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Forum: Platinen EAGLE: wann AGND, DGND, GND??


Autor: Elektronik-Anfänger (Gast)
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Hallo zusammen,

zur Zeit entwerfe ich meine erste Platine und habe
-um nochmal sicherzugehen!- eine Frage bezügl. der Auwswahl des Grounds:

in der linken Zeichnung (siehe Dateianhang) wird der invertierende 
Eingang des OPVs mit einer Referenzspannung (z.B. 2.5V) und der 
nicht-invertierende Eingang mit einem vom DAC des Mikrocontrollers 
erzeugten Signals versorgt.
Muss ich jetzt hier einen AGND oder DGND nehmen?

in der rechten Zeichnung dagegen werden die Eingänge des OPVs lediglich 
mit der von einem Shunt gemessenen Spannung versorgt. Hier muss der OPV 
dann mit einem gewöhnlichen GND verbunden werden, oder?

Vielen Dank im Voraus!

Gruß
Alex

: Verschoben durch Admin
Autor: Andi ... (xaos)
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google dochmal wofür das A und das D stehen....
Analog...Digital...

Autor: Jörn Paschedag (jonnyp)
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Das ist ein weites Feld und nicht einfach mal so eben zu beantworten.
Als Anfänger knote einfach die gnd zusammen. Das ist letztlich auch 
beigetrennter Führung der Fall. Nur wenn µC, DAC, ADC usw. einen 
getrennten AGND ausweisen, macht es eventuell Sinn die Leitungen separat 
bis zum gemeinsamen Knoten zu führen.

Autor: Vlad Tepesch (vlad_tepesch)
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und was macht man dann am anderen Ende der Leitung?
ich hab ja sowiso nur ein Ground in der Versorgung.
Gliches gilt für VCC

Eagle beschwert sich immer, dass ich beim Mega die Netze AVCC mit VCC 
verbunden sind.

Autor: Jörn Paschedag (jonnyp)
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Hab ich noch nicht gehabt, das sich eagle über die Verbindung VCC-AVCC 
beklagt. Das kann nur ein Fehler in der library sein, das ein pin nicht 
in der richtigen "direction" ist. Das hört sich jetzt blöd an, ist aber 
so.
Wenn du den exakten µC und die library nennst, dann schau ich das mal 
nach. (eagle version nicht vergessen). Du kannst natürlich auch das .sch 
schicken.

Autor: Ralf (Gast)
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> Das kann nur ein Fehler in der library sein
Das ist kein Fehler, sondern es liegt einfach daran, dass ein PowerPin 
mit dem Namen AVCC mit dem Signal VCC verbunden ist. Ist zwar elektrisch 
korrekt, aber eine Warnung wird ausgespuckt. Woher soll EAGLE auch 
wissen, dass das beabsichtigt ist? Würde diese Warnung nicht 
ausgespuckt, könnte man ja die VCC-Pins mit GND und umgekehrt verbinden, 
und hinterher würde man sagen "Scheissprogramm", weil's keine Warnung 
gab... Von daher ist das schon richtig so...

Ralf

Autor: Jörn Paschedag (jonnyp)
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@Ralf
Da hast du Recht, und eine Warnung ist doch auch keine Klage, sondern 
eben ein freundlicher Hinweis.
Und diejenigen, die das als Klage sehen, lesen jetzt einfach bei Ralf 
weiter ;-)

Autor: Michael Lenz (hochbett)
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Hallo Alex,

> in der linken Zeichnung (siehe Dateianhang) wird der invertierende
> Eingang des OPVs mit einer Referenzspannung (z.B. 2.5V) und der
> nicht-invertierende Eingang mit einem vom DAC des Mikrocontrollers
> erzeugten Signals versorgt.
> Muss ich jetzt hier einen AGND oder DGND nehmen?
Nein, nimm für alle Grounds dasselbe Symbol: Das einfache GND.
Wenn Du später mit dem Routen fertig bist, solltest Du mit dem Befehl
  polygon 'GND'
außerdem ein Viereck über die ganze Platinenfläche ziehen. Damit 
erzeugst Du die sogenannte Massefläche.

Die Unterteilung in mehrere Grounds ist nur dann notwendig, wenn Du sehr 
hohe Anforderungen an die Störsicherheit hast. Prinzipiell solltest Du 
Dir eine Leitung auf der Platine als Doppeldrahtleitung vorstellen:
- über die Leiterbahn selbst fließt der Strom zum Bauelement hin und
- über die Massefläche fließt der Strom wieder zur Signalquelle zurück
Zwischen beiden Leitern bildet sich ein E-Feld aus. Um die Leiter herum 
jeweils ein H-Feld.
(Bei sehr hohen Frequenzen mußt Du die Leitung sogar als Wellenleiter 
auffassen - aber so genau müssen wir es hier nicht betrachten.)

Mit der Unterscheidung in mehrere Masseflächen kannst Du verhindern, daß 
(hochfrequente) Digitalsignale über die analoge Massefläche 
zurückgeleitet werden und dort induktive (oder resistive) 
Spannungsabfälle verursachen.
Solche Spannungsabfälle auf der Massefläche bewirken letztlich, daß Du 
an unterschiedlichen Orten auf der Platine unterschiedliche 
Bezugsspannungen hast. Das wirkt wie eine eingekoppelte Störung. In der 
Regel sind solche Störungen aber sehr gering.

Beispiele, bei denen Du eine GND-Unterteilung brauchst:
- du arbeitest mit sehr steilen Signalflanken (=Hochfrequenz)
- du benutzt eine Leuchtdiode als Photodiode, um damit schwache 
Lichtreflexionen zu messen
- du willst auch das letzte Bit eines 16-Bit Analog-Digital-Umsetzers 
genau messen (Vorsicht: oft rauschen die AD-Wandler ohnehin so stark, 
daß die letzten Bits wackeln)


Gruß,
  Michael

Autor: Michael Lenz (hochbett)
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Hallo,

> Eagle beschwert sich immer, dass ich beim Mega die Netze AVCC mit VCC
> verbunden sind.

Eagle ist in dieser Hinsicht sehr pingelig. Das kannst Du aber in diesem 
Fall ignorieren.

Gruß,
  Michael

Autor: Bogumil (Gast)
Datum:

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Es ist völlig Wumpe wie du die einzelnen "GND's" nennst. Sie haben nicht 
einmal was mit Grounds (Erde) zu tun sondern sind "Returns" (Rückflüsse) 
oder "Commons" (gemeinsamer Minus).

Wichtig ist eher das auf diesen möglichst wenig Störungen sind. Da ein 
Prozessor über seine Schaltvorgänge immer welche erzeugt sollten dessen 
Spannungen getrennt von analogen geführt werden. Das gilt für VCC (die 
positive Spannung mehr ist es nicht) übrigens genauso. Nur macht da kaum 
einer AVCC und DVCC. Mehr als die Störung auf den Leiterbahnen 
eleminiest du aber nicht.

Eigentlich heisse nSie alle "GND" Nur im Layout ist es leichter zu 
routen.


Alles anloge würde ich an "AGND" hängen, den digitalen an "DGND". Das 
sollte reichen.

Autor: Steffen A. (stigmer)
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Bin ich der Einzige, der davon abraten würde, nen GND-Symbol nach oben 
gerichtet zu zeichnen?! Wenn z.B. im Ausdruck später keine Bezeichnung 
dran steht, ist das im schlimmsten Fall mit nem VCC-Symbol verwechselt.. 
Oder sorgt einfach für Verwirrung und ne Datenblatt-Recherche, ob dass 
denn so richtig ist.

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