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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Bidirektionale Transildioden.wozu?!


Autor: Chris (Gast)
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Hallo,
habe mal ne doofe Frage die mir gerade auf dem Heimweg kam: Wieso gibt 
es/verwendet man eigentlich bidirektionale TVS/Transil Dioden? Macht 
doch bei normaler Logik eigentlich keinen Sinn da ich keine negativen 
Spannungen haben will. Macht doch eigentlich nur in differentiellen 
Systemen Sinn oder nicht? Ich wundere mich, da ein Kunde von uns so ein 
Ding zB auch immmer in der Spannungsversorgung verwendet Auch vor den 
ADC Eingängen immer bidirektionale Transil/TVS Dioden. Das bedeutet, das 
auch negative Impule bis zur Sperrspannung durchkommen können. Sinn 
erschliesst sich mir dort nicht so ganz....vielleicht wem anders?
Gruss Chris

Autor: A. K. (prx)
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Schon mal was von Wechselspannung gehört?

Autor: Chris (Gast)
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Hallo...die Frage kannst du dir sicher selbst beantworten, wenn du mir 
sagst, was im Bezug auf das "Wegdrücken" der Unterschied zwischen einer 
Wechselspannung und einer differentiellen Spannung ist :-)
An Logikeingängen oder der Spannungsversorgung (DC) machts aber find ich 
keinen Sinn. Hier sollten unidirektionale zum Einsatz kommen. Aber es 
sind immer bidirektionale. Vielleicht hat ja wer anders eine idee.

Autor: A. K. (prx)
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Was war nochmal die Frage: Wozu es bidirektionale gibt, oder warum dein 
Kunde an Stellen welche verwendet, an denen das Unsinn ist?

Autor: Chris (Gast)
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Ich weiss nicht ob es Unsinn ist, vielleicht denkt er sich ja auch was 
dabei?! Deshalb frage ich und habe eigentlich nicht auf solche Antworten 
wie "Schonmal was von Wechselspannung gehört (du ...)?" gewartet.

Autor: Arno H. (arno_h)
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Was hindert dich daran, den Urheber des vermeintlichen Unsinns nach 
seinen Beweggründen zu fragen?

Arno

Autor: Chris (Gast)
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Dieser Satz hier

>> habe mal ne doofe Frage die mir gerade auf dem Heimweg kam << :-)
Die komischten Ideen kommen einem doch beim Weg nach Hause :-)

Autor: eProfi (Gast)
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RS232 / v24 - da braucht man auch bidirektionale

Autor: Kai Klaas (Gast)
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Hallo Chris,

>Sinn erschliesst sich mir dort nicht so ganz

Du hast Recht, das macht wenig Sinn. Vielleicht hat er ja ganz viele von 
den Dingern?

Bist du sicher, daß das ganz normale bidirektionale Transzorbs sind?

Kai

Autor: C. H. (_ch_)
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Für die Serie ist es oft günstiger mehrere Dioden des gleichen Typs 
einzubauen weil man mit den Preisen weiter runter kommt bei höherer 
Stückzahl - solange die Funktionalität gegeben ist spielt das ja keine 
Rolle.
Also beispielsweise zweimal bidirektional als einmal bi und einmal uni.

Gruß
Christian

Autor: Chris (Gast)
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Hallo...naja ein Beispiel:
wenn ich einen bidirektionalen Typen verwende, und der Prozessorpin 
ungeschützt ist (also keine Clampdioden besitzt), dann laufe ich mit 
einer bidirektionalen doch Gefahr, das diese dann auch alles von 0V - 
-5V durchlässt. Das ist weit ausserhalb der Specs einens uC-Ports.
Habe heute mal beim Kunden angerufen. Die Aussage: Das haben wir schon 
immer so gemacht...Klasse.
Bei der Spannungsversorgung sehe ich es noch teils ein. Da sitzt die 
bidirektionale vor einer normalen Diode, so dass Reverse-Battery eher 
nicht eintreten kann. Am Port selbst ist es aber shr gefährlich.

Autor: Kai Klaas (Gast)
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Hallo Chris,

>wenn ich einen bidirektionalen Typen verwende, und der Prozessorpin
>ungeschützt ist (also keine Clampdioden besitzt), dann laufe ich mit
>einer bidirektionalen doch Gefahr, das diese dann auch alles von 0V -
>-5V durchlässt.

Es ist nicht ganz so einfach. Es hängt davon ab, wo genau die 
bidirektionale Transzorb sitzt. Hast du sie direkt am Eingang eines 
Chips mit unipolarer Versorgungsspannung, kann sie natürlich negative 
Spannungen nicht auf 0V klemmen. Sitzt sie dagegen am Eingang einer 
Filter- und Schutzschaltung, dann könnte es durchaus Sinn machen eine 
bidirektionale Transzorb einzusetzen, um zu verhindern, daß 
AC-Störspannnungen von ihr nicht gleichgerichtet werden und so gerade 
erst zum Problem werden:

Stell dir vor, am Eingang einer Schaltung ist ein DC-Pegel von 0V, der 
ein 100Hz Brumm von 3Vs überlagert ist. Eine bidirektionale Transzorb 
von beispielsweise +-15V Ansprechspannung würde die Brummspannung 
unbeeinflußt lassen. Ein nachfolgendes Tiefpaßfilter mit einer 
Zeitkonstante von 1sec würde die Brummspannung dann auf 5mVs verringern, 
was für die nachfolgende Schaltung kein Problem mehr wäre.

Hättest du aber am Eingang eine unidirektionale Transzorb, dann würde 
die 100Hz Brummspannung gleichgerichtet und nach dem Filter einen 
unerwünschten DC-Anteil erzeugen, der sich der Nutzsignalspannung 
überlagert.

Kai Klaas

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