Ich arbeite als ING in einer SEHR grossen Elektrotechnikfirma, die -
besonders im Planungsbereich - eine Reihe von akademisch gebildeten
Frauen beschäftigt, freilich keine Ingenieurinnen, sondern eher solche
aus dem WISO-Bereich.
Anders, als die Sekretärinnen oder die aus den einfachen Berufen, gerade
aus der Werkstatt, sind die derart hochnäsig und überheblich, dass einem
der Hut hoch geht. Eine habe ich besonders auf dem Kieker: Die spielt
sich sowas von auf, gängelt uns Entwickler und hat einen Befehlston
drauf, dass es einem graust. Aber auch die anderen sind kaum besser:
Überall abenteurliche Vorschläge und Besserwisserei, die am Notwendigen
(und Machbaren) komplett vorbei gehen und eine Menge Arbeit und Aufwand
ohen Ergebnis machen.
Ich habe dabei die Beobachtung gemacht, dass es besonders Frauen sind,
die gut aussehen. Offensichtlich können die sich mehr erlauben, haben
gute Kontake nach oben und gehen ihren Chefs um den Bart. Wenn die in
Meetings sitzen, quasseln sie alles platt, geben sich dabei unheimlich
kompetent und kommunikativ, sind zu allen super nett, aber wenn Du einer
auf dem Gang begegnest, würdigt sie Dich keines Blickes. Habe schon
mehrfach gegrüsst, aber es wird zur Seite gesehen - man ist einfach
Luft.
Nicht auszuhalten. Die grüßen wahrscheinlich nur die, die für ihre
Karriere wichtig sind.
Die netten Kolleginnen sind meist die ohne Diplom!
Naja, rein psychologisch gesehen sollen Frauen ja die besseren
Führungskräfte sein. Ob das so stimmt lass ich mal dahingestellt. Sie
sind aber sicherlich keine schlechteren als Männer. Die Frauen die sich
aufmucken, haben halt irgendwelche Komplexe, genausi wie die Männer die
nicht normal können.
Erst mal wäre zu klären, ob die angebliche Hochnäsigkeit wirkliche
Hochnäsoigkeit oder Unsicherheit ist. Aus einem Wiwi-Forum habe ich
beobachtet, daß BWLer die Nase ziemlich hoch tragen, v. a. wenn sie an
angeblichen Eliteunis mit nachfolgendem EInsatz bei den Big 4 angeben
können. Kommt man ihnen mit dem Argument, sie sollen mal kürzer treten
und ein anständiges (anspruchsvolles) Studium belegen, kommt keine
Gegenwehr, auch nicht von den Uni-BWLer. Die wissen schon, daß ihre
(Uni)-BWL nicht so richtig mit den MINT-Fächern (auch an der FH)
mithalten können.
Frauen haben im Beruf einen Vorteil. Sie können sich nach oben schl...
Viele Frauen können auch nicht zwischen professioneller, sachlicher
Ebene und persönlocher Diskussionsebene trennen. Am schlimmsten ist das
in einem Frauenteam. Wenn die Argumente sachlich nicht mehr reichen,
wird oft auf die pesönliche Ebene umgestellt. "Dein Projekt ist nicht so
gut wie meins. Dafür habe ich die hübscheren Kinder"
>Naja, rein psychologisch gesehen sollen Frauen ja die besseren>Führungskräfte sein.
Aber nur in ihren Familien, mit eigenen Kindern in ihren eigenen
Wohnungen. Ansonsten herrscht überall Zickenalarm weil die holde
Weiblichkeit in dieser Männerwelt immer die Unterlegenen sind und
man kampflustig die Domina heraushängen läßt. Solche Weiber gibts
überall und sind nicht nur hübsch, dafür aber im Unterhalt(Gehalt)
günstig und haben damit als geschützte Art ganzjährig Schonzeit.
Sexuelle Belästigung wird denen dann immer geglaubt, auch wenn es
eine glatte Lüge ist. Ich bin davon überzeugt, das die das Mobbing
erfunden haben.
_Patrick: Das sind nicht meine Theorien, sondern die sind von Soziologen
angelegt worden. Frauen schaffen oftmals nicht die Trennung zwischen
Privat und Beruf. Wenn sich Männer bei einer Prokjektbesprechung uneins
sind, können sie nach Dienstschluß oftmals ein Bier gemeinsam trinken
gehen, ohne nachtragend zu sein. Frauen übertragen die Kritik oft auch
privat.
Stichwort: Kommunikationsfähigkeit. In einer modernen Gesellschaft zählt
diese Fähigkeit mehr denn je. Und die Frauen sind nur mal kommunikativer
als Männer. Die Frauen müssen nicht alles verstehen. Aber.:) Sie können
so tun, als ob sie alles verstehen würden, indem sie die Männer zu Tode
quasseln.
Du musst einfach damit abfinden. Oder werde ein BWLer.
>Paul, ich meinte deinen gesamten Beitrag
Wenn in einem WiWi-Forum die FH als Deppenschule dargestellt wird von
Elite-Uni-BWLern, die selber nur eine Regelstudienzeit von 8 Semester
bis zum Diplom haben, kann man schon mal anmerken, daß sie sich die
Fächer ET oder Technomathe an der FH ansehen sollen, um zu merken, daß
ihre Uni-BWL nicht zuläßt, die FH allgemein abzuwerten. Komischerweise
kommt keine Gegenwehr, was ich als Kapitulation werte. Das
Studierendensurvey der Uni Konstanz sieht den Schwierigkeitsgrad ähnlich
und das auf wissenschaftlicher Basis.
Paul,
>"Dein Projekt ist nicht so gut wie meins. Dafür habe ich die hübscheren >Kinder"
Mein Einfluss ist geringer und ich verdiene weniger, dafür bin ich
besser in Mathe
Gast schrieb:
> Stichwort: Kommunikationsfähigkeit. In einer modernen Gesellschaft zählt> diese Fähigkeit mehr denn je.
Du meinst, in einer oberflaechlichen Marketinggesellschaft...
Ich kann dich gut verstehen Natan, aber genau so wie es auch bei Männern
Arschlöchern gibt, gibt es auch bei Frauen Arschlöcher. Das erwartet man
nur nicht so oft. ;)
Ansonsten: BWL'er haben fast immer einen an der Klatsche, egal ob
Männlein oder Weiblein.
>Ansonsten: BWL'er haben fast immer einen an der Klatsche, egal ob>Männlein oder Weiblein.
Begründung? Ich habe in meiner Fam. genug BWL'er. Ich denke nicht, dass
Jeder von, einen an der Klatsche hat, höchsten einer. Meiner Ansicht
nach ist es genetisch bedingt und abhängig vom Charakter, wie sich ein
BWL'er gibt. Wenn ein BWL'er einen Ing. fragt, was z.B. ein
Arbeitsspeicher ist es eher ein Zeichen des Selbstvertrauens (Schwächen
zugeben kann auch nicht jeder Ing.), sagt ein BWL'er dem Ing. er solle
doch von 4 Lagigen Platinen auf 2 Lagen umsteigen, weil die billiger
sind, ist der BWL'er anstrengend aber beim weiten nicht dumm. Man muss
sich ja Prämien sichern :)
Moin!
Wie langweilig, immer muss hier alles pauschalisiert werden.
BWLer sind alle dämlich/arrogant/überheblich.
Frauen zickig/geschwätzig/intrigant und schlafen sich alle die
Karriereleiter hoch.
GÄÄÄHN
Die Einzig wahren Menschen sind die ING´s oder wie oder wat ?
Ich kenne allerdings einige Ing´s welche sich für das Maß aller Dinge
halten und niemals Fehler machen. Zumindest denken die das.
Selbst wenn ich einen Bug in der von ihnen entwickelten
Schaltung/Gerätschaft reproduzieren und nachweisen kann behaupten die
immer noch, dass der Fehler ja nie vorher aufgetreten ist und gar nicht
sein kann.
Das ist wie auf Granit beißen ?!
Gruß
Natan schrieb:
> Die netten Kolleginnen sind meist die ohne Diplom!
Kann ich so überhaupt nicht bestätigen. Die meisten der
Diplom-Ingenieurinnen, mit denen ich zu tun hatte, waren ausgesprochen
angenehme Kolleginnen und ich bin immer froh, wenn nicht nur eine reine
"Männerwirtschaft" im Hause ist. Das macht die Arbeit irgendwie
angenehmer.
Bis jetzt habe ich nur eine solche Ziege kennengelernt. Massive Komplexe
(redet in Vorstellungsrunden bei Treffen mit Geschäftspartnern
minutenlang über sich, ihre tollen Ausbildungen und noch viel tolleren
bisherigen Tätigkeiten) und äußerst unangenehm im persönlichen Kontakt.
Sie meinte, jedem zeigen zu müssen, dass sie die Kompetentere ist.
Mein Eindruck ist allerdings, dass Kolleginnen mit sozialer Inkompetenz
noch etwas unangenehmer (weil eher auf der persönlichen Ebene agierend)
sind als männliche "Problem-Kollegen".
>> Stichwort: Kommunikationsfähigkeit. In einer modernen Gesellschaft zählt>> diese Fähigkeit mehr denn je.> Du meinst, in einer oberflaechlichen Marketinggesellschaft...
Wir leben in einer solchen!
> Kann ich so überhaupt nicht bestätigen. Die meisten der> Diplom-Ingenieurinnen,
Die Rede war von BWL-lerinnen!
Habe dieselbe Erfahrung gemacht. Die Weiber haben sich aber nicht
hochgeschlafen, sehr unwahrscheinlich, aber sie haben sich
hochdiksutiert. Die haben zwar keine Argumente, quatschen aber dennoch
und ziehen etliche Diskussionen ins diffuse.
Emotional stimmt auch, hatte schon den Fall, dass eine schreiend
rausgerannt.
∀ℜτ∪ℜ ΦΥΗΚ schrieb:
>>Ansonsten: BWL'er haben fast immer einen an der Klatsche, egal ob>>Männlein oder Weiblein.>> Begründung?
Erfahrung. Ich habs bis jetzt einfach noch nicht anders erlebt.
@Paul
Die Anforderungen der Big 4 Wirtschaftsprüfungsgesellschaften sind nicht
gerade gering. 12h pro Tag sind teilweise normal und wenn du nicht den
STB oder WP schaffst, bist du dort sehr schnell weg.
Ob E-Technik wirklich soviel anspruchsvoller als VWL oder BWL ist, läßt
sich auch nicht so einfach beurteilen. Vielleicht haben viele
E-Techniker einfach kein Talent und behaupten, dass es deshalb schwer
ist.
> Vielleicht haben viele E-Techniker einfach kein Talent> und behaupten, dass es deshalb schwer ist.
E-Techniker kein Talent für die E-Technik? - Wo ist denn da der Sinn???
Schwer oder nicht schwer hängt einfach an zwei Dingen:
Lern- und Merkfähigkeit und abstraktes Denken in komplexen
Zusammenhängen.
Schaut man sich die Billigmathematik bei BWL an, so bleibt doch einfach
nur Lernwissen.
In der Elektrotechnik gibt es zwar auch simples Lernwissen, aber es muss
komplexe Mathematik erlernt werden, sonst gibt es kein Diplom. BWL-er
steigen da lange vorher aus.
>@Paul>Die Anforderungen der Big 4 Wirtschaftsprüfungsgesellschaften sind nicht>gerade gering. 12h pro Tag sind teilweise normal und wenn du nicht den>STB oder WP schaffst, bist du dort sehr schnell weg.
12h Meeting. d.h Cafe trinken und Gruppendenken.
>Ob E-Technik wirklich soviel anspruchsvoller als VWL oder BWL ist, läßt>sich auch nicht so einfach beurteilen.
Für E-Technik braucht man techn. Sachverstand und logische Denken. Für
VWL udn BWL nur rumlabern.
Und rumlabern kann nicht jeder :)
Ich meine, jedem sein Fach, wir brauchen die Leute aus anderen Fächers
nicht "erniedrigen".
Jemand mit Talent in E-Technik kann nicht unbedingt ein BWL Studium
genau so gut absolvieren.
Leute, die nicht grüssen, werden auch nicht gegrüsst.
Leute, die die Nase zu hoch tragen, ignoriere ich so, dass sie's merken
und sich irgendwann schwarzärgern, dass sie mit ihrer Dämlichkeit nicht
ankommen.
Hin und wieder reisse ich einfach die Schnauze auf. Beim nächsten Mal
passen sie auf, bevor sie mir blöd kommen - egal, ob Männlein oder
Weiblein.
Einfach mal ein bisschen mehr Selbstbewusstsein an den Tag legen! Warum
fällt das den Ingenieuren & Technikern bloss immer so schwer? Übrigens
einer der Gründe, warum die Kaufleute die dicke Knete mit den Dingen
machen, die andere mit viel Aufwand entwickelt haben.
Ich hab's hier schon öfter's geschrieben: WEHRT EUCH DOCH (anständig,
aber merkbar)!!!
Hast du konkrete Beweise, dass die Mathematik für BWLer oder VWLer
wesentlich einfacher ist?
@Gregor:
Wenn BWL oder VWL Mathematik so einfach ist, dann warum bist du nicht
mal eben auf solche einfachen Zusammenhänge wie Markowitz gekommen?
http://cowles.econ.yale.edu/P/cp/p00b/p0060.pdf
Das ist für dich die hohe Mathematik der BWL? Für einen E-Techniker ist
das Stochastik auf Grundstudiumsniveau, der liest und versteht das in 10
Minuten (was natürlich nicht heißt dass der Artikel damals trivial und
ohne Bedeutung war). Der durchschnittliche BWL-er auch? Ich will nicht
bezweifeln dass es auch komplexere Mathematik im Wirtschaftsbereich
gibt, aber das machen dann die Witschaftsmathematiker, nicht die
0815-BWLer.
Schau dir im Gegenzug mal irgend ein Paper von ieee.org an. Da kannst du
froh sein wenn du was findest in dem nicht auf der ersten Seite schon
von partitionierte Matrizen oder Eigenspektren die Rede ist. Sowas setzt
man Studenten in Labors und Studienarbeiten vor, "implementier das mal".
Ich würde solche Leistungen nicht unbedingt klein reden. Der gute Mann
hat dafür den Nobelpreis bekommen.
"Der liest und versteht das in...".... Die Frage wäre hier gewesen, ob
er jemals auf die Idee gekommen wäre, diese Fragestellung zu beweisen
bzw. ob er dies überhaupt geschafft hätte.
Ich bin auch ein E-Techniker, würde aber nicht sagen, dass ein
Wirtschaftsstudium oder sonst noch was leichter ist.
Die Mathematik vielleicht, aber es gibt andere Dinge, die ein
E-Techniker nicht unbedingt beherrschen kann.
Also nochmal, jedem sein Fach. Alles andere, wofür man kein Talent hat,
ist schwierig.
@ JPM
> @Gregor:> Wenn BWL oder VWL Mathematik so einfach ist, dann warum bist du nicht> mal eben auf solche einfachen Zusammenhänge wie Markowitz gekommen?
Weil er zu der Zeit nich gelebt bzw. sich nicht mit dem Fachgebiet
beschäftigt bzw. Markowitz das schon abgehandelt hat?
Das was der gute Mann in seinem Paper da macht ist auch nur eine
Anwendung bekannter stochastischer Zusammenhänge auf reale Zustände.
Klar, das machen auch Ings. Die bekommen das aber tatsächlich schon im
Grundstudium hingeworfen. Und um jetzt mal die alten Hüte zu bemühen:
Hast du dir schonmal solche Konstrukte wie Fouriertransformation oder
gar die maxwellschen Gleichungen angesehen? (eine der Königsdisziplinen
- auch in Wikipedia zu finden) Spätestens da bekommst du einen Knoten
in's Gehirn. Ich bezweifle ernsthaft, daß ein Standard-BWLer damit
entsprechend umgehen kann.
