Bin gerade hin und her gerissen...
Umweltschutz und Kostensenkung in allen Ehren - aber irgendwo muss es
doch auch ein Ende haben: in Lemgo werden die Straßen teilweise nur
beleuchtet, wenn man diese telefonisch einschaltet. Nachdem man sich
registriert hat, ruft man eine bestimmte Nummer an, gibt dann die
Streckennummer an und schon schaltet sich die Straßenbeleuchtung für ca.
10-15min ein.
Und damit nicht genug: in der Kommune Rahden kosten 60min
Straßenbeleuchtung 3,50€ !!!
Sicherlich ist diese Methode weitaus besser als die Laternen
"standardmäßig" Nachts ausgeschaltet zu lassen (gab es doch früher mal.
Ist das heute immer noch so?). Aber aus datenschutzrechtlicher Sicht
schlichtweg eine Katastrophe. Hinzu kommt, dass man ja nicht immer/jeder
ein Händie (dabei) hat oder dieses auch mal ausfällt. Wenn ich aus der
Kneipe komme bin ich auch nicht mehr unbedingt in der Lage, ein Telefon
zu bedienen. ;-)
Und das man in Rahden noch Geld dafür verlangt ist schon fast
unglaublich...
http://www.dial4light.de/
Ok, auch ein Argument. Ich bin zeitweise auch Sterngucker und ärgere
mich über die Lichtverschmutzung... Aber ob mir das die Sicherheit auf
den Straßen wert ist...? hmm.
Werden Infolge Steuern gesenkt werden ? Niemals, eher landet das Geld
bei irgendwelchen insolventen Unternehmen etc., und das auf Kosten der
Sicherheit. Das gilt nicht nur für Personen, es geht auch um die für
Autoknacker paradiesischen Zustände.
Außerdem kennt man es doch: erst wird die Infrastruktur geschaffen und
später kommt der Missbrauch auf Kosten der Bürger.
Ungläubiger schrieb:
> In der nahen Zukunft wäre die perfekte Lösung, Bewegungsmelder +> LED-Beleuchtung, denkbar.
Dann macht jede Ratte das Licht an :-)
Och, ich denke schon, weil die Katzen das Licht auch einschalten und
dadurch die Ratte gewarnt wird.
Man könnte den Bewegungsmelder auch so einstellen, dass er nicht auf zu
kleine Lebewesen reagiert ;)
Bei uns im Ort hatten sie den gleichen Gedanken. Die Beleuchtung war ab
23:00 Uhr testweise ausgeschaltet. Nach Androhung von Klagen wegen
'gefährdung der öffentlichen Sicherheit' wurde dieser Gedanke schnell
wieder verworfen.
Tatsächlich wurden während dieser Zeit einige Überfälle und Einbrüche
verübt ...
Demnaechst wird der 110 und die 112 in eine 0900 vorgeschaltet. :p
'Sie haben die Notfallnummmer gewaehlt.
Wenn Sie Ihren Keller lehrgepumpt haben moechten druecken Sie die 1.
Wenn Sie Ihre Muschi vom Baum runtergeholt kriegen moechten, druecken
Sie die 2.
Wenn Sie in Ihrem Fahrzeug eingeklemmt sind, die 3.
Wenn Sie zum Spass anrufen druecken Sie die 4.
Wenn Ihnen ein Baum die Strasse versperrt, druecken Sie die 5.
Fuer Seenot druecken Sie die 6.
Wenn Sie Opfer eines Einbruches oder Ueberfalls geworden sind, die 7.
Wenn es brennt druecken Sie die 8.
Wenn Sie beabsichtigen sich umzubringen, druecken Sie die 9.
Fuer Ehestreitigkeiten und laermende Nachbarn bitte die Null.
Fuer Sonstige Probleme bleiben Sie einfach in der Leitung.
Wenn Sie unseren Extra-Service fuer Steuerzahler in Anspruch nehmen
moechten, geben Sie bitte direkt nach der Eingabeziffer Ihre
Steuernummer ein.
Wir danken Ihnen fuer Ihren Anruf, Sie werden schnellstmoeglich an
unseren naechsten freien Mitarbeiter verbunden!
