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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Fachkräftemangel alarmiert Wirtschaft


Autor: malle (Gast)
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Ich lach mich kaputt. Wer denkt sich so ein scheiß aus?

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,637138,00....

Autor: E-Fachkraft (Gast)
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Muahhh... Bedenke die Definition einer Fachkraft:
-ledig, nicht älter als 25
-mind. Master Abschluss einer Eliteuni (Notenschnitt natürlich unter den 
besten drittel)
-mehrsprachig, wenn möglich multilingual aufgewachsen
-sehr, sehr flexibel
-fachbezogene Berfuserfahrung mind.3 Jahre
-Auslandserfahrung

... na haben Sie alle Eigenschaften? Dann sind Sie in unserer Firma 
gerne beim Auswahltag gesehen. Dort können Sie uns von Ihren Fähigkeiten 
überzeugen. ...

Autor: Schwups... (Gast)
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>Wer denkt sich so ein scheiß aus?

Das kommt von der Wirtschaftslobby, weil die Arbeitgeber
mit dem Müll, den der Markt ihnen für eine Einstellung anbietet,
vom Niveau und Bescheidenheit nicht zufrieden stellt
und somit dem unternehmerischen Profitstreben entgegen wirkt.
Eigentlich ein Wunder das sich so mancher Boss nicht die
Kugel gibt. Vielleicht muß es auch der Boss eines Chemie-
und Pharmakonzern sein damit es eine Schlagzeile wert ist.

Autor: Paul (Gast)
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>Muahhh... Bedenke die Definition einer Fachkraft:

Du hast das wichtigste vergessen: B i l l i g muß er sein!

Autor: Moritz (Gast)
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Ich kanns nur immer wieder sagen "Spiegel" !!!
Seit ich dieses Lobby- unterstützende Schudblatt kenne, schreiben die 
nur solche Scheiße!
Ich rege mich schon garnicht mehr auf. In den letzten paar Wochen wurden 
hier immer wieder Artikel aus dem Spiegel gepostet, und immer der 
gleiche Müll.
Das schlimme ist nur, dass es noch Leute gibt die so etwas glauben.

Ich möchte nicht wissen, was für Schmiergelder da hin und her fließen.
Da wo ich her komme, würde man auch "Vetterleswirtschaft" dazu sagen.
Ansonsten weiß ich nicht, wer noch von solchen Artikeln profitieren 
soll.

Bis dann ...

Autor: Gunb (Gast)
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Der Spiegel hat die Nachricht, die über Reuters lief, nur veröffentlicht 
- mehr nicht. So lange er keine eigene Wertung dazu abgibt, darf er das 
auch.

Die eigentliche Quelle dieser Nachricht nennt er auch: BDI und BDA. Also 
ist der schwarze Peter DORT zu suchen.

Gegenfrage: Wie viele Bewerbungen habt ihr denn in den letzten Monaten 
geschrieben, seit eingeladen worden und warum wurdet ihr eventuell 
abgelehnt?

Oder woher wisst ihr sonst, dass es alles gelogen ist? Ich meine, 
irgendwo muss auch mal der Beweis dafür her, der die Nachricht 
widerlegt.

Autor: Moritz (Gast)
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Ich kenne mehrere Ings aus vielen Gebieten, die gerade auf Jobsuche 
sind. Zum Teil wurden ihnen Jobs für 1600€ Brutto im Monat angeboten. 
Und wir sind in Süddeutschland.
Selbst da findet keiner einen Job.
Ich kann natürlich nur aus meiner Erfahrung raus bewerten, aber was 
dieser Artikel soll?

