FT232R und USB-DP/DM Kondensatoren

Gast #1386190
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Hallo zusammen,

ich erstelle gerade mal wieder einen USB/RS232 Adapter mit dem FT232R.
Jetzt habe ich irgendwo in einem Beitrag gelesen, daß man an die DP und 
DM Leitungen je einen 47pF nach GND anschließen soll.
Ist das für den Betrieb notwendig - nur unter EMV Betrachtung - wenn ich 
ein ca. 2,5m bis 3m langes USB Kabel anschließen möchte?

Kennt jemand evtl. einen RS232 Treiberbaustein mit 1MBaud, 2Receiver, 
2Transmitter UND integrierten Kondensatoren? Ich habe leider nur diveres 
Bausteine gefunden die zwar 1MBaud können, aber immer noch 4 externe 
Kondensatoren benötigen.

Gruß
TK
#1386196
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TK schrieb:
> Hallo zusammen,
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> ich erstelle gerade mal wieder einen USB/RS232 Adapter mit dem FT232R.
> Jetzt habe ich irgendwo in einem Beitrag gelesen, daß man an die DP und
> DM Leitungen je einen 47pF nach GND anschließen soll.
> Ist das für den Betrieb notwendig - nur unter EMV Betrachtung - wenn ich
> ein ca. 2,5m bis 3m langes USB Kabel anschließen möchte?

Diese Kondensatoren sind schon längst nicht mehr aktuell. Im Datenblatt 
des FT232R tauchen die nirgends auf und sollten tunlichst weggelassen 
werden.

> Kennt jemand evtl. einen RS232 Treiberbaustein mit 1MBaud, 2Receiver,
> 2Transmitter UND integrierten Kondensatoren? Ich habe leider nur diveres
> Bausteine gefunden die zwar 1MBaud können, aber immer noch 4 externe
> Kondensatoren benötigen.

Die sind auch extern nötig, weil sich solche großen Kondensatoren 
schlecht oder gar nicht auf Silizium integrieren lassen. Die 
Ladungspumpe benötigt nun mal einige nF.
Gast #1386209
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Danke für die Antwort,

OK - wie gesagt - ich hab mal gelesen, daß auf einem FTDI-Eval-Board die 
47pF drauf sind. Im Datenblatt steht nichts davon - das hab ich auch 
gelesen!
Es geht hierbei um EMV Betrachtung bei eben 2,5m / 3m USB Kabel.

Es gibt sehr wohl Bausteine mit 4 integrierten Kondensatoren (ich glaube 
MAX202, MAX213 oder so - die haben dann 5/3 Rec/Trans).
Persönliche Seite #1386232
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> Es gibt sehr wohl Bausteine mit 4 integrierten Kondensatoren (ich glaube
> MAX202, MAX213 oder so - die haben dann 5/3 Rec/Trans).

Das trifft schon zu, aber funktionieren damit Baudraten, die wie von Dir 
gewünscht erheblich über 115200 liegen?

Du musst aber auch gar keinen MAX-irgendwas verwenden, wenn Du eine 
symmetrische Versorgungsspannung im Bereich von +/- 15 .. +/- 5 V hast. 
Dann kannst Du auch einen "echten" RS232-Transceiver wie den 75232 oder 
die übliche Kombination aus 75188/189 bzw. 1488/1489 verwenden.
Gast #1386300
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Das ist ja die große Frage mit den Baudrates. Bis jetzt habe ich eben 
noch keinen Baustein gefunden - daher auch hier die Frage im Forum.

Nein - leider habe ich auch keine sym. Spannung.
Das Problem ist auch, daß ich nur eine Platinengröße von 2x1cm zur 
Verfügung habe - da müssen halt Bauteile eingespart werden.

Gruß
TK
#1386572
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Die 47pF Kondensatoren sind nicht zwingend nötig, ich würde sie aber 
einbauen.

Bei den "alten" B Versionen der FTDI Chips waren sie auf jeden Fall 
nötig, da sonst bei USB 2.0 Anschlüssen der FTDI Chip teilweise nicht 
erkannt wurde.

Ich würde sie aber auch bei Schaltungen mit dem "R" vorsehen, da sie das 
EMV Spektrum auf dem USB Kabel deutlich begrenzen. Es gibt auch 
Applikationsschaltpläne von FTDI, die diese Kondensatoren vorsehen.

Ob sie für die EMV Messung zwingend nötig sind weiß ich nicht - bei den 
"B" Versionen war es bei unseren Geräten so, daß wir ein Ferrit auf dem 
USB Kabel gebraucht haben als wir die Kondensatoren noch nicht drin 
hatten.

Wir haben bisher 5.000 Geräte mit den "B" Versionen und rund 1.000 mit 
den "R" Versionen draussen ...

Gruß, Marcus

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