@ Ein Ing
> Die Mathematik vielleicht, aber es gibt andere Dinge, die ein> E-Techniker nicht unbedingt beherrschen kann.
Was soll das bitte sein? Nenn mir bitte Beispiele? Bei entsprechender
Einarbeitung - traue ich mir zu behaupten - kann das (fast) jeder E-Ing.
Das hängt damit zusammen, daß BWL haptsächlich ein Fach zum
auswendiglernen ist. Ein paar mathematische Formeln muß man schon
verstehen, aber sonst heißt's nur "büffeln".
Ich kannte selbst Leute, die, weil sie das E-Technik-Studium nicht
geschafft haben, zu BWL gewechselt sind, nur um einen akadem. Abschluß
zu haben (haben sie auch bekommen). Wie erklärst du dir denn sonst auch
die höheren Studierendenzahlen in BWL?
Mein WG Mitbewohner hat dieses Semester das selbe getan.
E-Technik total versagt jetzt meint er BWL wäre das richtige
für ihn, ist ja leichter ... ich glaube der wird sich noch wundern ...
Autor: Solarier (Gast)
Datum: 10.08.2009 15:33
>>Was soll das bitte sein? Nenn mir bitte Beispiele? Bei entsprechender>>Einarbeitung - traue ich mir zu behaupten - kann das (fast) jeder E-Ing.>>Das hängt damit zusammen, daß BWL haptsächlich ein Fach zum>>auswendiglernen ist. Ein paar mathematische Formeln muß man schon>>verstehen, aber sonst heißt's nur "büffeln".>>Ich kannte selbst Leute, die, weil sie das E-Technik-Studium nicht>>geschafft haben, zu BWL gewechselt sind, nur um einen akadem. Abschluß>>zu haben (haben sie auch bekommen).
Eben, nicht jeder kann gut auswendiglernen.
Jura und Medizin hat auch viel mit auswendiglernen, ob jeder E-Techniker
das schaffen kann?
Die Leute haben wahrscheinlich Talente für BWL aber nicht für E-Technik,
so einfach als das.
Ich kenne auch einige Leute, die beim W-Ingstudium den Wirtschaftsteil
nicht hingekriegt, letzendlich zu Nachrichtentechnik gewechselt und
erfolgreich absolviert haben.
>>Wie erklärst du dir denn sonst auch>>die höheren Studierendenzahlen in BWL?
Mehr Leute haben Talent in BWL? Das Berufsbild von BWLer, das (oft
falsch) mit "viel Geld" verbunden ist?
Gut, mit anderen Worten, Nobelpreise sind also nichts wert und jede
Diplom- oder gar Studienarbeit bei den E-Technikern ist wissenschaftlich
höher zu bewerten.
Das glaubst du doch wohl selber nicht. Und wenn BWL so einfach ist,
warum gibt es dann in jedem Unternehmen noch einen CFO? Das könnten doch
die Ingenieure (Reithofer bei BMW, ehemals Wiedeking bei Porsche,...)
selber machen.
Ich denke es ging um die Mathematik:
"Hast du konkrete Beweise, dass die Mathematik für BWLer oder VWLer
wesentlich einfacher ist?"
"Gut, mit anderen Worten, Nobelpreise sind also nichts wert und jede
Diplom- oder gar Studienarbeit bei den E-Technikern ist wissenschaftlich
höher zu bewerten."
Das hat niemand behauptet. Du hast ein Beispiel gebracht das du für
MATHEMATISCH anspruchsvoll hälst. Ich hab entgegnet dass das auf dem
Niveau jedes E-Technikers nach dem Grundstudium liegt, und dass im
Gegenzug die Artikel mit denen sich ein E-Techniker beschäftigen muss
sehr viel anspruchsvoller sind. Dass das die Leistung hinter dem Artikel
nicht herabwürdigt habe ich auch dazugesagt. Die meisten Werke von
Goethe sind z.B. mathematisch auch auf einem recht niedrigen Niveau,
deshalb würde ich aber nicht sagen dass sie nichts wert sind.
Ging es ja auch. Ich wollte nur zeigen, dass Ingenieure diese eben auch
nur anwenden und von daher eigentlich gar keinen Grund haben, die Klappe
aufzureißen.
Ich finde diesen Thread wirklich erheiternd. Die Ingenieure betrachten
sich gegenüber den BWLern als geistig überlegen.
Wenn es aber um wirtschaftliche Zusammenhänge auf Baumschul-Niveau geht,
dann wird es bei dieser Elite sehr schnell zappenduster.
Erinnert sei nur an die immer wieder auftauchenden
-Gehalts-Threads, wo krampfhaft Netto- mit Bruttogehältern verglichen
werden bzw. der gravierende Unterscheid gar nicht klar ist.
- Versandkosten-Threads, wo Kalkulationen aufgemacht werden, die
wirklich erschütternd sind.
Von den "Was-soll-ich-zum-Vortellungsgesprch-anziehen"-Threads gar nicht
zu reden.
@ Zefix
> Eben, nicht jeder kann gut auswendiglernen.> Jura und Medizin hat auch viel mit auswendiglernen, ob jeder E-Techniker> das schaffen kann?
Doch, das kann jeder! Auswendiglernen ist eine reine Fleißarbeit. Man
muß Zeit investieren, um das Ergebnis zu erhalten. Hingegen sind
mathematisch-physikalische Zusammenhänge eine Frage von Verständnis.
Wenn das Verständnis bzw. Vorstellungsvermögen fehlt, kann man mit den
Formeln nichts anfangen. Hier ist logisches bzw. mathematische
Denkvermögen nötig, sonst ist spätestens in Klausuren, schon gar im
Berufsleben - Ende.
> Mehr Leute haben Talent in BWL? Das Berufsbild von BWLer, das (oft> falsch) mit "viel Geld" verbunden ist?
Zusätzlich verbinde ich BWL noch mit Folgendem:
- täglich Anzug und Krawatte
- Excel
- PowerPoint
- FlipChart und wilde Edding-Malereien
- esoterische Kennzahlen
- externe Unternehmensberater
- viele Meetings
- sehr sehr viel heiße Luft
- Lorbeeren ernten, wenn die Kennzahlen stimmen
@ JPM
Ich habe nicht behauptet, daß Nobelpreise nichts wert sind. Es gibt z.B.
auch den für Friedensaktivisten, für Literatur, Chemie und Physik usw.
Jeder beschäftigt sich mit seinem Gebiet und jeder hat seine
Berechtigung. Für Literatur würde ich btw. Talent voraussetzen.
Betrachte auch mal die Zeit, in der die von dir angeführte Arbeit
veröffentlicht wurde. Die dort verwendeten Algorithmen sind bei Ings
heute Grundübung.
Kannst du mir sagen, wer denn die Algorithmen der heute gängigen
Software-Analysesysteme von Banken für den Aktienhandel bzw. für die
Marktmodelle entwickelt und umgesetzt hat? Das waren Mathematiker und
Software-Ings. BWLer können damit nicht umgehen.
Ach ja: Der CFO von Porsche, Holger P. Härter, ist wohl maßgeblich für
deren Finanzdebakel mit der VW-Übernahme verantwortlich. Ganz nebenbei
ist er wohl Honorarkonsul des norwegischen Honorarkonsulats (Quelle:
Wikipedia) Dann kann sein Posten bei Porsche ja nicht ganz so
anspruchsvoll sein...
Hallo Gast,
hast du mal einen BWLer nach - sagen wir mal - Tragwerkswissen auf
Baumschul-Niveau gefragt? Wo soll das BWL-Wissen beim Ing herkommen? Er
hat sich in Studium und Beruf mit seinem Fachgebiet beschäftigt -
spezialisiert nennt man das. Gib ihm die angemessene Zeit zur
Einarbeitung und er kann dir deine BWL-Zusammenhänge runterbeten.
Der Titel des Threads lautet ja irgendwie anders als BWLer-Bashing.
Aber was solls.
Bei uns Ingenieuren heißen bunte Folien mit vielen Diagrammen und
schönen Prozentzahlen ganz offiziell BWLer-Folien. Bisher hat sich
niemand wegen der Bezeichnung beschwert.
Der oben genannte Beitrag von Markowitz ist Stochastik. Das hatte nichts
damit zu tun, dass der Mann vll. BWLer war, sondern weil er Stochastik
anwenden konnte. Stochastik hat man in der Regel als E-Techniker im
Grundstudium.
Ein Kommilitone von mir, mittelmäßiges Vordiplom in BWL dachte sich, bei
BWL sei nix mehr zu holen und fing gleichzeitig mit mir eine
E-Technik-ähnliches Studium an. Der Typ ist in der ersten Matheprüfung
durchgefallen, weil er Probleme mit der Ableitung einer gebrochen
rationalen Funktion hatte. Von der Bestimmung einer Matrixdeterminante
Rede ich gar nicht erst. Nochmal. Der Typ hatte BWL Vordiplom.
Als ich ihn kennenlernte machte er erstmal einen hochgebildeten
Eindruck, schick angezogen, selbstbewusst. Nach einer Woche hatte ich
ihn durchschaut und gemerkt, dass der Kerl absolut nix draufhat außer
labern. Dieser Mensch hat sich als "typischer BWLer" in mein Gehirn
gebrannt.
@Solarier,
>hast du mal einen BWLer nach - sagen wir mal - Tragwerkswissen auf>Baumschul-Niveau gefragt
Das Tragwerkswissen ist doch Bestandteil der Ingenieursintelligenz.
Die von mir genannten, immer wiederkehrenden Threads zeigen doch, daß
das simple BWL-Wissen offenbar für Ings zu schwer ist.
Ich habe selbst mal aus "Versehen" ein Wirtschaftsinformatik Studium
angefangen.. aber gleich danach abgebrochen.. nachdem ich den BWL-Mist
im Studium gesehen habe.. Rechnungswesen und Controlling.. wer lernt
so einen Mist freiwillig ?
In den BWL-Büchern, die ich dann zwangsweise in die Hand bekommen habe,
gab es so viel Bla-Bla drin.. ich meine.. was soll das ? man lernt
bla-bla und wird BWLer.. das ist ein Akademie-Studium ????
In meinen Augen ist BWL eine pseudo-Wissenschaft.. das Gebiet darf man
nicht mal als Wissenschaft betrachten.. und andere Geisteswissenschaften
sind auch pseudo-Wissenschaft Gebieten.. mit viel bla-bla..
Einpaar Wörtchen zu Nobelpreisen. Die Madam Currie war der einzige
Mensch, der 2 Nobelpreise bekommen hat. Einen für Physik, einen für
Chemie.
Der Preis für Wirtschaftswissenschaften der schwedischen Reichsbank in
Gedenken an Alfred Nobel (schwedisch Sveriges Riksbanks pris i ekonomisk
vetenskap till Alfred Nobels minne) ist der renommierteste Preis in den
Wirtschaftswissenschaften und wird jährlich vergeben. Da er zusammen mit
den Nobelpreisen verliehen wird und mit der gleichen Preissumme dotiert
ist, wird er im allgemeinen Sprachgebrauch in der Regel als
Wirtschaftsnobelpreis bezeichnet.
Verliehen wurde er zum ersten Mal im Jahr 1969. Er unterscheidet sich
von den Nobelpreisen darin, dass er nicht von Alfred Nobel, sondern
nachträglich im Jahr 1968 von der Schwedischen Reichsbank anlässlich
ihres 300-jährigen Bestehens gestiftet wurde. Es handelt sich also nicht
um einen Nobelpreis im ursprünglichen Sinne, sondern um eine Ehrung, die
im Gedenken an Alfred Nobel nach den gleichen Kriterien vergeben
wird.(Wiki)
Einige Auffälligkeiten zu den Wirtschaftsnobelpreisträger:
Die meisten Wirtschaftsnobelpreise gingen in die USA. Mehr als 60%. Man
hat dadurch den Eindruck dass nur die Amis was von Wirtschaft verstehen.
Viele WN Preisträger waren, sind Mathematiker, Soziologe,
Naturwissenschaftler und haben intensiv mit der Wirtschaft beschäftigt.
Eigentlich waren sie keine echte Wirtschaftwissenschaftler.
Ihre Erkenntnisse und Entdeckungen sind genauso wichtig wie die von
Naturwissenschaftler, jedoch nicht immer anwendbar weil es für viele
Wirtschaftliche Vorgänge (wie menschliche Verhalten) keine endgültige
Formel, Definition und eindeutige Aussage gibt.
Solarier schrieb:
> Kannst du mir sagen, wer denn die Algorithmen der heute gängigen> Software-Analysesysteme von Banken für den Aktienhandel bzw. für die> Marktmodelle entwickelt und umgesetzt hat? Das waren Mathematiker und> Software-Ings.
Tsts, Ehre, wem Ehre gebührt. Das waren Informatiker. :-)
> BWLer können damit nicht umgehen.
Ings auch nicht ;-)
Die meinen ja auch immer, sie könnten Softwaresysteme entwerfen ...
Aber davon ab - ich habe in meinen jetzt fast 40 Jahren eines gelernt:
Unterschätze andere nicht.
Ich denke, die meisten BWLer könnten sich auch in Inf/Ing-Mathematik
einarbeiten. Sie müssen es halt nicht - ist doch ok.
Dieses ständige Herumgehacke auf der Leistung anderer diskreditiert nur
einen: den Hackenden.
Anscheinend herrscht bei vielen die Ansicht, dass ein schwereres Studium
mit mehr Gehalt, Ansehen, was-weiss-ich einhergehen muss.
Da habe ich eine Neuigkeit: Liebe Kinder, dem ist nicht so!
In diesem Punkt zumindest haben die BWLer den Ings hier eins vorraus:
Marktverständnis.
Chris D.
Und warum studiert hier niemand BWL nebenher? Euch müssten doch fast
alle Scheine anerkannt werden, weil ihr ja Götter der Mathematik und es
logischen Denkens seid. Übrigens, ich darf mich auch Ingenieur nennen
und fand die Matheaufgaben alles andere als anspruchsvoll. Es war nur
Schema F und laut Aussagen von diversen Bekannten, ist an anderen
Hochschulen genauso.
Mir kann hier keiner was erzählen, von Laplace Transformationen usw..
Das war mit ein wenig Formel auswendiglernen locker zu schaffen.
Echt lachhaft, für was sich einige in diesem Forum halten.
Gast schrieb:
> Ich finde diesen Thread wirklich erheiternd. Die Ingenieure betrachten> sich gegenüber den BWLern als geistig überlegen.
Nix Neues soweit. Dieser Minderwertigkeitskomplex durchzieht das Forum
permanent. Bin direkt froh dass ich kein Ing bin, sonst müsste ich mich
dessen ja glatt schämen. ;-)
>Ich denke, die meisten BWLer könnten sich auch in Inf/Ing-Mathematik>einarbeiten. Sie müssen es halt nicht - ist doch ok.
eben nicht.
>In diesem Punkt zumindest haben die BWLer den Ings hier eins vorraus:>Marktverständnis.
Der Schein trügt. Warum die Firma Grundig zu Grunde ging, weiß man
inzwischen sehr genau.
Die BWLer haben den Ings in folg. Pkts voraus. Skupellosigkeit (Boni
zahlung verlangen trotz Versagen) und schauspielerische Fähigkeit. Sie
können einfachen Menschen vorgaukeln, dass sie viel von dem verstehen,
was sie sagen. In Wirklichkeit verstehen sie überhaupt nicht.
Viel Ings können und müssen auch manchmal auch schauspielen, aber nicht
so gut wie BWLer. Die BWLer wurden das Schauspielen im Studium
beigebracht und zur Perfektion trainiert.
BWLer kann stundenlang eine Präsentation über Flugzeuge halten, obwohl
er nicht mal die Gesetze der Aerodynamik sowie Thermodynamik versteht.
Aber fast alle Zuhörer sind von seinem "Wissen" überzeugt. Das muß man
als BWLer können.
