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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Gefilterte Vcc an Atmel - High Signal von anderen Quellen


Autor: Quentchen (Gast)
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In der Atmel-Application Note über EMV gerechtes Design wird empfohlen 
Vcc über einen LC-Tiefpass zu filtern.

Wenn ich nun noch Peripherie auf der Platine habe, die nicht über dieses 
gefilterte Vcc versorgt wird, sondern aus den 5V vor dem Filter? Gibt 
das Probleme?

Wenn ich die ISP-Schnittstelle anschliesse, hätte ich ja die Wahl ob ich 
die vom Programmer kommende Versorgung vor oder nach dem Filter 
anschliesse. Welche Für-Und-Wieder gibt es da?

Autor: Oliver Döring (odbs)
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Das ist kein Problem, solange die Betriebsspannung am VCC-Pin des Atmel 
nicht deutlich geringer ist als das externe High-Signal. Sonst fangen 
die Schutzdioden an zu leiten und können beschädigt werden. Kleine 
Spannungsabfälle wie die eines LC-Filters sind aber nicht schlimm.

Wo du die Spannungsversorgung für den Programmiervorgang anklemmst, ist 
für alle praktischen Belange schon fast egal. So kritisch ist das alles 
nicht.

Autor: Kai Klaas (Gast)
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Hallo Quentchen,

>Wenn ich nun noch Peripherie auf der Platine habe, die nicht über dieses
>gefilterte Vcc versorgt wird, sondern aus den 5V vor dem Filter? Gibt
>das Probleme?

Der LC-Tiefpaß am Mikrocontroller sorgt ja nur dafür, daß die allgemeine 
5V Versorgung von diesem Verbraucher nicht verseucht wird. Du kannst an 
die allgemeine 5V Versorgung sehr wohl auch andere Verbraucher 
anschließen. Diese auch wieder über einen eigenen LC-Tiefpaß, wenn 
nötig.

Das Ganze setzt vorraus, daß es durch die Versorgungsgleichströme der 
einzelnen Verbraucher keine nennenswerten Spannungsabfälle an den 
jeweiligen Induktivitäten gibt, wobei 0.1V so grob über den Daumen noch 
zulässig ist.

Auch beim Ein- und Auschalten der Versorgungsspannung müssen die 
LC-Tiefpässe gleich schnell auf und entladen werden, sonst gibt es 
wieder Spannungsunterschiede.

Am besten verwendet man für die Induktivitäten kleine Soft Ferrite Beads 
wie die BLM21 von Murata. Die entwickeln hauptsächlich in dem 
Frequenzbereich über 10MHz nenneswerte Impedanzen, wo Mikrocontroller 
richtig Störungen prozieren. Für die Gleichströme ist der 
Spannungsabfall oft vernachlässigbar.

Oft werden die Induktivitäten auch einfach weggelassen, weil sie in der 
Mehrzahl der Fälle garnicht erforderlich sind.

Kai Klaas

Autor: Ulrich (Gast)
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Wenn man Probleme mit unterschiedlicher Versorgungsspannung hat, kann 
man sich mit einem SerienWiderstand helfen. Mit eine 10 K Widerstand ist 
man schon weitgehend auf der sicheren Seite, denn bei 5 V fließen da 
auch nur 0,2 mA , was die Schutzdioden noch vertragen sollten. Für die 
meisten, nicht besonders schnellen Signale reicht das.

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