Autor: Informer (Gast)
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>Oder woher wisst ihr sonst, dass es alles gelogen ist? Ich meine,
>irgendwo muss auch mal der Beweis dafür her, der die Nachricht
>widerlegt.
Als Absolvent hast du aktuell die Arschkarte. Kenne Abgänger aus 4 FHs 
(durch Verwandte, Freunde und meiner FH) in 
Maschinenbau-/Fahrzeugtechnik-/Energietechnikstudiengänge. Da sah es 
schon im März 09 nach der Diplomurkundenüberreichung so aus, dass im 
Mittel über die Hälfte NIX in Aussicht hatten, trotz vorheriger 
Bemühungen. Da wurde sich beraten, welche Leistungen jetzt einem 
zustehen würden und an welches Amt man sich wenden müsse. Einige waren 
etwas depressiv als sie das vielgescholtene Hartz-Geld beantragen 
mussten. Nach öffentlichen Image bekommt dieses Los ja nur der faule 
dumme Schmarotzer.
Die Unternehmen sind nicht bereit, den Absolventen einen Feinschliff zu 
geben.
Beispielsweise Konstrukteur: Im Studium reichlich Konstruktion gehabt, 
2D/3D-CAD-Theorie ohne Ende und auch praktische Anwendung. Leider im 
falschen 3D-CAD-Programm. Die FH benutzt unter Umständen ein "billiges", 
z. B. Inventor. Firmen benutzen aber öfter CATIA, Unigraphix oder ProE, 
wo die Wenigsten ohne Schulung schnell was richtig gebacken bekommen. 
Die Industrie ist aber zum Großteil nicht mehr bereit, diese Kurse in 
einen Frischling zu investieren. Es lohnt sich nicht. Es gibt genug 
arbeitslose Ingenieure, die die Kenntnisse haben und wenn nicht, dann 
bleibt die Stelle eben unbesetzt.
Man muss wirklich astrein auf die ausgeschriebenen Stellen passen, 
ansonsten NoGo. Mit einem abgeschlossenem Studium zählt man in der 
Industrie nicht als Fachkraft. Dazu gehört bei denen noch 3-5 Jahre 
Berufserfahrung und gezielt Ausbildung/Erfahrung in Schwerpunkten, die 
gerade für diese Stellen wichtig sind. Wo die herkommen sollen ist 
fraglich. Anscheinend wird im Ausland noch besser ausgebildet, vor allem 
in der Industrie. Die deutsche Industrie hält sich da vornehm zurück und 
verfährt nach dem Motto:
Entweder es passt von vornherein zu 100 % oder es wird sein gelassen.

Autor: rotzbacke (Gast)
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> Wie viele Bewerbungen habt ihr denn in den letzten Monaten
> geschrieben,
40
> seit eingeladen worden und
4-mal.
> warum wurdet ihr eventuell abgelehnt?
Woher soll das jemand wissen? Kein Arbeitgeber würde da ehrlich 
antworten? Die haben alle Angst vor Klagen und geben nur 
Standard-Antworten.

> Oder woher wisst ihr sonst, dass es alles gelogen ist?
Schau bei stepstone, monster und Co. rein. Da gibt es sehr viel weniger 
Jobangebote als vorher.
> Ich meine, irgendwo muss auch mal der Beweis dafür her, der die Nachricht
> widerlegt.
Wo bleibt der Beweis, dass sie stimmt? Wegen den wohlformulierten hohlen 
Phrasen in den Artikeln?
Im übrigen ist mir klar, dass es irgendwann wieder besser wird, was im 
Artikel ja auch erwähnt wird, aber eine Lösung für aktuell-Jobsuchende, 
sind deren Geschwafel auch nicht.
Aktuell ist es ziemlich beschissen.

Autor: gast (Gast)
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leutz

schreibt doch mal BDI etc mal dirket an und fragt wie denn
der Traumtyp denn aussehen soll ?  - natürlich gleich als CC
das zB Bundeskanzlermat reinsetzen ...

Vielleicht ist es durch die Quantität mal möglich ,daß die aus
Ihrem Paralleluniversum rauskommen.

Zu meiner Zeit 1996 waren wir 10 Leutz  - von denen gingen
satte 9 in die Exclusivausgabe dr kaschierten Alo  sie promovierten

Nur. das löste das Problem nicht ...  5-7(!!) Jahre später krähen
die Persos , man sei eh zu alt

ich kenne einen der hatte seinen Dr bis ins zarte Alter von 36
prolongiert  --- nur wie korreliert das mit der Tatsache, daß
man mit 39 ja schon nicht merh arbeitsfähig ist ?!?