Gast schrieb:
> Einpaar Wörtchen zu Nobelpreisen. Die Madam Currie war der einzige> Mensch, der 2 Nobelpreise bekommen hat.
Hättest ja wenigstens mal nachschlagen können. Es waren 4.
>Und warum studiert hier niemand BWL nebenher?
doch. Viele Ings studieren nebenher MBA. Aber bisher kenne ich noch
keine BWLer, die nebenher Chemie, Physik oder E-Technik studieren.
Ich kenn einen E-Techniker der BWL als Nebenfach studiert. Der meint
dass man sich das sparen sollte, weil der Inhalt trivial ist und man
sich die paar Fachbegriffe auch einfach anlesen kann. Ich hab deshalb
nebenher Sprachen studiert, da hat man mehr davon.
A. K. schrieb:
> Gast schrieb:>>> Einpaar Wörtchen zu Nobelpreisen. Die Madam Currie war der einzige>> Mensch, der 2 Nobelpreise bekommen hat.>> Hättest ja wenigstens mal nachschlagen können. Es waren 4.
Wie denn vier? Zwei für Maria Skłodowska, zwei für Marie Curie oder was?
;)
Mark Brandis schrieb:
>> Hättest ja wenigstens mal nachschlagen können. Es waren 4.> Wie denn vier? Zwei für Maria Skłodowska, zwei für Marie Curie oder was?
So gesehen sogar 8. Gleichmässig verteilt auf 4 Menschen. War mir
aufgefallen, weil mir dazu Linus Pauling einfiel.
A. K. schrieb:
> So gesehen sogar 8. Gleichmässig verteilt auf 4 Menschen. War mir> aufgefallen, weil mir dazu Linus Pauling einfiel.
Ja gut... aber für den Friedensnobelpreis muss man nicht so viel
forschen, gell. ;)
Warum kein Bwler nebenher E-Technik, Maschinenbau oder sonst was
studiert, dürfte doch klar sein: Es wird von ihm nicht verlangt!
Umgekehrt dürfen von einem Ingenieur, der Budgetverantwortung hat, ein
paar Grundlagen der BWL verlangt werden.
Es ist wohl eine Sache BWL nur studiert zu haben, eine andere aber, es
auch erfolgreich in der Praxis anzuwenden. Ist ein bisschen wie mit den
erfolglosen Ingenieuren. Sie haben das Studium zwar geschafft, aber
nicht viel verstanden von dem, was sie gelernt haben. Da gibt es keinen
Unterschied, ob BWL oder Ing. Chris D. predigt ja ständig, dass ein Ing
ohne BWL-Wissen in der Selbstständigkeit untergeht (was auch so ist).
BWL auswendiglernen ist eine Sache, aber wenn man das ganze Zeug nicht
versteht, wird man als Ing in der Selbstständigkeit auch nicht bestehen.
Womit man dann selbst als hervorragender Ingenieur in Sachen BWL
gnadenlos scheitern wird.
Natürlich kann jetzt hier jeder überhebliche Ingenieur behaupten, dass
BWL leicht ist und er sich das in Nullkommanix anlernen könnte. Aber
sobald er es anwenden müsste...
Also: erst etwas nachdenken und die Zusammenhänge und Folgen verstehen,
dann erst gross herumproleten ;)
P.S: Zur Beruhigung: ich bin weder BWLer noch Ingenieur ;)
Gast schrieb:
>>Ich denke, die meisten BWLer könnten sich auch in Inf/Ing-Mathematik>>einarbeiten. Sie müssen es halt nicht - ist doch ok.>> eben nicht.
Doch, klar ist das ok.
Nicht jeder benötigt solche Mathematik.
>>In diesem Punkt zumindest haben die BWLer den Ings hier eins vorraus:>>Marktverständnis.> Der Schein trügt. Warum die Firma Grundig zu Grunde ging, weiß man> inzwischen sehr genau.
Tja, und nu? Daimler wurde mit einem Ingenieur an der Spitze fast in den
Ruin geritten.
> Die BWLer haben den Ings in folg. Pkts voraus. Skupellosigkeit (Boni> zahlung verlangen trotz Versagen) und schauspielerische Fähigkeit. Sie> können einfachen Menschen vorgaukeln, dass sie viel von dem verstehen,> was sie sagen. In Wirklichkeit verstehen sie überhaupt nicht.> Viel Ings können und müssen auch manchmal auch schauspielen, aber nicht> so gut wie BWLer. Die BWLer wurden das Schauspielen im Studium> beigebracht und zur Perfektion trainiert.
Ahja - anscheinend hast Du das selbst studiert.
> BWLer kann stundenlang eine Präsentation über Flugzeuge halten, obwohl> er nicht mal die Gesetze der Aerodynamik sowie Thermodynamik versteht.
Muss er auch nicht.
Eine Präsentation ist kein Fachvortrag - wenn das im Publikum nicht
differenziert werden kann, sitzen wohl die falschen Leute dort.
> Aber fast alle Zuhörer sind von seinem "Wissen" überzeugt. Das muß man> als BWLer können.
Niemand erwartet z.B. von einem Handelsvertreter, dass er den
magnetischen Fluss in seinen Relais beschreiben kann. Der benötigt
zwischenmenschliche Fähigkeiten: Kommunikation, Probleme des Kunden
erkennen, vernünftiges Präsentieren.
Wer das als Fachwissen einstuft, dem ist nicht zu helfen.
Noch eine Erfahrung: bei Leuten, die es nötig haben, über andere
herzuziehen, liegt selbst einiges im Argen.
Menschen mit einem halbwegs ausgeprägten Selbstbewusstsein stehen da
locker drüber.
Beispiel: Ein Bekannter von uns handelt mit Porzellan und verdient damit
ein Schweinegeld (haut es aber auch dementsprechend raus) - im Monat
etwa das, was ich jährlich zur Verfügung habe. Auch ohne besondere
Ausbildung.
Trotzdem bin ich nicht neidisch - ich finde das toll. Er erreicht mit
wenig Einsatz sehr viel.
Anstatt Neid so etwas wie "Klasse! Der schafft es - das kann ich auf
meinem Gebiet auch!" würde hier manchen gut zu Gesicht stehen.
Wenn die Neider nicht vorwärts kommen, liegt das Problem in den
allermeisten Fällen hinter deren Schädeldecke.
Chris D.
"Es ist wohl eine Sache BWL nur studiert zu haben, eine andere aber, es
auch erfolgreich in der Praxis anzuwenden."
Richtig. Und es gibt auch viele die geschäftlich sehr erfolgreich sind,
ohne je BWL studiert zu haben. Das veranlasst mich einfach zu der
Annahme, dass es mit dem Inhalt eines BWL-Studiums nicht so weit her
ist, sondern es mehr auf ein unternehmerisches Denken und Verständnis
ankommt; das hat man entweder, dann braucht man kein BWL-Studium, oder
man hat es nicht, dann bringt einem auch ein BWL-Studium nichts.
Beispiele hab ich in meinem Bekanntenkreis einige; ein paar E-Techniker
die erfolgreiche Firmen gegründet haben, einer verdient 3 Millionen
jährlich; andere die BWL oder andere wirtschaftsnahe Fächer studiert
haben, und mit mir die seltsamsten Geschäftsideen diskutieren wollen, wo
ich mir nur denke: "hä?"
@ Chris D.
> Ich denke, die meisten BWLer könnten sich auch in Inf/Ing-Mathematik> einarbeiten. Sie müssen es halt nicht - ist doch ok.
Aber von den Ings willst du das BWL-Wissen als selbstverständlich
verlangen? Irgendwas stimmt doch da nicht...
@ JPM
> Umgekehrt dürfen von einem Ingenieur, der Budgetverantwortung hat, ein> paar Grundlagen der BWL verlangt werden.
Ja, und dazu hat er sich dann auch das entsprechende Wissen angeeignet.
Geht das auch umgekehrt? Laß doch mal einen BWLer dem Kunden ein neues
Produkt möglichst genau erklären, wenn der Kunde mit Fachfragen kommt.
Da ist selbst beim Wirtschafts-Ing schnell Schluß. Aber ja: Der muß das
ja nicht wissen!
Warum wird von euch hier zweierlei Maß angelegt?
Was berechtigt einen BWLer dazu, nur weil er evtl. mit Geld umgeht und
dies möglicherweise gewinnbringend einsetzt, irgendwelche Boni
einzustreichen? Bekommt ein Ing von Haus aus Boni, wenn er eine Sache
elegant löst? Jeder hat sein Handwerkszeug, aber es wird verschiedenes
Maß angelegt. Beim Ing wird's erwartet, beim BWLer ist's aber was ganz
großes...
Tja, eine Art von Bonus bekommen auch Ingenieure (Wiedeking,....). Die
Unternehmen sind nun einmal darauf ausgerichtet möglichst viel Gewinn zu
machen und der Bonus ist eine Art Belohnung. Das er auch in Krisenzeiten
gezahlt wird, liegt an der Vertragsgestaltung.
Na bitte, jetzt hack nicht immer auf den Boni rum ^^
Nur weil die Banker und höheren Manager Freude am Geld verdienen haben,
sacken nicht gleich alle BWLer masslose überzogene Bonis ein.
Lt. Antidiskrimierungsgesetz u.v.m. werden Frauen eben noch mehr als
früher "bevorzugt" eingestellt, bei "gleicher Qualifikation".
Gönnt es ihnen doch einfach !
In der Bundesregierung wird das doch auch erfolgrecih praktiziert:
1.) Fr. Dr. hat 'nen Doktor, wie ihr Ziehvater.
2.) Sie hat einen guten Draht zur "Wirtschaft", wie jede Marionette.
3.) Sie hat ähnlich, wie ein früherer Aussenminister, im
antikapitalistischen Widerstand "gearbeitet":
ersterer warf Steine auf Bonzen, ( traf nur leider nicht immer, rutschte
aus wg. seiner Billig-Turnschuhe),
(aller?)-letztere sekretierte in der freiesten deutschen Jugend ...
Nein, nicht daß alle maßlos Boni einsacken, aber ihnen wird ganz schnell
Anerkennung gegeben, wenn sie auch nur das machen, was einfach nur ihr
Job ist und dabei auch nur ein ordentliches Arbeitsergebnis rauskommt.
So läuft das.
Ja JPM, schnell dahergesagt. Es liegt immer an der Vertragsgestaltung.
Genau so liegt's auch an selbiger, wenn in selbigen Krisenzeiten von den
anderen Angestellten der Firma unverblümt Lohnzurückhaltung gefordert
wird. Mit welchem Recht?
Und noch zum Ursprungsthread und dem Vorposter:
Mit Frauen in Führungspositionen ist's wohl genau so wie mit den Kerlen:
Es gibt solche und andere. Ich habe auch mit hochnäsigen und coolen in
diesen Bereichen Kontakt gehabt. Es liegt alles am Menschentyp und wie
man sich denen gegenüber verhält. Natürlich gibt's auch Unterschiede
durch die verschiedene Psyche der Geschlechter - Zickenterror bei
Frauen, bei Männern Machtspiele etc. Wenn man sich drauf einstellt,
gibt's keine Probleme.
Ich kenne Frauen, die sich den Doktortitel verdient haben und andere,
die leichter dran gekommen sind. Genau das selbe kenne ich aber auch bei
Männern. Da gibt es keine Unterschiede.
> Ich persönlich würde auch auf die mir vertraglich zugesicherten> Zahlungen bestehen, da das Unternehmen im Gegenzug auch erwartet,> dass ich meinen Pflichten nachkomme.
Wenn du aber diesen Vertrag mit deinem Amigo geschlossen hast,
der über das Geld nur verfügte, es ihm aber nicht gehörte,
und es kommt jemand hinter eure Mauscheleien,
dann ist es angemessen, beide vor den Richter zu stellen.
Daß die Bezüge von Vorständen und Aufsichtsräten nicht nach
dem Wert der Arbeit, sondern der maximalen Ausnutzung der
'Gestaltungsmöglichkeit' ausgerichtet sind, ist offensichtlich.
Wenn man nun so einen Gewährenden vor den Richter stellt,
sollte es nicht so schwer sein, ihm nachzuweisen, dass es
jemand anderen gegebene hätte, der den Job des Vorstandes oder
Aufsichtsrates besser gemacht hätte und billiger gewesen wäre.
Und daher hat der das Geld der Firma strafbar veruntreut.
Jede normale Beschaffung, jeder normale Job einer Putzfrau,
wird ausgeschrieben um die billisgte zu finden. Nur Vorstände
und Aufsichtsräte nicht, die bekommen den Job im Dutzend
zugeschoben. Da brennt's doch schon.
Leider finden solche Prozesse in Deutschlad nciht statt,
hier wird nicht mal nach § 93 und § 116 Aktiengesetz
verurteilt, weil die Amigos sich schützen und der normale
Bürger nicht Klagen darf. Bananenrepublik.
> Bei einigen klappt es auch. Josef Ackermann von der Deutschen Bank hat> im Jahr 2008 nur € 1,39 Mio verdient.
Ich hole gleich 'ne Packung Taschentücher, so muß ich den leidtragenden
Herrn Ackermann da bedauern.... Der aaarme Mann....
Wenn einer ein paar jahre zuvor schon hunderte Millionen abgeräumt hat,
sich ein ordentliches Leben bis zum Sanknimmerleinstag ohne jegliche
Geldsorgen machen kann, seine Arbeit vielleicht eher aus - sagen wir -
Hobbygründen macht und dann mal auf 10 bis 20 Millionen verzichtet,
findest du das eine großartige Leistung? Sag das mal einem $BAUARBEITER,
der sich 40 Jahre krumm schuftet, vielleicht gerade so mit mickrigen
25.000 p.a. (oder weniger) herumkrebst und am Lebensabend noch
Sozialhilfe beantragen muß, weil die Rente nicht reicht. Dir selber
ist's noch nicht dreckig ergangen, daß du so solche Leute huldigst.
> Ich persönlich würde auch auf die mir vertraglich zugesicherten> Zahlungen bestehen, da das Unternehmen im Gegenzug auch erwartet, dass> ich meinen Pflichten nachkomme.
Welche Pflichten hat denn der Herr Bankdirektor? Der macht doch auch nur
seine Arbeit wie jeder andere! Er sitzt eben an der Spitze und hat den
abstrakten Blick für die Ausrichtung des Unternehmens, bekommt
Luxusdienstreisen und sämtliche Kosten vom Unternehmen bezahlt. Alles
Weitere wird delegiert. Warum hat der dann plötzlich Anspruch auf so
viel Gegenleistung?
Solarier schrieb:
> @ Chris D.>>> Ich denke, die meisten BWLer könnten sich auch in Inf/Ing-Mathematik>> einarbeiten. Sie müssen es halt nicht - ist doch ok.>> Aber von den Ings willst du das BWL-Wissen als selbstverständlich> verlangen? Irgendwas stimmt doch da nicht...
Nö. Wo habe ich verlangt, dass Ingenieure BWL-Wissen haben müssen?
Wenn jemand mit seinem Laborposten zufrieden ist, gibt es dazu keinen
Grund. Ist doch ebenso ok.
(Spätestens bei Selbstständigkeit sollte man allerdings kaufmännisches
Wissen haben. Das gilt selbstredend nicht nur für Ingenieure.)
Chris D.
Oh sorry Chris, habe dich wohl fälschlicherweise in eine Schublade mit
JPM und einem der Gäste gesteckt, der behauptete:
Gast (Gast)
> Wenn es aber um wirtschaftliche Zusammenhänge auf Baumschul-Niveau geht,> dann wird es bei dieser Elite sehr schnell zappenduster.
Da fällt mir noch auf, daß ich weiter oben auch "Zefix"
fälschlicherweise zitiert habe, aber "Ein Ing" gemeint war. Das ist mir
jetzt aber peinlich \rotwerd/. Dafür muß ich mich förmlich
entschuldigen. Sorry für das falsche Zitat! Tut aber der Sache keinen
Abbruch.