(Tuedelduedl due... Fuer Elise.... Tuedelduedldue)
Hey, ich finde das eine super Idee.
Auf abgelegenen Flugplätzen gibt es das schon lange. Man sendet einfach
mit dem Funkgerät auf einer speziellen veröffentlichten Frequenz ein
paar Sekunden lang einen Träger, und schon schaltet sich die Befeuerung
der Landebahn für 10 Minuten ein.
Das spart Geld, verringert die Lichtverschmutzung und die Sicherheit
verringert es auch nicht. Für das Licht zahlen muß man je nach Flughafen
sowieso eine Pauschale - ob es nun dauernd brennt oder für jeden Anflug
extra eingeschaltet wird.
>Koennten wir das System auch fuer Ampeln einfuehren?>Wer zahlt, kriegt gruen!
Ist das bei den Oberklassemodellen nicht schon serienmäßig???? Ok, grün
haben die nicht immer - aber Recht mit Sicherheit! ;-)
An der Ampel wird dann ein kleiner Schlitz angebracht womit auch
Radfahrer und Fußgänger durch das Einwerfen eines 5€ Scheines kurzzeitig
GRÜN bekommen???
Die Lampen gegen Geld einschalten? Kurzfristig gedacht mag das ja was
bringen, nur -typisch Politiker- denkt keiner weiter:
Lampen mögen häufiges Einschalten nicht so gerne (LED ausgenommen), also
muß man die Leuchtmittel oft erneuern. Schafft zwar Arbeitsplätze, somit
OK, aber ob die Kosten wirklich reduziert werden?
"Total Cost of Ownership", TOC, fragt mal einen BWL-Menschen, der sollte
das berechnen können.
Da finde ich den Vorschlag daß jeder einen Chip eingepflanzt bekommt und
dann (TollCollect läßt grüßen) einfach für die Straßenbenutzung, nicht
nur fürs Licht, zahlt.
James schrieb:
> Lampen mögen häufiges Einschalten nicht so gerne (LED ausgenommen), also> muß man die Leuchtmittel oft erneuern.
Aber dafür gibts doch schon eine Lösung: Die Elektroschrottlotterie.
Man müßte sie etwas abwandeln:
Wer die Beleuchtung einschaltet, löst gleichzeitig eine Ziehung aus und
wenn er gewinnt, dann muß er entweder einen Container kaputte
Straßenlampen auf eigene Kosten entsorgen lassen, oder einen Container
neue bezahlen.
> Nach Androhung von Klagen wegen> 'gefährdung der öffentlichen Sicherheit' wurde dieser Gedanke schnell> wieder verworfen.> Tatsächlich wurden während dieser Zeit einige Überfälle und Einbrüche> verübt ...
Lösung wäre:
1) Jeder Einbrecher muss bei seiner Tätigkeit grundsätzlich eine
VDE-GS-geprüfte Akku-Leuchte mitführen, mit "Energiespar-Leuchtmitteln"
und tagsüber aus Solarzellen geladen.
2) Als Entschädigung hinterlässt er freiwillig einen Zehntel seiner
Beute beim Eigentümer, damit er sich "Licht" wieder selber leisten kann.
3) Jede Gemeinde eröffnet eine "Lichtbörse", bei der jeder Eigentümer
sich den Einbrecher aussuchen kann, der regelmässig bei ihm zu günstigen
Konditionen erscheint, damit es in Zukunft in seiner Strasse wieder ein
bisschen Erleuchtung gibt.
...
Schon witzig:
In Berlin gibt's eine Kanzler(innen)-U-Bahn, 1,8km lang,
Fahrzeit 180 Sekunden mit Zwischenhalt (!), für läppische
320 000 000 (T)Euros ... ---
In Bremerhaven, auch nicht eben schwerreich, soll's eine neue Eishalle
geben, ursprünglich sollte sie mal 10 Millionen kosten, mittlerweile
liegt sie mit 18,4 Millionen ( man beachte den Sinngehalt der
Nachkommastelle ) wohl immer noch im "Rahmen"
üblicher Preissteigerungen !?
http://www.nordsee-zeitung.de/Home/Region/Bremerhaven/Chronologie-des-Eisstadions-_arid,96379_puid,1_pageid,16.html
( Keine Gewähr ).