Sollte man nicht idealerweise gleich mit dem Diplom ne geladene
Beretta "ausleihen" - so im Sinne sozialverträglicher
Frühentsorgung ?

Greets

Autor: Rick (Gast)
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Mich stört nur, wenn ich eine Absage bekomme (ein echter Absagegrund 
verstösst im Zweifel gegen das Antidiskriminierungsgesetz), teilweise 
ohne Vorstellungsgespräch, die Firma aber weiterhin versucht über Monate 
diese Stelle zu besetzen.

Laut Arbeitsagentur sind außer mir in diesem Fachgebiet nur noch 5 
andere  suchend (bundesweit).
All zu viele Bewerbungen haben die vermutlich also nicht erhalten.

Autor: Jürgen W. (lovos)
Datum:

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Ich habe von 11/88 bis 4/94 an der Uni Erlangen E-Technik studiert.
Es gab 300 Studienanfaenger.
In den letzten Jahren war die Zahl bei etwa 100.
Somit kann die Zahl der Ingenieure zurueckgegangen sein (sofern man 
diese Zahl auf andere Studienfaecher und Unis uebertragen wollte :-) )
Wenn die Anzahl der Stellen etwa gleich geblieben waere, haetten wir 
tatsaechlich einen Fachkraeftemangel.

Autor: Dipl Ing FH (Gast)
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Habe an der Pressekonferenz persönlich teilgenommen und damit live 
erlebt

Was soll ich berichten , einigen ist es klar das es eine Lüge ist aber 
dem Rest  leuchtet es garnicht ein was da abläuft

Von dem Sattelberger WEISS ich es übrigens dass es ihm kristalklar ist 
was da abgeht

Solange die Ingenieure sich nicht gegen solche Subjekte und Meinungen 
WEHREN  wird sich NICHTS ändern

Autor: Gunb (Gast)
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@rotzbacke:

Es steht wohl ausser Frage, dass derzeit keine gute Zeit für 
Einstellungen und Absolventen ist. Das die Industrie sich selbst 
bemitleidet, dennoch das Risiko Angestellte einzustellen, steht auch 
ausser Frage, die fahren da einen zweigleisigen Kurs.

Aber: Es gibt auch Unterschiede, von Unternehmen zu Unternehmen. Ich 
würde immer den Versuch machen, nachzufragen, warum man abgelehnt worden 
ist. Ich habe persönlich auch Anfang 2000 absagen bekommen und/oder 
keine Rückmeldung. Das kann man aber nicht pauschal auf alle Unternehmen 
übertragen. Es ist hart, meine Zustimmung, und eine Sauerei, was da in 
den letzten 10-15Jahren so mit Absolventen gemacht wird.

Der Spiegel ist dafür sicher nicht verantwortlich, er hat lediglich eine 
Nachricht, die über Reuters lief, veröffentlicht. Das halte ich für 
wichtiger, als es ganz zu unterlassen, wie soll sonst eine Diskussion 
zustande kommen!?
Im übrigen wurde das Thema auch im TV in den Nachrichten angesprochen, 
war also eine allgemeine Info. Ob diese dann zutrifft, ist eine andere 
Sache. Die Beschwerde sollte dann eher an den Verursacher gehen.


@Dipl Ing FH:

Absolut richtig! Habe vor einigen Tagen hier auch schon einmal 
angesprochen, dass wir Ingenieure und Techniker nicht ganz schuldlos an 
dieser Misere sind.
Hier im Forum wird heftigst gemotzt und sich aufgeregt, diskutiert 
darüber, wie falsch und verlogen das alles ist, was die Industrie da von 
sich gibt und die Politiker beeinflusst. Nur, wo bleibt die Gegenwehr? 
Statt sich hier in meterlangen Beiträgen abzureagieren, könnte man doch 
die Stellen direkt anschreiben und seiner Meinung dort freien Lauf 
lassen, wo's her kommt.

