Ethernet über 200m Kupfer

Gast #1348445
Lesenswert?

ja stell in der mitte in Switch hin.

Ich würde es auch mal so versuchen. Die 100m Grenze kommt meines vom 
Simplex betrieb. Weil dort ein kurzen Packet komplett auf das Kabel 
passt und dann die Kollision nicht erkennt wird. Bei Duplex gibt es 
diese Problem nicht. Dann ist bloss noch die Frage ob das Signal nach 
200m noch sauber genug ist. Also einfach mal testen.
#1348451
Lesenswert?

Für die Kollisionserkennung gibt es andere Grenzen. Es gibt mehr als 
das, beispielweise Dämpfung, Übersprechen usw.  Und es gibt mehr als 
eine Sorte Twisted Pair Kabel.

Es scheint allerdings unmöglich zu sein, beispielsweise irgendwas 
genaues über 100Mbit auf Cat6e zu erfahren, immerhin sind dessen 
Parameter deutlich besser als Cat5.

Gleiche Tendenz aber: Wenn das Kabel schon liegt dann probier es aus. 
Vorzugsweise mit Hardware/Treiber, die Fehlerstatistik liefert.
OP #1348473
Lesenswert?

Peter schrieb:
> ja stell in der mitte in Switch hin.

Der müsste dann aber per PoE versorgt in die Erde, so das ich im 
Fehlerfall nicht wirklich rankomme.

> Ich würde es auch mal so versuchen. Die 100m Grenze kommt meines vom
> Simplex betrieb. Weil dort ein kurzen Packet komplett auf das Kabel
> passt und dann die Kollision nicht erkennt wird. Bei Duplex gibt es
> diese Problem nicht. Dann ist bloss noch die Frage ob das Signal nach
> 200m noch sauber genug ist. Also einfach mal testen.

Mh, ja. Aber 200m Cat6/7-Erdkabel "mal eben" einkaufen ist auch etwas 
teuer :)
OP #1348494
Lesenswert?

Peter schrieb:
> Cat6 ist teilweise billiger als Cat5e. Und so teuer ist das Kabel auch
> nicht.

Cat7 kostet bei 100m auch nur 5€ mehr als Cat5, was verkraftbar wär.
Aber 100m Cat7-Erdkabel kosten eben auch 101€, was eben doch nichts für 
"aus der Portokasse" ist. Zumindest nicht wenn man nur ausprobieren 
will.
Gast #1348516
Lesenswert?

Hi,

wenn das Kabel nicht liegt, dann nimm Glasfaserkabel. Das kostet 
insgesamt weniger als 300€ und ist aufrüstbar. Außerdem hast du keine 
Probleme mit unterschiedlichen Potentialen....Ich habe mal 2 Häuser mit 
60m Kabel im Wasserschlauch verkabelt. Die Switche vielen auf beiden 
Seiten immer mal wieder aus, obwohl die Schirmung mit der Erde verbunden 
war.

Condi
Gast #1348581
Lesenswert?

aussenkabel ja/nein: wennst mehr als einen meter (= tiefer als die 
frostgrenze) unter der erde liegt, kannst ein normales kabel nehmen. 
wenn aber an irgendeiner stelle das kabel über der frostgrenze liegt, 
hast im winter garantiert sendepasuse mit dem normalen kabel.
Gast #1348605
Lesenswert?

Normale Kabel in Verbindung mit (Kondens-)Wasser sind NICHT für die 
Ewigkeit als Erdkabel brauchbar. Wenn man den Schachtaufwand 
hinzurechnet ist die Freude über ein paar gesparte Euros nur von kurzer 
Dauer.

Dann lieber Glasfaser, auch vorkonfketioniert erhältlich.
OP #1348833
Lesenswert?

Condi schrieb:
> Hi,
>
> wenn das Kabel nicht liegt, dann nimm Glasfaserkabel. Das kostet
> insgesamt weniger als 300€ und ist aufrüstbar. Außerdem hast du keine
> Probleme mit unterschiedlichen Potentialen....Ich habe mal 2 Häuser mit
> 60m Kabel im Wasserschlauch verkabelt. Die Switche vielen auf beiden
> Seiten immer mal wieder aus, obwohl die Schirmung mit der Erde verbunden
> war.

GF scheidet bei mir aus Gründen der Fernspeisbarkeit (PoE) und 
eigentlich der Kosten wegen aus. Das Spleißen (also Stecker ranfummeln) 
war doch bei GF schweineteuer?

Potentiale sind auch kein Problem da am Ende eh nur ein WLAN-AP ran 
soll.
Gast #1348837
Lesenswert?

> Das Spleißen (also Stecker ranfummeln) war doch bei GF schweineteuer?
es gibt mittlerweile auch stecker die man ohne teure Technik montieren 
kann. Man hat dann zwar kein Protokoll über die Signalqualtiät aber wenn 
es geht ist einem das Privat ja egal.

Über 200m noch PoE finde ich eh eine schlechte Idee, sei froh wenn du 
die Signale übertragen. Legt noch ein Stromkabel mit rein dann kannst du 
auf PoE verzichten.
Gast #1349219
Lesenswert?

> GF scheidet bei mir aus Gründen der Fernspeisbarkeit (PoE) und
> eigentlich der Kosten wegen aus.

Hallo,

POE funktioniert über 200 m offiziell nicht. Probieren kann man 
natürlich alles, auch GBit über Klingeldraht. Aber schon die Verbindung 
zweier Gebäude ohne galvanische Trennung ist professionell ein 
Kunstfehler (würde ich als Pfusch nicht abnehmen). Daher ist nur 
Glasfaser sinnvoll.

Gruss Reinhard
Gast #1349366
Lesenswert?