Beobachter schrieb:
> In Bremerhaven, auch nicht eben schwerreich, soll's eine neue Eishalle> geben, ursprünglich sollte sie mal 10 Millionen kosten, mittlerweile> liegt sie mit 18,4 Millionen
Und dabei liest man doch grad in den Gazetten, dass die Kommunen das
Geld zur Wirtschaftsförderung garnicht schnell genug ausgeben.
> Und dabei liest man doch grad in den Gazetten, dass die Kommunen das> Geld zur Wirtschaftsförderung garnicht schnell genug ausgeben.
Macht wiederum auch Sinn: Wenn in 2 Jahren angefangen wird, zu bauen,
und dann 3 Jahre später alles fertig ist, sind die Kosten wohl eher bei
ca. 50 Millionen angekommen ...
Dann lohnt sich die Überweisung; und der dann zuständige Bundesminister
wird sich freuen !
Das Beste wäre doch, die Beleuchtung ganz abzubauen
und statt dessen nach hereinbrechender Dunkelheit
eine Ausgangssperre zu verordnen.
Dort wo niemand sein darf, braucht auch nichts beleuchtet sein.
Das spart Kosten und die Polizei hat es einfacher die
Gesetzesbrecher einzusammeln, denn die dürften ja auch
nicht im Dunklen herumwuseln.
Habe ich noch was vergessen?
Achja :-)
Genau, man muss nur oft genug wiederholen, daß mit einer nächtlichen
Ausgangssperre etwas gegen die Kinderpörnographie, Raubkopien und den
Terrorismus unternommen würde.
wofür haben fahrzeuge ein licht und der mensch einen kopf oder eine
hand, auf/an dem er eine gute lampe befestigen kann?
auf der landstraße/autobahn ist ja auch kein licht. das einzige was
meiner meineung nach im ortsgebiet wirklich beleuchtet gehört, sind
zebrastreifen (schutzwege). alle anderen verkehrsteilnehmer können sich
leicht selber beleuchten
ich frage mich, wieso noch niemand auf die EINFACHSTE lösung überhaupt
gekommen ist.
in jedem treppenhaus eines mietshauses gibts einen zeitschalter, der das
licht für ne minute anschaltet.
wieso baut man sowas nicht an die lampen ran ? wenn jemand licht
braucht, drückt er drauf, und gut ist ...
gut, die knöpfe sollten vielleicht jeweils immer zwischen den lampen
sein, damit man nicht immer im dunkeln steht, bis man endlich bei der
nächsten lampe is.
Also Leute, ich fahre ja schon etwas länger Auto.
Als ich den Führerschein gemacht habe, da gab es Straßenlaternen,
die nicht die ganze liebe lange Nacht lang an waren, und da war dann
noch ein extra Verkehrszeichen dran. Das Ding habe ich schon lange nicht
mehr gesehen; es hatte eigentlich den Sinn, öffentlichen Strom zu sparen
(und nebenbei den Kraftfahrzeugführer zu ermuntern, die Parkleuchte
einzuschalten). Wahrscheinlich ist es wegen möglicher Klagen Einzelner
vorausschauend von den öffentlichen Entscheidungsträgern überflüssig
gemacht geworden.
Kurze Frage:
Wer von euch weiß überhaupt, was eine Parkleuchte ist?
Wo geht die denn an?
Wer hat sie jemals benutzt?
Ihr seht: Dass die Laternen immer an sind, daran hat man sich gewöhnt,
die jüngeren kennen es auch garnicht anders.
Für sinnvoll halte ich solche Stromsparmaßnahmen jedoch nach wie vor.
Aber dass die Beleuchtung bei Bedarf auch noch extra bezahlt werden
muss, das geht zu weit! Anscheinend hat hier die Steuerung der
Beleuchtung soviel gekostet, dass man, dem "Subsidiaritäts-Prinzip"
folgend, meint die Kosten dem Nutzer aufbürden zu müssen.