Tja, der deutsche Michel schreit zwar gerne, ordnet sich dann aber 
schnell wieder unter - so ändert sich nie etwas.

Geht auf die Strasse, schreibt dem BDI den Mailserver voll, und macht 
v.a. auf euch aufmerksam - VON NIX KOMMT NIX.

Denke, eines der Hauptprobleme unserer Zeit ist, dass sich die junge 
Generation, zu der ich mich übrigens mit Jahrgang 1971 auch noch :-) 
zähle, viel zu wenig wehrt. Da wird gleich die Flinte ins Korn 
geschchmissen, statt sich zu organisieren und zu kämpfen.



Ich stehe sicher hinter den meisten Ansichten hier, nur: wir machen's 
der Industrie und den Lobbyisten auch verdammt einfach! Selbstkritik 
kann der erste Schritt zur Erkenntnis sein.

Autor: la resistance (Gast)
Datum:

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Genau, FORMIERT DEN WIEDERSTAND !

Autor: Mr. S. (Gast)
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>WIEDERSTAND

Widerstand , wenn schon, gelle ?

Autor: Moritz (Gast)
Datum:

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Eigentlich brauchen wir garnicht viel zu tun, es gibt in diesem Forum 
genügend Threads, die wir an den Spiegel und dessen zuverlässige 
Informationsquellen schicken können. Aber da stößt man bestimmt auf 
taube Ohren.

P.S. Den Hammer finde ich auch, dass im Spiegel noch die Bildzeitung 
zitiert wird. Da weiß man schon, wo man beim Spiegel dran ist. Glaubt 
man die Hälfte ist man noch genug angelogen!

Autor: Dipl Ing FH (Gast)
Datum:

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Habe übrigens auf Bilanzbuchhalter umgesattelt und nicht bereut ..

Das Problem dürfte sein das die meisten Ingenieure zu fachlich denken 
und sie haben kein Gefühl für komplexere gesellschaftliche Zusammenhänge 
,  die eigentlichen Vertreter ( die es sein müssten .. )  sind aber 
völlig korrumpiert

Vor Allem die VDI , BDI und BDA verstärken noch zusätzlich diese 
unsinnige Meinungen

VDI ist ein Unternehmen das wirtschaftlich denkt , die einzige 
einiergermassen vernünftige Organisation wäre IFKOM , leider nicht 
besonders einflussreich ..

Es müsste ein VÖLLIGER  Neuanfang stattfindet , ich fürchte das es nicht 
dazu kommen wird ..

Autor: Gunb (Gast)
Datum:

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@ Dipl Ing FH:

>Das Problem dürfte sein das die meisten Ingenieure zu fachlich denken
>und sie haben kein Gefühl für komplexere gesellschaftliche Zusammenhänge
>,  die eigentlichen Vertreter ( die es sein müssten .. )  sind aber
>völlig korrumpiert

Erneut meine Zustimmung.

Autor: jo (Gast)
Datum:

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> Eigentlich brauchen wir garnicht viel zu tun, es gibt in diesem Forum
> genügend Threads, die wir an den Spiegel und dessen zuverlässige
> Informationsquellen schicken können.

Bei dem pupertaeren Rotz, der hier geschrieben wird? Wer soll das denn 
ernst nehmen? Bei der Haelfte der Poster hier wird doch beim ersten Satz 
klar, warum sie keinen Job kriegen.

Autor: Mann-O-Mann (Gast)
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Ihr habt es alle nicht begriffen.

Eine Fachkraft ist jemand ganz ohne Ausbildung!

Autor: Gunb (Gast)
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@Moritz:

Ich weiss gar nicht, warum du dich so auf den Spiegel einschiesst, du 
kannst in fast allen dt. Printmedien und Online-Magazinen die gleichen 
Artikel lesen, ob FAZ, Spiegel oder meinetwegen auch Bild.

Wenn du aber glaubst, es reicht aus, nur ein paar Links auf Threads wie 
diesen weiterzuleiten, ich glaube, dann machst du es dir zu einfach.

