Hallo,
wenn ich richtig liege, läßt sich alles auf die passiven Bauelemente
-SPULE (induktiver Widerstand)
-KONDENSATOR (kapazitiver W.)
-WIDERSTAND (ohmscher W.)
sowie aktive Bauelemente als da wären
-HALBLEITER
-ELEKTRONENRÖHREN
reduzieren.
(wobei ich jetzt nicht weiß, ob Dioden schon zu den aktiven Bauelementen
gezählt werden, ich packe sie jetzt einfach mal da hin)
Ein Transformator beispielsweise besteht aus einer Spule mit
Anzapfung(en) oder aus mehreren getrennten Spulen, läßt sich also
letztlich auf die SPULE reduzieren.
Wäre es denn möglich, dass theoretisch auch noch andere sinnvolle
passive Bauelemente existieren können, die noch nicht entdeckt sind? Sie
müßten dann ja wahrscheinlich einen irgendwie speziell gearteten
(exotischen) Widerstand in Bezug auf was auch immer (z.B. Wechselstrom)
besitzen.
Und wie sieht es bei den aktiven Bauelementen aus?
Viele Grüße!
Wenn man sich mal Widerstand, Kondensator und Induktivität in der
Komplexen Ebene anschaut, stellt man fest, dass eine Richtung fehlt.
Nämlich der negative Widerstand.
>SPULE (induktiver Widerstand)>KONDENSATOR (kapazitiver W.)>WIDERSTAND (ohmscher W.)>HALBLEITER>ELEKTRONENRÖHREN
Das ist mal nicht gerade eine geringe Zahl von Grundtypen. Dann wollen
wir daraus einen Relaiscomputer bauen. Oder eine Kloschüssel.
>Wo bitte wird ein Thermoelement oder ein Schwingquarz eingeordnet?
interessante frage! scheinen mir beide zu den halbleitern zu gehören...
>Wenn man sich mal Widerstand, Kondensator und Induktivität in der>Komplexen Ebene anschaut, stellt man fest, dass eine Richtung fehlt.>Nämlich der negative Widerstand.
das wäre ja dann so etwas wie eine batterie.
wenn man der komplexen ebene eine dimension hinzufügt, müssten doch noch
ganz andere bauteile denkbar sein?!
oder vielleicht besser zwei zusätzliche dimensionen, dann hätte man mit
i^4 = -1 wieder ganz neue (super)komplexe möglichkeiten...
Negativer Widerstand?
In der analogen Telefonübertragung, die über einen Draht immer in zwei
Richtungen gleichzeitig funktionieren muss, gab es früher zwei Verfahren
der Signalverstärkung:
1. Eine transformatorische Gabelschaltung teilte das Signal in Hin- und
Rückkanal und für jeden wird ein eigener Verstärker verwendet.
2. Ein bidirektionaler Verstärker mit negativem Widerstand. Dieser
Widerstand wurde durch simple Dioden erzeugt. Ein vergessenes Stück
Ingenieurskunst.
ReinerHaus schrieb:
>> Wenn man sich mal Widerstand, Kondensator und Induktivität in der>> Komplexen Ebene anschaut, stellt man fest, dass eine Richtung fehlt.>> Nämlich der negative Widerstand.> das wäre ja dann so etwas wie eine batterie.
Bei einem negativen Widerstand muss die Spannung mit dem Strom in
negativer Richtung proportional steigen. Bei der Batterie hat die
Spannung zwar umgekehrtes Vorzeichen wie der Strom, steigt aber
betragsmäßig nicht mit diesem. Man kann aber aus einer Batterie und
etwas Elektronik (NIC) tatsächlich etwas aufbauen, was sich wie ein
negativer Widerstand verhält.
Auf jeden Fall ist die Batterie aber ein Bauelement, das in deiner Liste
noch fehlt, weil man sie nicht aus den bereits enthaltenen Bauelementen
zusammensetzen kann.
> oder vielleicht besser zwei zusätzliche dimensionen, dann hätte man> mit i^4 = -1 wieder ganz neue (super)komplexe möglichkeiten...
