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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik 8-Bit-Speicher


Autor: Joerg Mueller (penguin)
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Hallo,

mal wieder eine (Anfänger-)frage: Für mein Projekt schalten per USB 
bräuchte ich einen Baustein, der acht Bit speichern kann, und ungefähr 
so funktioniert: sechs Eingänge, sechs Ausgänge, einen pin für 'set' - 
nun sollen, wenn ich 'set' auf 1 setze, die Zustände an den sechs 
Eingängen gespeichert werden und solange an den Ausgängen anliegen, bis 
ich wiederum per 'set' etwas anderes einstelle. Die Zustände sollen auch 
erhalten bleiben, wenn der Baustein zwischenzeitlich von der Stromzufuhr 
gekappt wird... ich hoffe es gibt sowas überhaupt?

Habe mich schon bei den 74ern umgesehen, bin aber nicht so recht fündig 
geworden - könntet ihr mir da ein Stichwort geben, nach dem man für so 
eine Funktion gucken müsste? (Es sollte aber schon ziemlich so wie oben 
beschrieben funktionieren, also nichts mir irgendwelchen 
Schieberegistern oder was wo ich einen Takt brauche...)

Danke schonmal!

Autor: Andreas K. (derandi)
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SN54ALS573 / 574
Macht genau das was du vorhast. Nennt man D-Latch.

Pegel an den Eingängen anlegen, am LE bzw. CLK-Eingang und schon 
schaltet der das auf die Ausgänge durch. 573 wird per Pegel am 
LE-Eingang getriggert, 574 mit einer steigenden Flanke an CLK.

Autor: holger (Gast)
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>SN54ALS573 / 574
>Macht genau das was du vorhast. Nennt man D-Latch.

Hält die Ausgänge aber nicht ohne Spannungsversorgung.

>Die Zustände sollen auch
>erhalten bleiben, wenn der Baustein zwischenzeitlich von der Stromzufuhr
>gekappt wird... ich hoffe es gibt sowas überhaupt?

Das kannst du nur mit Relais machen die ihren Zustand halten
ohne Ansteuerung. Wie heißen die noch? Bistabil?

Autor: Magnus Müller (Gast)
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Joerg Mueller schrieb:
> ich wiederum per 'set' etwas anderes einstelle. Die Zustände sollen auch
> erhalten bleiben, wenn der Baustein zwischenzeitlich von der Stromzufuhr
> gekappt wird... ich hoffe es gibt sowas überhaupt?

Ähm.... Das mit dem Kappen der Stromzufuhr dürfte ein Problem 
darstellen.

Autor: Andreas K. (derandi)
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Hm, hab ich übersehen. Das mit der Stromversorgung ist tatsächlich doof.
Wäre mir neu wenns dafür Logikbausteine gibt, vielleicht per µC und 
dessen EEPROM?

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

573/574 wollte ich auch gerade anbieten, natürlich merken die sich den 
Zustand nicht ohne Spannung.

Kleiner AVR, ein Port als Eingang, ein Port als Ausgang, ein Pin als 
SET, das Ganze in minimaler Software und Status bei Spannungsausfall ins 
EEPROM retten und beim Neustart wieder setzen.

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Joerg Mueller (penguin)
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Hm, das ist ja doof - gibt es tatsächlich keine ICs, 74er oder so, die 
einen Zustand auch ohne Strom halten, da muss man zum Relais greifen? 
Relais wäre halt schlecht weil ich das ganze ja in mein Netbook einbauen 
will...

Wie wär's denn wenn man eine Knopfzelle nimmt? Um die Zustände in so'nem 
D-Latch zu halten braucht man doch vermutlich nur minimalst viel Strom, 
oder?

Autor: A. K. (prx)
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Korrekt. Mit Knopfzelle als Pufferbatterie geht es und hält ewig. Aber 
nur wenn die Ausgänge nicht belastet werden, sonst ist die schnell leer.

Ggf. im stromlosen Zustand auf Tristate schalten.

Autor: holger (Gast)
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>Um die Zustände in so'nem
>D-Latch zu halten braucht man doch vermutlich nur minimalst viel Strom,
>oder?

>Korrekt. Mit Knopfzelle geht es.

Kommt drauf an was an dem Latch dranhängt. Wenn die
angeschlossenen Geräte zu viel Strom ziehen, ist es auch ganz
schnell aus mit der Knopfzelle. Was soll der ganze Unsinn eigentlich
werden?

Autor: Joerg Mueller (penguin)
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Naja, es sollen ja nicht die angeschlossenen Geräte mit Strom versorgt 
werden sondern nur der Zustand des Latch gehalten werden...

Sinn der Sache ist es, über einen FT232RL eine Reihe von USB-Geräten 
ein- und auszuschalten. Eins von diesen USB-Geräten wäre ein 
SD-card-reader, von dem ich booten will, daher muss ich also irgendwie 
dafür sorgen, dass dieser cardreader schon eingeschaltet ist, gleich 
nachdem ich den Rechner einschalte. Und das geht ja nun mal nicht wenn 
ich den reader nur per Software einschalten kann..

