Arbeiten als Ingenieur in Berlin aussichtslos?

Gast #1371166
Lesenswert?

Nach der kompletten Deindustrialisierung Berlins nach der Wende scheint 
Berlin zum Armenhaus abgesackt zu sein.

http://www.tagesspiegel.de/berlin/Landespolitik-Kinderarmut;art124,2870784

Ändern will man daran anscheinend nix, man tolleriert ja auch ganz offen 
Übergriffe von Autonomen auf "Wessis","Yuppies", die Rot Rote Koalition 
sagt: " wir können uns von diesen nicht distanzieren, Sie gehören zu 
unserem Wählerspektrum."



Schade ich dachte eigentlich ich könnte nachm Studium hier auch arbeiten 
...
Gast #1371199
Lesenswert?

Du bist als Maschbauer doch schon mit deiner Studienwahl völlig auf dem 
falschen Dampfer,
in unserem Land wird das Geld schon lange nicht mehr mit Arbeit 
verdient,
sondern mit kleinen Zockerspielchen von Derivaten an der Börse,
und wenn das nicht klappt bettelt man eben beim Staat um Geldspritzen.

Berlin wurde vor der Wende (welche Wende? Die war im Herbst 1982, da hat 
sich die FDP von der SPD zur CDU gewandt, du meinst die 
Wiedervereinigung)
sowohl im Westen als auch im Osten massiv aus dem Umland subventioniert.

Deine schönen ehemaligen Berliner Maschinenbaufirmen, wie Siemens, 
Bombardier, Thyssen, DIAG, haben nämlich nie profitabel gewirtschaftet, 
sondern immer nur Staatsmillionen einkassiert. Wir, der Rest der 
Bevölkerung, hat keinen Bock mehr, dir als Maschbauer solche Jobs zu 
finanzieren. Verdien' selbst dein Geld, mit nachhaltiger Wertschöpfung.

Mit den Suchbegriffen "Maschinenbau Berlin" findest du übrigens heute 
noch hunderte Firmen. Ob die dich brauchen können, weiss ich nicht.

Du solltest dich lieber auf die Seite derer schlagen, die die
"Wessies" (wer ist in Berlin ncoh Wessie?) und "Yuppies" aus der Stadt 
vertreiben, denn mit deiner Bildung ist es auch nicht weit her: 
"tolleriert".
#1371256
Lesenswert?

Maschbauer schrieb:
>
> Schade ich dachte eigentlich ich könnte nachm Studium hier auch arbeiten
> ...

Das kannst Du einigermassen vergessen.
Sieh es so: Du hattest ein paar Jahre Spass in B, den Ernst des 
täglichen Berufslebens verbringe besser woanders. ;-)

In den Neunzigern des letzten Jahrhunderts (es hiess damals B wird wegen 
Hauptstadt und bla in Zukunft boomen) hatte ich einige Jahre Spass 
beruflich in Berlin. 2001 machte der Laden zu, danach bin ich aus B 
ausgewandert, weil es keinen passenden Job gab.
Klar kann man in B arbeiten, aber höchstwahrscheinlich zu recht 
ärmlichen Konditionen und meistens mit zweifelhaften Zukunfts- und 
Aufstiegsaussichten...

Keine Sorge woanders lässt sich auch ganz gut leben. Und zwar ohne über 
Hundekaka zu stolpern oder ständig von Leuten wegen einer kleinen Spende 
angesprochen zu werden bzw. Verkäuferinnen und Nachbarn können auch 
frundlich sein.
Gast #1371521
Lesenswert?

>@Maschbauer
>Haste dich denn schon beworben oder läßt du dich von der Negativlobby
>beeindrucken? Oder weist du nicht wo du suchen sollst?
Naja, als unerfahrener Maschb. hat man es überall sehr schwer. Selbst in 
den Maschb.-Hochburgen werden allenfalls ein Teil der Absolventen 
eingestellt und direkt in Kurzarbeit geschickt. Andere Lösung sind die 
Auffanggesellschaften, so wie das Bayern praktiziert. In Berlin sah es 
schon vor der Krise mau aus. Kaum Stellen, falls dann doch vorhanden, 
miese Arbeitszeiten und Löhne.
Jetzt geht in Berlin damit garantiert gar nichts.
Wenn der Aufschwung aber in den anderen Bundesländern wiederkommen 
sollte, kommt er auch nach Berlin aber nur abgeschwächt und zum Schluss. 
Ich würde dieser Region den Rücken kehren. Da ist noch nicht mal mehr 
einen Blumentopf zu gewinnen. Das einzige Geschenk was man dort erwarten 
kann, ist die Hartz-Alimentierung.
Gast #1372245
Lesenswert?

Ist doch auch nur Lohndrückerei wie überall.
Erst wenn die Zahl der Bewerbungen nachläßt
überlegt man sich ob man nicht etwas mehr zahlt.
Solange es genug Bewerber gibt kann man dieses
Spiel treiben, danach wird es eng und die Lobby
verbreitet dann Fachkräftemangel. Diese verlogenen
Strukturen gehören abgeschafft. Oder anders
ausgedrückt: Gelegenheit macht Diebe.
Gast #1372863
Lesenswert?

>Versteh Dein Problem nicht Auskenner! Was hat das mit der DDR zu tun?
Na ganz einfach, er impliziert damit, dass Schwups die Angebotsseite 
vergrößern bzw. die Bewerberseite verkleinern möchte, damit die 
Bedingungen und Löhne besser werden. Damit ist er in den Augen des 
Generaldirektors ein linkes Sozialistensc..., was die DDR wiederhaben 
möchte. Sobald aber die Arbeitgeber den Markt zu ihren Gunsten 
beeinflussen, dann ist das freie Marktwirtschaft. So sind sie eben, die 
Neoliberalen.
Gast #1372926
Lesenswert?

> Na ganz einfach, er impliziert damit, dass Schwups die Angebotsseite
> vergrößern bzw. die Bewerberseite verkleinern möchte, damit die
> Bedingungen und Löhne besser werden.

versteh ich immer noch nicht. ich kann nicht aus schwups text lesen, das 
er das tun will! Er beschreibt doch nur den Vorgang, wie er auch in der 
Realität stattfindet.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren