mikrocontroller.net

Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Rauschen bei AudioCodec und Schaltnetzteil


Autor: Maarten Jaegers (quirk)
Datum:
Angehängte Dateien:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo zusammen,

  ich sitze nun schon einige Tage an einem Problem, welches ich nicht in 
dem Grif bekomme. Ich hoffe ihr könnt mir helfen.
Folgender Aufbau:
   Eine Anwendung bestehend aus Funkmodul, Controller und Audio-Codec 
(MAX9853) wird über ein erdfreies AC/DC Schaltnetzteil versorgt. Am 
Mic-Eingang des Audio-Codec wird über 1µF ein Headset-Microphon. Die 
8kHz-Sampling-Audio-Daten vom Codec werden im Controller komprimiert und 
über des Funkmodul zum PC versendet. Am PC mledet sich das System als 
Audio-Device und die Daten können aufgezeichnet werden.

Das aktuelle Problem ist im Bild im Anhang zu sehen. Mit Hilfe von 
Audacity habe ich ein Signal aufgenommen und eine Spektralanalyse 
gemacht. Das Signal wurde mit "offenen" Micro gemacht, soll heißen Micro 
angeschlossen und kein accustisches Signal. Es treten Störungen auf alle 
(50+n*100)Hz. Andere AC/DC Netzteile erzeugen andere Spectren
Wenn kein Micro angeschlossen ist, liegt der Rauschpegel unter -65dB.
Eine Filterung mittels Ferrite-Ring oder PI-Filter nach dem AC/DC 
Netzteil haben nur mäßigen erfolg gebracht.
Einzig eine Verbindung mit dem Schutzkontakt in der Schuko-Dose hat das 
Rauschen gänzlich beseitig. (Bitte nicht fragen, wie ich darauf gekommen 
bin). Leider ist diese Lösung bisher noch nicht praktikabel, da ich noch 
kein AC/DC-Netzteil gefunden habe, welches eine direkte oder kapazitive 
Kopplung mit dem Erd-Potential herstellt.

Ich hoffe ihr habt da eine paar Ideen und meine Beschreibung ist nicht 
zur nach Glaskugel.

schon mal vielen Dank
  Maarten

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Maarten Jaegers schrieb:
> ... Leider ist diese Lösung bisher noch nicht praktikabel, da ich noch
> kein AC/DC-Netzteil gefunden habe, welches eine direkte oder kapazitive
> Kopplung mit dem Erd-Potential herstellt.


Jedes noch so banale PC-Netzteil (nicht Laptop) macht genau da: direkte 
(sog. galvansische) Verbindung zwischen Masse/GND Netzeil und 
Schutzleiter PE (das was Du umgangssprachlich als Erd-Potential 
ausdrückst).

>
> Ich hoffe ihr habe da eine paar Ideen und meine Beschreibung ist nicht
> zur nach Glaskugel.


z.B. Wechsel Dein Netzteil.

Autor: Maarten Jaegers (quirk)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Andrew Taylor schrieb:
> Jedes noch so banale PC-Netzteil (nicht Laptop) macht genau da: direkte
> (sog. galvansische) Verbindung zwischen Masse/GND Netzeil und
> Schutzleiter PE (das was Du umgangssprachlich als Erd-Potential
> ausdrückst).
>

Ja, stimmt. Aber leider fängt da das nächste Problem an, da es sich um 
ein Laptop-Netzteil handelt. Es gibt zwar auch Netzteile, die den PE 
primärseitig mit anschließen, aber nicht mit auf die Sekundärseite 
rübernehmen (z.B. Measwell GS60).

Gibt es da eine Kennzeichnung, an der man erkennen kann, ob PE 
sekundärseitig aufgelegt ist ?

