85 MByte/s über ADSL

OP (Firma: dm2sh) #1350709
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Hallo,

ich kenne jemanden, der hatte einen Arcor-DSL-Anschluss (16.000er). 
Dieser sollte ja höchsten 2 MB/s Downloadrate ermöglichen. Nun schaffte 
der Anschluss aber im Normalfall 10 bis 20 MB/s, z. B. beim Download von 
komprimierten Filmen oder Software. Abends stieg die Downloadrate auf 
kontinuierliche 85 MB/s. An einem Cache im PC kann das wohl kaum liegen, 
denn dazu müsste man es ja schon einmal runtergeladen haben oder der 
Rechner läd heimlich Sachen herunter, die man später evtl. mal brauchen 
könnte. Der Anschluss war wohl einfach ein ADSL2+ oder ähnlich. Er 
verwendete keinen Router, das Modem war am PC angesteckt und dort als 
"WAN-Miniport" eingerichtet. Zwischen Modem und Telefondose befand sich 
ein aktiver Splitter (mit vielen blinkenden LEDs), an dem auch das 
normale Telefon hing.

Wie geht so etwas? Haben die da einfach VDSL2 geschaltet und nur gesagt 
es sei normales ADSL?
#1350712
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Stefan Helmert schrieb:

> Abends stieg die Downloadrate auf kontinuierliche 85 MB/s.

Respekt. Mancher Rechner schafft das nicht einmal mit Gigabit-Ethernet.

Hast du mal die Uhr drangehalten und mitgestoppt, oder vertraust du 
blind auf irgendwelche amoklaufenden Statistiken?
#1350752
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Stefan Helmert schrieb:

> der Anschluss aber im Normalfall 10 bis 20 MB/s, z. B. beim Download von
> komprimierten Filmen oder Software. Abends stieg die Downloadrate auf
> kontinuierliche 85 MB/s.

Da kann offenbar jemand nicht zwischen Kilo und Mega unterscheiden.
85 MB über normale DSL-Anschlüss ist aktuell völlig unmöglich. Allein 
die Verbindung zwischen Modem / Router und PC ist viel langsamer, so um 
die 5MB netto (bei Fast Ethernet).

Bevor man solchen Quatsch oben schreibt, wäre kurzes Nachdenken 
angebracht. Ich lasse mich natürlich gern eines besseren belehren, 
aussagefähiger Screenshot reicht...
#1350777
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Stefan Helmert schrieb:

> Zwischen Modem und Telefondose befand sich
> ein aktiver Splitter (mit vielen blinkenden LEDs), an dem auch das
> normale Telefon hing.

Was ist das denn? Das klingt eher nach einem DSL-Modem und die Telefonie 
läuft über VoIP, aber deine Datenrate erklärt auch das nicht.

> Wie geht so etwas? Haben die da einfach VDSL2 geschaltet und nur gesagt
> es sei normales ADSL?

VDSL wird momentan auch "nur" mit 50 Megabit/sek. angeboten -> 6,25 
Megabyte/sek.
OP (Firma: dm2sh) #1350838
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Um mal klarzustellen: das große B bedeutet immer Byte, das kleine b 
immer bit. Und es war wirklich kein Router vorhanden:
http://www.starterbox.de/images/Arcor_Starterbox_Anschlussgrafik.jpg
Das ist das was ich meine. Hier heißt der Splitter eben Starterbox und 
enthält wohl einen NTBA für ISDN-Telefone. Das DSL-MOdem ist auch 
wirklich ein DSL-Modem und kein Router.
#1350850
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Ein kleines Programm, dass eine einfache frei erfundene Statistik für 
jede von dir gewünschte Übertragungsrate ausspuckt, ist schnell 
geschrieben. Und das schöne daran ist, dass diese Zahlen auch dann noch 
kommen, wenn der DSL-Anschluss schon garnicht mehr existiert. Kannst du 
prima Eindruck schinden und dabei noch Geld sparen!

