150W Wechselrichter defekt. Ursache?

Gast #1352363
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Moin,

ich habe hier einen defekten KFZ(12V)-Wechselrichter zum mobilen 
Anschluss von 230V~ Verbrauchern.
Er wurde nicht von mir selbst das erste mal in Betrieb genommen.
Mir wurde erzählt, dass er direkt das erste mal beim Anschluss eines 
Verbrauchers kaputt gegangen ist. Dabei soll er sehr heiß geworden sein.
Ob er überhaupt funktioniert hat (dass heißt 230V~ geliefert hat) ist 
nicht genau bekannt.
Es sollte ein Laptop geladen werden. Dies müsste sich eigentlich im 
Ramen der 150W die das Teil liefern kann befinden.
Die Sicherung ist angeblich nicht kaputt gegangen, als bemerkt wurde, 
dass das Ding zu heiß wird wurde das Zigarettenanzünderkabel 
"rausgezogen".
Ich habe den Wechselrichter mal auseinandergebaut und alles was ich 
messen konnte gemessen (ich muss hierbei erwähnen, dass ich mich nicht 
sonderlich gut auskenne, sonst würde ich hier ja auch nicht fragen ^^).
Die Sicherung hatte Durchgang. Auch ein Temperaturfühler hatte Durchgang 
(was ja eigentlich seltsam ist, da das Ding heiß geworden ist).
Alle Dioden Sperren in Sperrrichtung und haben ansonsten Durchgang.
Die Elkos sehen IMHO gut auf. Keiner ist "aufgeplatzt".
Kurzschlüsse bei den Leiterbahnen konnte ich nicht finden.
Auf der Platine ist ansonsten noch eine Spule (nehme ich mal an?) die 
sieht von außen ok aus (aber wer weiß?). Zudem sind noch einige 
Integrierte Schaltungen drauf, kann es sein dass es davon eine zu warm 
wurde?
Ich habe das Ding dann mal Testweise ohne Verbraucher angeschlossen.
Es hat sofort beim Umschalten des Schalters an der 230V Seite nach 2-3 
Sekunden die Sicherung (32V, 20A) zerlegt. Der Summer hat sich noch kurz 
zu Wort gemeldet.
Ein Elko der zwischen + und - sitzt verhält sich merkwürdig (oder 
nicht?):
Wenn man ihn auf Durchgang prüft, dann hat er erst Durchgang (er wird 
geladen?) und sperrt dann. Natürlich kann man ihn dann wieder in die 
andere Richtung prüfen und stellt das gleiche fest. Allerdings dauert 
das sehr lange (4-5 Sekunden). Die anderen Elkos auf der Platine 
benötigen lediglich eine knappe Sekunde. Ich habe den Elko testweise 
ausgebaut, er zeigt dennoch das selbe verhalten.
Nach meinem Verständniss, gibt es dann ja kurzzeitig einen Kurzsschluss, 
wenn der Elko noch nicht aufgeladen ist, oder täusche ich mich da?

Also meine konkreten Fragen zusammengefaßt:
Ist es wahrscheinlich, dass die Platine einfach totaler Schrott ist?
Ist es wahrscheinlich, dass es die Spule (?) oder einen der IC's 
geschrottet hat?
Liegt es vielleicht tatsächlich am Elko der einen Kurzschluss 
verursacht?

Gruß Jannek
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Gast #1352369
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... leiterbahn. kalte lötstellen oder kurzschlüsse habe ich wie gesagt 
nicht entdecken können, gänzlich ausschließen kann ich sie natürlich 
nicht.

achja, das Datenblatt das man auf den Fotos sieht, hat nichts mit dem 
Wechselrichter zu tun, sondern ist einfach nur Unterlage auf meinem 
Basteltisch ;)
Angehängte Dateien:
#1352403
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alle Transitoren prüfen (inkl. Mosfets, was wohl dieses Viererpack zu 
sein scheint, die durch sein könnten).
Falls parallel zur Eingangsspannung eine (Verpolschutz)Diode liegt, dann 
ist die evtl. breit.
Die Elkos verhalten sich nicht merkwürdig (wieso eigentlich). Wird der 
Ladestrom nicht begrenzt, dann ist er eben sehr hoch (das werden die 
Designer der Schaltung schon berücksichtigt haben).
Spulen/Trafos sind höchst selten die Übeltäter.
Gast #1352478
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Es bleibt die Frage von AUFWAND und nutzen.
Wenn die dicken Transistoren alle leitende Silizium-Klumpen geworden 
sind, wird wohl auch die Ansteuerung noch näher zu betrachten sein.

1.Rechne erst mal was Ersatzeile und Porto kosten oder ob Du lieber ein 
neues Gerät bestellen möchtest.
2.Bist Du sicher, daß nicht der Verbraucher das Ding beim Einschalten 
schon überlastet hat?
Gast #1352555
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oszi40 schrieb:

> 1.Rechne erst mal was Ersatzeile und Porto kosten oder ob Du lieber ein
> neues Gerät bestellen möchtest.

ok, vermutlich lohnt der Aufwand nicht, der Wechselrichter hat "nur" 30€ 
gekostet...

> 2.Bist Du sicher, daß nicht der Verbraucher das Ding beim Einschalten
> schon überlastet hat?

das ist durchaus nicht auszuschließen.

naja vielen dank euch, das Ding kommt in die Tonne...
Lohnt es sich irgendwas auszuschlachten? Kann man (also ich im moment 
nicht) grundsätzlich (!) etwas mit der Spule anfangen? die ist ja 
vermutlich noch heile...

Gruß Jannek
Gast #1352921
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Eine sehr häufige Fehlerquelle sind die 4 Ausgangs- Mosfets der ausgangs 
Brückenschaltung. Die rauchen gerne ab.
Der Ladestrom eines Elkos in einem Schaltnetzteil kann schon ausreichen, 
einen oder mehrere Mosfets der Ausgangsbrücke zu zerstören.

Ich habe hier auch einen Wechselrichter, bei dem genau das passiert ist.
Ich wollte auf einem Outdoor Event einen Fileserver betreiben.
Eine Autobatterie mit Ladegerät und Wechelrichter war sozusagen die 
Online-USV. Obwohl der Wechselrichter 500 Watt liefern sollte, gelang es 
nicht, den Fileserver zu betreiben.Der Fileserver hatte ca 2000 W 
Strombedarf, also sollte der Wechserichter das schaffen. Der 
Wechselrichter ging ein paar mal auf Overcurrent protection. Bei 
weiteren Einschaltversuchen hats die Ausgangsbrücke zerrissen.

Die Treiber Fets im Hochsetzsteller Teil sind nicht ganz so anfällig.
Der Konverter funktiniert aller Wahrscheinlichkeit noch.
Du könntest die 4 fets am Ausgang wegmachen und die hochgesetzte 
Glechspannung abgreigen (Ca 300-350V DC)

So würde ich das machen bevors in den mnüll fliegt, noch etwas 
rumbosseln

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