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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Notebook an Autobatterie


Autor: Marco Bauer (Gast)
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Hallo,

ich möchte ein Notebook mobil und ohne Stromnetz in Reichweite für
mehrere Stunden ununterbrochen betreiben können. Der interne Akku
hält max. 2,5 h, das ist mir zu kurz, ich hätte gerne so ca. 8 -
10 h ununterbrochenen Betrieb. Ich habe deshalb daran gedacht,
das Notebook aus einer Autobatterie 12 V mit 140 Ah zu speisen.
Das Notebook ist ein Lenovo T500 und zieht über den externen
Spannungsversorgungsanschluß (19 V) laut Netzteilaufruck einen
Strom von 4 A.
Unter der Annahme, daß man eine Bleibatterie auf ca. 80 % der
Nennkapazität entladen kann, ohne das irgendwelche Schäden auf-
treten, hätte ich von den 140 Ah also 40 Ah zur Verfügung. Bei
4 A hieße das dann 10 h Betrieb. Wo liegt der Fehler ?
Ach ja, ich würde dafür eine extra Batterie nehmen und nicht das
Notebook ans Bordspannungsnetz hängen, d. h. Probleme durch
Spannungsspitzen sind ausgeschlossen.

Angenommen, die Batterie gibt den Strom so lange her:

Die Batterie liefert mir irgendwas im Bereich 10 - 14 V, je nach
Ladezustand, das Notebook erwartet am externen Spannungsversorgungs-
eingang 19 V. D. h. ich bräuchte an der Stelle eigentlich einen
Step-up-Wandler oder gar einen Wechselrichter 12V/230V und dann
über das Netzteil 230V/19V auf das Notebook (Wirkungsgrad...).

Diesen Weg möchte ich aber NICHT gehen. Das Notebook soll Teil
einer Funkstörmeßeinrichtung werden, weshalb ich alle Störquellen,
insbesondere taktende Schaltwandler, soweit wie möglich vermeiden
möchte (ich weiß, das Notebook produziert im Akkubetrieb auch noch
einige Störsignale, aber diese sind noch vertretbar - wurde schon
ausprobiert; aber Schaltnetzteile sind tabu).

Mein Vorhaben ist, das Notebook über die Akkukontakte extern mit
Spannung zu versorgen. Es erwartet vom Akku 10.8 V Nennspannung,
diese ließe sich über einen Low-Drop-Linearspannungsregler relativ
leicht aus den 12 V gewinnen (da müßte dann halt noch eine Spannungs-
überwachungsschaltung dran, die sich meldet, wenn die Batterie-
spannung nahe an die 12 V rankommt. D. h. Original-Akku raus, von
den Akkukontakten mit einem Kabel an den Linearregler und davon an
die Autobatterie.

Dazu zwei Fragen:

1. die mechanische Ausführung:
ich will das Einspeisekabel natürlich nicht direkt an die Notebook-
ladekontakte löten (ich will ja ggf. auch wieder den Originalakku
mal benutzen können). Stattdessen will ich einen alten, defekten
Notebookakku nehmen (habe ich schon), daraus die Akkuzellen entfernen
und nur das Gehäuse quasi als "Einspeiseadapter" benutzen. Das Akku-
gehäuse bekommt dann irgendwo eine Bohrung, aus der dann das Kabel
zu einem externen Kästchen geht, in dem der Linearregler sitzt.

Weiß jemand, wie man die Lenovo-Akkugehäuse zerstörungsfrei öffnen
kann ? Das Kunststoffgehäuse scheint irgendwie geklipst zu sein.
Wo die Laschen bei solchen geklipsten Gehäusen sind, weiß man leider
immer erst hinterher, wenn die dann abgebrochen sind...

