Kind, was mit diesem schlechten 
Material lernen will, ist hoffnungslos verloren.

Ein anderer Weg wäre natürlich, die Schulen und das Material so 
aufzuarbeiten, dass man damit im Notfall auch selbständig lernen kann. 
Der hauptsächliche Lernzeitpunkt muss aber meiner Meinung nach in der 
Schulzeit liegen. Heutzutage ist es nicht selten, dass gerade bei 
absolut notwendigen Grundlagen manche Kerninhalte in Eigenleistung 
erlernt werden sollen und auch müssen, weil es einen Tag später 
plötzlich Vorraussetzung ist.
Wer dann schon das Vorgeplänkel in der Schule nicht verstanden hat, 
krank war, lieber bolzen war, wasauchimmer, hat verloren.
Bei der Zeugniskonferenz wird dann scheinheilig eine Rechenschwäche 
diagnostiziert und den Eltern ein Schulwechsel o.ä. vorgeschlagen.

Die Eltern verlassen dann verzweifelt das Zimmer, das Kind bekommt noch 
den Gameboy und die Mickymaus-Hefte aus dem Zimmer entfernt und "ab 
jetzt wird jeden Tag 4 Stunden lang gelernt".
Die Eltern sind dabei - wie immer - vor dem neuen Fernseher zu finden 
und keine wirklich Hilfe, wenn Fragen aufkommen.
Manches mal sind die Kinder auch so eingeschüchtert, dass sie garnicht 
mehr fragen wollen, weil sie befürchten danach für 5 Stunden eingesperrt 
zu werden, weil sie angeblich sonst nie lernen würden.

Das größte Übel sind solche Eltern allerdings, wennn es um die Auswahl 
der zukünftigen Schulform geht.
Nicht wenige Eltern setzen sich über die Empfehlungen hinweg.
Was ich nicht selten erlebt habe, sind Eltern, die ihre Kinder auf eine 
"schlechtere" Schulform schicken, obwohl die Empfehlung anderes 
empfiehlt.
Die Begrüdung dazu ist genauso unsinnig wie haarsträubend:
Das Kind habe zu wenig gelernt, sei deswegen zu schlecht und dürfe als 
Strafe jetzt nur auf die Realschule.
Wenn man nach dem Grund fragt, wird meist eine 5 in den letzten drei 
Mathearbeiten o.ä. vorgebracht.

Woher diese schlechte Leistung wirklich kommt und vor allem wie man sie 
hätte verhindern können, wollen diese tollen Eltern dann meist garnicht 
einsehen.
Es würde ja auch Arbeit machen, sich mit den Kindern länger auseinander 
zu setzen, wo man doch so schön mit der besten Freundin shoppen gehen 
kann, weil das Kind ja jetzt eh lernen muss...

Autor: MaWin (Gast)
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> Ich war übrigens auf einer Gesamtschule,

Offenkundig gelogen, denn:

> aber mit den Hauptschülern hatte man da so wenig wie möglich Kontakt

wenn du da gewesen wärst, wüsstest du, daß es dort keine Hauptschüler 
gibt, sondern eben nur Leute, die z.B. in Deutsch im Förderkurs sitzen, 
in Kunst (oder sonstwo) aber im Leistungskurs, und nächstes jahr 
vielleicht sogar umgekehrt, denn Leistungen und Interessen ändern sich.

> (und wenn dann nur negativ schmerzhaften).

Denen warst du wohl einfach zu arrogant-doof. Kann ich verstehen.

Autor: Gast (Gast)
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Ich mache das wie die Politiker die sich den Gemeinschaftsschulenmist 
ausdenken und so sehr herbeiwünschen: Bevor ich meine Kinder in die 
Hauptschule schicke finanziere ich mit Sicherheit eine Privatschule. Das 
gleiche gilt für eine Gesamtschule.

Sowas ist immer solange sozial gerecht und gutmenschlich, solange es 
einen selbst nicht trifft. Auf ostanatolische Kulturbereicherung 
verzichte ich gerne.

Autor: A. N. (netbandit)
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Christian S. schrieb:
> A.N. hat es in Grundzuegen "durchgemacht"
>
> Weiss einer von euch wie sich diese Art von Gesamtschule nennt?
>
> Waere ja aehnlich einem Credit System wie an den Hochschulen.
>
> Fuer Mathe Schwierigkeitsgrand 1 bekomm ich 1, fuer Grad 2 bekomme ich 2
> usw. Credits.
>
> Am Ende bekomme ich dann nach meinen Credits einen Abschluss.
>
> Studienzugang dann ueber minimal Credits in entsprechenden Faechern und
> evtl. minimale Gesamtcredits.

Nein so ganz war das nicht. Es war halt mit den Punkten ähnlich wie auf 
dem Gymnasium. Man hat keine Noten bekommen sondern Punkt 15 bis 0. Je 
nachdem in welchem Kurs man war entsprach eine eine bestimmte Punktezahl 
bei einer Klausur oder eine durchschnittliche Punkte Zahl in einem Fach 
einer Note z.B. gab es die 2 im Förderkurs im Punktebereich 12 und 11. 
Dagegen gab es dafür im Grundkurs schon eine 1. Auf dem Zeugnis stand 
dann E2 (11) oder G1 (11).