Ohne es zu wagen und gleich von "tauben Ohren" zu sprechen, wird sich 
auch nichts ändern. Man kann sicher auch nicht erwarten, dass der erste 
Versuch gleich immer gelingt, oder?!

Ich meine, vor mehr als hundert Jahren sind Arbeiter auf die Strasse 
gegangen und mussten mit dem Risiko leben, mit Waffengewalt durch's 
Militär wieder an ihre Arbeitsplätze gezwungen zu werden, um auf ihre 
Missstände wie fehlende Krankenversicherung, soziale Absicherung, und 
hohe tägliche Arbeitsstunden hinzuweisen. Gut, ist lange her.

Wir haben heute den Luxus (und sehen diese Freiheiten als 
selbstverständlich an - sind sie das?) friedlich unsere Meinung auf 
anständige Weise offen äussern zu können und das, an wen wir wollen, das 
auf einem hohen Lebensstandard (das ist er für Viele immer noch, selbst 
wenn der Staat Hartz IV zahlt - schaut mal in andere Länder).

Und was machen wir? Wir jammern uns gegenseitig etwas vor, sind zu einem 
grossen Teil unserer Generation recht unpolitisch und erwarten, dass uns 
alles auf dem goldenen Tablett präsentiert wird.

Also, wer heute auf eine Uni geht, und erwartet, dass er danach ohne 
Weiteres einen Job bekommt, der hat entweder Vitamin-B in der Tasche 
oder einen relativ naiven Blick auf die realen Verhältnisse.

Ich meine, man muss unter "sich wehren" nicht gleich einen militanten 
Aufstand verstehen, aber sich verbal Gehör zu verschaffen haben 
Generationen vor uns besser bewiesen.

Meine persönliche Begründung mag zwar nicht von allen getragen werden 
(muss ja auch nicht, ist nur eine Meinung unter vielen), aber ich meine, 
es hat auch etwas mit dem unbeschwerten Leben der 80er und 90er Jahre in 
Wohlstand zu tun, wo Vieles zu selbstverständlich war.

Heute ist sich leider jeder selbst der Nächste. Gemeinschaftliches 
Eintreten für Ziele, die allen nutzen würden und die Ausdauer, dies 
durchzustehen, fehlt.

Und das hat der Spiegel vor einigen Wochen richtig beschrieben, 
vollkommen richtig. Das es so ist, dafür kann er nichts. Das zu ändern, 
ist unsere eigene Aufgabe, dass wenigstens ein Magazin dies beschreibt, 
ist dafür umso wichtiger.

Denke, ich schüttele auch über Spiegel-Ansichten oft den Kopf, aber so 
ist das nun einmal, wenn's Meinungsfreiheit gibt (Gott sei Dank).

Wir können ja widersprechen - nur sollten wir's auch an der richtigen 
Stelle tun.

Autor: jo (Gast)
Datum:

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Vor allem wird hier dauernd ueber die boesen Arbeitgeber geschimpft, 
aber wer macht sich denn auf und wird selbst ein besserer Arbeitgeber? 
In Wirklichkeit scheuen doch alle das Risiko. Und zu Recht, die 
lautesten Schreier hier achten doch selbst nicht darauf, dass sie bei 
"ordentlichen" Unternehmen kaufen. Wuerde das jeder tun, gaebe es die 
Laeden gar nicht mehr.

Beispiel Lidl: Riesenskandal, jeder hat geschimpft. Haette jeder, der 
geschimpft hat, Lidl gemieden, gaebe es den Laden heute nicht mehr.

Und hier bei den Elektronikern ist es doch das Gleiche: Jeder meckert 
ueber die profitgierigen Unternehmen, die Arbeitsplaetze verlagern, 
kauft aber selbst sein Zeug wo es am billigsten ist, am Besten direkt in 
China.

Im rumjammern sind die Deutschen gut, aber schon bei den persoenlichen 
Konsequenzen ist Schluss, da sollen immer erst mal die Anderen ran...

