unentdeckte Bauelemente

Gast #1383718
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Hallo,
wenn ich richtig liege, läßt sich alles auf die passiven Bauelemente

-SPULE (induktiver Widerstand)

-KONDENSATOR (kapazitiver W.)

-WIDERSTAND (ohmscher W.)

sowie aktive Bauelemente als da wären

-HALBLEITER

-ELEKTRONENRÖHREN

reduzieren.

(wobei ich jetzt nicht weiß, ob Dioden schon zu den aktiven Bauelementen 
gezählt werden, ich packe sie jetzt einfach mal da hin)

Ein Transformator beispielsweise besteht aus einer Spule mit 
Anzapfung(en) oder aus mehreren getrennten Spulen, läßt sich also 
letztlich auf die SPULE reduzieren.

Wäre es denn möglich, dass theoretisch auch noch andere sinnvolle 
passive Bauelemente existieren können, die noch nicht entdeckt sind? Sie 
müßten dann ja wahrscheinlich einen irgendwie speziell gearteten 
(exotischen) Widerstand in Bezug auf was auch immer (z.B. Wechselstrom) 
besitzen.

Und wie sieht es bei den aktiven Bauelementen aus?


Viele Grüße!
Gast #1383744
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>SPULE (induktiver Widerstand)
>KONDENSATOR (kapazitiver W.)
>WIDERSTAND (ohmscher W.)
>HALBLEITER
>ELEKTRONENRÖHREN

Das ist mal nicht gerade eine geringe Zahl von Grundtypen. Dann wollen 
wir daraus einen Relaiscomputer bauen. Oder eine Kloschüssel.
Gast #1383879
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>Wo bitte wird ein Thermoelement oder ein Schwingquarz eingeordnet?
interessante frage! scheinen mir beide zu den halbleitern zu gehören...

>Wenn man sich mal  Widerstand, Kondensator und Induktivität in der
>Komplexen Ebene anschaut, stellt man fest, dass eine Richtung fehlt.
>Nämlich der negative Widerstand.
das wäre ja dann so etwas wie eine batterie.

wenn man der komplexen ebene eine dimension hinzufügt, müssten doch noch 
ganz andere bauteile denkbar sein?!
oder vielleicht besser zwei zusätzliche dimensionen, dann hätte man mit 
i^4 = -1  wieder ganz neue (super)komplexe möglichkeiten...
Gast #1383923
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Negativer Widerstand?

In der analogen Telefonübertragung, die über einen Draht immer in zwei 
Richtungen gleichzeitig funktionieren muss, gab es früher zwei Verfahren 
der Signalverstärkung:

1. Eine transformatorische Gabelschaltung teilte das Signal in Hin- und 
Rückkanal und für jeden wird ein eigener Verstärker verwendet.

2. Ein bidirektionaler Verstärker mit negativem Widerstand. Dieser 
Widerstand wurde durch simple Dioden erzeugt. Ein vergessenes Stück 
Ingenieurskunst.
Gast #1383929
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ReinerHaus schrieb:

>> Wenn man sich mal  Widerstand, Kondensator und Induktivität in der
>> Komplexen Ebene anschaut, stellt man fest, dass eine Richtung fehlt.
>> Nämlich der negative Widerstand.
> das wäre ja dann so etwas wie eine batterie.

Bei einem negativen Widerstand muss die Spannung mit dem Strom in
negativer Richtung proportional steigen. Bei der Batterie hat die
Spannung zwar umgekehrtes Vorzeichen wie der Strom, steigt aber
betragsmäßig nicht mit diesem. Man kann aber aus einer Batterie und
etwas Elektronik (NIC) tatsächlich etwas aufbauen, was sich wie ein
negativer Widerstand verhält.

Auf jeden Fall ist die Batterie aber ein Bauelement, das in deiner Liste
noch fehlt, weil man sie nicht aus den bereits enthaltenen Bauelementen
zusammensetzen kann.

> oder vielleicht besser zwei zusätzliche dimensionen, dann hätte man
> mit i^4 = -1  wieder ganz neue (super)komplexe möglichkeiten...

Ich schließe mich dem "hm...." von Matthias Lipinsky an ;-)

Du willst also i umdefinieren? Das wird die Mathematiker aber nicht
freuen. Oder einfach eine neue Zahl definieren? Das Problem: Die
gewöhnlichen Rechenfunktionen, darunter auch die Potenzfunktion, führen
nicht aus der Menge der komplexen Zahlen hinaus. Es ist ganz einfach
1
    __          _
2
  ⁴√-1 = (1+i)/√2

dazu braucht man noch keine neue Zahlendimension :)
Gast #1383938
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>Autor: ReinerHaus (Gast)
>Datum: 21.08.2009 23:17

>Wo bitte wird ein Thermoelement oder ein Schwingquarz eingeordnet?
>interessante frage! scheinen mir beide zu den halbleitern zu gehören...
Eben nicht! Zerlege doch das Quarzgehäuse aus deinem Rechner oder einen 
Typ-K Sensor vom Thermometer.
Gast #1383956
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An die Helden, die an Dioden und Tunneldioden einen negativen Widerstand 
sehen wollen: Es gibt einen negativen DIFFERENTIELLEN Widerstand, das 
ist schon was Unterschiedliches!

Und Uhu hat es zwar schon gesagt, aber die festgefahrenen 
Ingeniuersgeister wollen es wohl nicht wahrhaben. Der Memristor ist was 
tolles neues und nicht im obigen Schema enthalten.
Gast #1383973
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Tom hat Recht-->

Ein Memristor – der Name ist ein Kofferwort aus memory (Speicher) und 
resistor (elektr. Widerstand) – ist ein passives elektrisches 
Bauelement, dessen elektrischer Widerstand nicht konstant ist, sondern 
von seiner Vergangenheit abhängt. Er wird neben dem Widerstand, dem 
Kondensator und der Spule als viertes fundamentales passives Bauelement 
beschrieben. Im Gegensatz zu den anderen drei Bauelementen, die seit der 
Anfangszeit der Elektrotechnik existieren, konnte der Memristor erst im 
Jahr 2007 hergestellt werden.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Memristor
Gast #1383998
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Man braucht
L
C
R
M (Memristor ;) ),
Übertrager und
Gyratoren
als passive Bauteile.

Und noch Quellen (Spannung, Strom, gesteuerte Quellen).

Viele (alle?) aktiven Bauteile kann man daraus auch schon simulieren.
Gast #1384334
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hm, memristor = memory-widerstand

warum dann nicht auch eine memory-spule oder einen memory-kondensator 
entwickeln?

hochkapazitive kerkos haben ohnehin von haus aus schon so eine art 
memory-effekt wegen trägheit der dielektrikumsmoleküle ;)
Gast #1386266
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Varistoren; Polyswitches, Gluehbirnen und andere Thermowiderstaende die 
gleichzeitig elektrisch beheizt werden und daher dynamisches Verhalten 
an den Tag legen; komplexere induktive Bauteile (Transduktor); 
Glimmlampen und Funkenstrecken ; alle moeglichen elektrochemischen 
Geschichten die sich nichtlinear verhalten.... ; allerlei 
Mikrowellenbauteile die scheinbar nur Metallteile in einer bestimmten 
Form sind...

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