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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Wechselspg. Relais mit MOC304x ansteuern


Autor: Stefan S. (elektronik-freaks)
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Hallo zusammen,

Ich möchte ein 230V Wechselspannungsrelais mithilfe eines MOC3043 
ansteuern.
Die Schaltung welche ich für eine andere Anwendung benötigt habe sieht 
so aus:
http://elektronik-freak.pytalhost.com/images/230v_...

Nun würde ich gerne Wissen ob ich mir den zweiten Leistungstriac sparen 
kann, um nur das Relais anzusteuern. Leider kann ich in dem Datenblatt 
des MOCs nicht den erlaubten Dauerstrom durch den Internen Triacs 
rauslesen.
Das Relais ist vom Typ FIN 41.52.8
http://elektronik-freak.pytalhost.com/elektro/scri...

Hier die Schaltung wie ich sie mir Vorstelle:
http://elektronik-freak.pytalhost.com/images/USB_p...

-Muss ich den Strom begrenzen durch Widerstände, so wie in der ersten 
Schaltung?


Datenblatt des MOC30..:
http://elektronik-freak.pytalhost.com/elektro/scri...

Hintergründe:
Das ganze soll eigentlich nur eine USB - Master/Slave Schaltung werden 
mit einer Ausschaltverzögerung. Ich möchte um dies zu erreichen die 5mA 
welche der Moc3043 zur Ansteuerung benötigt, mit einem großen Elko 
buffern. Das Relais würde also erst abfallen, wenn die entsprechende 
Schwellspannung der LED des MOC3043 unterschritten wird.
Durch diese Schaltungsapplikation wäre der Standby-Verbrauch bei 0W, 
welches mir sehr wichtig ist.

Autor: MaWin (Gast)
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Die 3.2mA kann der MOC problemlos direkt schalten, sie liegen auch 
oberhalb des Haltestroms von 0.25mA, du kannst seinen TRIAC an Stelle 
des dicken TRIACS verwenden.

Ein Snubber C1/R4 empfiehlt sich trotzdem, dimensioniert auf das Relais.
http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.25.1

Autor: juppi (Gast)
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Wenn du so ansteuerst ,kannst du den Transistor auch noch weglassen.

Autor: Stefan S. (elektronik-freaks)
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Vielen Dank.. für die schnellen Antworten.
Den Transistor habe ich weggelassen, er ist wirklich unnötig.
Zusätzlich habe ich das Relais gewechselt auf die 16A Variante (FIN 
41.61.8.
Hier die Aktuelle Schaltung:
http://elektronik-freak.pytalhost.com/images/mikro...

Nun meine Fragen zu den Snubber:
-Ist R3/C3 an der Richtigen Stelle und ist C3 evtl. zu groß mit 
150pF(3,2mA last)?
-bzw. ist bei solch geringen Strömen trotz der Induktiven Last das 
Snubberglied unnötig?

-Reicht diese pauschale Funkenlöschung (R2/C2) an den Schaltkontakten 
des Relais...
-...oder sollte nach der hier unten genannten Lösung Dimensioniert 
werden?

Auszug aus: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.25.1
>Faustregel 1Ohm/V und 0,1uF/A. Genauer gilt, das R so gross sein muss, >das ein 
voll geladener Kondensator C beim Einschalten des TRIAC nicht >dessen Maximalstrom 
überschreiten soll (8A TRIAC am 230V Netz (325V >Spitze) also R minimal 325/8= 41 
Ohm)

-Wenn ich nach dieser Faustformel C2 und R2 berechnen würde, komme ich 
auf ~1,5uF und ~22R
Bei dieser Konstellation hätte ich einen Strom von:
Xc= 1/(2Pi*50Hz*1,5uF) = 2122R
Z= sqrt(22R^2+2122R^2) = 2122,11R
I=230V/( 2122,11R) = 0,108A

Das wäre doch nicht zumutbar im Dauerbetrieb,oder?
Ich möchte einen sehr geringen Standby verbrauch! (Pv vom Widerstand 
0,26W)
Oder ist es einfach nötig und wegen der großen Blindleistung auch zu 
vernachlässigen?