Autor: Kai Klaas (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo Maarten,

>Ja, stimmt. Aber leider fängt da das nächste Problem an, da es sich um
>ein Laptop-Netzteil handelt. Es gibt zwar auch Netzteile, die den PE
>primärseitig mit anschließen, aber nicht mit auf die Sekundärseite
>rübernehmen (z.B. Measwell GS60).

Dann führe doch einfach den PE-Leiter zusätzlich an dein Board. Das ist 
zulässig, da es sich dann um eine Funktionserde handelt.

Kai

Autor: Eddy Current (chrisi)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Pi-Filter welcher Grenzfrequenz haben keine Wirkung? Wenn die 
Grundwelle 50Hz beträgt, muß da schon ein ordentliches Filter ran. 
Faszinierend ist der gleichmäßige Kamm der Oberwellen. Gerade so, wie 
wenn die Oberwellen zwar mit zunehmender Frequenz geringer werden, aber 
besser eingekoppelt werden können. Wie weit ist das Netzteil vom 
Mic-Eingang entfernt? Was passiert, wenn man das Mic kurzschließt? Was 
ist das für ein Mikrofon? Electret mit Versorgung? Schaltplan!

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Könnte sein nach Putzen meiner Glaskugel:
Die 100Hz Wiederholfrequenz deutet auf Brückengleichrichter hin. Die 
einzelne Störlinie ansich kommt von den Schalteigenschaften der 
einzelnen Dioden im Brückengleichrichter.

Falls du an den Gleichrichter nicht rankommst, mußt du filtertechnisch 
etwas schwerere Geschütze auffahren. Probiers mal mit LC-Glied aus 10mH 
und 100u Tantal. Damit das Filter funzt, muß es beidseitig niederohmig 
abgeschlossen sein!



Gruß -
Abdul

Autor: Gast (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> Dann führe doch einfach den PE-Leiter zusätzlich an dein Board. Das ist
> zulässig, da es sich dann um eine Funktionserde handelt.

 Vorsicht!

Das hängt doch ganz davon ab, ob sein Netzteil SELV, PELV oder FELF 
entspricht. Nur bei PELV darf /muss der Schutzleiter mit der Masse des 
Betriebmittels verbunden sein.

Autor: Gast (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
hier gibt es dazu eine gute Erklärung:
http://de.wikipedia.org/wiki/Kleinspannung

Autor: lowender (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> Vorsicht!
Na endlich.

>SELV, PELV oder FELF
Hm. Das macht irgendwie hungrig, mal sehen, was noch im Kühlschrank ist.

Autor: Kai Klaas (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
>Das hängt doch ganz davon ab, ob sein Netzteil SELV, PELV oder FELF
>entspricht. Nur bei PELV darf /muss der Schutzleiter mit der Masse des
>Betriebmittels verbunden sein.

Diese Laptop Netzteile sind in der Regel in Schutzklasse II ausgeführt. 
Da darf durchaus eine Funktionserde verwendet und beispielsweise an die 
berührbare Signalmasse angeschlossen werden. Die Kriech- und 
Luftstrecken dieser Funktionserde müssen dann allerdings den 
Schutzklasse-II-Bedingungen entsprechen. Wird die Funktionserde mit der 
Netzspannung zugeführt, dann ist die Funktionserde mit einer 
zusätzlichen oder verstärkten Isolierung gegenüber den Netzleitungen zu 
verlegen. Eine Basisisolierung reicht dann nicht! Damit ist die 
Funktionserde genauso zu behandeln, wie jedes andere berührbare 
Metallteil eines Schutzklasse-II-Geräts.

Kai

Autor: Gast (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> Diese Laptop Netzteile sind in der Regel in Schutzklasse II ausgeführt.

Genau, also SELV.

> Da darf durchaus eine Funktionserde verwendet und beispielsweise an die
> berührbare Signalmasse angeschlossen werden.