Das war jedoch nur der Unterschied bei der Benotung, natürlich gab es 
auch beim Lehrplan der Kurse unterscheide. Ein Grundkurs war 
Grundsätzlich auf dem Lehrplan-Niveau einer Realschule dagegen war der 
Förderkurs ganz gezielt dazu gedacht die Schüler auf das Abitur 
vorzubereiten.

Aber die Idee, dass es ähnlich wie an einer Hochschule einfach Module 
gibt die man bestehen muss und die Zusammensetzung der Module, die dort 
erreichte Note und der Schwierigkeitsgrad der ergibt dann den Abschluss, 
fände ich recht gut. Dies würde wohl eine sehr individuelle Förderung 
bedeuten. Aber das würde wohl eine normale Schule überfordern.

Bei uns war es so, dass man für den Regelschulabschluss auf dem Zeugnis 
der 10. Klasse X Leistungskurse belegen musste und ne Gesamtpunktezahl 
von Y brauchte. Damals gab es noch keine Realschulabschlussprüfung in 
Berlin. Heute muss man wohl zusätzlich diese Prüfung belegen und die 
Punkte und Kurse sind sozusagen die Zugangsvoraussetzung für diese 
Prüfung.

Wer mindestens 112 Punkte und 4 Förderkurse auf dem Zeugnis der 10 
Klasse hatte konnte das Abitur weiter machen. Ich hatte damals zwar 5 
Förderkurse aber nur 110 Punkte... tja aber ich wollte damals raus aus 
der Schule und ne Lehre machen.

Die Schule nannte sich: Gesamtschule mit Gymnasialer Oberstufe und war 
selbst in Berlin eine absolute Rarität. Die meisten Gesamtschulen haben 
halt keine Gymnasiale Oberstufe. Ich weiß noch, dass es damals sehr 
schwer war auf diese Schule überhaupt raufzukommen, da diese einen sehr 
guten Ruf hat/hatte.

Ich persönlich halte nichts von den Gesamtschulen die nur Real- und 
Hauptschule vereinen. Ich denke, dass man das Konzept in letzter 
Konsequenz durchziehen muss. Also noch ne Gymnasiale Oberstufe dazu und 
dafür eine stärkere Differenzierung der Fächer (vielleicht 3 oder 
4-Stufig).

Autor: Paul (Gast)
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Wenn es solche aggressiven Hauptschulen gibt, liegt das wohl weniger an 
den Schülern, sondern an der Gesellschaft. Ich kenne die POS, also eine 
Gemeinschaftsschule, aber ich habe in 10 Jahren keine Messerstechereien, 
Drogen usw. erlebt. Es war auch ein anderer Respekt gegenüber dem 
Lehrer. Das ist ein gesellschaftspolitisches Problem und hat nichts mit 
der Hauptschule zu tun. Die ganze Welt wird gewaltbereiter. An der EOS 
ist man schon geflogen, wenn man  in der Oberstufe mit einem anderen 
Schüler eine Prügelei hatte. Man galt als EOSler als Vorbild für die 
Gesellschaft, das wurde bei jedem Mist einem wieder deutlich gemacht. 
Wer diese Vorbildfunktion verletzte, wurde gefeuert. Und bei einem 
Thomaner schauten sie noch genauer hin, damit er bei internationalen 
Auftritten keinen schlechten Eindruck hinterläßt. Eine Messerstecherei 
an der EOS war völlig undenkbar und gleichbedeutend mit Rausschmiß.

Autor: Christian S. (manatarms)
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@A.N.

Danke fuer die Erleuterung.

Ich meinte auch dass man alle Schueler zusammenwuerfeln sollte.

Haut/Real/Gym

Autor: Paul (Gast)
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Goethe wußte die Antwort: "Mit dem Wissen wächst der Zweifel."

Autor: Der Prophet (Gast)
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Diese 68er Scheisse "Alles kann nichts muss" ist doch des Pudels Kern, 
keine Disziplin mehr in der Gesellschaft.

Autor: Gast03 (Gast)
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Das die Hauptschulen mittlerweile als Versagerschulen gesehen werden, 
liegt wohl daran das dort mehr Türkisch als Deutsch gesprochen wird, und 
die, die noch Deutsch sprechen auf irgend nem Gangstertrip sind.

Autor: David (Gast)
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Ach sein wir doch mal ehrlich, es gibt sie, die menschen die schlicht 
dumm sind... Dumm ist hier nicht im negativen oder beleidigendem sinn 
gemeint, aber wenn jemand schlicht nicht in der lage ist, gewisse 
zusammenhänge zu erkennen, kann ers halt nicht... und dann macht es auch 
überhaupt keinen sinn, wenn er von der schuhle aus in allen oder einigen 
fächern richtung gymi vorbereitet wird... im gegenteil, er bremst nur 
andere aus...
schlussendlich ist es viel sinnvoller, wenn die kinder in entsprechende 
leistungsstufen aufgeteilt werden, und so gesamthaft optimal auf das 
berufsleben vorbereitet werden können... gesamtschule, nein danke...

wir leben in einer wirtschaftlich knallharten welt, wo täglich 
selektioniert wird, wo täglich leistungsdruck herrscht, gut wenn sich 
unsere kinder daran gewöhnen, früh übt sich wer ein meister werden 
will...

Autor: MaWin (Gast)
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Krass, was die Leute hier daherplappern

> Ach sein wir doch mal ehrlich,
> früh übt sich wer ein meister werden will...

