Ein Bekannter hat mir einen Link auf eine Seite geschickt, mit der man
Passwörter auf Sicherheit testen kann.
Bin auf die Seite gegengen und habe mal "Knurrwurst" eingegeben.
Das Ergebnis war "schwach". Sehe ich aber nicht ein, "Knurrwurst" findet
man (bis jetzt!) in keinem Lexikon. Was soll an z.B. "üK8oV$Mµ-t" denn
besser sein? Ich denke mal, diese Seite dient nur dazu, die Passwörter &
IP der Leute abzugreifen. Ich denke mal es gibt ganz schön Trafic (10
hoch 26) um auch nur ein Password mit 10 Buchstaben zu raten. Das
password ist ja noch lange nicht die Verschlüsselung sondern dient nur
der Authentifizierung.
Die meisten Sumpfhühner wollen Passwörter, die man leicht behalten kann.
Dazu bieten sich Mnemoniken an, also Buchstabenkombinationen, die sich
aussprechen lassen. Da kommt man dann auch recht schnell zu dem Schluss,
dass Sonderzeichen da nicht gut reinpassen. Würde also dann ein Alphabet
von um die 60 Buchstaben ergeben.
Nehme ich mal Zahlen und Sonderzeichen, Akzente und Interpunktion zu,
verdoppelt sich das ganz schnell, der Rechen- bzw. 'Versuchsaufwand' zum
Knacken wächst exponentiell.
Am einfachsten zu Merken finde ich immernoch irgend einen Satz mit ein
paar Zahlen oder Buchstaben zwischendrin.
Die zusammenkombinierten Wörter ergeben genug Länge und sind
gleichzeitig einfach zu merken und die wenigen eingefügten Buchstaben
machen das Passwort sicher gegen Wörterbuchangriffe.
>> Was soll an z.B. "üK8oV$Mµ-t" denn>> besser sein?>>>Mit ein bischen Überlegung findest du das selber raus :)
Tatsaechlich ?
Fuer einen Generator, der alle Permutationen von allen erlaubten Zeichen
probiert ist die Wahrscheinlichkeit etwa gleich...
es ist doch viel besser, ein langes, leicht merkbares passwort mit
wenigen, aussprechbaren zeichen zu benutzen, wie z.b. ein vollständiger
satz "ichbinjasowahnsinnigschlau" als ein kurzes passwort aus allen
zeichen inkl. sonderzeichen. dank seiner länge, ist das erstere sicherer
und trotzdem leichter zu merken... lediglich der tippaufwand steigt.
> Mit ein bischen Überlegung findest du das selber raus
Das bezweifle ich bei der Zielgruppe diese Forums. Dass Passwortknacker
auch vorhandene Wörter aus einer Wörterbuchdatei automatisch kombinieren
können, haben viele Leute hier vermutlich noch nie gehört. Auch eine
einstellige Zahl vor oder hinter ein Wort bietet keinen wirklichen
Schutz, da diese Methode zu bekannt ist.
Ach was! Ein Buchstabe als PW reicht locker. Gibt doch heute überall
nach 3 Versuchen Loginsperren.
Also als PW das "D" nehmen und nie mehr Angst um die Sicherheit haben.
Versuch 1: A
Versuch 2: B
Versuch 3: C
Versuch 4: D -> Loginsperre! Kann kein PW Knacker jemals rausfinden da
seine IP gesperrt wurde.
:-D
Ähhh, nein.
Keine Ahnung wo es diese Loginsperren dauerhaft geben soll?
Und was juckt es den Hacker wenn seine (sowieso nur temorär) vergebene
IP gesperrt ist???
Also ich verwende meist mathematische Sachen als Passwort, z.B:
int(2*x,x,10,13) = 69
Da ist es absolut kein Problem Sonderzeichen zu verstecken, man kann es
sich gut merken und wenn man mal einen Teil vergisst kann man sich den
rausrechnen.
Naja ich bin eher der Typ der laaaaaaange PWs verwendet.
So bei wichtigen dingen können das schon mal über 25 Zeichen sein.
Klar das ist seeehr unkomfortabel aber dank Fingerabdruckscanner nicht
so nervig wie man denkt.
Ist schon klasse so ein Teil, funktioniert sogar mit Zehenabdrücken! ^^
Hallo,
das mit den mathematischen Sachen ist eine tolle Idee.
Eigentlich ist aber jedes Passwort zu knacken bei genügend
Rechenleistung und Versuchsmöglichkeiten.
Die Gegenstelle, die das Passwort in Empfang nimmt, sollte den Zugang
verweigern, wenn das Ding nach 20 Versuchen immer noch falsch eingegeben
wurde.
Das ist eine höhere Sicherheit als diese Sonderzeichenschiene.
Mein Paßwort für die LUKS-Partition lautet:
Ha8BdEKB.ltkkst8GMnZ3q97oBfyeFxCHvRzyzJbR
Dafür habe ich mir einen Merksatz gebaut - das ganze einzutippen geht
nach dem hundersten Mal auch einigermaßen locker von der Hand.
Die ersten acht Zeichen sind eine Art persönliches "Salt" - für wichtige
Dinge nehme aus mnemotechnischen Gründen prinzipiell das gleiche Paßwort
und ändere jeweis nur die ersten acht Zeichen.
Gast schrieb:
> Eigentlich ist aber jedes Passwort zu knacken bei genügend> Rechenleistung und Versuchsmöglichkeiten.
Bereits das Kriterium ,genügend Rechenleistung' kann aber hinreichend
schnell bereits nicht mehr erfüllt sein. Schließlich wirst du ja
in der Regel nicht ein paar Millionen Jahre auf die Antwort warten
wollen wie die Leute im Hitchhiker's Guide to the Galaxy.
Ich benutze Nicknamen aus dem Chat als Passwort
Beispiel: Jutta als Realname, heisst im Chat "Gabi1977"
Ich notiere mir offen "Jutta+S" S wie Sonderzeichen
=> §Gabi1977§ § als Standardsonderzeichen
Bei monatlich wechselnden Passwörtern "Jutta+S+M"
=> §Gabi1977§08 08 für August.
Ich habe von 3-4 von diesen Passwörtern, die ich alle so offen notieren
kann.
Rick schrieb:
> Ich benutze Nicknamen aus dem Chat als Passwort>> Beispiel: Jutta als Realname, heisst im Chat "Gabi1977"> Ich notiere mir offen "Jutta+S" S wie Sonderzeichen> => §Gabi1977§ § als Standardsonderzeichen>> Bei monatlich wechselnden Passwörtern "Jutta+S+M"> => §Gabi1977§08 08 für August.> Ich habe von 3-4 von diesen Passwörtern, die ich alle so offen notieren> kann.
Eine schöne Anleitung wie man es nicht machen sollte...
Angenommen es gibt vllt 3000-4000 Vornamen, Kosenamen, Abkürzungen,
100 zweistellige Jahreszahlen + 100 vierstellige dazu noch 36
Monatsnamen (Namen + Abkürzungen + numerisch), dazu noch 2x 10
Sonderzeichen.
Dazu 5 Position wo was stehen kann d.h. 120 unterschiedliche
Anordnungsmöglichkeiten.
Macht zusammen: 4000 100 2 36 10 2 120 = 69.12 Mrd
Möglichkeiten (wenn ich mich nicht auf die schnelle verrechnet habe).
Eine aktuelle Grafikkarte überprüft bis zu einer Mrd MD5-Hashes pro
Sekunde...
Arc Net schrieb:
> Eine aktuelle Grafikkarte überprüft bis zu einer Mrd MD5-Hashes pro> Sekunde...
Das funktioniert aber nur, wenn du auch an den MD5-Hash herankommst.
Jörg Wunsch schrieb:
> Arc Net schrieb:>>> Eine aktuelle Grafikkarte überprüft bis zu einer Mrd MD5-Hashes pro>> Sekunde...>> Das funktioniert aber nur, wenn du auch an den MD5-Hash herankommst.
Ohne direkten Zugriff funktioniert das, außer man hat ein passendes
Bot-Netz, sowieso nicht schnell genug, selbst wenn, müsste/n dann noch
die/der Server so schlecht konfiguriert sein, das er beliebig viele
Zugriffe von unterschiedlichsten IPs zulässt ohne die Loginversuche zu
verzögern oder ganz zu sperren. Aber dafür gibt's genügend andere Lücken
ala SQL-Injection, um irgendwo an ein Passwort zu kommen (was bei viel
zu vielen Leuten dann auch das einzige Passwort für alles mögliche
ist...)
Sieht man sich die anderen Probleme von MD5 an, ist das Verfahren
mittlerweile eh unbrauchbar.
Bei brauchbaren Verfahren, bricht das ganze von einer Mrd/s auf 20-50
Tsd/s ein.
http://www.elcomsoft.com/edpr.html
p.s. in der Rechnung oben müssten es 10 · 10 statt 10 · 2
Sonderzeichenmöglichkeiten sein, also das ganze mal 5...