Beheizen von Bleiakkus

OP #1379278
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Ich muss im Winter bei bis zu -20° eine Schaltung testweise für einige 
Tage im Freien betreiben. Dazu habe ich noch ein paar Bleiakkus 
herumliegen. Da die Dinger wie alle Batterien ja ziemlich 
temperaturempfindlich sind, habe ich eine Frage:
Ab wann lohnt es sich die Akkus mit den bei verschiedenen Anbietern 
erhältlichen Heizfolien zu beheizen? Wann lohnt sich also der 
Stromverbrauch der Heizung?
Gast #1379397
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> Ab wann lohnt es sich die Akkus mit den bei verschiedenen Anbietern
erhältlichen Heizfolien zu beheizen?

Gar nicht.

Kalte Akkus liefern nicht viel Strom (weil die chemischen Reaktonen 
langsamer laufen), haben aber noch volle Kapazität (die menge der 
chemisch umsetzebaren Substanzen ist gleich),
und leere Bleiakkus können einfrieren (weil der Elektrolyt Schwefelsäure 
je nach Konzentration andere Gefrierpunkte hat), aber wenn man sie beim
Entladen der letzten Prozente ins Warme holt, haben sie gleichviel
Kapazität.

Wenn du also einen Bleiakku im kalten (aber immerhin so warmen daß er 
bei seinem Ladezustand nicht einfriert) nur mit wenig Strom belastet, 
hast du kein Probelm.

Belastest du den Akku stark (wie im Auto) erhitzt er sich innen durch 
den Spannungsabfall am Innenwiderstand viel besser, als von aussen per 
Heizfolie.

Es gibt also keinen sinnvollen Grund zu heizen, es sei denn, die 
Tempertur sackt sow eit, dass der Akku einfrieren würde. Dann ist auch 
der Energieverbrauch egal, es geht nur um die Frage ob der Akku heile 
bleibt.
(Firma: electronica@tdnet) Persönliche Seite #1379510
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Das mit dem Styropoor war wohl nischt...

Wenn er das mach, braucht er säurefestes PU von mindestens 2cm dicke und 
die Heizfolie muß UNTER der Batterie sein.

Ich habe die 36W von Conrad electronic unter einer 120Ah und betreibe 
die Heizung mit nur gut 6-12W was vollkomment ausreicht um die 
Batterietemperatur so hoch zu halten, das nichts einfriert.

Die Batterie sollte auf gut 10°C gehalten werden
Gast #1379526
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Wozu säurefestes PU, besteht die notwendigkeit in der batterie 
rumzupanschen? Wenn sie nicht überladen wird gast sie nicht und man muss 
kein Wasser nachfüllen, also kein gepansche. Es sei denn man will die 
säureschichtung verhindern durch umrühren, aber selbst dann kann man ja 
aufpassen.

MfG Echo
Gast #1379545
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> Es gibt also keinen sinnvollen Grund zu heizen, es sei denn, die
> Tempertur sackt sow eit, dass der Akku einfrieren würde.
Doch, wenn er einen so großen Strom ziehen will, den er bei der tiefen 
Temperatur (noch) nicht ziehen darf. Für ein paar mA ist das egal, aber 
wenn damit z.B. ein Motor angetrieben werden soll, dann bringt das 
vorherige/gleichzeitige Aufwärmen schon was.

Daumenregel: Ein Bleiakku benötigt 1% seines Energieinhaltes, um sich um 
1°C zu erwärmen; bei LiIon erreicht man mit 1% schon 5°C.
(Firma: electronica@tdnet) Persönliche Seite #1379717
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Bei ner anständigen PU Isolierung (je nachdem wieviel Platz Du hast) bis 
zu -20°C dann aber mit 5cm Hart-PU-Schaum un 12W bei ner 120Ah Batterie.

Achtung, alleine der Stomfluß von 1A/h läßt die Temperatur der Batterie 
anwachsen.

Sprich, Du solltest einen Temperaturfühler irgendwo reinhängen, damit 
die Heizfolie nicht übermäßig saugt.

Ich verwendete einen Chip von Maxim welcher Automotive (-40 bis +85°C) 
ist
#1379793
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Richard schrieb:
>> Es gibt also keinen sinnvollen Grund zu heizen, es sei denn, die
>> Tempertur sackt sow eit, dass der Akku einfrieren würde.
> Doch, wenn er einen so großen Strom ziehen will, den er bei der tiefen
> Temperatur (noch) nicht ziehen darf. Für ein paar mA ist das egal, aber
> wenn damit z.B. ein Motor angetrieben werden soll, dann bringt das
> vorherige/gleichzeitige Aufwärmen schon was.
>
> Daumenregel: Ein Bleiakku benötigt 1% seines Energieinhaltes, um sich um
> 1°C zu erwärmen; bei LiIon erreicht man mit 1% schon 5°C.

Dann ist der Akku bei -20°C also in 3 Stunden und 20 Minuten leer!? :-/
(Firma: electronica@tdnet) Persönliche Seite #1380085
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KANN SEHRWOHL, weshalb ich (in einem Auto) auch nur 2cm Isolierung dafür 
verwenden würde.

In meinem elektrischen 6x6 ist es was anderes, denn da ist die Ladung 
und Entladung elektronisch kontrolliert...

Jetzt steige ich ja von Bleibatterien auf LiPoly, ich entwickele gerade 
eine Modulare High-Power Smartbatterie (25,2V/63Ah), um und da ist es 
wieder ganz anderst.

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