Selbstgebrautes Bier für Hilfe beim Microcontroller - PLZ 48432

#1383129
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Hallo,

wir werden demnächst Bier selber brauen. Die Hardware (Maischepfanne mit 
Heizung und Rührwerk sind im Bau). Da beim Brauvorgang die 
Temperaturpunkte genau angefahren und gehalten werden müssen, ist der 
Einsatz eines Microcontrollers sinnvoll.

Ich habe mir die Bauteile für den ATmega8 mit Display für das Tutorial 
hier im Forum bestellt. Außerdem habe ich den USB-Progammieradapter von 
Benedikt Sauter besorgt.

Da es leider alles nicht so will wie ich es will hier mein Hilferuf:

Wer kann mir helfen meinen ATmega8 mit Display, einem PT100, zwei 
Tastern und einer LED so zum laufen zu bringen, dass ich ihn per o.g. 
USB-Adapter und AVR-Studio in C programmieren kann?

Ich wohne in Rheine (PLZ 48432). Als Belohnung gibt es selbst gebrautes 
Bier!!!

Wer in der Näche wohnt, Ahnung und Lust hat, meldet sich bitte hier oder 
per PN.

Gruß
Henrik
Gast #1383188
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Hm, das hört sich interessant an. Leider wohne ich auch zu weit weg, PLZ 
385xx, also gut 250 km rechts von dir.

Dazu sei gesagt, soetwas habe ich schonmal realisiert. Zwar nicht für 
eine Maischpfanne, aber für einen kleinen Bio-Reaktor.

Zwei Anregungen hätte ich schonmal: 1. Wieso PT100 Sensoren? Die sind 
relativ kompliziert auszuwerten, außerdem kann man dort nicht mal eben 
20 Meter Leitung zum Sensor verlegen. Falls es nicht auf extreme 
Genauigkeit ankommt, würde ich an deiner Stelle fertige 1-Wire oder 
I2C-Sensoren nehmen, die fertig kalibriert sind.

2. Wie schaltest du die Beheizung? Dort würde ich auf jeden Fall einen 
Triac nehmen und den in Nulldurchgang schalten lassen. Mit einem Relais 
holst du dir sonst nur massive Störungen in die Anlage, vor allem wenn 
die Heizung ein paar kW Leistung hat.
Gast #1383243
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Meine Postleitzahl ist 45*** also relativ in der nähe aber
ich programmiere nicht in C und PT100 Sensoren sind mist.

Vorallen... du dich so hier anbietest wird kaum einer dir helfen
wollen da dies nicht ernst zu nehmen ist.
Wenn jemand Hilfe braucht und ernst rüber kommt dann bekommt
diese Person auch Hilfe.
Dieser Post erinnert mich an "Ich brauche jemanden der mir
ein Programm gegeb Bezahlung schreibt" - Thread
Gast #1383288
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Hallo,

Ich gehe in Rheine zur Schule (Leistungskurs Elektrotechnik) und habe 
schon öfter mit dem Mega8 (zum Beispiel dieses Projekt: 
http://www.messfix.bkr-projekt.de) gearbeitet.
Allerdings wären einige mehr Informationen schön also was du genau 
vorhast. Um Abzuschätzen wie groß der Aufwand wäre da wir demnächst 
ziemlich in Klausurenstress kommen werden.
Kannst mich gerne per Mail kontaktieren! tobias_markus@gmx.net

gruß Tobias
(Firma: TravelRec.) Persönliche Seite #1383314
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Reichelt hat recht genaue NTCs in verschiedenen Widerstandswerten. 
http://www.reichelt.de/?;ACTION=3;LA=444;GROUP=B15;GROUPID=3114;ARTICLE=13553;START=0;SORT=artnr;OFFSET=16;SID=28aA8aXawQARwAADEbmVs73ed41c65ffed1259a79053ae36f24f7