@Peter:
>meinst du wegen der mechanischen Belastung vom Kabel? Wenn man es aber
>in ein schutzrohr zieht sehe ich keine Problme mit inhaus kabel-

nein, es geht um die änderung der dielektrizitätskonstanten, wenn das 
kabel friert. in normalen cat5 kabeln ist bei knapp unter 0° schluss mit 
dem datenverkehr.
Gast #1349468
Lesenswert?

Repeater dazwischen hängen damit das Signal wieder aufbereitet wird.
Es gibt eine Funk (z.b. für dect) version und eine für Kabel...
was noch zusätzlich hilft wäre, am anfang wie am ende die 8 adern durch 
einen ferrit ringkern schleusen (eine wicklung sollte reichen).
Gast #1349663
Lesenswert?

Also 200m und Standard POE kannst du vergessen. Bei den 15W die auf das 
Kabel gehen, kommt nix mehr verwertbares an. Ich habe hier einen Cisco 
WLAN AP der knapp 70m Kabel hat. Ohne extra Versorgung startet der durch 
sobald Netzwerklast erzeugt wird. Der AP benötigt ca. 12W unter 
Volllast. Glasfaserkabel bekommt man fertig mit Steckern in fast allen 
Längen.

Falls du die Glasfaserlösung ablehnst, leg ein Stromkabel und häng WLAN 
Repeater an.
OP #1349819
Lesenswert?

Das Pärchen von Allnet kenne ich, aber 400€ sind mir da eben etwas 
teuer. Und ich muss ja sowieso neuverlegen.

WLAN kenne ich auch, da aber ans Ende der Strecke eben WLAN-APs sollen 
wäre eine "Backbone"-WLAN-Verbindung erstens teuer (Router mit 2 
getrennten WLAN-Modulen) und zweitens wär da noch das Stromproblem.

Gibts fertig montierte GF-Erd(!)kabel in solchen Längen? Auch wenns dann 
nochmal teurer werden würde mit zusätzlichen Wandler & Stromkabel
Gast #1350536
Lesenswert?

wenn du soweiso dabei bist, die 200m kabel in die erde zu verlegen, 
macht ein ein bisschen größeres loch in der mitte auch keinen 
unterschied mehr.

vergrab zusätzlich zum netzwerkkabel ein stromkabel (poe gespart) und 
mach in der mitte einen kleinen schacht, in dem du einen switch 
plazierst.
löst folgende probleme:
- maximale länge des netzwerkkabels
- stromversorgung von switch und ap

vorteil: bei ausreichender dimensionierung des stromkabels gibt es noch 
zusätzlich die möglichkeit, andere geräte (zusätzlich) anzuschließen.

ich würde die kabel sowieso in ein rohr (groß genug, also ca. 75mm 
querschnitt) verlegen und das ganze mit mehr als einem schacht bauen 
(z.b. vier oder sogar acht)
Gast #1350743
Lesenswert?

Na dann berechne mal den Spannungsfall & Co. Willst du dann für einen 
WLAN-AP ein 4² NYM verbuddeln? (Wenn das noch reicht)

Da dann ja eh Strom da ist, kannst du zur Trocknung der Schächte gleich 
Druckluft durchblasen lassen...

Das ist Murks³. Für soetwas nimmt man Glasfaser, alleine schon wegen dem 
Potentialunterschied zwischen den Gebäuden. Auf 200 Metern einen 
Potentialausgleich zu errichten ist entweder extrem aufwendig oder 
verboten, d.h. dein Netzwerkkabel könnte im schlimmsten Fall 
durchbrennen.

Falls es in dem anderen Gebäude Probleme gibt, Strom zu bekommen - es 
gibt beglaubigte Zähler für die Hutschiene, so einen könnte man dort 
einbauen und mit dem Besitzer einen Preis aushandeln.
OP #1350771
Lesenswert?

Mensch Jungs, Potentialausgleich kann mir egal sein da eh nur ein 
WLAN-AP rankommt. Und der soll eben von einer zentralen Stelle aus 
gespeist werden, PoE hätte sich da ja angeboten.

Es gibt auch GF mit zusätzlichen Kupferadern (eben zwecks Fernspeisung), 
aber das fertig konfektioniert?

Andere Sache: Kennt jemand einen AP mit GF-Anschlüssen? Ein 
GF-Twisted-Pair-Wandler würde erstens noch teurer kommen und zweitens 
wärs noch eine mögliche Fehlerquelle...
Gast #1351236
Lesenswert?

Also ganz "Preisgünstig" wären 3 WLAN Router. 1 Im Haus, der sendet per 
Richtfunk an einen entfernten und der wiederrum ist an den angeschlossen 
der dann lokal verteilt. Mit etwas besseren Routern müssten sogar 2 
gehen, wenn die 2 Schnittstellen haben. Die kannst du mit ner 
Autobatterie versorgen. Wobei das auch keinen Sinn macht, schließlich 
brauchen die Geräte die das WLAN nutzen sollen auch Saft. POE kannst du 
auf alle Fälle bei der Länge vergessen.

WLAN AP mit Glasfaser gibt es..

http://www.heise.de/netze/Mesh-faehiger-Dualband-Access-Point-fuer-den-Ausseneinsatz--/news/meldung/97508
Gast #1351371
Lesenswert?

Meiner einer hat das schonmal ueber je 2 Doppeladernpaare aus einem
100 DA-Kabel mit 10 MBit-Ethernet ueber ca. 600m probiert.

Die eine Seite wurde von einem Switch bedient, auf der anderen
Seite hing ein WLAN-AP (lokal gespeist).

Ging klaglos. Ist ja auch eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung.

In weiteren Adern war auch noch mehrfach DSL unterwegs, keine Ahnung
ob das danach noch funktionierte :-)

Besonders ruecksichtsvoll ist Ethernet da ja nicht.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren