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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Spannungswandler - Abwärtswandler


Autor: Marcus B. (xeed)
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Hallo Forumuser,

kann mir bitte jemand sagen, wie ich bei einer 
Stromverbrauchsbetrachtung einen Abwärtswandler behandle?
Ich verwende den LM3370 und im Datenblatt finde ich Stromangaben (Peak 
switching current limit) von Imin=850mA, Ityp=1200mA und Imax=1400mA.
Wenn ich nun diese Ströme mit der angelegten Spannung von 3,7V zu einer 
Leistung berechne, dann habe ich ja ~5W das ist doch eine ganze Menge!

Wie arbeitet denn der IC genau, wandelt der immer nur dann, wenn man die 
bestimmte Ausgangsspannung benötigt? Ist er ansonsten in seinem 
Ruhezustand?

Ich hoffe es kann mir jemand weiterhelfen! Dankeschön!

Gruß Marcus

Autor: fraunz (Gast)
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>Wie arbeitet denn der IC genau, wandelt der immer nur dann, wenn man die
>bestimmte Ausgangsspannung benötigt? Ist er ansonsten in seinem
>Ruhezustand?

Die Frage hast du dir schon selbst beantwortet:

>Ich verwende den LM3370 und im Datenblatt finde ich Stromangaben (Peak
>Aswitching current limit) von Imin=850mA, Ityp=1200mA und Imax=1400mA.

Der Baustein benötigt eine Mindestlast: Imin=850mA

Woher soll dein Bauteil wissen, welche Ausgangsspannung "man" benötigt?
Er regelt im Normalfall nur auf eine eingestellte Ausgangsspannung.

MfG

Autor: MaWin (Gast)
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Was war jetzt deine Frage ?

Daß ein Schaltregler Schaltregler und nicht Linearregler heisst, weil er 
schaltet statt linear zu regeln ?

Was Ilim heisst ? Der Maximalstrom in jedem Schaltimpuls, bevor der 
Transistor ausschaltet. Nominell .12A, maximal 1.4A, minimal 0.85A, weil 
IC-Fertigung nicht so genau ist, da sind schon mal über 10% Toleranz 
möglich.
In jedem Schaltimpuls verbindet der Schaltregler den Eingang mit dem 
Ausgang, und schaltet eben wieder aus, wenn der Strom dabei Ilim 
erreicht. Reicht die Ausgangsspannung noch nicht, kommt der nächste 
Impuls.

Nein, die Mindestlast beträgt nicht 850mA, er liefert maximal nur 600mA 
aber auch belibig weniger.

Trotzdem sollte man solche Chips nur einbauen, wenn man sich damit 
auskennt, mit BGA Gehäusen, Schaltregler im Megahertz-Bereich

Autor: Anon Ymous (avion23)
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Autor: Raimund Rabe (corvuscorax)
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Da ja keiner bereit war dem OP zu sagen wie er die 
"Stromverbrauchsbetrachtung" (Strombedarfsrechnung wäre das bessere 
Wort, denn Strom wird nicht 'verbraucht'!!!) zu machen hat, will ich sie 
mal in kürze angeben:

Gewünschte Ausgangsspannung multipliziert mit Strombedarf auf der 
Sekundärseite ergibt die nötige Sekundärleistung. Diese dividiert durch 
den Wirkungsgrad (immer <1 - wir haben hier ja kein Perpetuum Mobile 
oder gar 'Besseres') des (Buck-)Wandlers, ergibt die nötige 
Eingangsleistung. Diese dividiert durch die Eingangsspannung und - voilá 
- heraus kommt der (mittlere) Strombedarf auf der Primärseite. Aufgrund 
des Wandlerprinzip gibt es noch einen entsprechenden Stromripple (± 
...mA), der sowohl von der Schaltfrequenz als auch der Größe der 
Speicherdrossel abhängt.
Der Wirkungsgrad ist übrigens stark abhängig von der Eingangsspannung 
und vor allem dem Laststrom, was man unschwer den beiden Diagrammen auf 
Seite 9 des Datenblattes entnehmen können sollte.

Unabhängig von der 'grauen' Theorie, haben die Vorposter schon recht 
bzgl. eines Schaltwandlers, der bei 2MHz(!) schaltet - dies ist nichts 
für Anfänger. Wer hier nicht über genügend Grundlagen verfügt, was 
Platinendesign, parasitäre Induktivitäten etc. sowie deren (negativen) 
Effekte, usw., usw., usw. angeht, der wird hier sicherlich noch genügend 
Fragen stellen (müssen). Darüber hinaus wird er mehr als genug Trials 
und Errors erleben als Ihm bzw. den Forenmitgliedern lieb ist.

Autor: Marcus B. (xeed)
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Dankeschön für alle Antworten! Ich denke, dass ich in Bezug auf das 
Bauteil noch weitere Fragen haben werde! ;-)

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