Nicht mit der Faulheit der kleinschreibung, sondern damit:

> schuhle
> selektioniert

ist dir der Hauptschulplatz sicher.

Wenn du dann intelligent bist, und erkennst, daß die Gesellschaft auf 
dich lieber verzichten will, dann suchst du dir halt eine andere 
"Karriere".

Autor: A. N. (netbandit)
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David schrieb:
> Ach sein wir doch mal ehrlich, es gibt sie, die menschen die schlicht
> dumm sind... Dumm ist hier nicht im negativen oder beleidigendem sinn
> gemeint, aber wenn jemand schlicht nicht in der lage ist, gewisse
> zusammenhänge zu erkennen, kann ers halt nicht... und dann macht es auch
> überhaupt keinen sinn, wenn er von der schuhle aus in allen oder einigen
> fächern richtung gymi vorbereitet wird... im gegenteil, er bremst nur
> andere aus...
> schlussendlich ist es viel sinnvoller, wenn die kinder in entsprechende
> leistungsstufen aufgeteilt werden, und so gesamthaft optimal auf das
> berufsleben vorbereitet werden können... gesamtschule, nein danke...

Aber das was du beschreibst ist ja gerade die Gesamtschule: Jeder wird 
entsprechend seiner Leistung eingestuft und bekommt auch einen 
entsprechenden Abschluss.

Hier bremst niemand einen anderen aus. Wer zu schlecht ist im 
Leistungskurs fliegt raus und kommt in den Kurs der seiner Leistung eher 
entspricht. Wer zu gut ist für den Grundkurs wird dann einfach in den 
Leistungskurs kommen und hat damit keine Chance sich zu langweilen und 
andere Mitschüler zu stören.

Autor: P. S. (Gast)
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A. N. schrieb:

> Aber das was du beschreibst ist ja gerade die Gesamtschule: Jeder wird
> entsprechend seiner Leistung eingestuft und bekommt auch einen
> entsprechenden Abschluss.

Ja, das ist der Traum von der idealen Schule. Jeder kann einen seinen 
Faehigkeiten und Neigungen entsprechenden Abschluss erreichen, in seinem 
Tempo. Auch aus schnoed kapitalistischer Sichtweise ist das 
wuenschenswert: Der Staat profitiert von der "Optimierung" seiner 
Buerger.

Nur: Ist es diese Schule, von der die Politiker reden, wenn sie 
Gesamtschule sagen? Oder doch nur einfach die Zusammenlegung der 
Schulformen, ohne echte Konzeptaenderung? Die Realisierung des linken 
Traums von der klassenlosen Gesellschaft auf dem Ruecken der Kinder?

Die Klasse mit ueber 30 Schuelern ist schon seit Jahrzehnten bittere 
Realitaet. Noetig waere wohl eine Halbierung - in welchem Wahlprogramm 
finde ich die?

Es sollte auch bedacht werden, dass eine Gesamtschule mit 
diversifiziertem Kurssystem eine gewisse Groesse benoetigt. Das fuehrt 
in schwaecher besiedelten Gegenden zwangsweise zu langen Anfahrtzeiten 
fuer die Schueler und damit zu einer weiteren Erhoehung der Belastung. 
Nicht jeder wohnt in Berlin...

Die Maehr von der "Aussortierung" in verschiedene Schulstufen kann ich 
nicht nachvollziehen. Es gibt so viele Uebergangs- und 
Aufstiegsmoeglichkeiten heute. Nicht umsonst hat ein grosser  Teil der 
Hochschulabsolventen heute gar kein "normales" Abitur. Ich bin selbst 
den Umweg ueber die Realschule gegangen und mit mir hat fast die Haelfte 
meines Jahrgangs direkt die Hochschulreife angehaengt.

Autor: Oberschulrat Günther (Gast)
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Um mal den Streit zu beenden hier folgender Vorschlag der 
Diskussionswürdig wäre:

(1) Für die Klassenstufen 1-4 bleibt alles beim alten.
(2) Ab der 5. Klasse Gesamtschule: Man hat eine Reihe von Pflichtfächern 
die auch alle besuchen müssen (Deutsch, Englisch, Mathe, Bio, Physik, 
Sport,...). Wer diese besteht hat den Hauptschulabschluss.
(3) Es gibt ein Punktesystem. Um zu bestehen muss man die Punkte aller 
Grundfächer zusammenhaben. -->Hauptschulabschluss
(4) Daneben gibt es zusätzliche Fächer die man freiwillig belegen kann 
(Literatur, Wirtschaft, Ethik, ...). Diese bringen zusaätzliche Punkte.
Jedoch werden diese nicht nur nach der Anzahl der aufgewendetetn Zeit 
bepunktet sondern nach deren Schwierigkeitsgrad und dem Ergebnis aus 
diesem Fach. Somit wird vermieden das man sich in alles reinsetzt, 
gerade so besteht und am ende ein dickes Punktekonto hat.
(5) Überschreitet man eine bestimmte Grenze an Punkten über dem 
Standard, hat man den Realschulabschluss. Wer sich also mehr 
dahinterklemmt kann also diesen schaffen.
(6) Für das Abi reicht jedoch die reine Menge an Fächern nicht aus. Man 
muss bestimmte Fächer-kombinationen bestanden haben.

Auf diese Weise befindet man sich zwar in einem Gebäude, kann aber 
individuel nach seinen Kenntnissen und Zielen zum Ergebnis kommen.