2. die elektrische Verbindung:
Auf dem Akku sind + und - gekennzeichnet, von daher also erstmal
kein Problem, die externe Spannung richtig einzuspeisen. Was hat es
aber mit den anderen 5 Kontakten auf sich ? Ich nehme mal an, in dem
Li-Ionen-Akku könnte noch eine Art Ladeelektronik mit drin sein.
Das Notebook ist ja immerhin in der Lage via Software den Ladezu-
stand des Akkus anzuzeigen. Würde das Notebook auch funktionieren,
wenn diese restlichen Pins unbeschaltet bleiben ? Ggf. würde der
Akku als vermeintlich leer erkannt werden, aber so lange das für
die Funktion an sich nichts ausmacht, wäre mir das egal. Hat schon
mal jemand probiert, ob ein Notebook dieser Typenreihe sich auch
auf diese Art betreiben läßt ?

Für Infos und Erfahrungen aus der Richtung wäre ich dankbar.

Gruß, Marco

Autor: Bernhard (Gast)
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Hallo!
Die Einspeisung über den Akkuanschluss würde ich nicht machen, das 
Risiko das Notebook zu schrotten ist zu groß.
Ich würde ein Universal-Notebooknetzteil fürs Auto (12V) bzw. 230V-Netz 
kaufen, AFAIK gibts das von Kensington

Grüße,

Bernhard

Autor: mm (Gast)
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Ein Denk-Fehler: Ladegerät liefert 19 V, Bleiakku 12 V.
Also brauchst du grob einen Strom von 6 A für gleiche Leistung. 
(verluste in Laptopelektronik nicht eingerechnet)

Wahrscheinlich wird der Laptop ohne eine Kommunikation mit der 
"Akkuelektronik" gar nicht anfangen den Akku (richtig) zu benutzen.
Dies dient als Sicherheitsmassnahme gegen brennende LiIonen Akkus.

Einfachste Alternative: Du nimmst ein 24 V Akku oder 2 12 V Akkus.

Autor: gast (Gast)
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Die 19V vom Netzteil sind da um eine 4s-Akkukonfiguration laden zu 
können. Der Notebookakku selber hat einen Spannungsbereich die von 
~12V-16,8V reicht. Was dir einen Strich durch die Rechnung machen könnte 
wäre ein Unterspannungsschutz im Notebook selber. Probier es erst mal an 
einem Labornetzgerät aus, manchmal sind auch Sicherungen recht knapp 
dimensioniert.
Passend wäre ein Step-Up mit 8-16V Eingang und 19V Ausgang. Galvanisch 
getrennt müßte das ganze ja gar nicht sein.

Autor: Hans Mayer (hansilein)
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Wenn ich bei meinem X60s den Akku nicht richtig einbaue, also nicht alle 
pins kontakt haben, läuft das Notebook aber er kann den Batteriestatus 
nicht anzeigen. Ausserdem kommt diese Lenovo-Originalakku-Warnung.

Du könntest aber auch einfach die elektronik im akkupack drinlassen und 
statt den zellen deine spannungsquelle anschließen.
Denke auch daran, was passiert, wenn Dein Adapter drin ist und jemand 
das Netzteil anschließt, nicht daß Du dann deinen LDO kaputtmachst.

Davon abgesehen, gibt es wohl einen 9-zellen akku, sowie diesen 
extraakku:
http://www.thinkwiki.org/wiki/Ultrabay_Slim_Battery
könnte das nicht reichen?
Evtl. noch einen Akku zum tauschen mitnehmen.

Autor: Peter (Gast)
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Warum nicht einfach einen fertigen Zigarettenanzünder Netzteil
passend für Lenovo kaufen ?
Wenn man so ein gutes (teures...) Gerät sicher betreiben will ?
Die haben sich bei der Entwicklung schon alle Gedanken zu
Bordnetz-, Über-, Unterspannung gemacht
und damit hast Du plug-and play. ;-)

Gruß Peter

Autor: Hans Mayer (hansilein)
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Hat er doch geschrieben, wegen dem Schaltnetzteil darin.

Autor: Wolfgang (Gast)
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Es arbeitet doch aber jeder Step-Up bzw. Step-Down mit einer mehreren 
kHz Taktung. Somit ist jeder dieser Schaltungen eine Art 
"Schaltnetzteil".