Allerdings ist mir noch kein BWLer untergekommen, der sich mit
Ing-Themen ernsthaft beschäftigt hätte. Umgekehrt ist das üblich und
wird von Arbeitgebern / BWLern sogar erwartet.
Wer eine fundierte Ausbildung hat, kann den BWL-Kram allemal noch
erlernen. Was ich aber problematisch finde, ist die massive
Überbewertung von BWLern, die mit dem Geld anderer umgehen, weil das ihr
Job ist, und von BWL-Wissen, das als hohe Kunst und Grundlage allen
Wirtschaftens hingestellt wird.
Und noch etwas:
Wie kann ein BWLer wie - sagen wir - Herr $MIDDELHOFF (Bertelsmann, AOL,
Arcandor) bei so vielen verschiedenen Unternehmen leitend tätig sein,
die sich in ihrem Betriebszweck so stark voneinander unterscheiden?
Versteht man, wenn man bei einer Druckfirma gearbeitet hat, plötzlich
was von Tourismus, Versand- und Einzehandel? Wie kann das sein?
Ich glaube, ich brauche erstmal 'nen Kaffee...
> Welche Pflichten hat denn der Herr Bankdirektor? Der macht doch auch nur>seine Arbeit wie jeder andere!
Und deshalb soll er auch, wie jeder andere, bekommen was in seinem
Arbeitsvertrag steht. Aber wer auch immer seinen Lohn mit ihm
ausgehandelt hat gehört gefeuert, weil er die Firma bedenkenlos um
erhebliche Beträge erleichtert.
Komme doch erstmal an die Spitze eines Unternehmens. Das haben schon
viele versucht und sind gescheitert. Du vergisst, dass es eine Menge
Fleiß und Talent kostet, bis du erstmal im mittleren Management tätig
bist. Danach kann es in der Tat vielleicht einfach werden, weil dann
sehr viel über Kontakte läuft, aber bis dahin....
Die Millionengehälter finde ich übrigens nicht unbedingt unanständig, da
sich häufig auch die Gewinne im dreistelligen Millionenbereich und
darüber befinden.
@Daniel
Auf der Börse zocken bestimmt nicht! Was genau verstehst du unter dem
Begriff "zocken"?
JPM schrieb:
> Die Millionengehälter finde ich übrigens nicht unbedingt unanständig, da> sich häufig auch die Gewinne im dreistelligen Millionenbereich und> darüber befinden.
Die Gehälter bewegen sich komischerweise auch dann in diesem Bereich,
wenn die Firma Millionen an Verlusten macht :-(
> Die Gehälter bewegen sich komischerweise auch dann in diesem Bereich,> wenn die Firma Millionen an Verlusten macht.
BWL-er(-innen) rechnen halt immer mit BETRÄGEN ...
Das ist das Fixgehalt, der variable Teil schrumpft dann auf Null.
Übrigens, nicht nur die Chefs beziehen weiterhin ihr Gehalt bei
Gewinneinbrüchen, sondern auch die Mitarbeiter!
> Komme doch erstmal an die Spitze eines Unternehmens. Das haben schon> viele versucht und sind gescheitert.> Du vergisst, dass es eine Menge Fleiß und Talent kostet, bis du erstmal im >
mittleren Management tätig bist.
Glaubst du, andere sind nicht minder fleißig? Die bekommen dann aber nur
einen Bruchteil solcher Bezüge. JPM, du erzählst hier nicht im Ernst das
Märchen vom "nach oben arbeiten", oder? Sowas läuft vielmehr über
Golfclubs und Verwandtschaft. Von Anfang an! Wie wird man nochmal am
Beispiel Wiedeking sofort vom promovierten wissenschaftlichen
Mitarbeiter einer Uni aus dem Stand Referent eines Vorstandes - ohne
Wirtschaftserfahrung?? Nichtmal Abteilungsleiter im Unternehmen, nein,
gleich auf den Posten. Ich wette mit dir, daß das bei 99% der Leute
nicht über Fleiß läuft. Behalt deine Geschichten.
> Die Millionengehälter finde ich übrigens nicht unbedingt unanständig, da> sich häufig auch die Gewinne im dreistelligen Millionenbereich und> darüber befinden.
Und was bekommt der kleine Angestellte davon, der auch am erwirtschaften
des Gewinns beteiligt war? Der guckt in den Mond. Was genau hat der Herr
Bankdirektor (tm) selbst an dem Gewinn mit "eigener Arbeit"
erwirtschaftet? Und das ist nicht unanständig? Geht's noch?
Wäre übrigens nett, wenn der Herr Bankdirektor A**ermann vor den Kadi
käme. So wie der seine Weste mittels Geschäften mit der IKB und der
unverblümten Politikbeeinflussung bei der HRE reingewaschen und den
Steuerzahler in die Pfanne gehauen hat. Der Strahlemann bleibt eben
immer auf der Sonnenseite des Lebens...
Der Mann jedenfalls verstand und versteht heute immer noch, was der
Begriff "auf" bzw. "an" der Börse zocken bedeutet. Gezockt hat er auch
mit der IKB. Gewonnen hat er - mindestens 10 Mrd EUR verloren hat der
Steuerzehler. Das versteht man unter zocken - aber mit ungleichen
Voraussetzungen! Man sieht also, daß die BWLer der IKB so manche
berufliche Defizite hatten.
<Zitat>
"Commerzbank macht fast 750 Millionen Verlust"
Die Eingliederung der Dresdner Bank hat laut Strutz bereits zu einem
deutlichen Arbeitsplatzabbau geführt. Bis dato seien gut 1800 Stellen
gestrichen worden, sagte der Finanzvorstand. "Damit sind wir schneller
als geplant vorangekommen." Insgesamt sollen 9000 Stellen wegfallen,
6500 davon in Deutschland. Ende Juni arbeiteten noch knapp 66.500
Menschen im Unternehmen, fast drei Viertel davon im Inland.
Die vom Staat mit 18,2 Milliarden Euro Kapital sowie Garantien gestützte
Bank stößt nach der Übernahme der Dresdner Bank Anfang des Jahres auch
zahlreiche Beteiligungen ab, um sich auf das Kerngeschäft zu
konzentrieren
</Zitat>
Quelle: Spiegel.de
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,640749,00.html
Das sind rund 13,5% der Belegschaft bzw. BWL-gerecht 9000
"Kostenstellen". Bleiben noch 86,5% "Human Resources" zur Herstellung
von "Finanzprodukten". Die Commerzbank hat 18 Mrd EUR Staatshilfen
erhalten und sich damit die Übernahme der DreBa finanzieren lassen.
Sorry JPM, aber du liegst hier irgendwie falsch. Weise die Entlassenen
bitte genau darauf hin, daß Herr Ackermann "...nur € 1,39 Mio
verdient..." Er hat den Gürtel ja mächtig eng geschnallt. Müssen eben
alle mitziehen...
Gute Nacht noch.
Ich glaube dass das BWL Studium - wie jedes anderes Studium -
anspruchsvoll ist und nicht einfach zu erlernen ist. Man versucht dort
wissenschaftlich vorzugehen, wie in jedem anderen Studium auch.
Schrott dagegen sind diese ganzen MBA (Master of Business
Administration) Schulen wo Topmanager nach Schema F "generiert" werden.
Deren Absolventen sitzen in den Chefetagen und richten langsam aber
sicher - auch nach der Finanzkrise - die Weltwirtschaft zugrunde. Grund
dafür ist die Ausrichtung auf kurzfristige Renditen (auch ein möglicher
Grund für niedrige Ingenieursgehälter und mangelnde Arbeitsplätze im
Ingenieurswesen). Gewiss gibt es Ausnahmen, aber im Moment sieht es
nicht so danach aus.
schrott schrieb:
> Ich glaube dass das BWL Studium - wie jedes anderes Studium -> anspruchsvoll ist und nicht einfach zu erlernen ist. Man versucht dort> wissenschaftlich vorzugehen, wie in jedem anderen Studium auch.
Dass man es versucht, bezweifel ich nicht einmal. ;-)
Und wo liege ich falsch??
Wenn das alles Versager sind, warum sind nicht so Leute wie du und ich
an der Spitze eines Großkonzerns? Einige unterschätzen hier, wie schwer
es ist einen Konzern zu leiten. Der Arbeitsplatzabbau geschieht ja auch
nicht auf Wunsch von Herrn Ackermann, dahinter stecken andere. Letztlich
sichert er nur seinen Arbeitsplatz und wenn er nicht für Einsparungen
sorgt, dann eben jemand anderes.
JPM schrieb:
> Und wo liege ich falsch??
Du liegst in Deiner Aussage falsch:
> Übrigens, nicht nur die Chefs beziehen weiterhin ihr Gehalt bei> Gewinneinbrüchen, sondern auch die Mitarbeiter!
Und wie bewiesen bei der Commerzbank, bezieht ein ordentlicher Teil der
Belegschaft eben kein Gehalt mehr vom Arbeitgeber. Wieviele Chefs sind
denn gegangen?
> Einige unterschätzen hier, wie schwer es ist einen Konzern zu leiten.
Das bezweifle ich nicht. Aber ich zweifle ernsthaft an der Kompetenz der
Leute in diesen Positionen zu nachhaltigem Wirtschaften. Was ist von
einem Bankdirektor (tm) zu halten, der für sein Unternehmen allen
Ernstes einen Gewinn von 25% will (und schließlich auch bekommt), wo
dieser Betrag üblicherweise bei max. um die 10% liegt? Die 25%
korrelieren nichtmal mit dem ureigensten Geschäft der Bank, dem
Zinsgeschäft. Sag mir bitte, mit welchen Geschäften solche Renditen zu
erlangen sind, wenn nicht mit Zockerei. Und daß man dabei auch schnell
mal sein Unternehmen verzockt, kann man sich mit BWL-Abschluß offenbar
nicht denken. Zuerst die mystischen Kräfte des ach so hoch gelobten,
liberalisierten Marktes preisen und von Politikfreunden die Regulatorien
niederreißen lassen und dann, wenn die eigene Bude durch
Selbstverschulden baden geht, wieder nach dem Staat rufen. Irgendwie
sehe ich da nichts von Fähigkeit und Kompetenz, ein Unternehmen leiten
zu können. Und das mit eben jenem tollen BWL-Abschluß und doch ach so
viel Erfahrung, um erstmal an die Spitze zu kommen.
> Letztlich sichert er nur seinen Arbeitsplatz und wenn er nicht für> Einsparungen sorgt, dann eben jemand anderes.
Aha, so ist das. Sollte man aber nicht als Geschäftsführer auch für
Arbeitsplatzsicherung der Angestellten sorgen? Sowas wie soziale
Verantwortung wird eben bei BWL nicht gelehrt.
> Wenn das alles Versager sind, warum sind nicht so Leute wie du und ich> an der Spitze eines Großkonzerns?
Nicht die richtige Verwandtschaft oder die richtigen Freunde?
So einfach ist der Weg an Spitze leider nicht. Der Chef von der Coba war
zuerst bei McKinsey und hat es bis zum Partner geschafft. Hast du eine
Ahnung, was das bedeutet??
Übrigens, was du so salopp "Zockerei" nennst, ist u.a. das Bereitstellen
von Kursen und ermöglicht erst den Handel von Wertpapieren.
"Aha, so ist das. Sollte man aber nicht als Geschäftsführer auch für
Arbeitsplatzsicherung der Angestellten sorgen? Sowas wie soziale
Verantwortung wird eben bei BWL nicht gelehrt."
Eine AG hat KEINEN Geschäftsführer!!
Solarier hat teilweise recht...
...aber JPM auch.
Sobald die BWLer an die Arbeit gehen, müssen Sie Gewinn machen und auf
Teufel komm raus hohe Renditen erwirtschaften. Am besten geht dies, wenn
Sie Leute rausschmeissen, Zocken oder sonstigen Unsinn fabrizieren.
Einfach mal an einer Uni in eine BWL Übung gehen:
"was war nochmal Zähler und was Nenner?"
"wie findet man nun die Ableitung von 3x²?"
(Natürlich gibt es auch BWL Studenten die das können und sehr clever
sind. Nur gefordert wird das dort nicht...)
thb schrieb:
> (Natürlich gibt es auch BWL Studenten die das können und sehr clever> sind. Nur gefordert wird das dort nicht...)
Das sind dann wohl eben auch nur jene, die sich Ihres Handelns bewußt
und zu ganzheitlichem Denken fähig sind. Derer gibt es aber leider nicht
viele.
JPM schrieb:
> Der Chef von der Coba war zuerst bei McKinsey und hat es bis zum Partner> geschafft. Hast du eine Ahnung, was das bedeutet??
Dazu Zitat Wikipedia:
<Zitat>
Martin Blessing stammt aus einer Bankiersfamilie und legte sein Abitur
an der Bischof-Neumann-Schule in Königstein im Taunus ab. Sein Großvater
Karl Blessing war Präsident der Bundesbank, sein Vater Werner Blessing
war Mitglied des Vorstandes der Deutschen Bank. Nach dem Abschluss einer
Lehre als Bankkaufmann bei der Dresdner Bank studierte er BWL an der
Universität Frankfurt und der Hochschule St. Gallen von 1984 bis 1987.
</Zitat>
Ja, jetzt weiß ich, was das bedeutet. Erzähle mir bitte, daß er es
unheimlich schwer hatte, an diese Spitzenpositionen vorzurücken mit
diesem familiären Hintergrund.
<Zitat>
Steckbrief
Klaus-Peter Müller
...
Dem CDU-Mitglied Müller, dessen Vater Peter in den 60er Jahren
Oberbürgermeister von Düsseldorf war, wird ein guter Draht zur Politik
nachgesagt.
...
</Zitat>
Quelle:
http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,564794,00.html
Aha, das war dann wohl auch eine Position, die der sich mit Fleißarbeit
bei unzähligen Nachtschichten verdient hat, wenn auch "nur"
Aufsichtsratsvorsitzender.
Ich kann mir nicht vorstellen, wie einer mit einfacher Bankenlehre vom
einfachen Angestellten zum Filialleiter und dann zur Spitzenperson einer
Großbank wird, wie z.B. auch Hilmar Kopper - Deutsche Bank,
Peanuts"-Ausspruch. Jeweils mit Umweg über New Yorker Filialen der
Banken. Wenn es auch 20, 30 Jahre gedauert hat. In anderen Positionen
wird auf den Doktortitel gepocht. Hier tippe ich auf ein Zusammentreffen
mit den jeweils "richtigen" Personen. Das hat nur in untergeordneter
Weise mit Eigenleistung zu tun. Daß der Herr Kopper auch nicht die Blüte
im Bankengeschäft war, hat er ja bewiesen mit den Kapriolen um das
Imperium von Dr. Jürgen Schneider. Die Kredite wurden durch diverse
Vergnügungsabende in dessen "Wohnschlößchen" bewilligt - ohne einen
Blick auf die Geschäftsrisiken bzw. -zahlen.
Mir scheint, daß die meisten Leute die Mär vom fleißigen Angestellten,
die über derlei Image-Blätter wie Manager Magazin, WiWo usw. verbreitet
wird, unreflektiert schlucken und sich denken, mit Eigenleistung an
solche Positionen kommen zu können. Wieviele scheitern unterwegs am
Herzinfarkt, weil sie gar keine reale Chance auf die Posten haben?
JPM, ich wünsche dir viel Spaß auf deinem Weg - und immer ein objektives
Bild von der Welt!
Beweise!! Nur weil sie Leute mit Einserschnitt einstellen? Dort gibt es
sogar eine Faustregel, die wie folgt lautet:
(Abiturnote+ Note Vordiplom+ Abschlußnote) < 5
JPM schrieb:
> Beweise!! Nur weil sie Leute mit Einserschnitt einstellen? Dort gibt es> sogar eine Faustregel, die wie folgt lautet:> (Abiturnote+ Note Vordiplom+ Abschlußnote) < 5
Und wen bitteschön interessiert die Vordiplomsnote? Die findet nicht mal
den Weg ins Diplom-Zeugnis.