Bei dem obigen Vorschlag fehlen natürlich noch viele Aspekte die 
auszuformulieren sind. Konstruktive Kritik ist immer willkommen.

Autor: Oberschulrat Günther (Gast)
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(1)
Wenn alle im gleichen Wasser schwimmen kann jeder individuell seine 
Stufe der Inkompetenz erreichen.

(2)
Die Klassengröße ist tatsächlich ein Problem mangelnder Gelder oder 
fehlernder gut ausgebildeter Lehrer.

Einmal fehlt das Geld für weitere Lehrer, ein anderes mal bekommt man 
einen mit suboptimalen Leistungen.

Autor: Oberschulrat Günther (Gast)
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Ich zitieren mal:
(1)
In der Wirtschaft gibt es traurigerweise einen gewissen Bedarf an "Human 
Resources", die für leicht erlernbare manuelle Tätigkeiten benötigt 
werden.

(2)
Es gibt ein Spektrum von Arbeiten die nur wenig Entscheidungskompetenz 
implizieren. Deren Partizipanten müssen adäquat vorbereitet werden.

Autor: MaWin (Gast)
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> Oberschulrat Günther

Wir brauchen uns eigentlich nichts ausdenken.
Fast der ganze Rest der Welt hat schon seit Generationen ein moderneres 
Schulsystem.
Wir brauchen nur ein Erfolgreiches zu übernehmen, es muß ja nicht 
unbedingt das teurere finnische sein, oder eine Mischung aus den 
etablierten zu bilden, das hätte auch den Vorteil, daß Nationen besser 
vergleichbar wären und Schüler im Ausland leichter Abschlüsse anerkannt 
bekommen.

Oder was ist ein Gymnasiast in den USA? Ein Sportlehrer?

Die Erfahrung mit der Gesamtschule liefert folgendes:

Weil statt 3 einzelner Schulen eine 3 mal so grosse gebildet wird, kann 
man
- entweder die Schule in 3 teilen und für kürzere Schulwege näher an den 
Schüler bringen
- oder in der grösseren Schule mit mehr Parallelklassen ein stärker 
differenziertes (leicht,normal,schwer) Kurssystem anbieten

Zweitens zeigen die Schulsysteme, daß man gar keine so starke Selektion 
in Fächern mit Punkten und Bewertung braucht, sondern die Schüler wissen 
mit 16 in Klasse 10 selbst, ob sie weiter machen wollen oder nicht.

Die Eltern wissen, was läuft, hier gibt es 3 mal mehr Anmeldungen an den 
Gesamtschulen als Schulplätze verfügbar sind, denn sie werden von der 
CDU boykottiert und künstlich kurz gehalten.

Autor: Funkamateur1 (Gast)
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Hallo Gast,
*****************
Minister wollen die Hauptschule abschaffen, was sagt ihr zu diesem
Thema?
Sollen die Dummis jetzt aufs Gymnasium oder die Realschule?
*****************
Jedem Schüler seine Schule. Ob nun Haupt, Real, Gymnasium, 
Gesamtschule,Mutter Natur, Väterchen Zeit, Privat, Lyzeum, Kapuziner, 
... Alle haben sie ihre Bedeutung und sollten gefördert werden. Die 
Vielfalt ist wichtig. Ich hatte einen Nachbarn der war auf der 
Realschule. Der Lehrer sagte er würde nicht richtig lernen und nicht 
verstehen was er an der Tafel schreibt. Er kam auf die Hauptschule. Dort 
stellte der Lehrer fest das er eine Brille braucht und in der ersten 
Reihe sitzten sollte. Er wurde mit der Fachoberschulreife und 
Qualifikation auf die weiterführende gymnasiale Oberstufe für Technik 
geschickt und hat dort mit 13 Schuljahren das Abitur gemacht und hat bei 
den Funkamateuren die Ausbildung zum Amateurfunk gemacht. Danach hat er 
Elektrotechnik studiert und dort sein Diplom gemacht.  Er ist heute 
Entwickler und hat eine ganze Reihe Patente und arbeitet gut und 
entwickelt weiter. In der Schule von heute hat man keine Zeit um nach 
dem Warum zu fragen. Was ist die Ursache einer Lernschwäche. Liegt es an 
der Brille, Lehrer, Art der Vermittlung, ... Jugend braucht Zeit um zu 
Forschen, Bauen, Löten, Testen, Programmieren und die sollte man ihr 
geben. Ein Baby braucht nun mal 9 Monate. Ein moderner Lehrplan und 
Lehrer und Quereinsteiger wenn keine Lehrer da sind. Ein Erlass und 
schon läuft der Laden. Ein Blick über die Grenze in die Niederlanden und 
Skandinavien. Mehr Tugenden und individuelle Förderung.

Autor: Oberschulrat Günther (Gast)
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Was sicherlich gern gemacht wird:
Anstatt in die Menschen zu investiere wird in Gebäude investiert.
Erst werden 3 Schulen geschlossen und dafür eine große Neue gebaut.
Dann stellt man fest das dies doch nicht das gelbe vom Ei ist und 
errichtet eine weitere Begabtenschule. Irgendwann hat man wieder 3 
Gebäude.

Hätte man das Geld lieber in weitere kompetente Lehrer investiert und 
die Klassenstärke dadurch verringert...