Das ist Falsch.
Die DIN VDE 0100-600 (VDE 0100-600):2008-06 besagt bei SELV eindeutig:
61.3.4.1 Schutz durch Kleinspannung SELV
Die sichere Trennung der aktiven Teile von denen anderer Stromkreise und 
! von Erde !, entsprechend DIN VDE 0100-410 (VDE 0100-410):2007-06, 414,
 muss durch eine Messung des Isolationswiderstands bestätigt werden

D.h. wenn du sekundärseitig die Masse eines Schutzklasse II Netzteils an 
einen Schutzleiter anschließt, wirst du dieser Forderung nicht gerecht.

Dem gegenüber besagt die DIN VDE 0100-600 (VDE 0100-600):2008-06 bei 
PELV:
61.3.4.2 Schutz durch Kleinspannung PELV
Die sichere Trennung der aktiven Teile von denen anderer Stromkreise, 
entsprechend DIN VDE 0100-410(VDE 0100-410):2007-06, 414,
muss durch eine Messung des Isolationswiderstands bestätigt werden.

Man achte auf die Feinheiten: hier fehlt die Formulierung "von Erde"!

D.h. bei einem der Funktionskleinspannung PELV entsprechendem Netzteil, 
darf er den sekundärseitigen Masseanschluß an den Schutzleiter 
anschließen.

Er braucht ganz einfach ein Netzteil, dass der Funktionskleinspannung 
PELV entspricht. Die Hersteller weisen sowas aus. Naja, die Besseren.

Autor: Gast (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ergänzung:

Die DIN VDE 0100-410 (VDE 0100-410):2007-06 sagt dazu:
414.4 Anforderungen an SELV- und PELV-Stromkreise

414.4.1 SELV- und PELV-Stromkreise müssen aufweisen:

– Basisisolierung zwischen aktiven Teilen und anderen
  SELV- oder PELV- Stromkreisen und
– sichere Trennung von den aktiven Teilen anderer 
  Stromkreise, die nicht SELV- und PELV-Stromkreise sind, 
  durch das Vorsehen von doppelter oder verstärkter Isolierung
  oder durch Basisisolierung undSchutzschirmung für die 
  höchste vorkommende Spannung.

SELV-Stromkreise müssen Basisisolierung zwischen
aktiven Teilen und Erde haben.

Die PELV-Stromkreise und/oder Körper der durch
die PELV-Stromkreise versorgten Betriebsmittel dürfen geerdet werden.

ANMERKUNG 1 Insbesondere ist sichere Trennung notwendig zwischen den
aktiven Teilen der elektrischen Betriebsmittelwie Relais, Schütze,
  Hilfsschalter, und allen Teilen eines Stromkreises höherer Spannung
oder eines FELVStromkreises.

ANMERKUNG 2 Die Erdung von PELV-Stromkreisen kann durch eine Verbindung
mit Erde oder mit einem geerdeten Schutzleiter in der Stromquelle selbst
erreicht werden.

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Irgendwie habe ich Probleme diese DIN-Normen in ein Design umzusetzen. 
Wohl, weil ich keine Begründungen im Text finden kann. Und als 
phantasiebegabter Entwickler hat man per se ein Problem mit NORMUNG.

Also konkret:
Wenn der Trafo zur Netzanschaltung nicht die geforderten Isolationswerte 
aufweist, aber das Gerät eine passende Sicherung auf der Primärseite 
hat, so daß bei einem Durchgriff der Netzspannung diese Sicherung 
auslösen wird. Darf so ein Konstrukt auf der Sekundärseite geerdet sein? 
Der im Fehlerfall auftretende Erdstrom würde die Sicherung auslösen.

Wäre das nicht die Begründung für Erdung wie sie in PCs typischerweise 
vorliegt? Die Hersteller der PC-Netzteile also einfach nur die 
4,5KV-Prüfung umgehen möchten?


Gruß -
Abdul

Autor: Kai Klaas (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo Gast,

Schutzklasse II ist nicht SELV!