Soll heissen: Wenn du das nicht selbst nachkontrolliert hast, darfst du 
getrost davon ausgehen, dass die Zahlen kompletter Unfug sind. Zumal die 
Starterbox garantiert kein Gigabit-Ethernet hat.
Gast #1350898
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Und ich kenne jemanden, nämlich mich selbst, dessen Kabel Deutschland 
Anschluß gestern auf 32 MBit/s 'geupgradet' wurde. Der Umstieg von 16 
auf 32 ist kostenlos, nur was nützt es ? Bei den meisten Servern kann 
man froh sein, wenn sie 1 MByte/s liefern. Und dann ist der Rechner 
meist schon derart ausgelastet, daß nebenbei arbeiten unmöglich ist.
Gast #1351215
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>Um mal klarzustellen: das große B bedeutet immer Byte, das kleine b
>immer bit. Und es war wirklich kein Router vorhanden:
Das solltest du prinzipiell immer hinschreiben. Die Schreibweise ist 
nicht genormt und wird in jedem Buch oder Datenblatt neu definniert.
#1351334
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Rufus t. Firefly schrieb:
> Christian R. schrieb:
>> 85MiByte/s gibt die Bandbreite eines Telefonkabels schon mal gar nicht
>> mehr. Messfehler oder sonstiges...
>
> Vorsicht, Übertragungsraten werden selten in MiByte/s oder MiBit/s
> angegeben, sondern üblicherweise in dezimalen MByte/s bzw. MBit/s
>
> Ansonsten ist die Verwendung der korrekten Si-Präfixe löblich.

Das tut aber bei dem Wert nix zur Sache. Der ist so oder so völlig 
unrealistisch.
Persönliche Seite #1351848
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Christian R. schrieb:
> Das tut aber bei dem Wert nix zur Sache. Der ist so oder so völlig
> unrealistisch.
Es kommt drauf an, Prinzipiell gibt es die Möglichkeit eine transparente 
komprimierte Datemverbindung zu einem Server aufzubauen, angezeigt 
wird dann aber die Datenrate der dekomprimierten Daten. Dann kann man 
schon je nach Art der Daten ganz beachtliche Übertragungsraten 
erreichen.
Gast #1351910
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Der Threadstarter schreibt vom

> Download von komprimierten Filmen oder Software

Komprimierter Dateien, egal ob Zip, Mpeg oder einer der vielen Ableger
davon, lassen sich durch zusätzliche Komprimierung selten mehr als um 1%
verkleineren. Deswegen sind die 10 bis 20 MByte/s und erst recht die 85
MByte/s bei einer Verbindung mit 16 Mbit/s absolut unrealistisch.

Wenn es Stefan nachweislich schafft, ein Video mit bspw. 700 MByte über
den DSL-Anschluss bei vorher entleertem Cache in 8,2 s (mit der Stoppuhr
gemessen) herunterzuladen, beginne ich, an Zauberei zu glauben :)

Die 85 MByte/s stammen entweder aus einer fehlerhaften Geschwindigkeits-
anzeige oder sind falsch abgelesen wurden.
Gast #1352676
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Oh Gott Stefan! Ich hoffe wirklich immer noch, dass du in deinem Studium 
endlich auf Sozialpädagogik umschwenkst. Technik liegt dir nicht so 
richtig!

In Sozialpädagogik kannst du auch viel besser einfach mal so mit den 
Sachen rausplatzen, die dir gerade so vollkommen unsortiert durch den 
Kopf geistern!
(Firma: Riesenhoster in EU) #1353472
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>Bei dir sind es nur Bits, bei ihm Bytes.

Das ist mir auch klar, aber man sieht doch ganz schön das ein "Laie" da 
schnell durcheinander kommen kann.