Ich schließe mich dem "hm...." von Matthias Lipinsky an ;-)
Du willst also i umdefinieren? Das wird die Mathematiker aber nicht
freuen. Oder einfach eine neue Zahl definieren? Das Problem: Die
gewöhnlichen Rechenfunktionen, darunter auch die Potenzfunktion, führen
nicht aus der Menge der komplexen Zahlen hinaus. Es ist ganz einfach
1
__ _
2
⁴√-1 = (1+i)/√2
dazu braucht man noch keine neue Zahlendimension :)
>Autor: ReinerHaus (Gast)>Datum: 21.08.2009 23:17>Wo bitte wird ein Thermoelement oder ein Schwingquarz eingeordnet?>interessante frage! scheinen mir beide zu den halbleitern zu gehören...
Eben nicht! Zerlege doch das Quarzgehäuse aus deinem Rechner oder einen
Typ-K Sensor vom Thermometer.
An die Helden, die an Dioden und Tunneldioden einen negativen Widerstand
sehen wollen: Es gibt einen negativen DIFFERENTIELLEN Widerstand, das
ist schon was Unterschiedliches!
Und Uhu hat es zwar schon gesagt, aber die festgefahrenen
Ingeniuersgeister wollen es wohl nicht wahrhaben. Der Memristor ist was
tolles neues und nicht im obigen Schema enthalten.
Tom hat Recht-->
Ein Memristor – der Name ist ein Kofferwort aus memory (Speicher) und
resistor (elektr. Widerstand) – ist ein passives elektrisches
Bauelement, dessen elektrischer Widerstand nicht konstant ist, sondern
von seiner Vergangenheit abhängt. Er wird neben dem Widerstand, dem
Kondensator und der Spule als viertes fundamentales passives Bauelement
beschrieben. Im Gegensatz zu den anderen drei Bauelementen, die seit der
Anfangszeit der Elektrotechnik existieren, konnte der Memristor erst im
Jahr 2007 hergestellt werden.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Memristor
...aus der Elektromechanik: die Klabusterwelle...erfunden in Bielefeld
kann am Grillspieß verwendet werden, um darauf die Hommingberger
Gepardenforelle zu grillen.
guude
ts
Man braucht
L
C
R
M (Memristor ;) ),
Übertrager und
Gyratoren
als passive Bauteile.
Und noch Quellen (Spannung, Strom, gesteuerte Quellen).
Viele (alle?) aktiven Bauteile kann man daraus auch schon simulieren.
Tom schrieb:
> Und Uhu hat es zwar schon gesagt, aber die festgefahrenen> Ingeniuersgeister wollen es wohl nicht wahrhaben. Der Memristor ist was> tolles neues und nicht im obigen Schema enthalten.
Und Uhu ist bezeichnenderweise kein Elektriker...
hm, memristor = memory-widerstand
warum dann nicht auch eine memory-spule oder einen memory-kondensator
entwickeln?
hochkapazitive kerkos haben ohnehin von haus aus schon so eine art
memory-effekt wegen trägheit der dielektrikumsmoleküle ;)
yalu schrieb:
> Bei einem negativen Widerstand muss die Spannung mit dem Strom in> negativer Richtung proportional steigen.
Heinz Bastelflink kam auf die Idee, den Innenwiderstand seiner
Batterie auszubauen und anders herum wieder einzubauen, damit er
negativ wird.
Leider ist er beim ersten Kurzschlussversuch gestorben.
;-)
Varistoren; Polyswitches, Gluehbirnen und andere Thermowiderstaende die
gleichzeitig elektrisch beheizt werden und daher dynamisches Verhalten
an den Tag legen; komplexere induktive Bauteile (Transduktor);
Glimmlampen und Funkenstrecken ; alle moeglichen elektrochemischen
Geschichten die sich nichtlinear verhalten.... ; allerlei
Mikrowellenbauteile die scheinbar nur Metallteile in einer bestimmten
Form sind...
>konnte man Induktivität und Kapazität nicht auch irgendwie mit dem OP>nachbilden?
Das programmieren viele doch lieber aus Angst vor der Analogtechnik.