Wäre das Netzteil des Laptops tatsächlich in SELV ausgführt, dürftest du 
an das Laptop kein anderes Gerät anschließen, das aus einem anderen 
Stromkreis gespeist wird, also keinen Drucker, kein Modem, kein Monitor, 
kein ... Die Hersteller von Laptops wären schön blöd, wenn sie das 
Netzteil des Laptops in SELV auslegen würden. Es gibt ja auch überhaupt 
keinen Grund dafür.

Nein, bei einem Schutzklasse-II-Gerät darf die Signalmasse jederzeit mit 
dem Schutzleiter verbunden werden. Das passiert doch in jedem Tuner oder 
Receiver. Und das passiert immer, wenn du ein Schutzklasse-II-Gerät an 
ein Schutzklasse-I-Gerät anschließt. Bei jedem Drucker, Modem, Monitor, 
etc., die üblicherwiese in Schutzklasse II ausgeführt sind, passiert 
genau das, wenn du ihn an einen üblichen PC anschließt.

Kai

Autor: Kai Klaas (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo Abdul,

>Wenn der Trafo zur Netzanschaltung nicht die geforderten Isolationswerte
>aufweist, aber das Gerät eine passende Sicherung auf der Primärseite
>hat, so daß bei einem Durchgriff der Netzspannung diese Sicherung
>auslösen wird. Darf so ein Konstrukt auf der Sekundärseite geerdet sein?
>Der im Fehlerfall auftretende Erdstrom würde die Sicherung auslösen.

Ich bin nicht ganz sicher was du da meinst. Aber die Sicherung hat 
nichts mit der Berührsicherheit, wie sie in den Schutzklassen I und II 
geregelt ist zu tun. Sie dient erst einmal dazu, den Trafo vor zu großen 
Strömen zu schützen.

Was du mit der Ausgangsseite des Trafos machen mußt, hängt vor allem mit 
der Schutzklasse des Trafos zusammen. Ist der Trafo in Schutzklasse I 
ausgeführt, muß in der Regel die Ausgangseite des Netztrafos 
(Signalmasse) geerdet werden, wenn man sie berühren kann. Bei einem 
Schutzklasse II Trafo besteht dazu keine Notwendigkeit, da durch 
doppelte bzw. verstärkte Isolierung erreicht wird, daß an der 
Sekundätseite (Signalmasse) keine gefährlichen Spannungen entstehen 
können.

Kai

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo Kai -

Vermutlich weiß ich selbst nicht so recht, was ich meine ;-)

Kann bei sekundärer ausreichender Erdung ein x-beliebiger Trafo 
eingesetzt werden? Z.B. ein selbstgewickelter auf Eisenblech oder 
Ferritringkern? Oder MUSS dieser irgendeiner Isolationsklasse 
entsprechen?

Kurze Frage, die wohl den Punkt trifft:
Warum ist ein PC-Netzteil geerdet, wenn doch die Gefahr besteht das auch 
andere eventuell geerdete Geräte an diesen PC angeschlossen werden. Bei 
zwei Erden ist automatisch eine Brummschleife konstruiert.


Gruß -
Abdul

Autor: Kai Klaas (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo Abdul,

>Kann bei sekundärer ausreichender Erdung ein x-beliebiger Trafo
>eingesetzt werden? Z.B. ein selbstgewickelter auf Eisenblech oder
>Ferritringkern? Oder MUSS dieser irgendeiner Isolationsklasse
>entsprechen?

In jedem Fall brauchst du dann eine Basisisolierung der Ausgangswicklung 
und aller berührbaren Metallteile deines Trafos. Schaffst du die Kriech- 
und Luftstrecken einzuhalten und alle berührbaren Teile mit doppelter 
oder verstärkter Isolierung auszuführen, kannst du die Erdung weglassen, 
mußt aber nachweisen, daß deine Konstruktion wirklich den Anforderungen 
der Schutzklasse II genügt (Isolationsmessungen, etc.) Dazu zählt auch, 
wie sich die Isolation deiner Konstruktion bei Nennbelastung, 
Kurzschlüssen und Übertemperaturen verhält. Also das ganze Programm...

