Eine sichere Erkennung allein aufgrund äußerer Merkmale ist nach meiner
Erfahrung nicht möglich. Gemeinerweise liegt bei 24MHz in etwa die
Grenze zwischen dem üblicherweise mit Grundtonquarzen abgedeckten
Bereich und dem Bereich der auf der dritten Harmonischen betriebenen
Obertonquarze - soll heißen, bei einem 20MHz-Quarz kann man sich noch
ziemlich sicher sein, einen Grundtonquarz vor sich zu haben, bei einem
24MHz-Quarz liegt die Wahrscheinlichkeit (nach Kontrolle von etwa 25
Exemplaren aus meiner Bastelkiste) bei rund 50 Prozent. Ich habe mir zu
diesem Zweck einen sogenannten Quarztester gebaut, das ist ein einfacher
batteriebetriebener Quarzoszillator mit einer Steckfassung für den Quarz
und einer Pufferstufe zum Anschluß eines Frequenzzählers. Vielleicht
kann man auch direkt in der Anwendungsschaltung mit einem Oszilloskop
oder Frequenzzähler die Oszillatorfrequenz kontrollieren - wenn dort
statt 24MHz nur 8MHz zu finden sind, hast Du einen Obertonquarz
erwischt...