Autor: MaWin (Gast)
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Der Snubber ist nicht dazu da, den Strom im Abschaltmoment zu 
übernemmen, denn durch den TRIAC ist der Strom im Abschaltmoment ja 
(fast) 0.
Er ist dient dazu, beim Einstecken der Schaltung in die Steckdose im 
Moment der Scheitelspannung diesen rabiaten Spannungsansteig vom TRIAC 
fernzuhalten. Es bildet sich eine RC-Kombination aus Relais (32kOhm) und 
dem C. Daher reichen die 150pF. Aber ganz ohne Kapazitaet würde die 
Spannungsansteigsgeschwindigkeit rabiat sein, der TRIAC also zünden. Ob 
das das Relais schon zum reagieren bringt, ist ein anderes Thema, bei 
Dimmern sieht man ein kurzes Aufblitzen der Lampe.
Der Strom durch den Snubber muss aber deutlich geringer sein, als der 
Strom der das Relais zum anziehen bringt, also nicht dazu ausgelegt sein 
auf die Maximalleistung des TRIACs. Deine Rechnung ist aber auch falsch, 
weil du keinen 8A TRIAC mehr hast, sondern den kleinen MOC.

Autor: juppi (Gast)
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für was brauchst du denn C1 +D1?
..glaube hier ist noch Einsparungpotential.;-)
MfG

Autor: Stefan S. (elektronik-freaks)
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>für was brauchst du denn C1 +D1?

C1 und D1 bewirken eine Auschaltverzögerung und bedingt auch eine kleine 
Einschaltverzögerung.

>Er ist dient dazu, beim Einstecken der Schaltung in die Steckdose im
>Moment der Scheitelspannung diesen rabiaten Spannungsansteig vom TRIAC
>fernzuhalten

Ok hab ich verstanden und es müsste also mit diesen Werten funktionieren

Autor: eProfi (Gast)
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Ich sehe noch ein Problem, wenn nur noch ein sehr kleiner LED-Strom 
fließt.
Dann kann es nämlich sein, dass nur noch jede zweite Halbwelle gezündet 
wird (unterschiedliche Empfindlichkeit in den Quadranten) und das Relais 
dadurch gepulste Gleichspannung bekommt.

Dadurch kann es flattern oder im Extremfall sogar die Spule 
durchbrennen.
(Gleichstromwiderstand meist viel kleiner als Wechselstromwiderstand).

Musst Du ausprobieren.
Der MOC hält 100mA aus, aber im Datenblatt steht explizit, man soll 
damit nur Triacs ansteuern, keine Lasten.
Ob ein 5mA-Relais auch als Last gilt?

Autor: Stefan S. (elektronik-freaks)
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>Ich sehe noch ein Problem, wenn nur noch ein sehr kleiner LED-Strom
>fließt.
>Dann kann es nämlich sein, dass nur noch jede zweite Halbwelle gezündet
>wird (unterschiedliche Empfindlichkeit in den Quadranten) und das Relais
>dadurch gepulste Gleichspannung bekommt.

woahh...auf diese Idee wäre ich nie gekommen.. aber sind berechtigte 
Einwände.. Ich werde die Schaltung einfach ausführlich Messen und 
Testen.. dann werde ich sehen ob die Steilheit der LED im Grenzbereich 
der Durchflussspannung ausreicht und evtl. mit einem größeren 
Kondensator und einem Parallem Widerstand ein wenig an der Steilheit 
arbeiten bzw. eine aufwändigere Schaltung mit einer Art Komperator 
ausdenken.
Da dieses Problem ja beim Einschalten wie auch beim Ausschalten bestehen 
würde.

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