Es ist sowieso für die Lehrer, Schüler und deren Eltern ein nicht 
unerheblicher Aufwand in Form von Zeit und/oder Geld in Form von 
Kraftstoff/Bus-Tickets, wenn die Sprösslinge anstatt zu geschlossenen 
Schule im Ort in die Nächstgrößere fahren müssen.

Wenn ein Kind jeden Tag eine Stunde hin und eine zurück unterwegs ist, 
verändert sich doch sicherlich seine Einstellung zur Schule?

Autor: Oberschulrat Günther (Gast)
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Ich erinnere mich gern an meine Jugend zurück, in der ich auch die Zeit 
bekam zum Forschen, Basteln, Löten,...

Es gibt jedoch auch Kinder denen nicht gezeigt wird wie sie sinnvoll mit 
ihrer Zeit umgehen können. Diese sitzen dann am Straßenrand un warten 
darauf das etwas passiert. Diese Kinder könnte man besser an die Hand 
nehmen.
Aber die Kinder jetzt mit noch mehr "Schule" zuzupflastern halte ich 
auch nicht für den Stein der Weisen. Schauen wir doch mal in ein Land 
mit gleichen Finanziellem Budget wie wir es haben...

Auch das Beispiel mit dem Schüler, der nur wegen seiner Sehschwäche 
abgestempelt wurde, höre ich ab und zu.

Leider sind viele Eltern aus bestimmten Gründen nicht in der Lage ihren 
Pflichten als solche nachzukommen. Seien es nun monetäre Gründe oder 
auch andere im sozialen Umfeld angelagerte. Die Schule soll primär der 
Bildung dienen, die Erziehung schon im Vorfeld durch das Elternhaus 
mitgeliefert werden.

Autor: Gast (Gast)
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> Nur ein Schulsystem, in dem ein Kind in Mathe im 'Gymnasialkurs' sein
> kann weil es darin Talent hat und gut ist, und im Englisch im
> 'Hauptschulkurs' trägt dem Menschen Rechnung.

Beides hängt eng von der gesamthaft vorhandenen Intelligenz ab - 
intelligentere Leute sind meist sowohl in Sprachen als auch in Mathe 
besser. Und jetzt kommt nicht wieder mit dieser endlosen 
Ausdifferenzierung von Intelligenz, die unbedingt alle gleich machen 
soll. Es gibt nunmal Menschen mit besseren und solche mit schlechteren 
kognitiven Fähigkeiten. Und diese sind nunmal in unserem Schulsystem und 
in der Wirtschaft gefordert, und nicht Talente in Sport oder Musik oder 
'emotional' oder ...

Zudem hat die Schulwahl nicht bloss mit Talent zu tun, sondern sehr viel 
auch mit der Bereitschaft, zu lernen.

Autor: Michael X. (Firma: vyuxc) (der-michl)
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A. N. schrieb:
> Wer zu gut ist für den Grundkurs wird dann einfach in den
> Leistungskurs kommen und hat damit keine Chance sich zu langweilen und
> andere Mitschüler zu stören.

Du brauchst mindestens 3 Kurse:
1. für die Guten, die gefordert werden.
2. für die nicht so guten, die aber interessiert sind
3. eine Müllkippe für den Rest


[begin ironie]
wären wir wieder beim dreigliedrigem System (*)
[end ironie]

(*) wobei es einige fitte Hauptis gibt. Die haben den Dreh recht spät 
gekriegt.

Autor: MaWin (Gast)
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> Leider sind viele Eltern aus bestimmten Gründen nicht in der Lage ihren
> Pflichten als solche nachzukommen. Seien es nun monetäre Gründe oder
> auch andere im sozialen Umfeld angelagerte. Die Schule soll primär der
> Bildung dienen, die Erziehung schon im Vorfeld durch das Elternhaus
> mitgeliefert werden.

Eltern sind weder in Pädagogik noch in Erziehung ausgebildet, das sind 
ganze Studiengänge die man damit füllen kann (und trotzdem kommen 
manchmal untaugliche Pädagogen und Erzieheber bei raus), zudem sollen 
sie neben "wir sind besser als die Studierten" auch noch das Geld zum 
Überleben ranschaffen.

Es ist leicht einsehbar, daß man Eltern schnell überfordern kann. Auch 
nützt das Kind nachmittags zu Hasue eher wenig, wenn das Haus nicht 
Platz für 20 zum Völkerball-Spielen, Schwimmen hat, und wenn es an 
Ausstattung mangelt, zum sägen, basteln, bauen.

Eine Schule, die sich nicht nur auf die vielleicht 10% unsere Bildung, 
nämlich die theoretische, konzentrieren würde, sondern den Kindern auch 
Sozialkompetenz (man sieht ja sehr schön in diesem Forum wie sehr es 
daran in unserer Gesellschaft mangelt) und praktische Fähigkeiten (die 
sie sich früher vom auf dem Hof arbeitenden Eltern abgeschaut haben, 
aber der arbeitet ja heute weggerissen von seinen Kindern und das war 
nicht sein Wunsch sondern der Wunsch der Firma die natürlich NICHT die 
Schule der Kinder bezahlen will), muß ein verlässliches 
Nachmittagsprogramm mit Sport, Spiel und Spass anbieten.

Autor: MaWin (Gast)
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> wären wir wieder beim dreigliedrigem System (*)

Eben nicht. Du hast es nicht verstanden.
Der eklatante Unterschied ist: Er kann in Mathe im 1. für die Guten und 
in Englisch im 3. eine Müllkippe für den Rest sein (und umgekehrt).

