Blaues LCD Backlight Vorwiderstand sehr klein?

#1383806
Lesenswert?

Hallo!

Ich mache gerade meine ersten Versuche mit einem Arduino Board und habe 
mir dazu auch ein LCD 16x2 besorgt. Laut Datenblatt ( 
http://www.geismars.de/eBay/162.JPG ) hat die Beleuchtung eine 
Durchlassspannung von 4,9 V und Strombedarf von 100 mA (ich habe den Typ 
LMB162AFC).

Nun würde ich das Modul eigentlich gerne über 5V versorgen. Doch da 
berechne ich einen Vorwiderstand von 1 Ohm - kommt mir recht wenig vor. 
Ist das okay so oder brauche ich eine höhere Spannung damit ich einen 
"normalen" Widerstand berechnen kann?

Danke für die Beantwortung dieser vermutlich trivialen Frage!
#1383816
Lesenswert?

Es gibt LCDs, die bereits einen Vorwiderstand eingebaut haben.
Wenn das hier 4.9 V haben soll, vermute ich ist es ein solches;
4.9 V sind ja nicht die Spannung an der eigentlichen LED.
Das sollte aber im Datenblatt stehen (ich habe es jetzt nicht gelesen)
Falls ja, gehen auch ohne weiteren Vorwiderstand genau 5 V oder
5.1 V.
Erst wenn es deutlich mehr wird, würde ich einen Vorwiderstand
spendieren.
Gast #1383829
Lesenswert?

Dieses Backlight kannst du nicht an 5V betreiben, das wäre viel zu 
instabil. Die 4,9V Flussspannung ist ein typischer Wert, der kann und 
wird auch schwanken, je nach Temperatur z.B.

Theoretisch hast du mit deinem 1-Ohm-Widerstand recht, wenn sowohl die 
Durchlassspannung als auch die Versorgungsspannung konstant bleiben 
würde. Tun sie aber beide nicht. Angenommen, die Versorgungsspannung 
bricht nur um 0,15 V ein, dann ist dein Display finster, weil 
Versorgungsspannung < Durchlasspannung.

Wenn andererseits die VCC um nur 0,1 V ansteigt (oder die 
Durchlasspannung um 0,1 V abfällt), hast du schon 200 mA statt der 
gewünschten 100 mA Strom, was bereits über dem zulässigen Grenzwert wäre 
und dein Backlight töten würde.

Ein normaler 5V-Spannungsregler kann zwischen 4,8 - 5,2V 
Ausgangsspannung haben. Rechne dir mal die entsprechenden Ströme aus, 
wenn du einen 1-Ohm-Widerstand einsetzt und die 4,9 V Flussspannung 
konstant bleiben würden.

Also: entweder eine geregelte Konstantstromquelle nehmen oder eine 
höhere Versorgungsspannung und ein entsprechend dimensionierter 
Vorwiderstand.
Gast #1383940
Lesenswert?

4,9 V sind selbst für blaue LEDs reichlich viel. das Spricht dafür, dass 
es ein Modul mit Vorwiderstand ist. Allerdings hätten die dann bestimmt 
nicht 4,9 V sondern 5 V angegeben.  Wenn das Datenblatt nichts weiter 
hergibt, sollte man erst mal einen höheren Widerstand zum testen nehmen. 
Bei den typischen 3,5 V je LED also eher 15 Ohm oder besser noch etwas 
mehr. Alternativ eine Strombegrenzung auf etwa 50-100 mA.
Dann kann man die Spannung und den Strom nachmessen.

LEDs leuchten ja auch mit weniger als dem nominalen Strom.
#1385703
Lesenswert?

Zunächst Danke für die Anteilnahme!

Ich habe mi die Platine mal etwas näher betrachtet und auf einer der 
schmalen Seite gibt es mehrere (8 im Zickzack angeordnet) größere, 
gebohrte Kontakte, wobei nur 2 davon verlötet sind - nämlich die beiden 
äußeren. Jeweils daneben befinden sich in der Kupferschicht die 
Bezeichnungen K und A.

Könnten das Anode und Kathode der Beleuchtung sein? Wundert mich 
allerdings dann etwas, dass nicht C für die Kathode verwendet wird?

Jedenfalls gibt es direkt an A einen (SMD)Widerstand - steht 360 drauf - 
also 36 Ohm - ja, nachmessen bestätigt das.

Wenn ich mit meinem Multimeter im Durchgangs/Diodentest Modus die 
schwarze Com Messleitung an Pin 16 und rote Messleitung an den A-Pin 
halte, leuchtet das Backlight (schwach) :-)

Von Pin K zeigt der Durchgangstest Verbindung zu Pin 16.

Die andere Seite des Widerstands (also die Seite die nicht mit Pin A 
verbunden ist) zeigt laut Durchgangstest Verbindung zu Pin 15.

Pin 15 ist über einen SMD Kondensator, der in Reihe mit einem 1 MOhm 
Widerstand geschaltet ist, mit dem Punkt K verbunden.

Liefert das irgendwelche neuen Erkenntnisse? :-)
Gast #1385747
Lesenswert?

Das hieße dann wenn du 4,9 V anlegst mit 36 Ohm Vorwiderstand und von 
den 100 mA ausgegangen hättest du eine Durchlassspannung der Diode von 
1,1V. hört sich nach sehr wenig an. Gib doch einfach mal die 4,9V aus 
dem Datenblatt mit nem Labornetzteil (mit Strombegrenzung) drauf und 
guck dir den Strom an. Wenn erheblich weniger als die 100 mA fließen, 
dann gib deine 5V drauf und schau dir an ob der Strom unter 100mA 
bleibt. wenn ja dann is gut wenn nicht zusätzlichen Vorwiderstand 
einbauen.
Gast #1385840
Lesenswert?

Das Datenblatt ist eh falsch,
es redet von einem YG LED BACKLIGHT,
also Yellow-Green, gelbgrün.

Ermittle es selbst: LED-Anschlüsse über einen ordentlichen Vorwiderstand 
(sagen wir 100 Ohm) an eine regelbare Spannungsquelle (Labornetzteil), 
und langsam aufdrehen, bis eine angemessene Helligkeit erzielt wird. Ich 
weiss, man weiss nicht genau was angemessen ist, denn es müssen gar 
nicht die 100mA fliessen, die galten ja für gelb-grün, bei blau wird 
weniger Strom reichen. Ist halt Einschätzungssache.

Dann Spannungsabfall an den LED-Anschlüssen messen, und überlegen, ob 
man die gut aus 5V mit Vorwiderstand versorgen kann, oder ob man eine 
höhere Spannungsquelle braucht.
#1385861
Lesenswert?

Ich habe noch nach besseren Datenblättern gesucht und bei 
Datasheet4u.com auch was besseres speziell zu dem Typ gefunden.

http://www.datasheet4u.com/html/L/M/B/LMB162AFC_TOPWAY.pdf.html

Dort ist auch gezeigt wie das Backlight verdrahtet ist.

3 LEDs mit je einem (unspezifiziertem) Vorwiderstand parallel an 15 und 
16.

Forward Voltage 5 V
Forward current max 70 mA, 51 mA (ich denke letzteres soll der typische 
Wert bei 25 Grad C sein)

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren