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Forum: Offtopic Die Grünen / Bündnis 90


Autor: The guy from Melmac (Gast)
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Wer oder was sind diese 90 Bünde?

Autor: Bernd G. (Gast)
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Frag lieber, wer oder was sie  w a r e n.
Sozusagen Phantomschmerzen aus der untergegangen DDR.

Autor: dau45 (Gast)
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B90 hat sich aus so ollen Ostparteien gebildet... Eine hieß neues Forum 
und die andere ka... war vor meiner Zeit :D

Autor: Oliver Döring (odbs)
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"So olle Ostparteien"

Nein! Das waren andere.

Das Bündnis 90 ist der Zusammschluß verschiedener Bürgerbewegungen, die 
sich erst in der Wendezeit gegründet haben, um bei der ersten (und 
letzten) freien Volkskammerwahl der DDR anzutreten.

Im einzelnen waren das
das "Neue Forum"
die "Initiative Frieden und Menschenrechte"
und "Demokratie Jetzt"

Manche sollten mal eine Minimalrecherche 
(http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCndnis_90) durchführen, bevor sie 
ihr Halbwissen in Foren verbreiten.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Die Grünen nannten sich Bündnis 90 / Die Grünen, als sie sich das 
Bündnis 90 per feindlicher Übernahme einverleibten, um den Ossis 
vorzugaukeln, sie seien jetzt mindestens gleichberechtigter Teil der 
"vereinigten" Partei.

Autor: dau45 (Gast)
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Ich würde mal sagen, auch wenn sie sich erst kurz vor der 
Wiedervereinigung gegründet haben, waren es immernoch Ostparteien - oder 
etwa nicht?

Autor: Hannes Lux (Gast)
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> waren es immernoch Ostparteien

Es waren keine Parteien, sondern Bürgerbewegungen. Aus Sicht der 
Herrschenden waren es sogar illegale Zusammenrottungen von 
Staatsfeinden. Es waren also die, die zur Wende ihren Arsch riskiert 
hatten und denen die Westwirtschaft 17 Millionen neue Konsumenten zu 
verdanken hat.

...

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Hannes Lux schrieb:
> und denen die Westwirtschaft 17 Millionen neue Konsumenten zu
> verdanken hat.

Dafür war doch ein mit einer Illusion verziertes Platzchen am 
Katzentisch der Grünen eine schöne Belohnung - findest du nicht?

Autor: Hannes Lux (Gast)
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Es ist wie im normalen Leben: Das Pferd, das den Hafer verdient, bekommt 
ihn sowiso nicht.

...

Autor: DerWarze (Gast)
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Als einer (von vielen) der in Leipzig am Zusammenschluss mit dem 
Bündnis90 gearbeitet hat muss ich die " feindliche Übernahme" 
zurückweisen.
Das war auch keine Idee der 'West'Grünen sondern ein auf Grund der 
'Wiedervereinigung' (die schon eher nach feindlicher Übernahne aussah) 
notwendiger Prozess da zu den Wahlen die Bürgerbewegungen, da keine 
Partei, nicht mehr hätten antreten können und als zusätzliche neue 
Partei nicht auf Dauer hätten bestehen können. Da das politische 
Spektrum in Bürgerbewegung  und Grünen sehr weit gefächert war das ein 
sehr anstrengender Prozess. Einige der 'Urgrünen' bildeten im laufe 
dieses Prozesses dann im Osten die ÖDP.

Und nochmal, alte 'Ostparteien waren, neben der SED, die CDU, LDPD, 
NDPD, Bauernbund etc. die in die 'west'CDU und FDP übernommen wurden 
(stichwort Wendehälse) SPD und Grüne in der damals noch bestehenden DDR 
haben sich Ende 89 gegründet, die Bürgerbewegungen bestanden da schon 
lange.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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DerWarze schrieb:
> Als einer (von vielen) der in Leipzig am Zusammenschluss mit dem
> Bündnis90 gearbeitet hat muss ich die " feindliche Übernahme"
> zurückweisen.

Dann kannst du ja kompetent erklären, wo das Bündnis90 bei den heutigen 
Grünen Spuren hinterlassen hat.

Mir scheint, daß die sich das Bündnis90 wie eine fremde Feder angesteckt 
haben, um in den besetzten Gebieten bessere Chancen zu haben - was aber 
auch ein Trugschluß war...

Autor: DerWarze (Gast)
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>Dann kannst du ja kompetent erklären, wo das Bündnis90 bei den heutigen
>Grünen Spuren hinterlassen hat.