Autor: Gast (Gast)
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> Der eklatante Unterschied ist: Er kann in Mathe im 1. für die Guten und
> in Englisch im 3. eine Müllkippe für den Rest sein (und umgekehrt).

Kennst du solche Leute, auf die das zutrifft? Ich jedenfalls nicht, oder 
kaum. Und wenn, dann lag es höchstens am Fleiss. Wer gut in Mathe ist, 
ist intelligent, und wer intelligent ist, ist auch gut in anderen 
Fächern, etc.

Und überhaupt, was nützt eine dermassen einseitige Bildung?

Autor: MaWin (Gast)
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> Kennst du solche Leute, auf die das zutrifft?

Ja.

> Ich jedenfalls nicht

Eventuell weil du gar keinen Gesamtschüler kennst, also solche Leute 
auch nicht kennen kannst ?

> Wer gut in Mathe ist, ist intelligent,
> und wer intelligent ist, ist auch gut in anderen Fächern, etc.

Prust.

> Und überhaupt, was nützt eine dermassen einseitige Bildung?

Es gibt keine Universalgenies mehr.

Man kann nur noch eine einseitige Bildung haben, und nach der Schule 
wird sie noch einseitiger, da studiert der nicht Physik, nein, 
Atomphysik, und nicht die ganze Atomphysik, sondern vertieft nach dem 
Vordiplom - tschuldigung, heisst jetzt Junggesellenabschluss - nur noch 
Spektroskopie oder so.

Autor: Gast (Gast)
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>> Wer gut in Mathe ist, ist intelligent,
>> und wer intelligent ist, ist auch gut in anderen Fächern, etc.

> Prust.

Ist das deine Antwort?

Autor: Gast (Gast)
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Ich finde es sehr schade, dass der Ruf der Hauptschule so abgenommen 
hat.
Sie muss nämlich nicht zwingend schlecht sein und der Schüler/die 
Schülerin zwingend dumm oder sonst was.
Es gibt genug Leute die nur die Hauptschule gemacht haben und trotzdem 
serh viel drauf haben, auch manchmal mehr als so manch Gymnasiast. Aber 
eben in anderen Bereichen.
Da die Hauptschule im Prinzip die unterste Bildungsstufe der 
Schulabschlüsse darstellt, finden sich hier häufig Leute vor mit einer 
0-Bock Einstellung. Vom Gymnasium und der Realschule kann man "fliegen" 
wenn man zu faul ist und keinen Bock hat, bei der Hauptschule sieht es 
wieder anders aus.
Ich finde es nur schade um die Leute die was tun wollen, ihren 
Hauptschulabschluss bzw. Quali machen wollen und eine Lehre beginnen 
wollen. Diese werden ddurch den negativen Ruf leider damit auch mit 
runter gezogen.

Autor: peppi (Gast)
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>> Und überhaupt, was nützt eine dermassen einseitige Bildung?
>
>Es gibt keine Universalgenies mehr.

Die einseitige Bildung bzw. das Ausbilden von Spezialisten kommt aus dem
anglo-amerikanischen Bildungssystem (im Hinblick auf Großprojekte, wie
z.B.: Kern- und Nuklearforschung, bemannte Weltraumfahrt,...).
Damit wollte man eben die Abhängigkeit der Forschung  vom zufälligen 
Auftauchen von Universalgenies nicht mehr abhängig machen und forcierte
Spezialisten, die im "Team", also mit Teamfähigkeit sozialen Komptenzen
das Genie ersetzen sollten. Solche Spezialisten ließen sich nun "wie am 
Fließband produzieren", die Abhängigkeit vom Zufall war nun aufgelöst.

> Man kann nur noch eine einseitige Bildung haben, und nach der Schule
> wird sie noch einseitiger, da studiert der nicht Physik, nein,
> Atomphysik, und nicht die ganze Atomphysik, sondern vertieft nach dem
> Vordiplom - tschuldigung, heisst jetzt Junggesellenabschluss - nur noch
> Spektroskopie oder so.

Das ist eben das Ergebnis dieses Prozesses, der sg. 
Anglo-Amerikanisierung
des europäischen Bildungswesens ("Bachelor", "Master") -> die 
Massenproduktion von Fachidioten.

Bis vor kurzem noch fußte die europäische Bildung auf einer anderen 
Philosophie.

RÜCKBLENDE ins Jahr 1453:

Das oströmische Reich endet mit der Eroberung Konstantinopels.
Welche Auswirkungen hat das auf die beginnende Neuzeit?
Die Fluch tausender und abertausender Einwohner Konstantinopels und
damit nicht weniger (der lateinischen und altgriechischen
Sprache mächtiger) Gelehrter in die Stadtstaaten Norditaliens.
Gelehrsamkeit aus Konstantinopel trifft nun auf fruchtbaren Boden, die
Söhne der reichen Handelsleute bzw. Adeligen erhalten nun gegen Geld
Bildung. Das Ideal der studia humanitatis wurde nun wiedergeboren
("Rinascimento", ital. für Wiedergeburt, bitte nicht "Renaissance").

Das Ideal besteht aus folgenden Überzeugungen:

1. Das Glück und Wohlergehen des einzelnen Menschen und der Gesellschaft 
bilden den höchsten Wert, an dem sich jedes Handeln orientieren soll.
2. Der Mensch hat die Fähigkeit, sich zu bilden und weiterzuentwickeln.
3. Die schöpferischen Kräfte des Menschen sollen sich entfalten können.