Habe hier die 10k-Variante am Laufen und man bekommt zwischen 0°C und 
100°C eine 0.1° Auflösung hin. Anhand des Datenblattes kann man eine 
Rechentabelle im Flash des Controllers ablegen und so die Kennlinie 
nachbilden. 
http://www.reichelt.de/?;ACTION=7;LA=6;OPEN=0;INDEX=0;FILENAME=B400%252FNTC-02_Serie.pdf;SID=28aA8aXawQARwAADEbmVs73ed41c65ffed1259a79053ae36f24f7
Gast #1383349
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@Travel Rec:
NTCs sind sicherlich gut einzusetzen aber dann kommt das erste Problem:
Wie kapselt man diese (mit Hobbymitteln) lebensmittelecht Wasser- bzw. 
Bier-dicht ?
Denn Sie hängen ja in der bis zu 100 Grad heißen Würze !

@Henrik M.:
Ich braue auch schon seit einiger Zeit, aber noch manuell.
Denn da sind einige Probleme, die ich noch nicht gelöst habe: in meiner 
Anlage befindet sich ein 11 kW-Gasbrenner: wie regelt man den z.B. über 
den µC (mit Hobbymitteln)?
Und s.o.: Tmeperaturefassung mit wasserdichten Sensoren, die nicht 
allzuviel kosten.
Wenn Du mit einem 8051er-System arbeiten würdest, könnte ich Dir recht 
gut weiterhelfen, denn da habe ich einiges an Erfahrung.
Vielleicht können wir einige Teilprobleme zusammen lösen.

Gruß
Braunix.
#1383358
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Einfachste lebensmittelechte Kapselung wäre wohl den Sensor in ein 
Reagenzglas stecken, diese mit irgendwas, was gut Wärme leitet (und sich 
mit Sensor und Verkablung verträgt) aufzufüllen und das Glas dann in die 
Würze halten.
Einen Gasbrenner könnte man über das "normale" Regelventil und einem 
Riemenantrieb mittels Servo oder Linearmotor steuern. Müsste man nur mal 
über die Sicherheit nachdenken.

Gruß
Fabian
Gast #1383365
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Lebensmittelecht kapseln müsstest du den doch garnicht. Du kannst doch 
von außen eine Edelstahl-Hülse in die Maischpfanne schrauben und dort 
mit Wärmeleitpaste + Epoxi den Sensor reinkleben.
Der Vorteil wäre, wenn der Sensor mal kaputt geht kann man den einfach 
von außen tauschen.
Soll mittig in der Maische gemessen werden, hilft dir ein längeres Rohr 
sicher weier.
Gast #1383383
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@Faban, @Gast:
ein weiteres Problem ist noch der Rührquirl, der die Maische im gesamten 
Topf durchrührt. Der darf natürlich nicht in Kollision mit dem 
Temp.-Sensor kommen.
Das mit der Edelstahlhülse ist eine gute Idee, bloß ich habe einen 
fertigen 100 Liter Edelstahlkessel und das bedeutet: Loch reinbohren 
(geht noch) und Hülse wasserdicht und vernünftig an Edelstahl 
anschweißen (da sind dann wieder die Probleme).
Zur Zeit nehme ich einfach ein (teuer) gekauftes Thermoelement, in 
langem Edelstahlrohr eingebaut in Verbindung mit einem Multimeter und 
mache nur Stichproben-Messung. Klappt auch gut, ist aber nicht für eine 
Automatisierung geeignet.