Die heutigen Grünen haben mit den Grünen der Nachwendezeit nicht mehr 
viel zu tun. Die Leute verändern sich schnell wenn sie in der 
Parteihierarchiemühle die Bodenhaftung verlieren. Und eine Partei ändert 
sich in 20Jahren ja auch, so ist die Frage also nicht zu beantworten. 
Personell jedenfalls sind noch etliche auch in 'höheren' Positionen 
dabei.
Da ich mich aber schon Mitte der 90ervon den Grünen verabschiedet habe 
kenne ich den heutigen Stand auch nur aus den Medien.
Im Übrigen sind auch viele aus dem Bündnis90 in andere Parteien 
gewechselt, und das hatte nichts mit dem Zusammenschluss zu tun. Zum 
Bleistift der Tiefensee der 90 noch im neuen Forum war und in Leipzig 
damals im gleichen Bezirk wie ich zur Wahl stand.
Im übrigen sah es auf dem Parteitag nach der Vereinigung in Sachsen eher 
danach aus als ob die B90 Leute die Grünen übernehmen würden. Die waren 
damals besser rhetorisch geschult und schon mehr 'Politprofis' als wir 
'Ostgrüne'. Und es gab eine ganze Reihe (Bürgerbewegte und Grüne) die 
mehr Probleme mit dem Anschluss an die 'west'Grünen hatten als mit dem 
(wie ich immer noch meine, richtigen) Zusammenschluss mit B90.

>Mir scheint, dass die sich das Bündnis90 wie eine fremde Feder angesteckt
>haben, um in den besetzten Gebieten bessere Chancen zu haben

Der Schein trügt Dich. Schließlich haben wir im Osten ja eigenständig 
gearbeitet, auch beim Bundesparteitag gab es keinen 'Ostkatzentisch', da 
wurde auch nicht hineindirigiert.
Das Bürgerbewegung und Grüne im Osten 90 nicht richtig Punkten konnten 
lag schließlich auch an der Massenindoktrinierung durch D-Mark und 
'blühende Landschaften' (die es ja nun anders auch gibt indem sich die 
Natur die verlassenen Dörfer im Meck-Pom und anderswo zurückholt).

Was denkst Du hätten die Bürgerbewegungen denn machen sollen? Sich als 
Verein anmelden, eine eigene Partei gründen? In beiden Fällen wären sie 
schnell weg vom Fenster gewesen.

Ich nehme mal an Du kommst aus dem Westen und kennst somit weder 
Situation noch Verhältnisse damals. Da die (unverfälschte) Infobasis in 
Schulen und Medien über diese Zeit sehr zu wünschen übrig lässt 
verzeihlich.
Offenbar ist auch von offiziellen Stellen kein großes Interesse an Infos 
aus erster Hand über diese Zeiten vorhanden, hab mich schon paar mal den 
Schulen als Zeitzeuge zur Verfügung gestellt aber außer Anfangs 
geheuchelten Interesse nie wieder was von denen gehört, schade.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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DerWarze schrieb:
> Im übrigen sah es auf dem Parteitag nach der Vereinigung in Sachsen eher
> danach aus als ob die B90 Leute die Grünen übernehmen würden. Die waren
> damals besser rhetorisch geschult und schon mehr 'Politprofis' als wir
> 'Ostgrüne'.

Tja, aber dann wars doch die perfekte Illusion, daß die B90-Leute in dem 
Glauben heim gingen, die Grünen fast übernommen zu haben...

Mit rhetorischer Schulung und politischer Praxis ist eben gegen 
Intriganten vom Schlag eines Fischer nichts auszurichten. Das haben sie 
leider zu spätbemerkt.

> Der Schein trügt Dich. Schließlich haben wir im Osten ja eigenständig
> gearbeitet, auch beim Bundesparteitag gab es keinen 'Ostkatzentisch', da
> wurde auch nicht hineindirigiert.
> Das Bürgerbewegung und Grüne im Osten 90 nicht richtig Punkten konnten
> lag schließlich auch an der Massenindoktrinierung durch D-Mark und
> 'blühende Landschaften' (die es ja nun anders auch gibt indem sich die
> Natur die verlassenen Dörfer im Meck-Pom und anderswo zurückholt).

Aber das sind doch ganz klar die Argumente der Westgrünen, warum sie 
unbedingt mit B90 zusammengehen wollten: Ohne die hatten sie noch 
weniger Chancen im Osten.