Autor: Tommi Huber (drmota)
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>Sollte man nicht idealerweise gleich mit dem Diplom ne geladene
>Beretta "ausleihen" - so im Sinne sozialverträglicher
>Frühentsorgung ?

Nicht alle üben die Aggressionen gegen sich selbst aus wie einige 
Amokläufer immer wieder beweisen. Was soll man auch tun wenn das System 
einem nicht aufnimmt sollte man zuallererst die Schuld im System suchen 
und nicht bei sich selbst (wie einem es das System aber einreden will).

Autor: Mark Brandis (markbrandis)
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Gunb, full ack.

Autor: thomas (Gast)
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So wächst man aber auch auf in Deutschland: Das Leben hier ist bis ins 
kleinste Detail reglementiert, und es gibt keinen Anreiz Verantwortung 
für irgendwas zu übernehmen.
Und diese Vollkaskogesellschaft wurde von der Generation geschaffen, die 
sich heute über die faule und desinteressierte Jugend beschwert.

Autor: Tommi Huber (drmota)
Datum:

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Es gibt bei den Spiegelmanipulierartikeln auch einen Feedbackbutton. 
Dort könnt ihr eure Meinung kundtun. Hier lesen die garantiert nicht 
mit.

http://www1.spiegel.de/active/kontakt/fcgi/leserma...

Autor: Atzen (Gast)
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Versuche doch mal, deutsche Elektroartikel zu erwerben! Bei den 
Gehältern sind Stereoanlagen von Burmester einfach nicht drin.

Autor: jo (Gast)
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> Versuche doch mal, deutsche Elektroartikel zu erwerben! Bei den
> Gehältern sind Stereoanlagen von Burmester einfach nicht drin.

Buhuhu! Genau so Typen wie dich meinte ich. DU bist natuerlich so 
bettelarm, dass du keine Wahl hast. Armes, vom Schicksal getriebenes 
Reh!

Autor: Mark Brandis (markbrandis)
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Atzen schrieb:
> Versuche doch mal, deutsche Elektroartikel zu erwerben!

Ja.

> Bei den Gehältern sind Stereoanlagen von Burmester einfach nicht drin.

Sind sie schon - wenn man lange genug drauf spart ;-)

Autor: Atzen (Gast)
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Deutsche Produkte mögen zwar gut sein, aber sind in der Regel nicht zu 
bezahlen.

Autor: Daniel (Gast)
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>> Bei den Gehältern sind Stereoanlagen von Burmester einfach nicht drin.

>Sind sie schon - wenn man lange genug drauf spart ;-)

echt, ich verstehe nicht diese jammern.

In der Sowjetunion(das trifft aber glaube ich auch auf die BRD zu),
in den 80-er, kostete ein Fernsehgerät auch mehrere Monatsgehälter.
Genauso wie Photokamera, Stereoanlage, etc. Die Leute hatten
kein Problem damit. Auf ein Auto haben die Leute auch 10 Jahre
gespart, heute gibt es ein besseres für 2-Monatsgehälter.
Die Leute wollen einfach immer mehr haben.

Autor: Daniel (Gast)
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BTW: Nachweisbare Lügen sollten abgemahnt werden.
Vielleicht würde es tatsächlich helfen, Abmahnanwälte auf die
Lügner draufzusetzen.

Autor: Mark Brandis (markbrandis)
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Daniel schrieb:
> Die Leute wollen einfach immer mehr haben.

Wir wollten halt nicht beim Feuer und beim Rad stehenbleiben.

Daniel schrieb:
> BTW: Nachweisbare Lügen sollten abgemahnt werden.
> Vielleicht würde es tatsächlich helfen, Abmahnanwälte auf die
> Lügner draufzusetzen.

Das Problem dürfte eben der Nachweis sein. Was man wohl beweisen kann 
ist, dass diverse Unternehmen jahrelang ältere Ingenieure frühverrentet 
haben.

Autor: jo (Gast)
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>> Die Leute wollen einfach immer mehr haben.
> Wir wollten halt nicht beim Feuer und beim Rad stehenbleiben.