Autor: Barny F. (barny)
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Wie schon vorher geschrieben wurde, ist die besste Lösung ein 
Laptop-Adapter für den Zigarrettenanzünder.
Da braucht man nur den Zigarettenanzünderanschluss durch geeignete 
Anschlussklemmen für den Akku ersetzen.

Denn so ein Schaltregler hat normalerweise einen Wirkungsgrad von 70 bis 
90%. Und dass ist nichtmal so schlecht.
Jedenfalls ist der Wirkungsgrad beim normalen PKW-Laptopadapter weit 
besser als die Linearregler die er für die gefährliche Akkubastelei 
verwenden will.

Wenn man den Laptop direkt an den Akku hängt, fließt beim Schaltregler 
innerhalb des Laptops ein viel höherer Strom als normal.
Desswegen kann es über hurz oder lang dazu führen dass der Schaltregler 
innerhalb des Laptops durchbrennt. Und dass kommt bei einem Laptop 
normalerweise einem Totalschaden gleich.
Bei mir ist übrigens der Schaltregler im Laptop durchgebrannt als ich 
ihn über längere Zeit (ca. 12h) anstatt mit 19V mit einem 15V Netzteil 
versorgt hatte.


Meines wissens nach sind die Bleiplatten-Akkus aus dem PKW / LKW Bereich 
nicht zyklenfest.
Dass bedeutet sie sind nicht dafür ausgelegt dass sie öfters entladen 
werden.
Sie sind eher dafür ausgelegt kurzzeitig extreme Ströme zu liefern.
Besser geeignet sind Bleigel-Akkus oder Akkus für Solaranlagen.
Die haben meißtens einfach Muttern an denen man den Adapter einfacher 
befestigen kann.

Aus Sicherheitsgründen würde ich in die +12V Leitung zwischen Akku und 
Adapter noch eine 10 bis 15A Sicherung einbauen.
Denn die meißten Adapterhersteller dürften sich darauf verlassen dass 
die Sicherung des Zigarrettenanzünders vorhanden ist.


[Edit]
Und für den Fall dass der Bastelgrund der ist dass der Netzanschluss 
nicht mehr funktioniert:

Normalerweise sind die Buchsen nicht für die am Laptop auftretenden 
Kräfte ausgelegt.
In 95% aller Fälle bei denen der Laptop nicht mehr über Netzbetrieb 
läuft, sind die Lötkontakte bei der Buchse aufgegangen.
Wenn man die nachlötet, läuft der Akku wieder.
[/Edit]

Autor: Hans Mayer (hansilein)
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Das seh ich nicht ein.
die beste Lösung sind Originalakkus.

Die zweitbeste Lösung ist die Ladebuchse zu benutzen. Und zwar mit der 
richtigen Spannung.

Wenn man aus EMV-Gründen keine Schaltnetzteile will( so wie der 
urposter),
dann kann man immer noch zwei 12V-Akkus in Reihe schalten und dann 
linear regeln. Blei-Gel ist sicher besser als eine Autobatterie.

Autor: Barny F. (barny)
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> Wenn man aus EMV-Gründen keine Schaltnetzteile will( so wie der
> urposter),
> dann kann man immer noch zwei 12V-Akkus in Reihe schalten und dann
> linear regeln. Blei-Gel ist sicher besser als eine Autobatterie.
Da wird er sich dann etwas wundern.
Denn auch in jedem PC und Laptop sind jede menge DC/DC Wandler verbaut.
Und der Prozessor selbst verursacht auch jede Menge Stöhrungen.
Auch die Hintergrundbeleuchtung dürfte einige Stöhrungen generieren.

Wenn man also den DC/DC Wandler zwischen Akku und Laptop ordentlich 
schirmt, die Versorgungsleitung kurz hält und geschirmte Leitungen 
verwendet, dürften die Stöhrungen im vertretbahren Rahmen bleiben.

Autor: Marco Bauer (Gast)
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Hallo,

danke soweit für die zahlreichen Antworten.