Autor: gaga-gast (Gast)
Datum: 13.08.2009 11:42
>>Und wen bitteschön interessiert die Vordiplomsnote? Die findet nicht mal>>den Weg ins Diplom-Zeugnis.
Bei einem Freund von mir (Dipl.-Ing. Tech. Inf.) wurde das
Vordiplomzeugnis bei 50% der Bewerbungen verlangt.
Also scheint es welche zu geben, die die Vordiplomnote interessiert.
Das war bei uns höchstens bei Bewerbungen zum Pflicht-Praktikum
innerhalb des Studiums von Nöten.. Ansonsten nur der "Darf-Schein", um
im Haupt-Diplom weiter zu studieren. schulter zuck
Ich wollte nur damit sagen, dass verschiede Firmen verschiede Geschmack
haben :)
Einige Hochschulen stellen glauben ich auch einen Notenspiegel mit
Anzahl der Versuche, obwohl das Fach schon bestanden wurde.
Aber jetzt sind wir noch ferner vom Thema .....
Mal so aus reinem Interesse, wo bekommt man diesen genialen Titel
"dipl.-ing. tech. inf." verliehen?
(Und warum gab´s bei uns als Ingenieur-Informatiker nur "dipl. inf." :(
)
Das hab ich nur geschrieben, damit das Fach klar wird :)
Wie der Grad (nicht Titel?) genau lautet weiss ich auch nicht.
Er ist jedenfalls Dipl.-Ing. und hat Technische Informatik an der TU
Berlin studiert.
> Einige unterschätzen hier, wie schwer es ist einen Konzern zu leiten.
Niemand unterschätzt,
wie schwer es ist, Kind eines Politikers oder Bankiers zu werden,
wenn man nicht schon so geboren wurde.
Als Konzernlenker ist wichtig, wie gut dein Draht in die Politk oder zu
Konkurrenten in der Branche ist. Fachwissen ist, in welchem Golfclub man
sein muss, und wie die Telefonnummer der Kanzlerin lautet.
Das ist typisches Bildzeitungswissen. Aber gerade diese Zeitung scheint
bei den meisten Ingenieuren und Technikern sehr beliebt zu sein.
http://www.zeit.de/2006/05/Portrait_Kleinfeld
Ja Kleinfeld ist ein vorbildlicher Manager.
Er schmeißt 5000 Leute raus damit er das Gehalt des Siemens Vorstandes
um 30% erhöhen kann. Sein eigenes Gehalt erhöhte er sich dadurch von 3.2
Millionen € auf 4.3 Millionen €.
JPM - merkst du, daß du hier substanziell nicht viel zur Sache
entgegenzubringen hast, um dein Emporheben der BWL und dieser
überbezahleten "Lenker" (tm) zu untermauern? Verteidige deinen
Standpunkt doch mal anständig! Mit stichhaltigen Argumenten, um hier
eventuelle Spkulationen meinerseits auszuräumen. Bisher kamen von dir
nur unbedeutende Schnipsel. Ich bin gespannt...
Wenn du die "Zeit" als Bildzeitungswissen betitelst, wie nennst du dann
erst jenes "manager magazin", auf die sich der Artikel auch bezieht? Du
glaubst denen die Glorifizierung ihrer Ikonen bzw. Lenker (tm)?
Nebenbei, noch:
Nicht so arg viele wollten unsere Fr. Dr. A. aus der Uckermark,
wenigstens VORHER ... ?
Wie auch immer, SIE wird's wieder machen ...
"Hauptsache, enn' Mädche !", so fabulierte nicht nur Alice Schwarzer ...
Es scheint mir doch sehrm dass Du ein Geschlechterproblem hast,
Nun da kann ich voll mitfühlen, das hatte ich auch, aber das liegt wohl
so ca. 30 Jahre zurück, und war vor meiner Pupertät.
Damals hatte ich auch die Einstellng Mädchen sind doof... und habe dies
auch kundgetan, was wieder bei den Mädchen nicht richtig ankam udn die
Barriere noch vergrößerte.
Nun ist es anders, ich kann mir sehr gut vorstellen eine Chefin zu
haben,
Nur, fachliche und soziale Kompetenzen sollten schon vorhanden sein.
Das ist bei der einen oder anderen sicher gegeben,
Bei manchen männlichen Vorgesetzen ist hier ein Defizit feststellbar.
Also, nach meinem dafürhalten Eher Dein Problem, oder ein Problem der
zwischenmenschlichen Beziehung, Symphatier und Antipathie sind
artverwandte Worte.....
also, als Mann nicht Bockig sein, udn wenn eine Zicke zickt, ignorieren
oder mit einem freundlichen Lächeln auf dem Mund entgegenhalten und
nicht die bel. Leberwurst spielen. das hilft Dir nicht, der Firma nciht
und den anderen Kolleg/in/en ebenso wenig.
ciao
https://www.xing.com/profile/Thomas_Lamparter4 einer der immer versucht
mit männlein und weiblein auszukommen, den Sreit immer in der Sache
sucht und nicht in der Person.
Die "Zeit" ist mit Sicherheit intellektueller als die größte
Tageszeitung Deutschlands.
Was hast du denn substanziell zu bringen? Ich hebe auch nicht unbedingt
BWLer empor, viele AG´s werden auch von Technikern geleitet.
Du versuchst permanent diese Leistung kleinzureden und kommst immer mit
Argumenten wie "kennt die richtigen Leute, usw.". Das ist schon sehr,
sehr weltfremd.
Vermutlich bist du noch nicht mal in der untersten Führungsebene eines
Unternehmens, denn dann würdest du wissen, wovon ich rede.
> Was hast du denn substanziell zu bringen?
Ich habe dir zugängliche Quellen zitiert, die deine Aussage zur
Gehaltsfortzahlung für einfache Angestellte gegenüber "Lenkern" (tm)
widerlegen, Quellen, die den berechtigten Verdacht nahelegen, daß Leute
nicht mit eigener Leistung in Spitzenpositionen aufgestiegen sind. Und
was bringst du? "...weißt du, wie schwer es ist, ins Management zu
kommen...?"
> Ich hebe auch nicht unbedingt BWLer empor, viele AG´s werden auch von> Technikern geleitet.
Doch, du hebst sie in den Himmel mit deiner Aussage:
>> Warum kein Bwler nebenher E-Technik, Maschinenbau oder sonst was>> studiert, dürfte doch klar sein: Es wird von ihm nicht verlangt!>> Umgekehrt dürfen von einem Ingenieur, der Budgetverantwortung hat, ein>> paar Grundlagen der BWL verlangt werden.
Es wird eben nicht verlangt. Die anderen haben sich den BWLern
unterzuordnen. Warum? Stehen BWLer über Technikern etc? Wenn du von
einem Ing wenigstens die Grundlagen in BWL verlangst, kann ich dann von
einem BWLer wenigstens das Ohmsche Gesetz, die Berechnung des
mechanischen Moments und den Energieerhaltungssatz etc. verlangen? Er
muß doch wissen, was er verkauft bzw. mit was sein Arbeitgeber da
überhaupt Geld verdient. Du legst hier zweierlei Maß an und zur
Begründung beziehst du dich darauf, daß es eben so verlangt wird, punkt.
Ist das ein ordentliches Argument?
Gib mir eine ordentliche Begründung, warum ein Bankdirektor oder
Sportwagenkonzerndirektor so unermeßlich viel Geld bekommen gegenüber
einem einfachen Angestellten! Leisten diese Lenker Übermenschliches, um
zu so einer Entlohnung berechtigt zu sein? Wäre eine Deckelung von z.B.
500k EUR unverhältnismäßig? Wenn sie so viel übermenschlich arbeiten,
haben sie dann überhaupt noch Zeit, das Geld auszugeben? Natürlich, du
begründest das mit der Vertragsgestaltung, punkt. Damit bist du fertig.
> Du versuchst permanent diese Leistung kleinzureden und kommst immer mit> Argumenten wie "kennt die richtigen Leute, usw."
Ich rede hier nicht von Geschäftsführern mittlerer Unternehmen, die sich
die Beine ausreißen, um ihr Geschäft zu führen. Nein, ich rede von den
selbsternannten Lenkern (tm) und Eliten (tm), die sich durch
unermeßliche Gier und Reichtum abheben wollen und dann Legenden erfunden
und in einschlägigen Medien verbreitet werden, um deren "ach so
übermäßige Leistung und deren schwerer und steiniger Weg an die Spitze"
und damit die Berechtigung zu maßlosem abkassieren erzählt werden. Du
nimmst das offenbar unreflektiert an und damit ist die Legende wahr.
Daß du nicht mitbekommen hast, wie die Banken (und damit ihre Lenker) -
und auch die größte in deutschen Landen - mit wahrhafter Zockerei ihr
Geld gemacht und den Steuerzahler (vermutlich auch dich) aufs Übelste
betrogen haben, du das aber mit:
>>Übrigens, was du so salopp "Zockerei" nennst, ist u.a. das Bereitstellen>>von Kursen und ermöglicht erst den Handel von Wertpapieren."
abtust, zeugt davon, daß du dich nicht in der realen Welt damit
auseinandergesetzt hast. Und dann sagst du zu mir:
> Das ist schon sehr, sehr weltfremd.
Nein, das ist Erfahrung und die richtige Interpretation von
Informationen. Geschichten, die das Leben lehrt.
> Vermutlich bist du noch nicht mal in der untersten Führungsebene eines> Unternehmens, denn dann würdest du wissen, wovon ich rede.
Vielleicht will ich da auch nicht hin? Dann wäre ich bestimmt auch
verblendet von Manager-Fachmedien und deren Geschichten!? Würde dem SAP
und dem EBIT huldigen und täglich den Hintern des nächst Höheren
polieren, um bloß auf dem Treppchen weiter hoch zu kommen. Kann ja sein,
daß man demnächst an die Spitze rutscht. Vielleicht nur noch ein Jahr,
oder zwei, oder drei...
Möge der Geist McKinseys auf allen deinen Wegen mit dir sein, denn der
ist das Maß aller Dinge.
Interessant, die Auflistung einiger Daten aus Quellen wie Wikipedia
(aber das Managermagazin taugt nichts....) ist für dich als
substanziell?
Du nennst mir zwei oder drei Leute, deren Verwandschaft entsprechende
Positionen bekleidet bzw. bekleidet hat.
Und das ist der entgültige Beweis, dass man nur mit guten Kontakten zu
so einer Position kommt? Selten so gelacht. Schon ein einziger
Gegenbeweis (der mit Klaus Kleinfeld) hat deine ganze "Theorie" ins
Wanken gebracht.
Diese Gehälter sind letztlich auch eine Art "Belohnung" für die
bisherigen Entbehrungen (Freizeit, Familie). Der gewöhnliche
Angestellte, verläßt in der Regel um 18h das Bürogebäude, hat am
Wochenende frei, keine oder eine sehr geringe Budgetverwantwortung,...
Darüber würde ich einmal nachdenken.
Und warum sollte ein BWler auch über technisches Grundlagenwissen
verfügen müssen? Er wird niemals Hauptabteilungsleiter im Bereich F&E
werden, da hat er andere Tätigkeitsfelder. Von Technikern werden
Grundlagen im Bereich BWL auch nur bei Positionen verlangt, die
Budgetverantworung beinhalten. Ansonsten eher nicht.
Und extra für dich noch ein kleines "Schmackerl":
http://www.theglobeandmail.com/report-on-business/blackstone-ceo-tops-pay-list/article1251785/
Und noch ein Link zum Thema Kapitalmärkte bzw. Börse:
http://www.youtube.com/watch?v=gxhUwfEVlXM&feature=related
Was hast du mir mit Kleinfeld "bewiesen"? Er hat nach eigener Aussage
"...immer schon gearbeitet...und mit 12 Jahren Supermarktregale
eingeräumt..." Und - machen andere das nicht auch und bekommen im Leben
trotzdem weniger, auch wenn sie sich die Beine abwetzen und genau so
schlau sind? Und der große Sanierer Kleinfeld macht eben das, was BWLer
eben so machen - "das Geschäft auf Kernkompetenzen beschränken", sprich
verkaufen. Vielleicht kannst du mir ja verraten, auf welchen Golfplätzen
er seit seinem Studium bisher gespielt hat und wer da noch Mitglied ist?
Da geht's eben nicht um die direkte Verwandtschaft, aber vielleicht um
einen "Ziehvater"? Was hast du hier ins Wanken gebracht?
> Diese Gehälter sind letztlich auch eine Art "Belohnung" für die> bisherigen Entbehrungen (Freizeit, Familie). Der gewöhnliche> Angestellte, verläßt in der Regel um 18h das Bürogebäude, hat am> Wochenende frei, keine oder eine sehr geringe Budgetverwantwortung,...> Darüber würde ich einmal nachdenken.
Oha, damit lehnst du dich aber weit raus. Frag mal einen Zeitarbeiter,
der sich selber um seine Unterkunft bei jedem neuen Arbeitgeber bzw.
Auftraggeber seines Sklavenhändlers kümmern darf, ob er täglich seine
Familie sieht bzw. jedes Wochenende und ob sein üppiger Lohn für die
Unterbringung reicht. Aber das sind ja laut Definition keine
Entbehrungen.
Warum sollte der gewöhnliche Angestellte auch länger arbeiten? Er
bekommt trotzdem nicht wesentlich mehr in der Lohntüte. Nach deiner
Aussage liegt das ja an der "Vertragsgestaltung".
> Er wird niemals Hauptabteilungsleiter im Bereich F&E werden, da hat er> andere Tätigkeitsfelder.
Darum geht es gar nicht. Es geht darum, daß er sich anständig mit einer
Fachabteilung unterhalten kann, wenn es etwas technisch wird und daß er
bspw. die technische Machbarkeit von Projekten richtig einschätzen kann.
Doch das sollen für ihn die anderen möglichst simpel erklären. Er hat
andere Fachgebiete.
Das manager magazin gehört genau wie dein youtube-Video zum
Spiegel-Verlag. Und der hat seine Glaubwürdigkeit schon lange verspielt.
Nicht nur durch seine Zugehörigkeit zu B*rtelsmann, sondern durch
jahrelange neoliberale Propaganda.
Daß du mir dein "Schmackerl" hinwirfst beweist mir, daß du das eben in
Ordnung findest, wie sich diese Lenker selbst bedienen. Du weißt nicht
oder verdrängst die Tatsachen, wie z.B. Blackstone sein Geld "verdient".
Du schaltest dein Urteilsvermögen aus, du erkennst die globaleren
Zusammenhänge nicht. Von Volkswirtschaft, sozialer Marktwirtschaft,
sozialem Frieden etc. hast du auch noch nicht viel gehört. Wie kann ein
einzelner Mensch in kürzester Zeit so viel Geld "verdienen", wie mehrere
hundert zusammen nicht? Das geht real nicht mit eigener Arbeit.
Ich habe auch mit Leuten zu tun gehabt, die im Studium Laplace und
Fourier usw. auswendig gelernt, aber nicht verstanden haben. Das waren
die Einserkandidaten, auch Überflieger genannt. Im Beruf, wenn's drauf
ankommt, haben die sich eher auf BWL-Themen auf Führungsebene verlagert.
Ganz kreative Köpfe, immer hip und immer viel heißes Gas vor sich
herproduzierend. Bullshit-Bingo (Buzzwords klopfen) gehörte zur
beruflichen Grundausstattung. Aber zwischenmenschliche und emotionale
Krüppel. Die guten Ings waren meist die anderen, die den Formelkram
verstanden und viell. viel schlechter abgeschnitten haben. Ich vermute,
du bist Führungskraft mit BWL-Themen!? Wenn das so wäre, möchte ich
nicht für dich arbeiten wollen. Dir fehlt einiges an einfachem Wissen
über volkswirtschaftliche Zusammenhänge, menschliche Psyche und ein
gesunder kritischer Verstand. Das und noch einiges mehr macht eine gute
Führungskraft aus.
