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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Angepasster Ausgang


Autor: Martin _. (martin__)
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Hallo Leute!


Ich verwende einen DAC-MAX5442.
Dahinter ist ein OPV LM6132 (2-OPVs in einem Gehäuse) als entsprechender 
Verstärker und dann noch ein Spannungsfolger angehängt.

Nach dem Spannungfolger habe ich einen passiven Tiefpass erster Ordnung 
mit einer Grenzfrequenz von 321KHZ angeschlossen.
Widerstandswert: 330Ohm
Kondensator: 1,5nF

Nun wollte ich von euch wissen, ob dieser Ausgang so okay ist? Später 
soll ein BNC-Kabel mit einem Wellenwiderstand von 50Ohm angeschlossen 
werden.

Den Ausgang möchte ich so anpassen, dass es später mit dem BNC-Kabel 
keine unnötigen Reflexionen gibt.

Könnt ihr mir bitte dabei behilflich sein bzw. mir entsprechende 
Vorschläge unterbreiten?


Schöne Grüße

Martin

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Mach deinen Tiefpass zwischen IC7a und IC7b, und schließ den Ausgang von 
IC7b mit einem Serienwiderstand von 50 Ohm ab. Dann passt die Impedanz.

Autor: Martin _. (martin__)
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Hallo Lothar!


Das bedeutet doch, dass später auch das Endgerät, welches die Spannung 
des DA-Wandlers empfängt einen Widerstand von 50Ohm aufweisen muss.
Dann ist aber die Spannung des DA-Wandlers die dann letzendlich beim 
Endgerät ankommt nur halb so hoch, weil der Innenwiderstand die Hälfte 
der Spannung nimmt und den Rest das Endgerät. Sehe ich das richtig?

Muss diese Anpassung immer und in jedem Fall gemacht werden oder gibt es 
Ausnahmen. Ist diese Anpassung in meinem Fall überhaupt relevant oder 
wichtig? Das Kabel ist später nicht länger als 0,5 Meter.


Schöne Grüße

Martin

Autor: Jonah (Gast)
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> Dann ist aber die Spannung des DA-Wandlers die dann letzendlich beim
Endgerät ankommt nur halb so hoch, weil der Innenwiderstand die Hälfte
der Spannung nimmt und den Rest das Endgerät. Sehe ich das richtig?

Ja!

> Muss diese Anpassung immer und in jedem Fall gemacht werden oder gibt es
Ausnahmen. Ist diese Anpassung in meinem Fall überhaupt relevant oder
wichtig? Das Kabel ist später nicht länger als 0,5 Meter.

Deine Wellenlänge bei 321 kHz beträgt einen knappen Kilometer - d.h. das 
Kabel hat eine Länge von Wellenlänge/2000. Bei dieser Größenordnung 
kannst du auf die Anpassung verzichten.

Autor: Dieter S. (accutron)
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Dann ist die Anpassung bei diesen Frequenzen unnötig. Wenn Du sie aber 
machst, wird die DC-Ausbeute am Ziel immer nur 50% betragen.

Gruß

Dieter

Autor: Kai Klaas (Gast)
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Hallo Martin,

Zunächst einmal stimmt, was Lothar geschrieben hat:

>Mach deinen Tiefpass zwischen IC7a und IC7b...

denn es gibt keinen Grund die Glitches weiter als nötig in der Schaltung 
vordringen zu lassen.

Was die 50 Ohm Technik angeht, bestimmt letztlich der Verbraucher was du 
machen mußt. Wenn der Verbraucher in 50 Ohm Technik arbeitet, also einen 
50 Ohm Widerstand am Eingang hat, dann brauchst du erst einmal einen 
Verstärker der stark genug ist, die 50 Ohm auch zu treiben. Der LM6132 
ist es eher nicht.
Dann ist es auch sinnvoll die Ausgangsimpedanz auf 50 Ohm zu legen, weil 
sonst die Lastimpedanz entweder vollends zu klein wird oder aber die 
Ausgangsspannung zu sehr herunter geteilt wird.

50 Ohm Technik macht in der Regel nur Sinn bei sehr schnellen Signalen, 
wenn die Anstiegszeit des Signals in der gleichen Größenordnung liegt, 
wie die Zeit, die das Signal benötigt, um durch das Kabel zu flitzen. 
Die Anstiegszeit ist bei dir aber sehr langsam, nämlich rund 2,3 x RC = 
1µsec. Das ist viel länger als die Zeit, die das Signal für die 
Kabelstrecke benötigt, also wirst du von den Reflektionen bei einer 
etwaigen Fehlanpassung sowieso nichts merken.

>Das bedeutet doch, dass später auch das Endgerät, welches die Spannung
>des DA-Wandlers empfängt einen Widerstand von 50Ohm aufweisen muss.

Nicht unbedingt. Es gibt auch die sogenannte Serienanpassung, da hast du 
nur am Treiber 50 Ohm und beim Empfänger "unendlich" Ohm. Dies wird oft 
gemacht, wenn du schnelle Signale zwischen CMOS Bauteilen versenden 
willst.

Lass deinen 50 Ohm Widerstand ruhig am Ausgang, der entkoppelt 
wenigstens den Ausgang gegen kapazitive Lasten. Und du kannst auch dein 
BNC-Kabel weiterhin verwenden.

Kai Klaas

Autor: Martin _. (martin__)
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Hallo Leute!


Danke für eure genauen und klaren Antworten.
Ein paar Fragen habe ich noch:
Wann wird theoretisch eine Anpassung notwendig. Wenn das Kabel 
tatsächlich länger als diesen knappen Kilometer wird oder schon 
darunter?

Zum Tiefpass habe ich auch noch ein kurze Frage:
Wo ist es besser, diesen hinzusetzen,
am besten gleich nach dem DA-Wanlder-Pin (also bei Analogout1),
zwischen IC7A und IC7B wie Lothar mir vorgeschlagen hat
oder, ist es besser den Tiefpass doch ganz hinten zu belassen, wenn ich 
das
mit der Anpassung jetzt nicht mache.


Schöne Grüße

Martin

Autor: Kai Klaas (Gast)
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Habe ich alles gerade erklärt...

Kai

Autor: Martin _. (martin__)
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Vielen Dank Kai!


Unsere Antworten haben sich überschnitten.

Du hast mir sehr geholfen.

Danke auch an euch alle.

Schöne Grüße

Martin

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