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

Joerg Mueller schrieb:
> Hm, das ist ja doof - gibt es tatsächlich keine ICs, 74er oder so, die
> einen Zustand auch ohne Strom halten, da muss man zum Relais greifen?
> Relais wäre halt schlecht weil ich das ganze ja in mein Netbook einbauen
> will...
Auch übliche Relais fallen einfach ab, wenn der Strom weg ist...
>
> Wie wär's denn wenn man eine Knopfzelle nimmt? Um die Zustände in so'nem
> D-Latch zu halten braucht man doch vermutlich nur minimalst viel Strom,
> oder?

Versuchsaufbau und messen, was bervraucht wird.
Der Strom geht seine Wege auch gern aus Eingangspins raus (wenig zwar), 
wenn das Potenziel dort niedrig ist und auch aus Ausgängen, wenn die 
sich H gemerkt haben. Hängt also stark davon ab, was da rankommt.

Die Haltespannung sollte sich doch aus vorhander Spannung des Netbook 
organisieren lassen?

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Joerg Mueller (penguin)
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Hier ist mal der Schaltplan, soweit ich ihn bis jetzt hab. Fehlt na klar 
noch ne Menge, aber um das Prnzip deutlich zu machen...

Autor: A. K. (prx)
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holger schrieb:

> Kommt drauf an was an dem Latch dranhängt. Wenn die
> angeschlossenen Geräte zu viel Strom ziehen, ist es auch ganz
> schnell aus mit der Knopfzelle.

Wenn es nur darum geht, den Zustand zu halten, aber ohne Strom nichts 
ausgegeben werden muss, dann kann man den Tristate-Pin dazu verwenden, 
im stromlosen Fall die Ausgänge abzuschalten.

Man sollte dann aber noch an alle Inputs schwache Pullups/downs hängen, 
damit die nicht auf Halbmast rumlungern und für Querströme sorgen.

Autor: Magnus Müller (Gast)
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Die µC-Variante würde sich wirklich anbieten. Gibts zur not auch als 
MLF. Kleiner gehts dann fast nimmer. Externe Beschaltung = 0, da man den 
µC mit dem internen RC-Oszillator laufen lassen kann.

Autor: holger (Gast)
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>Hier ist mal der Schaltplan,

Ha, ha. Was für ein Unsinn. Hast du dir schon mal
überlegt warum im USB-Stecker die Datenleitungen
kürzer sind als VCC und GND? Richtig die müssen
zuerst gezogen werden. Die fehlende Masse dann
parasitär über die Datenleitungen zu ziehen könnte
schöne Nebeneffekte haben. Hast du schon mal ausprobiert
was passiert, wenn du einem USB Gerät NUR die Masse klaust?

Autor: Joerg Mueller (penguin)
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Nee, hab ich wohl offenbar noch nicht probiert, aber danke für den 
Hinweis. D.h. also ich muss, um ein USB-gerät auszuschalten, sämtliche 4 
Leitungen trennen, und zwar in der richtigen Reihenfolge?

Autor: Joerg Mueller (penguin)
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Hm, könnte jemand schnell noch einen Blick auf den Schaltplan werfen und 
mir sagen ob das schon vom Ansatz her völlig falsch und unmöglich ist? 
Wäre gut zu wissen wenn ich das komplett anders angehen müsste vom 
Konzept her...
Danke

Autor: Reinhard Kern (Gast)
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Joerg Mueller schrieb:
> Hier ist mal der Schaltplan, soweit ich ihn bis jetzt hab. ...

Hallo,

ich weiss nicht, wieweit der FT umprogrammierbar ist, aber normalerweise 
sind die RS232C-Anschlüsse teils Ausgänge, teils Eingänge. TxD ist ein 
Ausgang, RxD aber ein Eingang (irgendwie logisch, nicht?), es ist aber 
relativ schwierig, mit einem Eingang einen Leistungstransistor Q2 
anzusteuern.

Wenn du das besser weisst, ok, ich suche jetzt nicht das Datenblatt 
raus.

Gruss Reinhard

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Joerg Mueller schrieb:
> Hm, das ist ja doof - gibt es tatsächlich keine ICs, 74er oder so, die
> einen Zustand auch ohne Strom halten, da muss man zum Relais greifen?
> Relais wäre halt schlecht weil ich das ganze ja in mein Netbook einbauen
> will...
>

Doch, es gibt fast alles wenn man weiß wo zu suchen:
http://www.ramtron.com/products/nonvolatile-state-saver/

Es gibt auch noch NV-Potis in IC-Form, die die momentane 
Schleiferposition in EEPROM halten.


Gruß -
Abdul

Autor: Joerg Mueller (penguin)
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das mit den Ein- und Ausgängen kann man anscheinend mit 'Bit banging' 
hinbekommen.

NV-Potis, schleiferposition - meinst du damit tatsächlich mechanische 
Schleifer, also schieberegler?

Ansonsten, was war denn mit dem Einwand von Holger oben dass das alles 
völliger Unsinn sei? Ich häng nochmal den Schaltplan an, meint ihr dass 
das vom Ansatz her so gehen könnte? Müsste ich den USB-Geräten 
vielleicht doch eher Plus abschalten statt Masse?

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