Braunix
Gast #1383634
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Habe erst vorgestern eine Maischpfanne gebaut, und programmiert. Normale 
Regler fallen raus, weil mehrere Temperaturen und Zeiten gefahren werden 
müssen. Ich habe folgende (auch billige) Lösung:
Eine S7-200 mit TD200 und Analogeingangskarte. Genauigkeit der Regelung 
auf 2 Grad genau. Besser gehts nicht, wegen dem Wasserbad. Sehr träge 
Regelung. Zeiten Temperaturen alles übers TD200 einstellbar. Die CPU224 
hat den Vorteil, das sie
1. Industriestandart ist. Ersatzteile länger verfügbar.
2. Fertiges geprüftes Gerät ist
3. Leicht zu programmieren ist
4. nur 250 Euro (mit TD200 und AI Karte) kostet
5. keine Spezialteile enthält. Standart PT100 sind in Verwendung

Wenn du interesse dazu hast, kann ich dir einen kompletten 
Schaltschrank, inklusive Steuerung und Programmierung anbieten. Währe 
dann Plug and Play (CEE Stecker), nach jeder Norm und vor allem 
professionell gefertigt.
Über dem Preis können wir reden. Bekommst auch eine Rechnung, und die 
Versicherung steigt dir wegen Unfällen oder Bränden ausgelöst von einer 
Bastlerlösung nicht aus.

Mail: Drigo (AAT) A1  (Pünktchen) NET
#1384828
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so, jetzt etwas ausführlicher:

Ich rede jetzt schon seit einigen Jahren davon dass wir mal Bier brauen 
müssten. Allmählich wird es Zeit. Ein Bekannter von mir hat schon öfters 
erfolgreich Bier gebraut und wird den Brauprozess begleiten. Ich werde 
auch die meisten Geräte usw. von ihm benutzen. Er braut noch manuell und 
ich habe mir in den Kopf gesetzt, dass ich die automatische 
Maischepfanne als erstes Teil umsetze. Topf, Gestell, Rührwerksmotor 
usw. sind schon vorhanden. Wer mehr über das Thema wissen möchte, dem 
kann ich die aus meiner Sicht beste Seite im Netz www.hobbybrauer.de 
wärmstens empfehlen.

Dort wird allerdings überwiegend das Heizen mit Gas als die beste Lösung 
angepriesen. Allerdings verliefen meine Versuche mit 3 x 1,5 KW 
Kochplatten wesentlich besser als mit dem 9 KW Gasbrenner. Also wird 
elektrisch geheizt.
Wesentlicher Vorteil: Es gibt keine heissen Abgase, die alles ankokeln. 
Der Topf ist sehr dünnwandig (auch der Boden), so dass der 
Temperatursensor von unten anm Boden befestigt werden soll (mit 
entsprechender Entfernung zu den Kochplatten). Bei der Gasfeuerung muß 
mit Zündsicherungen bzw. Lockflammen gearbeitet werden aber wie gesagt, 
es scheint der Standard zu sein. Ich hätte die Gasheizung mit einer 
Lockflamme und manueller Sauerstoffmangelsicherung umgesetzt. Zur 
Steuerung würde ich 3 MIG/MAG Gasventile aus der Bucht nehmen, die über 
ein nachgeschaltetes Drosselventil 25%, 50%, 100% Gaszufuhr ermöglichen.

Jetzt aber zu meinem Problem:

Ich habe wie gesagt vor einiger Zeit vergeblich versucht anhand des hier 
veröffentlichen Tutorials einen ATMega8 ans Laufen zu kriegen. Ich habe 
es einfach nicht hinbekommen von den Einstellungen im Progamm über den 
Programmieradapter bis hin zum Microcontroller alles fehlerfrei 
hinzubekommen. Da mir als zweifacher Vater chronisch die Zeit fehlt und 
ein Probieren ohne zu wissen, was falsch ist nicht gefällt, habe ich 
diesen Hilferuf gestartet. Ich möchte keine fertige Lösung, sondern 
selbst lernen. Dafür benötige ich einen Microcontroller, den ich 
programmieren kann. Es reicht für den Anfang ein einfacher Aufbau auf 
einer Lochrasterplatine.

Über den Tempratursensor kann man streiten. Lange Kabel sind nicht 
erforderlich.

So das soll mal reichen.

Gruß
Henrik

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