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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Trafo Leistung


Autor: Philipp (Gast)
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Hallo,
ich habe einen Trafo, der an einer der Sekundärwicklungen 100V mit 5,5A 
ausgibt.
Dazu habe ich ein paar grundsätzliche Fragen: Ist mit 5,5A die Maximale 
Stromstärke gemeint, die der Trafo wegen der Hitzeentwicklung aushält?

Ich wollte mir aus dem Trafo ein Schaltnetzteil basteln, also zuerst 
100V gleichrichten, dann glätten und mit einem Mega8 und ein paar 
Hochleistungstransistoren eine PWM Schaltung bauen, deren Ausgangspuls 
ich wieder glätte. Damit würde ich ja theoretisch Spannungen von 0-100V 
herstellen können.
Ist das so wie geplant überhaupt möglich? Nach dem was ich hier im Forum 
gelesen habe, habe ich das Gefühl dass ich mir das ganze viel zu einfach 
vorstelle.
Falls es doch klappt, mit welchen Ausgangsleistungen könnte ich dabei 
rechnen? Von der Spule müsste ich ja theoretisch immer 550 VA entnehmen 
können, bedeutet das, dass ich z.B. bei 50V Ausgangsspannung 11A 
erhalte?

Bitte nehmt mir meine Unkenntniss nicht übel, bin halt noch ein Blutiger 
Anfänger und ich möchte nachdem ich mit dem Atmega8 etwas Erfahrung 
gesammelt habe damit endlich mal etwas nützliches Basteln.

gruß Philipp

Autor: jens (Gast)
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Die Verluste in der Wicklung hängt nur vom Strom und nicht der 
übertragenen Leistung ab. Dein Plan ist also nicht so einfach möglich.

Autor: MaWin (Gast)
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Ja, der Trafo kann bei ohm'scher Belastung 5.5A liefern, die 
Belastungsgrenze ist thermisch durch Verluste im Draht und Kern gegeben, 
wenn er innen zu heiss wird (für 130, 155 oder 180 GradC ausgelegt), 
hält die Isolierung nicht so lange, wie vorgesehen (nämlich 10 Jahre).
Niedrigere Belastung verlängert die Lebensdauer, 10 GradC weniger 
verdoppeln sie.

Schliesst du aber Gleichrichter und Siebelko an, fliesst der Strom in 
Pulsen. Da am Siebelko auch 140V entstehen, ist logisch, dass keine 5.5A 
mehr gezogen werden können, das wären ja 770W, hinzugezauberte 220W gibt 
es aber nicht. 550VA bei 140V sind 3.9A, real darf man den Trafo sogar 
nur etwas weniger belasten, so 3A sind aber sicher drin.

Dass du mit deinem sekundaergetakteten Schaltnetzteil noch weit weg von 
einem Erfolg bist weiul du die allermeisten Probleme offenbar noch nicht 
siehst, ist dir aber hoffentlich klar. Kennst du die Probleme, brauchst 
du den Trafo nämlich nicht mehr :-)

Autor: Kai Klaas (Gast)
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Hallo Philipp,

>ich habe einen Trafo, der an einer der Sekundärwicklungen 100V mit 5,5A
>ausgibt.
>Dazu habe ich ein paar grundsätzliche Fragen: Ist mit 5,5A die Maximale
>Stromstärke gemeint, die der Trafo wegen der Hitzeentwicklung aushält?

Die angebenen Spannungen und Ströme sind Effektivwerte und die 
Nennleistung bezieht sich auf ohmsche Belastung. Wenn du also einen 
ohmschen Widerstand von 18,18 Ohm an die Sekundärseite hängst, wird eine 
Spannung von 100Veff anliegen und ein Strom von 5,5Aeff fließen. Dies 
wird der Trafo auf Dauer nur bis zu seiner spezifizierten maximalen 
Umgebungstemperatur aushalten. Es ist sinnvoll deutliche Reserven 
einzuplanen, da die aktuelle Einbausituation die Kühlung erheblich 
verschlechtern kann.

Achtung, der Kurzschlußstrom kann deutlich höher sein!

>Bitte nehmt mir meine Unkenntniss nicht übel, bin halt noch ein Blutiger
>Anfänger und ich möchte nachdem ich mit dem Atmega8 etwas Erfahrung
>gesammelt habe damit endlich mal etwas nützliches Basteln.

Ein Schaltnetzteil ist leider kein Anfängerprojekt!!!

Kai

Autor: aha (Gast)
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Ich wuer mal ein Schaltnetzteil mit Spannungen unter 50V bauen. Die 
Sicherheitsnormen aendern sich oberhalb 50V.

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