> Ich nehme mal an Du kommst aus dem Westen und kennst somit weder
> Situation noch Verhältnisse damals. Da die (unverfälschte) Infobasis in
> Schulen und Medien über diese Zeit sehr zu wünschen übrig lässt
> verzeihlich.

Ja, aber ich weiß, wie dieses grüne Retorten-Baby der Presse in die Welt 
kam: Man hat einen schlägernden frankfurter Sponti, der dafür bekannt 
war, vor keiner Sauerei zurückzuschrecken, gegen die Bunt-Alternativen 
instrumentalisiert und kräftig in den Vordergrund geredet und 
geschrieben - höchst erfolgreich.

> Offenbar ist auch von offiziellen Stellen kein großes Interesse an Infos
> aus erster Hand über diese Zeiten vorhanden, hab mich schon paar mal den
> Schulen als Zeitzeuge zur Verfügung gestellt aber außer Anfangs
> geheuchelten Interesse nie wieder was von denen gehört, schade.

Wundert dich das?

Autor: DerWarze (Gast)
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Lieber Uhu Du hast leider nicht ganz verstanden das es nicht die 
'West'Grünen waren die zum B90 sagten "kommt zu uns sonst geht ihr 
unter". Das haben die 'Ossies' weitgehend unter sich ausgemach und viele 
Grüne (besonders vom linken Flügel) waren alles andere als Begeistert 
von einem Zusammenschluss. Auch hatte vom B90 keiner die Absicht die 
Grünen zu 'übernehmen' (Und Intiganten hat es und wird es in 
hirarchischen Systemen immer geben und hat mit der Sache wenig zu tun, 
das gibt es in alle Parteien) damals ging es noch weitestgehend um 
programmatische und nicht Machtfragen. Zusammenarbeit und gegenseitige 
Hilfe war auch über Parteigenezen möglich, sogar mit einigen der CDU. 
(nur mit der PDS und den rechten Gesocks wollte keiner was zu tun haben) 
Nicht zu vergessen das B90 ja auch schon ein Zusamenschluss von 
einzelnen eigenständigen Bürgerbewegungen war, der sich auch nicht ganz 
friktionslos gestaltet hatte. Könnte man nun auch fragen was ist zB. von 
'Demokratie jetzt' noch in den Grünen übrig.
Will sagen, man muss den Zusammenschluss in seiner Zeit und den damals 
herrschenden Verhältnissen sehen, die heutigen Grünen haben nur noch 
wenig mit den Grünen damals zu tun (das gilt für Ost und West).

Zu Joska Fischer ist, abgesehen von jeder berechtigten Kritik, zu sagen 
das den im Osten jeder kannte und viele auch wegen Ihm die Grünen/B90 
gewählt haben, das hat also eher den Grünen im Osten was gebracht. Viele 
kluge Köpfe gab (und gibt es noch immer) auch bei den 'Ostlern' bein B90 
und Günen aber damals keinen der annährend diese Popularität gehabt 
hätte.
Ohne solche Figuren ist das beste Programm wenig Wert, denn das lesen 
nur wenige und die reichen nicht für mehr als 5%. Damals wären Grüne und 
B90 getrennt im Osten beide an der 5% Hürde gescheitert nachdem die 
'Sonderregelungen' ausgelaufen waren. Warum also die Kräfte im 
Kleinkrieg zersplittern, besser gemeinsam arbeiten. Wenn sich die Kräfte 
'Links' Zersplittern hat nur die 'Rechte' was davon. (Die PDS zähle ich 
hier mal nicht mit da die mit dem Denken, von einige seltenen Ausnahmen 
abgesen, im alten Klassenkampfschema steckengeblieben ist)
[Immer daran denken ich rede hier von Anfang 90er Jahre]

Lustigerweise sah ich bei einem Leipzigbesuch vor den Kommunalwahlen 
neben vielen von früher bekannten Gesichtern auf den Plakaten die sich 
gegenseitig mit Versprechungen wie "Kita frei für alle" (der war von der 
CDU! die SPD versprach nur 'fei ab drei'))auch kleine Plakate mit dem 
89'er Originallogo des 'Neuen Forum' die da zur Wahl desselnen warben. 
Leider konnte mir keiner sagen wer dahinter stand und was die alten 
Kämpen um Jochen Lässig usw. dazu sagen da sich kaum noch einer für die 
Wahl interresierte.

>Wundert dich das?

Eigentlich nicht! leider. Trotzdem, Aufgeben und verspiessern kommt 
nicht in Frage.

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