@mm:
Das mit den 6 A statt den 4 A ist natürlich richtig, das
Notebook kann über die Akkuanschlüsse nicht mit weniger
Leistung auskommen, wie über den 19 V-Anschluß, ansonsten
müßte dort ja die Differenz verbraten werden; war zu kurz
gedacht von mir. Bei 6 A Strom über den Akkuanschluß
(eigentlich ne ganze Menge für so kompakte Akkus, oder ?)
blieben mir nach meiner Rechnung dann aber immer noch ca.
6.5 h Betrieb, was zwar nicht so schön ist wie 10 h, aber
noch OK.

Ich will am Akkuanschluß übrigens nicht die 12 V direkt
einspeisen und damit die internen Regler auf Dauer über-
fahren, sondern über einen externen Low-Drop-Regler auf
10.8 V runterregeln (= Akkunennspannung) und diese dann
einspeisen, nur falls das nicht richtig rübergekommen ist.

Die Adapter für den Zigarettenanzünder kenne ich, diese
will ich aber bewußt nicht verwenden, eben wegen der EMV-
Problematik. Es soll eine linear geregelte externe Spannungs-
versorgung verwendet werden. Daß natürlich das Notebook intern
auch noch alle möglichen Schaltregler hat, der Prozessor, das
Display, die Schnittstellen usw. in der Gegend rumtakten, das
ist mir bewußt, aber diese Störungen sind bereits bekannt und
liegen noch unterhalb dessen, was ich tollerieren kann, bzw.
frequenzmäßig überhalb von dem Bereich, der mich interessiert,
während Schaltregler im kHz- bzw. max. niedrigen MHz-Bereich
arbeiten und mir damit und den Oberwellen meine Nutzsignale
zumüllen. Möglicherweise liegen die intern generierten Störungen
auch noch deshalb im Rahmen, weil sich alles innerhalb des 
Notebookgehäuses befindet (keine Leitungen nach außen führen) und
dieses auch abschirmend wirkt (die T-Reihen haben doch AFAIK noch
Metall innen drinnen, bei X oder W ist es bloß Plastik). Einen 
DC/DC-Wandler von 12 V auf 19 V zu nehmen und diesen wie oben 
vorgeschlagen
gut zu schirmen und kurze Leitungen zu nehmen, währe wahrscheinlich
der näherliegende Weg, aber gerade dieses gute Abschirmen hat bei
solchen Strömen seine Tücken in sich, ich habe das schon einmal bei
einem anderen Versuchsaufbau ausprobiert, die Störungen aber letzt-
endlich doch nicht so wie gewollt in den Griff bekommen.

Zwei 12 V-Akkus in Reihe schalten und über einen Linearregler
auf den 19 V-Anschluß gehen wäre natürlich auch eine Möglichkeit,
aber dann müßte ich am Linearregler 5 V * 4 A = 20 W verbraten,
während es am Akkuanschluß "bloß" 1.2 V * 6 A = 7.2 W wären.

Wegen der Zyklenfestigkeit von normalen Bleiakkus:
ich wollte den Akku jeweils nur bis auf 80 % seiner Nennkapazität
entladen, das ganze auch nicht zu oft, so ca. 1x im Monat.
Daß Blei-Gel-Akkus für solch eine Dauerstromanwendung besser
geeignet wären, hab ich befürchtet, jedoch kostet ein 140 Ah
Blei-Gel-Akku ca. 450 EUR (was ich nicht ausgeben will), während
eine 140 Ah Autobatterie schon für 140 EUR zu haben ist.

Danke für den Hinweis, daß das Notebook ev. versuchen könnte,
den nicht vorhandenen Akku zu laden und damit den Einspeise-
regler killen könnte, falls jemand gleichzeitig noch die
19 V extern anlegt. Wenn die Ladespannung kleiner als die 12 V
am LDO-Eingang sind, dann ist dessen Ausgangspotential nicht unter
dem Eingang und es sollte nichts passieren, ich messe das aber
sicherheitshalber vielleicht doch noch einmal nach.

Gruß

Marco

Autor: mm (Gast)
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Ja, 6 A sind viel - ca 75 Watt.

Der Laptop an sich braucht bei voller Leistung weniger - es muss noch 
Leistung fürs Akku laden übrig sein.

Auch USB, DVD Brenner, WLAN, Bluetooth, Display,... sind bei der 
Netzteilleistung mit eingerechnet.

Also hast du noch viel Reserve.

Autor: Sven K. (Gast)
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Hi Marco,

wir unterhalten uns doch über ein Lenovo T500 ?
Das bekommt aber ein DC/IN mit 20V oder nicht ?
Verstehe nicht wieso über 19V gesprochen wird ?

Ist von der Verlustleistung schon etwas weniger,
aber bei 2x12V sind das z.B.

13,8 - 14,0 geladen bei Zyklenbetrieb -> 28V.
Linear also 8Vx4A vernichten ~32Watt.

Tja, da muss man wohl das geringere Übel nehmen,
wenns Dir um die EMV geht....

Gruß Sven

Autor: Sven K. (Gast)
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Stecker 20V s. Anhang

Autor: Alexander Schmidt (esko) Benutzerseite
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Wenn man mal annimmt, das Notebook hält im Akkubetrieb 4 Stunden durch 
und der Akku hat 10Ah, dann sind das 2,5A.
Da der Akku wohl um die 10V hat sind das:  2,5A * 10V = 25W

Mit einem 100Ah Blei-Akku kommt man damit etwa 20h durch, wenn man ihn 
nur zur Hälfte entlädt. (Wegen der Lebensdauer)

Die ~2V Differenz zwischen 12V Bleiakku und 10V Notebookakku-Anschluss 
muss man dann eben verheizen. Macht 2V * 2,5A = 5W
Ein Kühlkörper dran und fertig.

(Alle Werte zum Laptop sind geschätzt, kann man aber sicher im Internet 
finden.)

Autor: Marco Bauer (Gast)
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@mm:
Stimmt, der Strom fürs Akku-Laden würde bei der 19 V-Speisung
wegfallen. Ich muß mal das Notebook nur an 19 V und ohne Akku
betreiben (wenn es dann überhaupt hochfährt, hab ich noch nicht
probiert) und dann die Stromaufnahme messen.

@Sven K.:
Auf dem Netzteil, das bei dem Notebook dabei war, steht 19 V
Eingangsspannung drauf. Bin mir aber nicht sicher, ob das ein
Original-Netzteil ist oder nicht. Jedenfalls scheint es bisher
mit 19 V ganz gut zu funktionieren. Die ganzen KFZ-Adapter, die
für Lenovo-Notebooks im Internet verramscht werden, haben aber
alle 20 V als Ausgangsspannung angegeben. Entweder sind die 20 V
dann die eigentlich erwartete Eingangsspannung oder das 1 V mehr
macht nichts aus.

Ich hab zwischenzeitlich mal einen defekten Akku geöffnet. Der
Kunststoff sieht jetzt leider etwas mitgenommen aus, aber mit
etwas Klebstoff lassen sich die beiden Halbschalen schon wieder
zusammenbekommen. Die Anschlußkontakte sitzen auf einem Board
mit der Ladeelektronik. Die Akkuzellen habe ich mal rausgenommen
und auf dem Board alle Leiterbahnen von den Kontakten zu der
restlichen Elektronik durchgefräst. Wenn ich die nächsten Tage
eine Stromquelle auftreiben kann, die mir 4 - 6 A liefert und
die ich genau genug auf 10.8 V einstellen kann, dann werde ich
damit mal ausprobieren, ob das Teil hochfährt.

Autor: eProfi (Gast)
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Das mit den 10,8V braucht man nicht so eng sehen, das ist den 
Nennspannung der Zellen.
Bei Ladeschluß ist diese Spannung 3*4,2=12,6 V .
Nimm einfach den alten Akku und schließe die Autobatterie zu den 
Akkuzellen parallel. Evtl. am Anfang (solange der Akku noch eine höhere 
Spannung als 12,5 V hat) eine oder zwei Dioden in Reihe.

