Wirtschaftsminister will mehr Billigentlohnung

Gast #1377333
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http://www.sueddeutsche.de/,tt3m1/wirtschaft/971/484408/text/

" .. Dort heißt es im Industriekonzept von Wirtschaftsminister 
Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) unter der Überschrift "Arbeitsmarkt 
flexibilisieren - mehr Beschäftigung ermöglichen": Die beschlossenen 
Mindestlohngesetze seien "im weiteren Verfahren" zu korrigieren, die 
"strengen" Befristungsregeln im Arbeitsrecht zu lockern und die 
Zeitarbeit ohne Einschränkungen zu erhalten."

und die FDP applaudiert schon mal.

"Der FDP-Fraktionsvize Rainer Brüderle lobte dagegen die Guttenberg 
zugeschriebenen industriepolitischen Forderungen: .."

Nachtigall ick hör dir trapsen ..
#1377347
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Schwups... schrieb:
> Warum so umständlich? Führt doch gleich wieder Frohndienste und
> Leibeigenschaft ein. Und wer das nicht packt kann sich einschläfern
> lassen. Woher diese Lobby wohl wieder kommt?

Leibeigenschaft hat einen gravierenden Nachteil:
Der Eigentümer trägt die soziale Verantwortung für den Leibeigenen.

Durch Zwischenschaltung des Geldes als Garotte, mit der man einen 
"freien Menschen" erdrosseln kann, sind die Herren diese Verantwortung 
los...
Gast #1377685
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> Was habt ihr gegen Guttenberg?

Sollte die Frage nicht eher umgekehrt lauten? Was spricht für 
Guttenberg? Das er die Lohnkonkurrenz in den unteren Lohngruppen wieder 
anheizen möchte hat jedenfalls sein eigenes Geschmäckle.
Gast #1377829
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@Martin

>Der Filmbeitrag (http://www.youtube.com/watch?v=x3g4SRjPSSI&hl=de)
>ist doch eine Satire?

http://de.wikipedia.org/wiki/The_Yes_Men

>The Yes Men sind eine Netzkunst- und Aktivistengruppe, die 
>Kommunikationsguerilla betreibt und mit einer Fälschung der Webseite der >WTO 
bekannt wurde. Mitglieder der Gruppe geben sich als Repräsentanten 
>internationaler Konzerne oder Institutionen aus und karikieren mit >übertriebenen 
Forderungen auf Konferenzen deren Ziele (Überidentifikation). >Sie selbst 
bezeichnen dies als „Identitätskorrektur“ (“identity >correction“).

Wenn man Satire als eine überspitzte Darstellung der Realität sieht, ja 
dann ist es Satire.
Gast #1377867
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>zur zeiten der monarchie nahmen sie uns den zehnten .. heute ist man
>weiter ... man lässt uns den zehnten ...

>ein schelm der böses dabei denkt ....

Wobei man ja von 2 Seiten geknechtet wird. Einmal steuermäßig von der 
Staatsseite, wobei die meisten Einnahmen wieder auf die Allgemeinheit 
positiv zurückkommen, mal Ausgenommen Subventionen oder die 
Zinszahlungen für die Staatsschulden.
Die andere Knechtschaft kommt von den Banken. Selbst wenn man keine 
Schulden hat, muss man Zinsen zahlen. Denn die Unternehmen müssen ja 
Zinsen für ihre Kredite bezahlen, die sie auf die Produkte umschlagen. 
Will man jetzt noch ein Haus auf Kredit kaufen, sieht's ganz übel aus.
Das System ist perfekt zum Abgreifen fremder Leistungen.
Monopol auf Herausgabe eines Zahlungsmittels haben, das oft nur aus Bits 
und Bytes besteht und damit jemanden in die Leibeigenschaft in Form des 
Zinses rein zu manövrieren.
Prof. Senf schätzt, dass diese "Zinskosten" in den Preisen bis zu einem 
Drittel ausmachen. In den Investitionsgüterbranchen könnte ich mir das 
schon vorstellen. Da läuft fast alles über Kredit. Mit Eigenkapital 
wären die hohen Summen nicht finanzierbar.
Früher gab es in der Not oft Aufstände und Hass gegen Monarchen, Grafen, 
Fürsten, Landvogte. Heute ist der wahre Verursacher der Probleme ohne 
weiteres nicht erkennbar. Da kann sich leicht der Zorn gegen Rentner, 
Arbeitslose, Ossis und Ausländer richten.

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