Immerhin steht links eine Orientierung wie lange es dauern würde eine 
bestimmte Datei runterzuladen, da kann man schon ganz gut abschätzen 
welche Einheit da jetzt überhaupt angegeben wird.
OP (Firma: dm2sh) #1353516
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Es ist halt leider so, dass er das nicht noch mal testen kann. Er ist 
nämlich leider umgezogen und hat es bedauert, diesen Anschluss zu 
verlieren. Sein jetziger 16.000er DSL-Anschluss ist auch wirklich so 
"langsam" wie er sein soll (2 MB/s download).
Zu seinem Computer, da ja viele hier glauben, dass es die 
Geschwindigkeit nicht schafft. Es waren 3 Festplatten drin und ich 
glaube er hat mal was mit Software-Raid versucht. Außerdem war es 
sowieso so ein "Gaming-PC" mit Gigabit-Netzwerkkarte.
Nun muss es halt was besonderes mit dem Modem und dem Anschluss auf sich 
haben. Die maximale Übertragungskapazität der Leitung hängt ja erheblich 
von der Leitungslänge ab. Wenn ein Outdoor-DSLAM in vieleicht 50 m 
Entfernung dran steht und die Leitung neu und dämpfungsarm ist, könnte 
es ja klappen. Und die meisten DSLAMs sind sowieso für DSL 24.000 
ausgelegt.
Wenn die Downloadrate 3 MB/s betragen würde, wäre es ja fast eindeutig, 
dass die nur das Maximum geschaltet haben. Aber diese extrem hohen Raten 
wundern mich sehr. Da muss der DSLAM entsprechend gespeist werden - OK, 
wenn es ein 128-Port-DSLAM ist und nur einer die hohe Rate nutzt.
Aber wie schafft der DSLAM die Geschwindigkeit am Port? Das ist das 
einzig interessante an der Sache. Dass der SNR extrem niedrig sein 
müsste wäre das eine, aber das bringt nicht so viel. Die Bandbreite muss 
ja ziemlich "hochgeskillt" werden. Nur ist da ja wieder der DAC im DSLAM 
eine begrenzende Stelle und dann muss es auch noch das Protokoll 
hergeben, solche Frequenzen aufzuschalten. Sind ja immerhin >255 
DMT-Kanäle also kann es kaum normales ADSL sein. Und das Modem muss ja 
einen sehr schnellen und rauscharmen ADC haben und der ist bestimmt 
nicht billig. Anders wäre es, wenn so ein 4B3T Code verwendet würde, 
dann ginge es auch ohne ADC/DAC...
Es ist halt irgendwie paradox, was da passiert.
#1353577
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Stefan Helmert schrieb:

> Aber wie schafft der DSLAM die Geschwindigkeit am Port?

Gar nicht.

> [BlaBlubb]

Ich finde es immer noch unmöglich per DSL 85 Megabyte/sek. 
hinzubekommen. Zumindest unkomprimiert.

Falls du nicht gerade 120 MB reinen Text (der sich dann natürlich per 
Webserver entsprechend gut komprimieren lässt) hast ist es schon 
technisch unmöglich.

Die 85 Megabyte/sek. klingen eher nach einem Transfer innerhalb des LAN.
#1353714
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Jens A: schrieb:

> Aber selbst für Gigabit-Ethernet sind 85MB/s verdammt viel. Durch den
> Protokoll-Overhead schafft das auch nur so um die 50MB/s.

Bleib auf dem Teppich. Ich hab auch schon 90MB/s gesehen, in einem 
einzelnen Transfer, also nicht mit zig Clients. Allerdings war das 
natürlich nicht CIFS/SMB.
#1353737
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Jens A: schrieb:

> Aber selbst für Gigabit-Ethernet sind 85MB/s verdammt viel. Durch den
> Protokoll-Overhead schafft das auch nur so um die 50MB/s.

Nicht wirklich, per FTP schafft man da auch 95-98 Megabyte/Sek. Man muss 
das aber auch erstmal lesen & schreiben können.

Wenn man natürlich per Windows-Freigabe zieht sind 50 Megabyte/Sek. 
realistisch :)

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