Da ist es dann wirklich sinnvoller einen VDE geprüften Trafo zu 
verwenden!

>Warum ist ein PC-Netzteil geerdet, wenn doch die Gefahr besteht das auch
>andere eventuell geerdete Geräte an diesen PC angeschlossen werden. Bei
>zwei Erden ist automatisch eine Brummschleife konstruiert.

Einfach aus Sicherheits- und EMV-Gründen, letztlich aber wohl aus 
Kostengründen. Ein Schutzklasse-I-Netzteil ist nun mal viel einfacher 
herzustellen als eines in Schutzklasse II.

Brummschleifen lassen sich übrignes sehr elegant vermeiden, die 
Extrakosten dafür soll der geneigte Verbraucher aufbringen...

Kai

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo Kai -


> In jedem Fall brauchst du dann eine Basisisolierung der Ausgangswicklung
> und aller berührbaren Metallteile deines Trafos. Schaffst du die Kriech-
> und Luftstrecken einzuhalten und alle berührbaren Teile mit doppelter
> oder verstärkter Isolierung auszuführen, kannst du die Erdung weglassen,
> mußt aber nachweisen, daß deine Konstruktion wirklich den Anforderungen
> der Schutzklasse II genügt (Isolationsmessungen, etc.) Dazu zählt auch,
> wie sich die Isolation deiner Konstruktion bei Nennbelastung,
> Kurzschlüssen und Übertemperaturen verhält. Also das ganze Programm...
>

Was ist doppelte oder verstärkte Isolation? Kann man das irgendwo im Web 
nachlesen.
Da die Wicklungen mehrlagig sind bzw. eng aneinanderliegend, sind immer 
zwei Isolationen zwischen Primär- und Sekundärseite vorhanden. Muß also 
jeder einzelne Draht zwei Lagen Isolation haben?


> Da ist es dann wirklich sinnvoller einen VDE geprüften Trafo zu
> verwenden!

Klar. Meine Frage bezieht sich auch auf Konstrukte, die sich mit einem 
normalen Bestelltrafo nicht erschlagen kann.


>
>>Warum ist ein PC-Netzteil geerdet, wenn doch die Gefahr besteht das auch
>>andere eventuell geerdete Geräte an diesen PC angeschlossen werden. Bei
>>zwei Erden ist automatisch eine Brummschleife konstruiert.
>
> Einfach aus Sicherheits- und EMV-Gründen, letztlich aber wohl aus
> Kostengründen. Ein Schutzklasse-I-Netzteil ist nun mal viel einfacher
> herzustellen als eines in Schutzklasse II.
>
> Brummschleifen lassen sich übrignes sehr elegant vermeiden, die
> Extrakosten dafür soll der geneigte Verbraucher aufbringen...
>

Genau! Das sehe ich auch so. Schließlich muß das Folgegeschäft gesichert 
werden.


Gruß -
Abdul

Autor: Kai Klaas (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo Abdul,

>Was ist doppelte oder verstärkte Isolation? Kann man das irgendwo im Web
>nachlesen.
>Da die Wicklungen mehrlagig sind bzw. eng aneinanderliegend, sind immer
>zwei Isolationen zwischen Primär- und Sekundärseite vorhanden. Muß also
>jeder einzelne Draht zwei Lagen Isolation haben?

Das sind jetzt aber sehr spezielle Fragen. Das ist, glaube ich, nicht so 
sehr eine Sache des Einzeldrahts, sondern der Isolation zwischen den 
Wicklungen. Ich denke, daß es da spezielle hochtemperaturfeste und 
hochisolierende Kunststofffolien für solche Anwendungen gibt.

