Guten Tag miteinander
Ich plane zurzeit eine Messung, welche in einem Temperaturschrank
durchgeführt wird (mit automatischer Auswertung etc..).
Nun fehlt mir nur noch eine Lichtschranke, welche für mich bzw. die
Software die Startbedingung darstellt.
Die Entfernung von Sender und Empfänger beträgt dabei max. 10cm, was ja
kein Problem darstellen sollte.
Die maximale Temperatur im Schrank wird höchstens 80°C betragen.
Kann mir hier jemand ein Modul empfehle, welches bei dieser Temperatur
noch funktioniert?
Alle, die ich gesehen habe, sind da nicht mehr spezifiziert.
Danke und Gruss
Das schwierigste sollte die Lichtquelle sein. Da gibts es aber auch LEDs
die bis 100 C spezifieziert sind (z.B. SHF484). Man muß bei 80 C aber
mit einer deutlich reduzierten Helligkeit und Strombelastbarkeit
rechnen.
Bei den Fototransistoren / Fotodioden sollten 80C kleine echtes Problem
sein. Man muß aber mit etwas mehr Untergrund rechnen.
Mit einem fertigen Modul wird es eventuell schwierig.
Bei hohen Temperaturen steigt der Leckstrom der
Fotodioden/Fototransistoren an. Auch im dunkel wird da also etwas Strom
fließen, wenn man mit einer Vorspannung arbeitet. Für eine
Fototransistor SFH3100, sind z.B. bei 20 C etwa 1 nA an Dunkel Strom
angegeben, bei 85 C aber schon fast 1 µA.
Achso, das ist kein Problem, da die Lichtschranke nur etwa alle 2s für
ein paar ms aktiv sein wird und die Speisung per Netzteil bzw.
nachgeschaltetem Regler realisiert ist.
Aber danke für den Hinweis!
Hallo,
das ist keine Frage der aktiven Komponenten, die gehören nicht in den
Schrank. Ich führe sowas grundsätzlich mit Lichtleitern aus und
positioniere so die gesamte Messelektronik ausserhalb des
Experimentierraums. Kunststofflichtleiter sind spezifiziert bis 70 Grad,
das heisst nicht dass sie bei 80 Grad schmelzen, aber möglicherweise
sind sie nicht auf lange Dauer stabil - auch kein Problem, dann eben
Glas-Faserbündelleiter.
Ich führe damit photometrische Messungen durch, die Anforderungen sind
also erheblich höher als bei einer einfachen Lichtschranke.
Gruss Reinhard
Ja gut, aber da ich sowieso nur 2 Zustände habe, sollte die Auswertung
nicht zu kritisch werden (so denke ich).
Werde das Ganze nächste Woche mal testen.
Hallo miteinander
Habe nun alles aufgebaut, funktioniert wie es sollte.
Nun hab ich trotzdem noch eine Frage:
Ich habe jetzt mit einem IR-Transistor und einer IR-LED eine Schranke
gebaut.
Die Spannung, welche an meinem Spannungsteiler (IR-Transistor und
Widerstand) abfällt, messe ich per ADC.
Soweit so gut.
Wenn die Schaltung jetzt im Temperaturschrank bei 70°C arbeitet, habe
ich da irgendwie Probleme damit, also bezüglich der Wärmestrahlung?
Ist es nötig, die LED z.B mit 5kHz zu pulsen und dann per Hochpass am
Transistorabgriff die Flanken zu zählen, oder funktioniert meine Methode
auch?
Kann den Test im Temperaturschrank erst nächste Woche machen, daher die
Frage.
Danke und Gruss
Tom schrieb:
> Hallo miteinander>> ...> Wenn die Schaltung jetzt im Temperaturschrank bei 70°C arbeitet, habe> ich da irgendwie Probleme damit, also bezüglich der Wärmestrahlung?
Nein, da solltest Du keinerlei Problem durch Strahlung bekommen.
> Ist es nötig, die LED z.B mit 5kHz zu pulsen und dann per Hochpass am> Transistorabgriff die Flanken zu zählen, oder funktioniert meine Methode> auch?
Beides ist machbar. Ersteres erscheint mir einfacher.
>> Kann den Test im Temperaturschrank erst nächste Woche machen, daher die> Frage.
Wenn es Deiner Elektronik doch zu warm wird: Es gibt bilige
Lichtleitfasern (Kunststoff, bis 120 Grad einsetzbar). D.h. man plaziert
die Elektronik außerhalb, und leitet nur das IR-Licht in den Schrank.
Nur mal so als Denkanstoß.
Andrew Taylor schrieb:
> Wenn es Deiner Elektronik doch zu warm wird: Es gibt bilige> Lichtleitfasern (Kunststoff, bis 120 Grad einsetzbar). D.h. man plaziert> die Elektronik außerhalb, und leitet nur das IR-Licht in den Schrank.
Hab ich schon vorgeschlagen, will er nicht. Ich würds aber trotzdem so
machen, da ich schon langjährige Erfahrungen damit habe. Übrigens gibts
das auch fertig zu kaufen.
Gruss Reinhard