Hallo,
könnte mir jemand sagen, wie der LM2917N beschaltet werden muss, wenn
ich bei einer Versorgungsspannung von +5v Frequenzen zwischen 33 Hz und
500 Hz messen will? Irgendwie komme ich nicht zurecht.
Danke
Bei nur 5V hast du's am Ausgang natürlich knapp, mehr als 3V kannst du
da nicht produzieren. Mit 10nF an Pin2 und 1uF/78k an Pin3 kommst du bei
500Hz auf 2.9V
So richtig taugt der Chip nicht für 5V, die Diagramme gehen erst bei 6V
los, die nominale Spannung beträgt 7.56V.
Ich meine diese Schaltung:
http://www.schwabenkart.de/Technik/DZM-f2U_b.jpg
Mein Problem, ist dass in der Simulation bei 14000 Umdrehungen (466 Hz)
die Spannung am Ausgang um ca 0.1v schwankt. Ich teste mit einem
Signalgenerator aus der Soundkarte, evtl ist da der Wurm zu suchen?
Was heisst schwankt,
im Sekundenrhythmus oder pro 466 Hz Impuls ?
Die Spannung schwankt genau so, wie die Spannung am 1uF Kondensator,
denn dahinter ist nur eine Folgerstufe.
Und die Spannung an den 1uF schwankt pro Impuls, weil die 0.1uF sich in
den 1uF entlädt, also 1/10 beiträgt.
Für einen Drehzahlmesser/Zeigerinstrument reicht das.
Hallo Mawin,
ich habe leider kein Oszilloskop, daher kann ich nicht genau sagen, ob
die Spannung mit einer bestimmten Frequenz schwankt. Ich sehe es nur an
meinem Multimeter.
Ich möchte mit der Schaltung die Drehzahl loggen. 100 rpm entsprechen
3.34 Hz. Bei der Beschaltung entspricht eine Erhöhung der Frequenz um 3
Hz einer Steigerung der Spannung um 0.03v. Daher sind diese Schwankungen
eher unagenehm.
Dazu muss ich sagen, dass es oben eine 0 fehlt - die Spannung schwankt
um etwa 0.01 - 0.02 v auf meinem Multimeter.
Grüße
> die Drehzahl loggen.
Was heisst loggen?
Noch mal den Spannungswert messen und dann aufzeichnen ?
Wie wäre es, gleich die Frequenz aufzuzeichnen?
Geht mit jedem Audio-Recoder, ganz ohne irgendwelche Zusatzhardware, ist
ist problemlos auswertbar.
> die Spannung schwankt um etwa 0.01 - 0.02 v auf meinem Multimeter.
Also die letzte Stelle schwankt. Was machst du dir Sorgen ? Jede
Frequnz, die nicht exakt 100Hz/50Hz ausmacht, führt zu
Anzeigeschwankungen auf Multimetern.
Ja, ich hatte vor die Spannung am Ausgang des LM2917 mit einem µC zu
messen und auf einen USB Stick zu schreiben.
Audiorecorder passt nicht so gut, da noch weitere Daten (GPS,
Drosselklappe) aufgezeichnet werden sollen.
--> Danke für den Tipp bzgl. der letzten Stelle. War mir nicht bekannt!
>Ja, ich hatte vor die Spannung am Ausgang des LM2917 mit einem µC zu>messen und auf einen USB Stick zu schreiben.
Das ist aber eher von hinten durch die Brust ins Knie schiessen.
Warum machst du nicht einfach mit einem Timer im Capture Mode eine
Periodendauer messung und verwendest diese Ergebnis anstatt ueber den
Umweg einer Analogen Spannung zu gehen.
Gruss Helmi
Hallo Helmi,
naja der erste Grund ist der, dass ich eher ein Anfänger bin.
Kann man die Periode auch dann messen, wenn das Drehzahlsignal recht
unsauber ist? Soweit ich weiß, kommt da kein sauberes Rechtecksignal an.
Dachte, dass das LM2917 die "Filterarbeit" für mich übernimmt.
Wie genau funktioniert das mit dem Timer?
Grüße
>Kann man die Periode auch dann messen, wenn das Drehzahlsignal recht>unsauber ist?
Man kann danach einen Mittelwert bilden. Also im einfachsten Fall n
Messungen machen und dann durch n teilen.
>Wie genau funktioniert das mit dem Timer?
Nun da ware zwar zuerst die Frage welchen uC du verwenden moechstes.
Aber im Prinzip arbeiten die Timer alle aehnlich.
Es laeuft im Prozessor ein Zaehler der von einem Takt gespeisst wird.
Dieser Zaehler zaehlt jetzt kontinuierlich hoch. Wenn jetzt eine Flanke
von deinem Signal kommt wird dieser Zaehlerstand in einem Register
abgespeichert und ein Interrupt ausgeloest. In deiner Interrupt routine
liest du dieses Register aus. Der Zaehler laueft waerend dessen weiter.
Kommt jetzt eine zweite Flanke passiert das gleiche nochmal diesmal mit
einem anderen Zaehlerstand. Die Differenz der beiden Zaehlerstaende
multipliziert mit der Periodendauer deines Zaehlertaktets ist jetzt die
Zeit zwischen den beiden Impulsen also die Periodendauer deiner
Drehzahl. Der Reziprokwert deiner Periodendauer ist deine Frequenz
b.z.w. Drehzahl. Aufpassen must du allerdings wenn der neue Zaehlerstand
kleiner als der alte ist. In dem Fall ist dein Zaehler einmal komplett
durchgelaufen und du must die Berechnung fuer die Zeitdifferenz etwas
anders machen.
Im Fall Neuer Zaehler > alter Zaehler
D = Neu - Alt
In dem Fall Neuer Zaehler < alter Zaehler
D = MAX - (Alt - Neu)
D = Differenz der Zaehlerstaende
MAX = maximaler Zaehlerwert im Fall eines 16 Bit Zaehler 65535
Gruss Helmi