Bei normalen Netztrafos löst man die Probleme mit konsequenter 
räumlicher Trennung (erzwungener Abstand durch Zweikammerwicklungen), 
Wicklungsrägern aus hochwertigem Kunststoff und Verwendung von 
hochreiner Vergußmasse.

Hast du dir mal überlegt, den Trafo von einer Firma wickeln zu lassen? 
Wir haben vor vielen Jahren bei http://www.fg-elektronik.de/ mal 
spezielle 500VA Ringkerntrafos für Aktivlautsprecher wickeln lassen. War 
erstaunlich günstig.

Kai

Autor: Maarten Jaegers (quirk)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo zusammen,

   danke schon mal für eure Tips. Hab jetzt nach dem dritten Anlauf 
endlich zwei Netzteile gefunden, welche funktionieren.

viele Grüße
   Maarten

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo Kai -

> Hast du dir mal überlegt, den Trafo von einer Firma wickeln zu lassen?
> Wir haben vor vielen Jahren bei http://www.fg-elektronik.de/ mal
> spezielle 500VA Ringkerntrafos für Aktivlautsprecher wickeln lassen. War
> erstaunlich günstig.
>

Meinen ersten Trafo hatte ich schon vor ca. 20 Jahren wickeln lassen. 
War auch ein Ringkern und für mein Empfinden recht günstig. Danach hatte 
ich ein Verständnisproblem, wenn im Studium Trafos berechnet werden 
mußten. Wozu sowas selbst machen ;-)

Leider kenne ich keine Trafotechnik bzw. Standard-Trafos, die bei mehr 
als 3-5kHz noch einsetzbar wären. Ich lasse mich natürlich gerne 
belehren. Jedenfalls hatte ich das selbst gemessen, weil ich mit Google 
zu dem Thema aber auch überhaupt nichts finden konnte und die 
Datenblätter der Trafohersteller keinerlei Info beeinhalten.

Sobald man zusätzlich zur eigentlichen Energieversorgung auch Daten 
drüber jagen will, muß man was eigenes dazudichten. Was wohl meist ein 
Ferritübertrager sein wird. Eine Trennung über Kapazitäten macht mir 
immer so ein leicht mulmiges Gefühl. Auch wenn man das öfters sieht.

Um meine ursprüngliche Frage besser zu verstehen: Es gibt 
Zweiwicklungen-Netzdrosseln, die normalerweise in Reihe zur Netzspannung 
betrieben werden. Unterdrücken also Gleichtaktsignale und haben das 
ganze VDE-Logo-Gedöhns drauf.
Wenn man nun so eine Drossel um 90° in der Verschaltung dreht, wird sie 
zum Übertrager. Jetzt eben die Frage, ob sowas irgendeine Zulassung 
übersteht.


Gruß -
Abdul

Autor: Fritz (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Leute,
sagt doch mal:
woher habt ihr immer diese tollen Auszüge aus den DIN-VDE-Normen?
Ich hab beim Gurgeln nichts anständiges gefunden. Aber manchmal wäre es 
ganz nützlich, wenn man sich diese Normen irgendwo anschauen könnte. 
Gibts dazu im Netz irgend ein PDF oder sowas?

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Diese Normen findet man alle beim Beuth-Verlag und die gibt es nur gegen 
massig viel Kohle. Entweder du gehst in die nächste Uni-Bibliothek, läßt 
es von deinem Arbeitgeber finanzieren, oder suchst ne ähnliche Norm im 
amerikanischen Sprachraum - die sind meist online kostenfrei einsehbar.

Der Beuth-Verlag möchte eben den Standeskünkel beibehalten. Privatleute 
sollen nicht den Elektrikern die Aufträge wegnehmen usw.


Wird Zeit, das da mal jemand reinschlägt. Einer Demokratie unwürdig, da 
im öffentlichen Interesse.


Gruß -
Abdul

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [avrasm]AVR-Assembler-Code[/avrasm]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.
Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt.
Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten,
für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.