Die Ausformung dieser Überzeugungen in unserem heutigen Bildungswesen
("Schule" in welcher Ausprägung auch immer) sind folgende:

1. Die Vermittlung von Verantwortung gegenüber der Gesellschaft sowie 
die
Anleitung zu kritischem Denken wie auch die distanziert-hinterfragende
Auseinandersetzung mit gesellschaftspolitischen Fragestellungen.
2. Bildung in welcher Form auch immer als Wert zu begreifen, die 
Vorbereitung auf eine weitere (Berufs-)ausbildung. Vermittlung von 
Freude
und Kultur durch Bildung (Musik, Literatur,...)
3. Die Vermittlung nicht nur von (Fach-oder-Lexikon)Wissen sondern die
Ausbildung von Fähigkeiten, Talenten und Begabungen sowie nicht zuletzt
die Förderung schöpferischer Tätigkeit als zentrales 
menschlich-schaffendes
Instrument, das uns immer noch von EDA, CAD, CIM, CASE Tools 
unterscheidet.
Sowie die Fähigkeit in Strukturen zu denken und begreifen anstatt 
einfach nur zu lernen, tabellarisches Wissen anzuwenden.

So, am besten lehnen wir uns zurück im Vertrauen darauf, dass unsere
Bildungsexperten das Bildungssystem der Zukunft schaffen, alle zwei
Jahre eine Bildungsdebatte vom Zaun reißen und (pssst;-) für ihre
Beratertätigkeiten auch genug Geld einsäckeln.

Autor: MaWin (Gast)
Datum:

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>>> Wer gut in Mathe ist, ist intelligent,
>>> und wer intelligent ist, ist auch gut in anderen Fächern, etc.
> > Prust.
> Ist das deine Antwort?

Du bist gut in Sport? Du bist gut in Pferdedressur? Als Bauer erntest du 
die dicksten Kartoffeln?

Du bist gut, mich zum Lachen zu bringen, denn deine Weltsicht ist noch 
so eindimensional.

Autor: Gast (Gast)
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Gast (Gast)
Datum: 15.07.2009 21:35

>> Der eklatante Unterschied ist: Er kann in Mathe im 1. für die Guten und
>> in Englisch im 3. eine Müllkippe für den Rest sein (und umgekehrt).

> Kennst du solche Leute, auf die das zutrifft? Ich jedenfalls nicht, oder
> kaum. Und wenn, dann lag es höchstens am Fleiss. Wer gut in Mathe ist,
> ist intelligent, und wer intelligent ist, ist auch gut in anderen
> Fächern, etc.

Vorsicht! Wer gut in Mathe ist, ist nicht automatisch gut in Sprachen! 
Nicht jede Fremdsprache liegt einem, z.B. gerade Französisch kann einem 
so auf den Senkel gehen, mit ihrer Sch.. Schreibweise und blöder 
Betonung. Da ist man ruck zuck mit einem ausreichend noch gut bedient, 
während man in Mathe die 1 hin bekommt. Bei Mädchen habe ich das anders 
herum erlebt. Fast alle sprachlich sehr begabt aber überhaupt keinen 
Draht zur Mathe. Da gibt es eine Kluft zwischen den "Laber-Fächern" (da 
wo das mündliche zählt) und den naturwissenschaftlichen Fächern wie 
Mathe, Chemie, Physik (traditionell eher Jungs-Fächer, jedoch heutzutage 
zunehmend nivelliert).

Autor: Paul (Gast)
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>Die Klasse mit ueber 30 Schuelern ist schon seit Jahrzehnten bittere
>Realitaet.

Das hat wohl nichts mit Hauptschule vs. Gesamtschule zu tun. Hier werden 
einfach Lehrer eingespart.

Übernehmt das System der Polytechnischen Oberschule (POS), natürlich 
bereinigt von politischem Kram, ergänzt um moderne Fächer wie Informatik 
und ihr habt schon ein wesentlich gerechteres und moderneres 
Schulkonzept als heute. Erfahrungen damit gibt es bereits 35 Jahre. 
Weiterhin schafft die unterschiedlichen Regelungen der Länder ab und 
orientiert alle Länder (Einheitslehrplan und Bücher) an den Spitzen 
(Bayern, Sachsen). Weiterhin Zentalabi, damit man an den Hochschulen mit 
einem einheitlichen Startniveau rechnen kann und nicht sinnlos das erste 
Semester mit Wiederholung des Abiwissens verplembert, um alle Studenten 
auf einen Stand zu bringen. Schafft das Abwählen von Fächern ab, wenn 
man eine allgemeine Hochschulreife haben will, kann man nicht nach 
Neigung Fächer aussortieren.

PS.: Kleine Anekdote am Rande. Früher hatte meine POS eine eigene 
Schülergaststätte zur Schulspeisung. Die wurde 1998 abgerissen, weil sie 
nicht in das westdeutsche Schulkonzept paßte. Seit 2 Wochen stehen dort 
Betonpumpen und ein Schild, daß an dieser Stelle eine Schulmensa gebaut 
werde. Der Irrsinn des Kultusministeriums. LOL

Autor: Daumenlutscher (Gast)
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Statt Hauptschule würde ich mir ein strenges Internat mit angeschossener 
Jugendstafanstalt wünschen.

Wenn jemand nach der Grundschule auf die Hauptschule geschickt wird, 
muss bei der Erziehung etwas ganz schön schief gegangen sein.

Autor: Paul (Gast)
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>Wenn jemand nach der Grundschule auf die Hauptschule geschickt wird,
>muss bei der Erziehung etwas ganz schön schief gegangen sein.

Kann's nicht auch Mobbing oder Unfähigkeit seitens des Lehrers sein? Es 
gibt nicht den ersten Fall, daß superintelligente Kinder vom Lehrer als 
unterbelichtet eingestuft worden.

Autor: A. N. (netbandit)
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Gast schrieb:
>> Der eklatante Unterschied ist: Er kann in Mathe im 1. für die Guten und
>> in Englisch im 3. eine Müllkippe für den Rest sein (und umgekehrt).
>
> Kennst du solche Leute, auf die das zutrifft?
Ja, ich selbst zum Beispiel. Mit Mathe und Physik tue ich mich ungemein 
leichter als mit Englisch.

> Ich jedenfalls nicht, oder
Ich war auf einer Gesamtschule und kenne daher viele Leute die in 
verschiedenen Fächern unterschiedliche Leistungen bringen. Ich 
beispielsweise war in Mathe, Physik, Bio, Chemie im Leistungskurs. In 
Englisch war ich im Grundkurs und in Deutsch habe ich mich nur ganz 
knapp im Leistungskurs halten können.

> kaum. Und wenn, dann lag es höchstens am Fleiss. Wer gut in Mathe ist,
> ist intelligent, und wer intelligent ist, ist auch gut in anderen
> Fächern, etc.
Erfolg = Fleiss * Intelligenz

Was zählt ist am Ende der Erfolg. Ich kann, wie oben schon gesagt, in 
manchen Fächern mit einem nur geringen Lernaufwand gute Noten schreiben. 
In Englisch hingegen muss ich bis heute (im Studium) noch einen enormen 
Lernaufwand betreiben um hier die gleichen Leistungen wie in anderen 
Fächern zu erzielen (2 bis 3 Stunden pro Tag).

> Und überhaupt, was nützt eine dermassen einseitige Bildung?
Nur die wenigsten Ingenieure müssen wirklich extrem gut Englisch 
sprechen. Meistens reichen hier grundlegende Kenntnisse + einen gewissen 
Umfang von technischen Vokabeln. Ingenieure müssen auch selten begnadete 
Künstler sein. Dafür muss so ein Kunststudent auch eher selten besonders 
gut in Physik sein. Tja, nach der Schule bildet man sich eh einseitig 
fort.

Natürlich ist es immer vorteilhaft wenn man vielseitig begabt ist, aber 
es ist keine Grundvoraussetzung für einen vernünftigen beruflichen 
Werdegang. Ich will ja nicht Manager eines internationalen Unternehmens 
werden.

Wenn du natürlich in vielen Dingen gleich gut bist, dann wirst du es 
immer leichter haben im Leben. Das ist okay, ich freue mich für dich. 
Wahrscheinlich wirst du halt irgendwann einmal mein Chef sein, das ist 
sicher auch okay.

Wäre ich damals nicht auf die Gesamtschule gegangen, würde ich 
wesentlich weniger Leute in meinem persönlichen Umfeld kennen, die 
Abitur gemacht haben und anschließen studierten. Wahrscheinlich würde 
mein Freundeskreis dann eher aus "normalen" arbeitenden Menschen 
bestehen und weniger aus Akademikern. Der Fakt, dass viele meiner 
Freunde und Bekannten tolle Sachen studiert haben hat mich nach 6 Jahren 
Berufstätigkeit dazu gebracht es auch noch einmal zu versuchen. 
Inzwischen weiß ich, dass es genau die richtige Entscheidung war.

Ich denke ich wäre gar nicht auf die Idee gekommen, wenn ich fast 
ausschließlich nur Leute kennen würde die ganz normal eine 
Berufsausbildung gemacht haben. So gesehen hat sich schon alleine 
deswegen die Gesamtschule bezahlt gemacht. Darüber hinaus konnte ich 
beim Fachabitur stark von dem zusätzlichen Wissen profitieren, welches 
ich damals in den Leistungskursen mitbekommen habe.

Ich halte die Gesamtschule für die bessere Schulform. Sie sind aber kein 
Allheilmittel. Überfüllte Klassen, demotivierte Lehrer und störende 
Schüler gibt es natürlich auch dort. Aber die Gesamtschule ist nicht 
wirklich teurer als das bisherige Schulsystem (es ist ja kein 
Mehraufwand), bietet dafür eben einen individuellen Unterricht.

Es wird kein Schüler ausgebremst, da die Leute die zu schlecht für einen 
Kurs sind da eh nicht bleiben und die Leute die zu gut sind einfach 
einen Kurs aufsteigen.

Dafür hat man aber die Möglichkeit jedes halbe Jahr den Kurs 
(entsprechende Leistung vorausgesetzt) zu wechseln.

Ich sehe nicht wirklich einen Nachteil darin, wenn man diese Chance hat. 
Außerdem sehe ich auch keinen Nachteil darin, wenn jemand der am Ende 
doch nur einen Realschulabschluss macht, bis zur 10. Klasse Mathematik 
auf Gymnasialniveau beigebracht bekommen hat. Das zusätzliche Wissen 
wird ihm ein Leben lang helfen.

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