Was will man sagen, nachdem ich die Diskussion jetzt mehrere Minuten
gelesen habe muss ich solarier recht geben ...
JPMs Ansichten sind etwas verquer und die "versuchten" Argumente
sind schlicht weg zu subjektiv und damit hinfällig ...
Du hast bisher leider auch noch nichts bewiesen!
Dein Beispiel mit dem Blackstone CEO läßt sich auch auf deine
"geliebten" Geschäftsführer übertragen. Diese verdienen zum Teil auch
das zehn- oder vielleicht sogar hundertfache wie der normale
Facharbeiter!
Und das ein kluger Geschäftsführer nicht mit seinem kompletten Vermögen
haftet, dürfte jedem gescheiten Menschen klar sein.
Mit Einserkanditaten hast du anscheinend sehr große Probleme. Vielleicht
wäre es besser, wenn du akteptieren würdest, dass sie dir und anderen
überlegen sind. Ich finde es schon sehr vermessen zu behaupten, dass sie
die Formeln nur auswendig gelernt und dann anschließend eine sehr gute
Note bekommen haben.
Deine Forderung nach technischen Grundlagenwissen für Ökonomen kann ich
nach wie vor nicht nachvollziehen. Wenn es um die technische
Realisierung von Projekten geht, wird es in der Regel so detailliert,
dass Grundlagen ihnen auch nicht weiterhelfen.
Umgekehrt werden je nach Position auch keine sonderlich hohen
Anforderungen an den Ingenieur hinsichtlich seiner BWL Kenntnisse
verlangt.
Und was hat das Video mit den Neoliberalen zu tun? Der Mann erklärt
objektiv die Abläufe an der Börse. Nichts anderes.
Aber solche Zusammenhänge scheinen dich auch nicht sonderlich zu
interessen. Wie kommst du eigentlich zu der These, dass ich keine Ahnung
von volkswirtschaftlichen Zusammenhängen besitze?
Deine Frage, womit ich mein Geld verdiene kann ich dir auch beantworten:
Ich handele seit Ende meines Studiums (ca. 5 Jahre) in
Eigenverantwortung Aktien im kurzfristigen Bereich (Minuten bis
Stunden).
Diese Leidenschaft habe ich erst im Studium festgestellt, sonst hätte
ich in der Tat eher VWL anstatt Mechatronik studiert.
Und die Argumente von Solarier sind objektiv, oder was?
Zu behaupten, nur weil Verwandte Kontakte im Bankenbereich besitzen,
erfolgreich zu sein, ist ebenfalls sehr gewagt.
Um erstmal ins Visier des Ziehvaters Heinrich von Pierer zu kommen,
bedarf es schon einer gewissen Leistung, aber darüber wird hier
großzügig hinweg gesehen.
Der Beweis, nur mit guten Kontakten eine Spitzenposition bekommen zu
haben, bleibt nach wie vor offen.
JPM schrieb:
> Der Beweis, nur mit guten Kontakten eine Spitzenposition bekommen zu> haben, bleibt nach wie vor offen.
Beweis: Solche Spitzenpositionen sind niemals öffentlich ausgeschrieben.
Ein normales Bewerbungsverfahren gibt es nicht. Somit muss das Ganze
über geschäftliche und/oder private Kontakte laufen, womit wir beim
Vitamin B wären.
q.e.d. :)
>Ich handele seit Ende meines Studiums (ca. 5 Jahre) in>Eigenverantwortung Aktien im kurzfristigen Bereich (Minuten bis>Stunden).
Also auf Deutsch, du zockst. Wahrscheinlich bildest du dir ein du
würdest dadurch etwas von Wirtschaft, Management oder sinnvoller
Geldinvestition verstehen; leider hat Intraday-Trading damit nichts zu
tun, da geht es nur darum dümmere Anleger (=Kleinanleger) auszuspielen,
genau wie bei Poker oder Fussballwetten. Solange du das
eigenverantwortlich machst ist das zwar kein besonders produktiver
Beruf, aber deine Sache. Nur leider kommen solche Leute oft in
irgendwelche Banken, und dann spielen sie statt mit ihrem eigenen Geld
mit dem anderer Leute...
Lieber Marc,
so einfach ist das leider nicht! Für eine Position als "Konzernlenker"
kommen wahrscheinlich nur Leute in Frage, die bereits eine ähnliche
Qualifikation besitzen oder eben die "Zweite Reihe". Demnach dürfte der
Kreis relativ klein sein und daher es wenig Sinn soetwas auszuschreiben.
Aber die Schwierigkeit besteht darin, erstmal in diesen Kreis zu kommen.
@Gast
Der Beitrag ist sachlich total falsch. Note sechs!
Liebe(r) JPM,
da haben wir wohl mächtig an deinem Ego gekratzt, was? Sorry, aber ich
kann mir ein genüßliches Lächeln leider nicht verkneifen. Das war dann
wohl ein Treffer genau in's Schwarze. Auf Daytrading hätte ich nicht
getippt, paßt jedoch zum Gesamtbild. Wie ich schon sagte: Die
Auswendiglerner, die sich auf BWL-Themen und Führungsebene verlagert
haben.
Ich sehe das so: Du blickst durch deine Trader-Brille auf die Welt. Was
sonst noch so passiert, kennst du maximal aus Bloomberg, ntv oder N24.
Klar, auch einschlägige Presseblätter. Daß der Wirtschaftsabsturz aber
zunehmend soziale Probleme erzeugt, hervorgerufen durch Zockerei mit
Luftpaketen, vergoldet mit phantastischen Gehältern für die Lenker und
Zocker, vor dem Zusammenbruch gerettet mit unvorstellbaren Geldsummen
durch Staaten, die Jahrzehnte daran abzahlen werden, das paßt nicht in
den Börsenticker. Aber Lenker XY hat auf seinen rechtmäßigen Bonus
mildtätig verzichtet - welch großartige Tat - das läßt ein Raunen durch
die Börsianer-Reihen gehen.
Daß du nicht viel von Volkswirtschaft verstehst, läßt sich daran
erkennen, daß du diese Zockergeschäfte - oder wie würdest du
Optionshandel, besser gesagt Kurswetten und Handel mit nicht besicherten
Aktien nennen - gutheißt. Die dadurch verlorenen Arbeitsplätze können
nun den Binnenhandel nicht mehr stützen. Damit dreht sich die Spirale
abwärts. Das volkswirtschaftliche Marktgleichgewicht ist gestört. Von
Leistungsbilanzen hast du sicher auch noch nie gehört, oder? Warum soll
ein hochbezahlter Lenker animiert sein, jemals sein Geld wieder
auszugeben, wo ihm doch ständig durch Zinsen Geld zufließt - für's
Nichtstun!? Es bekommt eben keiner jemals mehr etwas von dessen Geld ab.
Es fließt nicht in die Wirtschaft zurück. Klar, er verleiht es, aber
bekommt es immer wieder vergütet zurück.
Hast du übrigens auch am Trading mit Getreide Geld gemacht, während sich
die Leute in den Entwicklungsländern darum geschlagen haben?
> Der Beweis, nur mit guten Kontakten eine Spitzenposition bekommen zu> haben, bleibt nach wie vor offen.
Liefere du doch (mindestens) einen Gegenbeweis, um alle Vorurteile
auszuräumen!
> Für eine Position als "Konzernlenker" kommen wahrscheinlich nur Leute in> Frage, die bereits eine ähnliche Qualifikation besitzen oder eben die> "Zweite Reihe". Demnach dürfte der Kreis relativ klein sein und daher es> wenig Sinn soetwas auszuschreiben.
Ahja, klasse Erklärung. Wie klettert man gleich vom Filialleiter einer
Bank in die Vorstandsetage?
Deshalb kann wohl auch ein Lenker, der einen Baybywindelkonzern leitet
plötzlich einen mit Schwermaschinen leiten? Die können eben doch alles,
diese BWLer.
Glaubst du, daß deine Arbeit produktiv bzw. nützlich ist? Für dein Konto
vielleicht, aber für die Menschheit?
Das ist immer die gleiche Kerbe, in die versucht wird reinzuschlagen.
Irgendwie sehr lustig.
Warum soll ich einen Gegenbeweis liefern? Du hast bis jetzt auch noch
keine wirklich standhaften Argumente geliefert. Weder du noch ich sind
in der Lage, diese Sache entgültig beweisen, aber es dürfte doch evident
sein, dass ein gewisses Maß an Fleiß und Talent vorhanden sein muss, um
an die Spitze solcher Konzerne zu kommen.
Das Menschen, die sich für eher ökonomische Themen interessieren
"Auswendiglerner" sind, halte ich auch für sehr weit hergeholt. Wie
erklärst du dir, dass der ehemalige CEO von BMW (Helmut Panke) ein
Physiker ist? Und Jürgen Hambrecht, der aktuelle CEO von BASF ist
Chemiker. Beide Fächer gelten als sehr anspruchsvoll und sind wohl eher
mit Verständnis als mit Auswendiglernen zu schaffen.
Shortselling, ist eine gängige Methode um auch an fallenden Kursen zu
verdienen. Letztlich wird damit nur ein Trend nur beschleunigt und mehr
nicht. Gut positionierte Unternehmen werden dadurch nicht in Bedrägnis
gebracht.
Zocken ist übrigens der unkontrollierte Handel mit völlig falschen
Positionsgrößen. Ein guter Händler kennt sein Risiko BEVOR er eine
Position eröffnet.
Deine Rechnung mit den hochbezahlten Lenkern hat einen Schönheitsfehler.
Ein nicht geringer Teil des Einkommens wird versteuert und kommt damit
der Allgemeinheit zugute.
Mit Terminkontrakten auf Rohstoffe handele ich nicht, da die Auswahl im
Gegensatz zu Aktien sehr gering ist. Ob Spekulationen die Preise in die
Höhe treiben, ist alles andere als klar. Einzelne Händler sind mit
Sicherheit in der Lage Kursschwankungen zu provozieren, aber eher in
einem kleinen prozentuallen Bereich.
JPM wrote:
> Warum soll ich einen Gegenbeweis liefern? Du hast bis jetzt auch noch> keine wirklich standhaften Argumente geliefert.
Ich (wie auch viele andere hier) fand Solarier's Argumente mehr als
überzeugend. Er schreibt sachlich und faktenreich, du scheinst sehr
voreingenommen.
> Deine Rechnung mit den hochbezahlten Lenkern hat einen Schönheitsfehler.> Ein nicht geringer Teil des Einkommens wird versteuert und kommt damit> der Allgemeinheit zugute.
Ein Wort: Steuerparadies!
Für Reiche drücken Gemeinden und Staaten sehr gerne mal ein Auge zu ;)
> Shortselling, ist eine gängige Methode um auch an fallenden Kursen zu> verdienen. Letztlich wird damit nur ein Trend nur beschleunigt und mehr> nicht. Gut positionierte Unternehmen werden dadurch nicht in Bedrägnis> gebracht.
Aber die anderen in noch grössere Bedrängnis gebracht.
Welche Fakten bringt er denn?
Das mit den Steuerparadisen klappt leider nur, wenn du deinen Wohnsitz
auch dort hast.
Und zu deinem letzten Beitrag: Wer wurde in Bedrängnis gebracht?
Zum Thema Versteuern für Reiche:
Es gab kürzlich eine Doku im öffentlich rechtlichen, in der eine 4- oder
5-köpfige Familie, in der beide Elternteile arbeiten, steuerlich 16k EUR
abzudrücken hatten. Dagegen wurde ein Immobilienspekulant mit um die 5M
EUR Vermögen gesetzt, der eine Steuerlast von 3,2k EUR zu erbringen
hatte. Der Trick: Der Vermögende hat sein Vermögen im Betriebskapital,
vermietete Immobilien, gebunden, von dem er aber unmittelbar nutznießt
und jegliche Kosten betrieblich absetzbar waren.
Die Doku war vielleicht kein Glanzlicht, zeigt aber das Problem am
Umgang mit Vermögenden.
Der Name war, glaube ich: "Steuern zahlen die anderen".
> In Österreich scheint alles möglich zu sein. Direktorin des technischen> Museums in Wien wurde eine Hauptschullehrerin die Chemie unterrichtet> hat.
In D wird man als Sonderschullehrerin Bundesministerin für Gesundheit -
wobei mich deren 'Gesundheit' krank macht :-(
JPM schrieb:
> Zocken ist übrigens der unkontrollierte Handel mit völlig falschen> Positionsgrößen. Ein guter Händler kennt sein Risiko BEVOR er eine> Position eröffnet.
Wessen Risiko? Sein eigenes, oder das Risiko anderer? Ein wesentlicher
Teil der Kritik, m.E. der berechtigtere Teil, hängt sich daran auf, dass
bei jenen, die in grossem Umfang handeln, nicht selten auf Risiko
anderer gehandelt wird, eben nicht auf eigenes Risiko. Vielleicht sogar
bewusst. Das fördert die Risikobereitschaft natürlich enorm. Im
Volksmund kommt das dann nach der Krise etwas verkürzt an, als "Gewinne
gehen an mich, Verluste zahlen andere".
JPM wrote:
> Welche Fakten bringt er denn?> Das mit den Steuerparadisen klappt leider nur, wenn du deinen Wohnsitz> auch dort hast.> Und zu deinem letzten Beitrag: Wer wurde in Bedrängnis gebracht?
Lies die vorhergehenden Beiträge. Wenn du daraus die Argumente nicht
extrahieren kannst, kann ich dir auch nicht helfen..
Und was meinst du, wieviele Reiche ständig in die Schweiz ziehen? Reiche
und Steuerparadiese ziehen sich ja geradezu magisch an ^^
Die schlechter Positionierten. Auch in denen sind Arbeitsplätze
vorhanden, welche in Gefahr gebracht werden.
Banken haben in der Regel ein Risikomanagement (wie es kleine
Privatanleger auch haben sollten!!) und können ihren Verlust ganz klar
bestimmen (Positionsgrößenmanagement,...). Was passiert, wenn solche
Systeme ausgehebelt werden, konnte bei VW sowie bei der Credit Suisse
(Anfang 2008)gesehen werden.
Sowas liegt meistens an der übertriebenen Gier einzelner Mitarbeiter
oder Abteilungen. Die Regel ist es eher nicht.
Die Flucht in Steuerparadise sind wir doch selber Schuld durch die hohen
Steuersätze und die extreme Neugierde des Finanzamtes.
JPM wrote:
> Banken haben in der Regel ein Risikomanagement (wie es kleine> Privatanleger auch haben sollten!!) und können ihren Verlust ganz klar> bestimmen (Positionsgrößenmanagement,...). Was passiert, wenn solche> Systeme ausgehebelt werden, konnte bei VW sowie bei der Credit Suisse> (Anfang 2008)gesehen werden.> Sowas liegt meistens an der übertriebenen Gier einzelner Mitarbeiter> oder Abteilungen. Die Regel ist es eher nicht.
So kann man es auch nennen. Tatsache ist aber, dass dieses
"Risikomanagement" regelmässig missbraucht wird. Gerade in der
momentanen Krise sind ja wieder massenweise Mängel aufgetaucht. Es ist
die Grundhaltung der Banken, die Gewinnmaximierung auf Teufel komm raus,
welche dieses Risikomanagement untergräbt. Indem man Boni für maximale
Gewinne ausschüttet, wird die Risikobereitschaft der Mitarbeiter
ebenfalls maximiert. Leiden müssen danach die anderen.
> Die Flucht in Steuerparadise sind wir doch selber Schuld durch die hohen> Steuersätze und die extreme Neugierde des Finanzamtes.
Rechtfertigt das irgendetwas? Die Neugierde des Finanzamtes ist bedingt
durch das missbrauchte Vertrauen in den Steuerzahler durch die Reichen.