Autor: Heimwerker (Gast)
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Hi.
Ich hatte mal nen Notebook, der ohne irgendwelche Wandler-Adapter direkt 
an 12 V lief, obwohl er eigentlich 15 V haben wollte. Es war ein altes 
Toshiba Notebook, hatte afaik ne 500 MHz CPU.
Der hat es jahrelang überlebt, direkt am Akku betrieben zu werden. 
Selbst mit schwankender Spannung (niedrige Spannung bei fast leerem 
Akku, oder hoher Spannung beim Aufladen) hatte der keine Probleme.
Das Notebook hat nur den internen Akku nicht mehr aufgeladen, wenn die 
Spannung unter ca 14 V gefallen ist.


Wenn du das Notebook direkt über den Akkuanschluss mit Spannung 
versorgen willst, weil du keinen HF Noise durch Schaltregler haben 
willst, solltest du nur eins beachten: Der Akkuanschluss wird höchst 
wahrscheinlich nicht sonderlich gut entstört sein da er wohl nicht gut 
entsört ist und keine großen Abblockmaßnahmen getroffen wurden. Normal 
ist da ja nix angeschlossen, was groß Störungen abstrahlen kann. Wenn du 
da ne Leitung anschliesst, holst du dir den HF noise quasi aus dem 
Laptop,


Was genau willst du eigentlich machen?
"Das Notebook soll Teil
einer Funkstörmeßeinrichtung werden..." hast geschrieben, aber was 
willst genau machen?


Für mich hört sich das alles mehr nach Amateurfunk an.
Vielleicht Contest/Fielddaybetrieb wo man natürlich auch so wenig man 
made noise wie möglich haben will, damit schwache Stationen noch 
aufnehmbar sind und nicht in QRM unter gehen.
8-10 Stunden Betriebszeit alle paar Wochen weitab vom Stromnetz passt 
meiner Meinung nach auch gut zum Contestbetrieb.
Ich tippe auch mal darauf, dass ihr wohl auf Kurzwelle was machen wollt, 
weil du so Angst vor Schaltnetzteilen hast.
Oder wollt ihr Störer peilen oder sowas? Bandwacht auf der grünen Wiese?
Oder QRM Logging (z.B. QRM durch PLC) betreiben?

Ich würde an deiner Stelle einfach 2-3 KFZ Notebookadapter verschiedener 
Hersteller und Bauart kaufen, und den nehmen, der am wenigsten stört.
Wenn der Geldbeutel groß genug ist, könntest zum Loggen auch einen 
professionellen industrie-PC mit 24 V Anschluss nehemen.
Die dürften um Größenordnungen weniger QRM als ein normales Notebook 
erzeugen.

Achja, du könntest auch 3x 6 Volt Blei-Akkus in Reihe schalten, dann 
kämst du in Etwa auf die Spammung, die dein Notebook braucht, ganz ohne 
irgendwelche Wandler.

Autor: Marco Bauer (Gast)
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@Heimwerker:
Daß der Akkuanschluß weniger Entstörung aufweist, als der
reguläre Stromanschluß und mir über das Akkukabel dann
Störungen aus dem Notebook nach außen strahlen, daß könnte
natürlich sein. Kann man wahrscheinlich nur durch Ausprobieren
herausfinden.

Ich hab nochmal nachgeschaut: das Netzteil, das dabei ist, ist
kein Originalnetzteil. Original sollte das Notebook mit 20 V
laufen und 3.25 A ziehen, aber mit dem vorhandenen 19 V / 4 A-
Netzteil läuft es auch problemlos. Der Hohlstecker scheint aber
der gleiche zu sein, wie auf dem Bild von Sven.

Um Contestbetrieb geht es nicht, eher um QRM-Logging. Es sollen
diverse Störungen ausgewertet werden, die den Empfang von Funk-
navigationsdiensten erschweren. Einen Datenlogger mit einem
Industrie-PC hatte ich für ein anderes Projekt mal aufgebaut
gehabt, das Ding war aber eine schlimmere Störsignalquelle, als
mein normaler Arbeitsplatzrechner. Einigermaßen Ruhe war erst,
nachdem ich den USB-Bus totgelegt hatte.