Tja, nur erreicht man das nur mit Rationalisierung. Und dann wird 
nachher wieder geheult, wenn Leute auf der Strecke bleiben, weil ihre 
Arbeitskraft nicht gebraucht wird.

Autor: jo (Gast)
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> Das Problem dürfte eben der Nachweis sein. Was man wohl beweisen kann
> ist, dass diverse Unternehmen jahrelang ältere Ingenieure frühverrentet
> haben.

Schoen. Und im anderen Thread wird gejammert, dass die Unternehmen 
jungen Leuten keine Chance geben. Was denn nun, sollen die Unternehmen 
Alte halten oder die Alten rauswerfen und Junge beschaeftigen?

Autor: Gast (Gast)
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Mir ist diese Fachkräftemangel-Lüge eigentlich gleichgültig geworden. Am 
Anfang habe ich mich noch über diese Heuchelei aufgeregt..
Was mir aber auf den Senkel als arbeitslose Fachkraft geht, ist das 
Geschwätz bei Freunden und Bekannten, die keine Fachkräfte sind und 
nicht wissen, dass in den Artikeln und Nachrichten gelogen wird. So nach 
dem Motto: Warum braucht dich denn keiner, solche Leute wie du werden 
doch händeringend gesucht?
Die bekommen ja Woche für Woche dieses Fachkräftemangelmärchen 
eingehämmert.
Dann kommt schnell der Eindruck auf, man ist selber komplett unfähig 
oder zu faul, weil die Arbeit ja sprichwörtlich auf der Straße liegt und 
geradezu bettelt getan zu werden.

Autor: Mark Brandis (markbrandis)
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jo schrieb:
> Schoen. Und im anderen Thread wird gejammert, dass die Unternehmen
> jungen Leuten keine Chance geben. Was denn nun, sollen die Unternehmen
> Alte halten oder die Alten rauswerfen und Junge beschaeftigen?

Die Logik geht folgendermaßen:
Firmen haben jahrelang ältere Ingenieure (oder auch allgemein 
Arbeitnehmer) in die Frührente geschickt und durch jüngere ersetzt (oder 
auch mal nicht ersetzt, je nachdem). Nun jammern sie, dass es zu wenig 
Nachwuchs gibt. Das Problem ist doch aber (auch) hausgemacht: Hätte man 
die älteren nicht frühverrentet, so gäbe es noch genug die arbeiten und 
somit hätte man keinen "Mangel".

Im Moment wird beides gemacht: Die Alten werden nach wie vor früher 
rausgeschmissen, die jungen Absolventen werden kaum eingestellt wegen 
der Wirtschaftskrise. Und später wird man natürlich jammern "wir konnten 
ja keine jungen Ingenieure einstellen und einarbeiten damals wegen der 
schlimmen Krise, und jetzt fehlen sie uns! Oh mein Gott wir haben 
FACHKRÄFTEMANGEL!" ;)

Autor: Gunb (Gast)
Datum:

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@Gast:

Stimmt, das kenne ich auch aus dem eigenen Bekanntenkreis.


@Mark Brandis:

Zustimmung. Die erfahrenen Alten sind zu teuer, da schickt man sie in 
die Frührente. Die Jungen sollen dann nach der Idealvorstellung der 
Chefs schon alles können, damit sie ein 100%-Ersatz für die Entlassenen 
sind. Und weil sie weniger verdienen, sind die Kosten optimiert - nur 
wenn die Realität ihr Gesicht zeigt, spätestens dann merken diese 
Kostenoptimierer, dass die Rechnung nicht aufgeht, weil sie den 
wichtigsten Grundsatz missachtet haben:

Erfahrung kann man nicht kaufen und auch nicht verlagern, die muss Zeit 
zum Wachsen haben und dann sollte man sie pflegen und nicht vorzeitig in 
den Ruhestand schicken.