Indem die Reichen ihrer Gier nachgeben und ihre Börse vollpacken bis zum
Gehtnichtmehr, versuchen sie auch möglichst viel Geld am Fiskus
vorbeizuschleusen. Frei nach dem Motto: Ich nehme soviel ich kann, aber
gebe niemandem irgendwas ab. Dabei ist es einfach nur normal, dass
jeder, entsprechend seinem Verdienst, auch etwas der Allgemeinheit
abzugeben hat. Auch der Reiche benutzt staatliche Einrichtungen,
Strassen und Gebäude, die es zu unterhalten gilt. Die hohen Steuersätze
haben den gleichen Ursprung. Ein Staat benötigt eine gewisse Menge an
Finanzmitteln zum Unterhalt. Werden diese nicht generiert, sind
Steuererhöhungen notwendig. Dadurch, dass die Reichen soviel Steuern
hinterziehen möchten, fehlt immer mehr Geld, welches irgendwie wieder
hereingeholt werden muss. Ein Teufelskreis.
Gerade die Sendung "Schön reich Steuern zahlen die anderen" gesehen.
Das Verhalten ist schon ziemlich asozial (dieses verachtende Lachen),
aber wir sind es eigentlich selber schuld. Ein einfaches Steuersystem
mit niedrigen Steuersätzen in Verbindung mit der drastischen
Einschränkung von Abschreibungen würde hier Abhilfe schaffen. Diese
Ansätze gab es schonmal, aber konnten sich (oh Wunder) nicht
durchsetzen.
JPM schrieb:
> Komme doch erstmal an die Spitze eines Unternehmens. Das haben schon> viele versucht und sind gescheitert. Du vergisst, dass es eine Menge> Fleiß und Talent kostet, bis du erstmal im mittleren Management tätig> bist. Danach kann es in der Tat vielleicht einfach werden, weil dann> sehr viel über Kontakte läuft, aber bis dahin....
Naja, Talent aber eher hinsichtlich Karriereplanung. Fachliches Talent
(technisch oder organisatorisch) findet man in der Führungsriege
mittlerweile sehr, sehr selten. Wenn, dann eher noch in inhabergeführten
Unternehmen. Die Generation der versierten Firmenlenker ist mittlerweile
im Ruhestand. Zur Zeit sind viele im Management wahrscheinlich nach dem
Dilbert-Prinzip angekommen. Hilflosigkeit, Entscheidungsschwäche und der
Hang, Berater zu befragen und sich vom untergebenen Management
Entscheidungsvorlagen auf Vorschulniveau erstellen zu lassen, sind
mittlerweile schon fast normal.
> Die Millionengehälter finde ich übrigens nicht unbedingt unanständig, da> sich häufig auch die Gewinne im dreistelligen Millionenbereich und> darüber befinden.
Mit der Logik könnte man auch ein Millionengehalt für die Putzfrau
rechtfertigen. ;)
JPM schrieb:
> Und wo liege ich falsch??> Wenn das alles Versager sind, warum sind nicht so Leute wie du und ich> an der Spitze eines Großkonzerns? Einige unterschätzen hier, wie schwer> es ist einen Konzern zu leiten.
Niemand unterstellt, dass es leicht sei, einen Konzern zu leiten.
Allerdings tust Du so als ob die Konzernlenker besonders begabt wären.
Früher habe ich das auch mal gedacht. Mittlerweile weiß ich es besser.
Um an die Spitze zu kommen, bedarf es vor allem eines starken Willens,
viel Durchsetzungskraft, "Networking" und sehr, sehr viel Glück. Alles
keine Eigenschaften, die einen besonders für die Leitung eines
Unternehmens qualifizieren und genau das ist das Problem. (Im doppelten
Sinne: 1. Es sind Ungeeignete an der Position. 2. Geeignetere Leute
wollen bzw. können von Anfang an nicht diesen Weg gehen.) Und an diesen
Firmenlenkern verdienen sich die ganzen Berater eine goldene Nase.
Es ist ja sogar schon so, dass Manager besondere Boni bekommen und
hochgejubelt werden, nur weil sie mal alles richtig gemacht haben. Das,
was von jedem anderen Arbeitnehmer als absolute Selbstverständlichkeit
erwartet wird...
JPM schrieb:
> Deine Forderung nach technischen Grundlagenwissen für Ökonomen kann ich> nach wie vor nicht nachvollziehen. Wenn es um die technische> Realisierung von Projekten geht, wird es in der Regel so detailliert,> dass Grundlagen ihnen auch nicht weiterhelfen.
Viele Entscheidungen verlangen aber Wissen über technische Hintergründe
und Risiken. Insbesondere bei der Auswahl langfristiger Strategien. Und
genau da hapert es manchmal gewaltig.
JPM schrieb:
> Deine Frage, womit ich mein Geld verdiene kann ich dir auch beantworten:> Ich handele seit Ende meines Studiums (ca. 5 Jahre) in> Eigenverantwortung Aktien im kurzfristigen Bereich (Minuten bis> Stunden).
Worin besteht da eigentlich der Mehrwert?
Danke Michael S. (msk), du hast es auf den Punkt gebracht.
> Es ist ja sogar schon so, dass Manager besondere Boni bekommen und> hochgejubelt werden, nur weil sie mal alles richtig gemacht haben. Das,> was von jedem anderen Arbeitnehmer als absolute Selbstverständlichkeit> erwartet wird...
und
> Viele Entscheidungen verlangen aber Wissen über technische Hintergründe> und Risiken. Insbesondere bei der Auswahl langfristiger Strategien. Und> genau da hapert es manchmal gewaltig.
Eben genau das war die Intention meiner Erklärungsversuche. Es gibt von
vielen Leuten kein Einsehen, daß die Zustände oftmals so sind. Die Leute
an der Spitze, die am Wenigsten zum Unternehmenserfolg beitragen,
bekommen die größte Aufmerksamkeit und das meiste Geld, obwohl die
Arbeit ohnehin delegiert wird. Klar gibt es Entscheidungsfindungen
dieser Leute, aber auf Grundlage von Vorstudien bzw.
Fachabteilungsvorlagen, die dann möglichst in BWL-deutsch übersetzt zu
sein haben.
> Und an diesen Firmenlenkern verdienen sich die ganzen Berater eine> goldene Nase.
Bzw. die Lenker inklusive unserer selbsternannten Politik-Elite sind
noch an den Beraterfirmen beteiligt oder anderweitig mit diesen
verbunden. Der Clan von McKinsey, Roland Berger & Friends.
Und um eines nochmal klarzustellen: Es geht mir keineswegs um
Firmeninhaber, die ihre Geschäfte selbst aufgebaut, erebt usw. haben und
auch selbst führen. Die wissen durchaus, was sie tun. Es geht um die
Leute, die von der Schulbank mit einigen Referenzen und Kontakten mit
der Aktentasche auf kürzestem Weg in die obersten Etagen kommen,
keinerlei persönliches Risiko eingehen und dafür unermeßliche
Vergütungen kassieren. Auch wenn sie den größten Murks bauen, Vertrag
ist dann Vertrag. Keine Folgen und kein Regreß.
Solarier schrieb:
> Eben genau das war die Intention meiner Erklärungsversuche. Es gibt von> vielen Leuten kein Einsehen, daß die Zustände oftmals so sind. Die Leute> an der Spitze, die am Wenigsten zum Unternehmenserfolg beitragen,> bekommen die größte Aufmerksamkeit und das meiste Geld, obwohl die> Arbeit ohnehin delegiert wird. Klar gibt es Entscheidungsfindungen> dieser Leute, aber auf Grundlage von Vorstudien bzw.> Fachabteilungsvorlagen, die dann möglichst in BWL-deutsch übersetzt zu> sein haben.
Nicht nur, dass sie in BWL-Deutsch (eigentlich eher ein grauenhaftes
Denglisch) übersetzt zu sein haben. Oft werden die Entscheidungsvorlagen
in einem bestimmten Powerpoint-Korsett verlangt, egal, um was es geht.
Da sind dann einfach Zahlen für einen Business-Plan und noch vielleicht
die Produkte der Konkurrenz einzutragen. Wenn man die
Entscheidungsproblematik dann auf so eine primitive Grundlage
zusammengepresst hat, wird dann vom Management aufgrund der Zahlen
entschieden. Allerdings könnte man diese Arbeit dann auch noch von der
Putzfrau nebenher machen lassen, dafür braucht man keine überbezahlten
Geschäftsführer, die von ihren Produkten praktisch nichts mehr
verstehen. Das fehlende Produktverständnis geht dann teilweise so weit,
dass man durch "Standardisierung" von Entscheidungsvorlagen,
Entwicklungsprozessen und Abteilungsstrukturen versucht, die Komplexität
der Entscheidungen zu vereinfachen. Die Entwicklung eines Kinderfahrrads
wird dann genauso behandelt wie die eines Sensors. Man glaubt allen
Ernstes, dadurch das zu komplexe Wissen über die Produkte, die Technik
dahinter und die weitere Entwicklung am Markt einfach handhaben zu
können.
Am geilsten sind dann Treffen mit Kunden, wo beim Kunde noch ein alter
Hase im Management sitzt, der dann dem Management des Anbieters ihre
Produkte erklärt. Den Managern ist wahrscheinlich gar nicht bewusst,
dass sie sich damit im eigenen Unternehmen zu Witzfiguren machen... :D
@ Michael
JPM schrieb:
> Deine Frage, womit ich mein Geld verdiene kann ich dir auch beantworten:> Ich handele seit Ende meines Studiums (ca. 5 Jahre) in> Eigenverantwortung Aktien im kurzfristigen Bereich (Minuten bis> Stunden).>Worin besteht da eigentlich der Mehrwert?
Ich verhindere so ein Übernachtrisiko und risikiere damit weniger. Ob
ich nach 2 Minuten oder erst nach 5h ausgestoppt werde, bestimmt mein
Trailstop.
Im Schnitt sind es 5-10 Trades pro Tag (automatisiert). Das ist
eigentlich noch relativ wenig. Große Banken bzw. Institutionelle haben
mittlerweile Systeme, die in der Lage sind bis zu 5000 Trades pro Tag
durchzuführen. Allerdings werden diese eher für Indizies und Rohstoffe
verwendet.
@ Michael S.
Genau das wollte ich ausdrücken. Wenn ein Lenker bzw. BWLer keinen Plan
von den Produkten seinens Unternehmens hat, sich nicht im geringsten
damit beschäftigt und dann noch eine gewisse geschäftliche
Entscheidungsgewalt hat, ist er für das Unternehmen eigentlich wertlos.
Paradoxerweise kassiert er aber meistens die größten Geldsummen auf's
private Konto.
@ JPM
Mir fehlt wirklich der Durchblick, was an deiner Arbeit wirklich
produktiv sein soll. Deine Geschäfte werden offenbar noch automatisiert
getätigt. Was trägst du dazu bei, außer Kurse beobachten und im
richtigen Augenblick zu verkaufen? Für mich ist selbst das Zockerei. Es
gleicht einem Spiel, bei dem nichts geschaffen wird. Jeder versucht, den
anderen auszutricksen bzw. strategisch zu übertrumpfen und macht dadurch
seinen Gewinn. Alles nur Zahlenspiele und das noch automatisiert. Wo
bleibt da die Wertschöpfung? Und wenn die Banken das im ganz großen
Stil, vielleicht mit anderen, nicht existenten Werten gemacht und bei
dem Spiel verloren haben, fehlt mir das Verständnis dafür, daß sie mit
exorbitanten Geldsummen vom Steuerzahler gerettet werden müssen. Die
haben eben im Speil verloren, fertig.
Den Beitrag über den Sinn einer Börse hast du ja bereits gesehen, von
daher brauche ich es nicht nochmal zu erklären.
Und wie gesagt, wer professionell an der Börse agiert, kann seinen
Verlust im Vorraus bestimmen und dann ist es auch keine Zockerei mehr.
>kann seinen Verlust im Vorraus bestimmen und dann ist es auch keine>Zockerei mehr
Offenbar haben Wiedeking und Merkle Deine Erkennisse nicht beherzigt.
Du solltest Kurse geben.
Wenn der Merkle seine Positionen über Nacht hält ist er halt selber
schuld. Gerade Shortpositionen stellen immer ein hohes Risiko dar und
können in der Tat zu extremen Verlusten führen, wenn sie über Nacht
gehalten werden.
Deshalb bevorzuge ich auch den Intraydayhandel. Dort kann ich mein
Verlustrisiko exakt bestimmen.
@JPM
Du schaffst schon Werte. Börse ist investieren in Firmen. Diese Firmen
wiederum können mit den Investitionen Werte erbringen. Man kann schon
sagen, dass JPM Werte erschafft, vielleicht eher indirekt.
JPM schrieb:
> Ich verhindere so ein Übernachtrisiko und risikiere damit weniger. Ob> ich nach 2 Minuten oder erst nach 5h ausgestoppt werde, bestimmt mein> Trailstop.
Meine Frage war eigentlich auf Deine "Arbeit" generell bezogen.
schrott schrieb:
> @JPM>> Du schaffst schon Werte. Börse ist investieren in Firmen. Diese Firmen> wiederum können mit den Investitionen Werte erbringen. Man kann schon> sagen, dass JPM Werte erschafft, vielleicht eher indirekt.
Wo sollen diese Werte denn herkommen, wenn man nichts Produktives tut?
Hier geht es ja nicht um das langfristige Halten von Firmenanteilen oder
um Investitionen, sondern nur um kurzfristiges Zocken. Damit schafft man
keine Werte, man vernichtet eher welche.
Die Firmen spielen bei 'Investitionen' im Minutenbereich doch keine
Rolle. Genauso gut könnte er auch auf das Wetter oder die Anzahl der
Einwürfe in einem Fußballspiel wetten. Solange es ein paar Dümmere gibt
die sich an der Wette beteiligen lässt sich damit Geld verdienen.
Und warum vernichtet kurzfristiges Handeln Werte??
Die langfristigen Investoren steigen mit Sicherheit nicht "auf einen
Schlag" ein, sondern bauen Positionen langsam auf um den Kurs nicht zu
beeinflußen und genau dafür benötigst du liquide Werte, die oft und in
ausreichender Stückzahl gehandelt werden!
>Wenn der Merkle seine Positionen über Nacht hält ist er halt selber>schuld.>Die langfristigen Investoren steigen mit Sicherheit nicht "auf einen>Schlag" ein,
Ja was denn nun, lnagfristig oder über Nacht?
@ JPM:
Markowitz hat keinen Nobelpreis bekommen, sondern nur den "Preis für
Wirtschaftswissenschaften der schwedischen Reichsbank in Gedenken an
Alfred Nobel", der lediglich umgangssprachlich "Wirtschaftsnobelpreis"
genannt wird. Einen Nobelpreis für Wirtschaft hat Alfred Nobel nie
vorgesehen.
Dieser Preis könnte daher genauso gut "XYZ-Auszeichnung" heissen, aber
da der Nobelpreis nun mal die bekannteste und angesehenste Auszeichnung
ist, scheint es einige einflussreiche BWLer so sehr geärgert zu haben
dass sie keinen bekommen können, dass sie einfach einen Preis erfunden
haben der aufgrund seiner Umstände (Alfred Nobel im Namen, gleiche
Preissumme, Verleihung während der gleichen Veranstaltung in der auch
die echten Nobelpreise verliehen werden etc.) von den meisten
fälschlicherweise als "Nobelpreis" betrachtet wird. Wie man sieht
funktioniert die Strategie ja auch.
Zum Thema BWL allgemein: Es gibt viele sehr kluge Leute, die BWL
studiert haben. Aber BWL ist in meinen Augen tatsächlich eines der
leichtesten Studienfächer. Ich hatte in meinem Studium BWL als
Nebenfach, und obwohl ich dadurch natürlich nur einen Teil der Fächer
eines "Vollzeit-BWL-Studenten" hatte, fand ich BWL echt verdammt
einfach: Eine gute Portion stupides Auswendig-Lernen, ein gute Portion
Gelaber, die meisten Themen waren sofort einleuchtend und leicht zu
verstehen und die zugehörige Mathematik war einerseits wenig und
andererseits geradezu pillepalle.