Micky schrieb:
> Als ich den Führerschein gemacht habe, da gab es Straßenlaternen,> die nicht die ganze liebe lange Nacht lang an waren, und da war dann> noch ein extra Verkehrszeichen dran. Das Ding habe ich schon lange nicht> mehr gesehen.
Dann komm mal nach Dresden. Jede zweite Straßenleuchte hier hat
sowas. Allerdings ist die nach der Abschaltung von 50 % der
Beleuchtung erreichte Gesamthelligkeit trotzdem noch ausreichend,
um sicher auch als Fußgänger seinen Weg zu finden.
Ich weiß nicht was manche mit Gewalttätern haben. Ist es tatsächlich
sicherer wenn die Diebe, Vergewaltiger und Raubmörder mit Straßenlicht
ihrem Hobby nachgehen?
Thilo M. schrieb:
> Auf solche Maßnahmen warten die Herren Triebtäter schon lange!> Nur abwarten, bis das 16-jährige Nachbarstöchterchen abends alleine> heimläuft. :-/
Na, die muss sich eben überlegen, was ihr ihre Sicherheit wert ist ;)
Aber mal ehrlich: Das ist eine Schnapsidee. Die Straßenlampen, die ich
hier kenne, brauchen mal locker 10-15min zum Aufheizen (irgendwelche
Gasentladungsdinger halt). Nimmt man "normale", geht Lebensdauer und
Effizienz runter. Das kann sich nicht rechnen und mit der beworbenden
Umweltfreundlichkeit ist es dann auch aus.
Egal schrieb:
> Luminizierender Straßen
Oder die Fahrbahndecke mit Uran anreichern, dann nutzt sie sich auch
nicht so schnell ab und ist ganz jaehrig eisfrei (-:>
> Ist es tatsächlich sicherer wenn die Diebe, Vergewaltiger und> Raubmörder mit Straßenlicht ihrem Hobby nachgehen?
Klar, dann gibt's weniger Arbeits- und Wegeunfälle, und die Sozialkassen
werden entlastet !
Bei uns gibt es keine Straßenbeleuchtung, da ist halt die Taschenlampe
ständiger Begleiter.
Wenn man sie vergisst hat man bei Regen durch die vielen Schlaglöcher
automatisch gewaschene Füße.
Es wäre schon viel gewonnen,
wenn sich die gemeine Straßen-
laterne beim leuchten auf die
Straße konzentrieren würde.
Ich hab hier städtischerseits,
so einen auf alte Gaslaterne
getrimmten schmiedeeisernen
Alptraum vors Haus gestellt
bekommen, den wahrscheinlich
ein Leuchtturmwärter konstruiert hat.
Das Ding strahlt eigentlich
nur horizontal ab. (in ca 4m Höhe)
Mein Obergeschoss ist dadurch
straßenseitig jetzt komplett
orangerot ausgeleuchtet, dafür
ist es auf der Straße, direkt
unter der Lampe zappenduster.
Außerdem blenden die Dinger
ab etwa 15m Abstand wied Sau.
>>Bei uns gibt es keine Straßenbeleuchtung>Wo ist das denn?
Hm...
>durch die vielen Schlaglöcher...gewaschene Füße
Leipzig?
Der Größe der Löcher nach kommt das hin
Andreas Breitbach schrieb:
> Nee, nee, ganz westlich, Hamminkeln-Havelich, NRW.>> Gruß Andreas>> P.S. DSL gibt´s hier auch nicht
Offensichtlich der Rand der Erdscheibe ...
gg
Miraculix habe ich hier noch nicht fliegen gesehen, jedoch viele
Heißluftballone - hier ist viel Platz zum Landen.
> Offensichtlich der Rand der Erdscheibe ...
Mehr am Rand der Nordsee (falls die Polkappen endlich schmelzen und die
mit den gelben Nummernschildern mit ihren Wohnwagen ins Sauerland
umsiedeln müssen)
Andreas Breitbach schrieb:
> P.S. DSL gibt´s hier auch nicht
Na dann ist es ja kein Wunder, daß es bei euch keine Straßenbeleuchtung
gibt. Hier wird das Licht abends per DSL in die Laternen geuploadet und
tröpfelt dann bis zum Morgen raus auf die Straße.