Autor: Paul (Gast)
Datum:

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>Die bekommen ja Woche für Woche dieses Fachkräftemangelmärchen
>eingehämmert.
>Dann kommt schnell der Eindruck auf, man ist selber komplett unfähig
>oder zu faul, weil die Arbeit ja sprichwörtlich auf der Straße liegt und
>geradezu bettelt getan zu werden

Wird nicht dieselbe Masche mit allen H4-Empfängern gemacht? Angeblich 
ist Arbeit da ohne Ende. Im Endeffekt wird auf diese Leute geschimpft, 
sie seien unfähig oder faul. Das ist die Masche auf breiter Linie und 
nicht nur bei den Fachkräften. Angriff ist die beste Verteidigung.

Autor: achwas (Gast)
Datum:

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ich arbeite angestellt als IT-"Fachkraft" mit viel Erfahrung. Bei mir 
hat noch keiner angerufen und gefragt: "Wollen Sie evtl. 
Informatik-Lehrer werden oder mal woanders arbeiten?"

Bei Euch etwa? :-)

Autor: Rick (Gast)
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Ich hatte mal Jobangebote im Bereich Erwachsenenbildung (Techniker 
etc.).

Autor: Mani (Gast)
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Viel Schweiss und Mühe in ein tolles Studium stecken... sich den Ingi 
Titel erarbeiten und am Ende ist man der Doofe :) oje Deutschland... wo 
soll das enden? So viele, gut qualifizierte Leute die Arschkarte zeigen 
ts ts ts... und wer putz am Ende noch die Strassen? die Ratten? :)
soviel zum Thema Schwarz Rot "GOLD"

PS: Das meine ich nicht als Beleidigung Euch gegenüber, eher ne 
schweinerei was man Euch antuht.

Autor: rotzbacke (Gast)
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@ Gunb
Grundsätzlich stimme ich dir zu. Bin momentan halt ein bisschen pissig 
... man ahnt wohl warum... :-(

Autor: Gunb (Gast)
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@rotzbacke:

Klar, verstehe ich auch.

Autor: pures Erstaunen (Gast)
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> Ich kanns nur immer wieder sagen "Spiegel" !!!

Hmm, das betrifft nicht nur den Spiegel. Hier gibt es eine geradezu 
geniale Aufstellung:

http://www.bda-online.de/www/arbeitgeber.nsf/id/DE...

Das aller Beste ist meiner Meinung nach, dass man es selbst in die TAZ 
geschafft hat:

>Firmen fehlen Technikfans
>"Trotz der Wirtschafts- und Finanzkrise fehlen mehr als 60.000 Fachkräfte
>für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, die
>sogenannten MINT-Berufe. Das erklärten die Wirtschaftsverbände BDA und BDI
>am Montag aufgrund einer in Berlin veröffentlichten Studie des Instituts
>der deutschen Wirtschaft(IW)."
>taz, tageszeitung (21.07.2009)

Bemerkenswert finde ich so einen Artikel in der TAZ deshalb, weil 
Wikipedia darüber folgendes schreibt:

>Politische Ausrichtung
>Die taz sieht sich nach eigenem Anspruch der Überparteilichkeit
>verpflichtet und wird traditionell links eingeordnet. Sie kritisierte
>häufig die rot-grüne Regierung (1998 – 2005), positionierte sich jedoch
>vor der Bundestagswahl 2005 deutlich gegen eine mögliche CDU-geführte
>Regierung.

Cool, wie eine Mediendemokratie funktioniert, nicht? ;-)

Autor: Mani (Gast)
Datum:

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Wer der "Wikipedia" alles abkauft ist auch nicht besser dran ;)

Autor: pures Erstaunen (Gast)
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> Wer der "Wikipedia" alles abkauft ist auch nicht besser dran ;)

Hi Mani, Du kleiner Schlauberger. Kannst Du's denn treffender als in der 
Wikipedia beschrieben formulieren?

Autor: Mani (Gast)
Datum:

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ich bin kein klugscheisser :)

Einer medialen Info Quelle 100% Vertrauen entgegen bringen ist in der 
heutigen Zeit nicht umbedingt das Wahre. zumal sich wiki frei ändern 
lässt!

aber jedem das seine...

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