Ich habe auch den Eindruck, dass sich viele Abiturienten daher für BWL
entscheiden: Sie wollen unbedingt irgendetwas studieren (wenn fast jeder
aus der Stufe studieren geht will man ja nicht der einzige doofe
Nicht-Studierte sein), wissen aber nicht so recht was, weil ihnen die
meisten Studienfächer nicht genug liegen, und nach dem Motto "Wenn man
nichts wirklich gut kann, studiert man eben BWL oder Jura" landet man
eben letztlich dort - Kenntnisse von BWL zu haben soll ja immer gut
sein, und es gibt ja auch viele BWLer die sehr gut verdienen...
Naja, wirklich begabte Menschen habe ich bei den Mechantronikern auch
nicht gesehen und stupides Auswendiglernen ("Schema F") bzw. das
Anwenden von Regeln (Technische Mechanik,...) würde ich auch nicht als
wirkliche Meisterleistung betrachten.
seit wann geht Technische Mechanik nach Schema F?
Kannst du unterschiedliche Schwingungsmodi einer mechanischen
Konstruktion berechnen? Bzw Konstruktion so verändern, dass
keine störenden Schwingungen auftauchen?
Du könntest nicht mal eine Koordiantentransformation eines
beweglichen Teils in ein anderes umrechnen. Bleibe lieber
bei deiner Prozentrechnung bei deiner nächsten Zockerei.
Sämtliche TM Klausuren waren immer auf demselben Schema aufgebaut und
anhand der Fragen, die in den Übungsstunden gestellt wurden, hat es ein
Großteil der Studenten nicht verstanden.
Es ist möglich, dass soetwas in den Vorlesungen angesprochen wurde,
erinnern kann ich mich jedenfalls nicht und mein Interesse daran ist
gleich Null.
Ein Bekannter, der als Entwickler bei einem Luftfahrtkonzern tätig ist,
hat meine Einschätzung ebenfalls bestätigt. Die meisten Ingenieure
können ihre per Rechner ermittelten Ergebnisse nicht auf den
Wahrheitsgehalt überprüfen, dass sie die Grundlagen nicht verstehen.
Dann frage ich doch einfach mal, wieviele BWLer bzw. Bankster ihr Fach
verstanden haben, als sie mit den verbrieften Krediten US-amerikanischer
Häuslebauer/-käufer gezockt und dann nach dem Staat gerufen haben. Dabei
hatte wohl der eine BWLer mehr Erfindungsreichtum bzw. Kreativität, die
Aktienpakete höchst komplex aufzubauen als der vorherige. Somit hat
keiner mehr durchgesehen oder sich nichtmal die Mühe gemacht, überhaupt
begreifen zu wollen, ob die Aktien ihr Geld wert waren. Hauptsache man
hat am Kasinospiel teilgenommen, weil das alle so machen. Wo wurden da
Werte geschaffen?
> Die meisten Ingenieure können ihre per Rechner ermittelten Ergebnisse nicht> auf den Wahrheitsgehalt überprüfen, dass sie die Grundlagen nicht> verstehen.
Das halte ich für großen Quatsch. Natürlich sind die heutigen Methoden
hoch komplex, so daß hauptsächlich mit Rechnern simuliert wird (FEM,
genetische Algorithmen etc.). Aber mit etwas Erfahrung hat jeder Ing.
schnell im Auge, ob die Ergebnisse überhaupt sinnhaft sind.
Die Industrie setzt aber auch auf immer komplexere und schnellere
Entwicklungszyklen, so daß zur Nachprüfung wenig bzw. keine Zeit bleibt.
Software-Bugs bei Porsche, Daimler und allen anderen zeigen das.
@ schrott
> Du schaffst schon Werte. Börse ist investieren in Firmen. Diese Firmen> wiederum können mit den Investitionen Werte erbringen. Man kann schon> sagen, dass JPM Werte erschafft, vielleicht eher indirekt.
Wo wird da bitteschön ein Wert geschaffen? Du sagst es schon selber: Die
Firmen erbringen die Leistung mit dem geliehenen Geld. Man spricht auch
von "Wertschöpfung". Wodurch erschafft einer, der sein Geld - oder sogar
das anderer Leute - verleiht, bitteschön selbst einen Wert? Der Wert
wird von dem geschaffen, der sich das Geld leiht, um arbeiten zu können.
Ich habe auch das Gefühl, dass die BWLer im Durchschnitt zb weniger
mathematisches Verständnis haben als Ingenieure/Informatiker oÄ.
Weiterhin denke ich auch, dass BWL leichter ist, dass also viel mehr
Ings/Infs BWL studieren könnten als andersherum.
Ist mir jedoch egal.
Geht es euch ums Gehalt? Vielleicht verdienen BWLer zum Teil ihr Geld
leichter bei weniger "Leisung". Aber es wird nicht nach Leistung oder
Schwierigkeit der Ausbildung bezahlt, sondern nach Bedarf. Wenn die
Wirtschaft eben neben den Ingenieuren auch BWler braucht, dann ist das
nun mal so.
Ich studiere Informatik und bin froh drum. Mir macht die Mathematik und
Logik an der Informatik Freude und nicht das Geldverdienen.
Ehrlich gesagt ist es mir sogar völlig egal, wieviel ich später
verdiene, solange ich davon leben kann und später ich mit meiner
Familie.
Es wäre mir sogar egal, wenn meine Kollegen, die das gleiche täten wie
ich, mehr verdienten.
Warum wird ausgerechnet mit BWL verglichen?
Würdet ihr auch gerne so viel wie diese Menschen verdienen?
Würdet ihr lieber einen Beruf ausüben, der weniger anspruchsvoll als
eurer?
Oder wollt ihr einfach nur, dass die BWLer einsehen, dass sie weniger
können und zu viel Geld erhalten?
Warum seid ihr nicht einfach mit eurem Beruf zufrieden?
Denkt mal an die ganzen geringqualifizierten und Handwerker, den meisten
macht ihre Arbeit keinen Spaß. Viele arbeiten nur, um Geld zu verdienen.
Natürlich ist das richtig so, aber daran sehr ihr, wie gut es euch doch
eigentlich geht.
Um mal aufs Thema zurückzukommen:
Da die meisten Führungskräfte wohl männlich sind, sieht man hier wohl
sehr gut, dass es eigentlich gerade hauptsächlich um Männer in
verantwortlichen Positionen geht.
Ich glaube deshalb nicht, dass sich Frauen da von Männern wesentlich
unterscheiden, die negativen Beispiele fallen einfach viel mehr auf.
@ inf
> Ehrlich gesagt ist es mir sogar völlig egal, wieviel ich später> verdiene, solange ich davon leben kann und später ich mit meiner> Familie.
Ja, dann fang mal an in den Beruf einzusteigen. Stell dir vor, du hast
jahrelang studiert, gehst in Überlänge arbeiten und dein Verdienst
reicht am Monatsende nicht für deine Familie. (Geht aber nicht nur Ings
so!)
> Ich studiere Informatik und bin froh drum. Mir macht die Mathematik und> Logik an der Informatik Freude und nicht das Geldverdienen.
So habe ich vor Jahren auch mal gedacht.
> Es wäre mir sogar egal, wenn meine Kollegen, die das gleiche täten wie> ich, mehr verdienten.
Das sagst du jetzt in deinem jugendlichen Leichtsinn. Wart's mal ab!
> Würdet ihr lieber einen Beruf ausüben, der weniger anspruchsvoll als> eurer?
Nein. Er muß aber auch entsprechend honoriert werden.
> Oder wollt ihr einfach nur, dass die BWLer einsehen, dass sie weniger> können und zu viel Geld erhalten?
Das wäre doch mal ein Anfang.
> Warum seid ihr nicht einfach mit eurem Beruf zufrieden?
Mit dem Beruf ja - mit der Bezahlung eher nicht.
> Denkt mal an die ganzen geringqualifizierten und Handwerker, den meisten> macht ihre Arbeit keinen Spaß. Viele arbeiten nur, um Geld zu verdienen.
"Geringqualifiziert" - darum geht es! Welche schöpferische Höhe hat das
allgemeine Handwerk? Welche Verantwortlichkeiten für Entwicklungen?
Wieviel Wissen ist notwendig gegenüber einem Ing-Studium? Der Handwerker
verdient übrigens vom ersten Lehrlingstag an sein Geld, von 15, 16
Jahren an. Und: Wie herum muß der Dachdecker den Ziegel einbauen?
Komm also erstmal in den Beruf. In ein paar Jahren reden wir mal wieder
realistischer darüber.
@ Solarierer
Wenn du fachlich so überrragend bist, warum hast du es bis jetzt nicht
zum Entwicklungschef bei Siemens oder einem anderen großen Konzern
geschafft?
"Das halte ich für großen Quatsch. Natürlich sind die heutigen Methoden
hoch komplex, so daß hauptsächlich mit Rechnern simuliert wird (FEM,
genetische Algorithmen etc.). Aber mit etwas Erfahrung hat jeder Ing.
schnell im Auge, ob die Ergebnisse überhaupt sinnhaft sind.
Die Industrie setzt aber auch auf immer komplexere und schnellere
Entwicklungszyklen, so daß zur Nachprüfung wenig bzw. keine Zeit bleibt.
Software-Bugs bei Porsche, Daimler und allen anderen zeigen das."
Das habe ich in den Vorlesungen und Übungen immer gesehen. Da wurde
nichts verstanden, sondern einfach stur durchgerechnet. In deinem
Lieblingsfach BWL gab es übrigens relativ hohe Durchfallerquoten, aber
das hatte offensichtlich mit der extrem trivialen Aufgabenstellung zu
tun.
"Wo wird da bitteschön ein Wert geschaffen? Du sagst es schon selber:
Die
Firmen erbringen die Leistung mit dem geliehenen Geld. Man spricht auch
von "Wertschöpfung". Wodurch erschafft einer, der sein Geld - oder sogar
das anderer Leute - verleiht, bitteschön selbst einen Wert? Der Wert
wird von dem geschaffen, der sich das Geld leiht, um arbeiten zu
können."
Dann erkläre doch mal, wie ein Wirtschaftssystem ohne Kreditvergabe
funktionieren soll?
Dürfte für einen extrem begabten Ingenieur ja kein großes Problem
darstellen. Anschließend kannst du deinen Plan Timo Geithner
präsentieren. Der wird sich mit Sicherheit freuen und hoffentlich auch
verstehen, da er ja nur ein Ökonom ist.
JPM schrieb:
> Ein Bekannter, der als Entwickler bei einem Luftfahrtkonzern tätig ist,> hat meine Einschätzung ebenfalls bestätigt. Die meisten Ingenieure> können ihre per Rechner ermittelten Ergebnisse nicht auf den> Wahrheitsgehalt überprüfen, dass sie die Grundlagen nicht verstehen.
Schließt der von sich auf andere? ;)
Ich halte die Aussage für kompletten Quatsch.
@ JPM
> Wenn du fachlich so überrragend bist, warum hast du es bis jetzt nicht> zum Entwicklungschef bei Siemens oder einem anderen großen Konzern> geschafft?
Das habe ich nicht behauptet und es ging hier nicht um mich. Nebenbei
will ich gar nicht dorthin. Dann hat man ja nur noch mit Geschäftszahlen
zu tun. Dafür habe ich meinen Beruf nicht ergriffen.
> Das habe ich in den Vorlesungen und Übungen immer gesehen. Da wurde> nichts verstanden, sondern einfach stur durchgerechnet.> In deinem Lieblingsfach BWL gab es übrigens relativ hohe> Durchfallerquoten
Die gibt's in Ing-Studiengängen erst recht. Bei uns lagen die so um
40-50%.
Und was willst du mir damit sagen? Die elitären BWLer entwickeln das
nächste ABS am Auto oder was? Na dann gute Nacht!
> Dann erkläre doch mal, wie ein Wirtschaftssystem ohne Kreditvergabe> funktionieren soll?
Ich habe nicht im Geringsten bezweifelt, daß Kreditvergabe notwendig
ist! Aber durchaus die Überschätzung der in diesem Wirtschaftszwieg
arbeitenden Berufsgruppen.
Was macht denn der Kreditvergeber? Ganz einfach: Er verlangt vom
Bittsteller Geschäftszahlen, die - in eine Rechenanlage überführt und
mit obskuren Algorithmen verknotet - einen "Score"-Wert ergeben. Wie der
zustande kommt, weiß selbst der Kreditvergeber nicht. Am Ende sagt der:
"Tut mir leid, ihr Score-Wert ist zu schlecht für den Kredit. Das sagt
mir der Computer so."
Was hat er selbst am Kreditrisiko und am Bittsteller in Augenschein
genommen? Wieviel Arbeit hatte er damit?
Und nochwas:
Du berufst dich ständig auf solche Ikonen der Wirtschaft. Mir scheint,
damit willst du dir das selber denken ersparen. Sonst würdest du
vielleicht andere Ansichten haben. Nur so ein Gedanke von mir.
Schönes WE!
Solarier schrieb:
> Die Industrie setzt aber auch auf immer komplexere und schnellere> Entwicklungszyklen, so daß zur Nachprüfung wenig bzw. keine Zeit bleibt.> Software-Bugs bei Porsche, Daimler und allen anderen zeigen das.
Das liegt einfach daran, dass die Systeme selber immer komplexer werden.
In endlicher Zeit sind die kaum vernünftig bis zur letzten Möglichkeit
zu testen.
> In endlicher Zeit sind die kaum vernünftig bis zur letzten Möglichkeit> zu testen.
Das ist richtig. Bin ich auch ganz deiner Meinung. Allerdings sehe ich
auch Gründe in der "time to market" Strategie der Finanzabteilungen.
Zeitdruck - Kosteneinsparungen - Bilanz aufpolieren - Gewinn steigern.
@ Michi
Nach dem Warum frage ich lieber nicht! Mein Bekannter hat letztlich nur
meine Beobachtungen bestätigt. Wenn die Studenten es in den Vorlesungen
schon nicht verstehen, dann später im Berufsleben wahrscheinlich auch
nicht.
@Solarier
Kennst du eine Alternative um die Kreditwürdigkeit zu beurteilen?
Auf "Ikonen" berufe ich mich nicht, warum auch? Das bestehende System
ist vielleicht nicht Optimal, aber andere Systeme haben in der
Vergangenheit überhaupt nicht funktioniert.
> Kennst du eine Alternative um die Kreditwürdigkeit zu beurteilen?
Ja, kenne ich: Berufliches Können, Erfahrung und menschliches Augenmaß.
Das hat viele Jahrzehnte gut funktioniert, bestimmt auch Arbeitsplätze
geschaffen.
Der Knackpunkt ist, daß nicht mehr der Kreditvergeber die Entscheidung
trifft, sondern ein nicht bekannter Algorithmus - das Scoring-Verfahren.
Welche Infos alles in diesen einfließen, hat man ja mittlerweile schon
gehört. Was der Rechner damit macht ist unbekannt. Wie er also zu seinem
Score kommt, weiß selbst der Kreditvergeber nicht. Egal, ob er in BWL
oder Bankenlehre gut war oder nicht. Seine Kenntnisse setzt er dabei
nicht ein. Sein Geld bekommt er trotzdem.
Und was die frischen Ings angeht, kann ich nur sagen, daß BWLer bzw.
Lobby-Organisationen die Hochschullandschaft stark geschädigt haben.
Stichwort "Bologna-Prozeß". Ziel war, billige Ings oder "Bätschelors" zu
bekommen. Das Ergebnis sieht man jetzt.
Und in den Lobby Organisationen sitzen nur BWLer?? Da wäre mir aber
nicht so sicher. Immerhin dürfte mit dem Scoring Verfahren der
subjektive Einfluss des Mitarbeiters weitesgehend eleminiert sein. Das
kann auch ein großer Vorteil sein.