Wenn die Akkugeschichte nicht funktioniert oder zu aufwendig wird,
dann baue ich halt doch einmal so ein KFZ-Notebookadapter in ein
Metallgehäuse ein und versuche die Leitungen soweit wie möglich
zu entstören. Müßte ich halt 25 EUR für so ein Teil von eBay riskieren.
Ich denke, ich mach das mal parallel zu der Akkugeschichte und schau
mir so einen KFZ-Adapter mal auf dem Spektrumanalyzer an.

Autor: Randy (Gast)
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> Wenn die Akkugeschichte nicht funktioniert oder zu aufwendig wird,
> dann baue ich halt doch einmal so ein KFZ-Notebookadapter in ein
> Metallgehäuse ein und versuche die Leitungen soweit wie möglich
> zu entstören.

Probiers doch zuerst ganz ohne Metallgehäuse. Im Notebook selber sind so 
viele Schaltregler drin, da kommt es auf den einen externen auch nicht 
an. Außerdem kommt es bei DC/DC Wandlern auf die Details der 
Konstruktion an ob sie Störungen verursachen oder nicht. Kann also sein 
dass ein Dritt-Anbieter-China-Billig-12V-Adapter Störungen verursacht 
wie der Teufel, ein anderer (vernünftig gebauter) 12-auf-19V-Wandler 
jedoch nicht. Schaltnetzteil ist nicht mit Funkstörung gleichzusetzen, 
das kommt immer auf einen vernünftigen Aufbau an!

HTH
Randy

Autor: Heimwerker (Gast)
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Jop.
Wie gesagt, ich würd erst mal 3 verschiedene KFZ Notebookadapter kaufen, 
den nehmen, der wenigsten stört und bei den andern beiden vom 
Rückgaberecht gebrauch machen.


Bei Industrie-PC's mag es auch unterschiede geben, ich habe mit meinem 
jedenfalls keinerlei Probleme.
Das Netzteil hat sogar einen Kaltgeräteanschluss mit eingebautem 
EMI-Filter.
Die Luft- Ein und auslässe sind durch ein feinmaschiges Metallgitter 
geschützt, damit weniger Dreck reinkommt, HF-Technisch macht sich das 
auch gut. Ich habe den Industrie PC in meinem Shack auf dem Dachboden 
stehen.
In nur wenigen Metern Entfernung auf dem Dach ist meine 
Kurzwellenantenne. Trotzdem stört der PC nicht nennenswert. Und auch 
wenn ich mit großer Leistung sende, passiert nicht viel. Früher hab ich 
einen handelsüblichen Computer verwendet. Der hat viel mehr QRM erzeugt 
und ist beim Senden mit großer Sendeleistung gerne mal abgestürzt.

Autor: tex (Gast)
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@Marko
Hast Du mal versucht, das Notebook über das Ladekabel (ohne eingebauten 
Akku) mit 12V zu versorgen?
Viele Geräte machen das problemlos mit, laden aber die Akkus nicht mehr.
Wenn das nicht geht, gab es von MaxData Mini-Pcs mit allem Drum und 
Dran, die mit 12V laufen (obschon sie auch ein 20V Netzteil mitbekommen) 
Maxdata gibt es nicht mehr aber die Pcs werden immer noch hergestellt 
und verkauft.
Da kann man dann gleich noch den Monitor als Störquelle und Stromfresser 
abschalten.

Autor: Adrian (Gast)
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Und wie währe es mit zwei Akkus,
einer mit 12V, und einem mit 6Volt in Reihe.
Macht 18Volt und entladen 15 Volt wenn das noch funktioniert
sollte es der günstigste weg sein.
Der zweite akku kostet zwar bringt aber auch
Energie in die Rechnung während der Wandler nur
Verluste mitbringt.

Autor: Adrian (Gast)
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Vergessen: Natürlich über den Netzteil-stecker Eingang

Autor: Adrian (Gast)
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Gerade ein Brot gegessen und noch eine Idee gehabt mit einem billig 
gekauften
Tiefenentladeschutz am 12 Volt Akku ließen sich,
a: Die Akkus schonen
b: bei eingelegtem Lion Akku der Rechner schonen (würde bei 
"Netzausfall" umschalten und bei leerer Lion herunterfahren.

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