int. oszillator vs. Watchdogtimer ATTiny 2313

Gast #1395180
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Hallo Gemeinde,

hat jemand praktische Erfahrungen (ja, ins Datenblatt habe ich auch 
schon geschaut) bezüglich der Unterschiede in der "Qualität" des int. 
Oszillators gegenüber dem 128 kHz Watchdogtimer gemacht?
Ist der interne Oszillator wirklich so viel "genauer"?

Hintergrund: ich möchte eine netzsynchrone Uhr bauen (ohne Quarz), die 
aber bei kurzem Stecker ziehen (oder Stromausfall) weiter läuft.

Was ist genauer  - Timer (int. Oszillator) oder 1s Watchdog?

Grüße

lötfix
#1395450
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> Was ist genauer  - Timer (int. Oszillator) oder 1s Watchdog?

Der Timer.  Er ist ab Werk geeicht und Du hast sogar die Möglichkeit, 
ihn per Software und OSCCAL nach Deiner 50-Hz-Referenz zu eichen.  Der 
Watchdogtimer läuft mit dem, was das Silizium halt gerade hergibt.
#1395529
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Ich habe 'calibrated' mit 'geeicht' übersetzt.  Diese Übersetzung steht 
in jedem Lexikon, bekommt aber wahrscheinlich von Eichbeamten keinen 
Stempel für korrektes Eichbehörden-Deutsch.  Können wir jetzt zum 
2313-Oszillator (calibrated) zurückkehren?  Danke.
#1395594
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Da man den Watchdog nicht kalibrieren kann: Nimm den normalen 
Oszillator, kalibriere diesen über die Netzfrequenz, fertig. Das sollte 
ausreichend genau sein. Oder alternativ: Miss die Frequenz des normalen 
Oszillators oder des Watchdogtaktes mit der Netzfrequenz als Referenz. 
Daraus lässt sich dann ein sauberer 1Hz Takt mit <1% Genauigkeit 
ableiten, solange die Spannung und die Temperatur konstant bleibt. 
Letzteres ist alleine schon durch die kurze, zu überbrückende Zeit 
gegeben, ersteres musst du irgendwie sicherstellen.
Gast #1395613
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Hallo lötfix,

da der Tiny2313 wohl stark dem Tiny13 ähnelt sind es tatsächlich
um die 104 kHz.

Wenn man relativ konstante Bedingungen hat (Spannung und Temperatur)
kann man diese Frequenz für den einzelnen Prozessor messen
(LED-Test s.o.) und im Programm einrechnen.

Beim int. Oszillator ist der Abgleich durch das OSCALL leichter.
Wenn eine Referenzfrequenz (bei dir die 50 Hz, oft Uhrenquarz
32,768 kHz) zur verfügung steht ist ein kontinuierlicher
abgleich möglich.

(Oder man legt ein Byte ins Flash/EEProm beim programmieren).

Deine Uhr muß sowieso laufen und das Netz überwachen, also
sind alle Infos da. Damit können dann z.B. Temperaturschwankungen
ausgeglichen werden. Ich würde mal sagen, daß 1-2 % Abweichung
gut so erreichbar sind (für RS232 ist der Abgleich jedenfalls
ausreichend).

gruß avr
Gast #1395896
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Danke für die Antworten!

Zusammenfassung:

Der Watchdogtimer geht von Werk aus schon total falsch (absolut) (104 
kHz statt 128 kHz) und unterliegt starken Schwankungen bezüglich der 
Temperatur und Betriebsspannung.

Einen Sekundentakt krigt man niemals hin - dann schon lieber den 
internen Oscillator.

Grüße  lötfix
Gast #1396104
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>Einen Sekundentakt krigt man niemals hin

Selbstverständlich kriegst Du auch mit dem Watchdogtimer als Oszillator 
einen Sekundentakt hin, nur nicht hochstabil gegen variable 
Umgebungsbedingungen (Temperatur, VCC).
Gast #1397338
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ok, schon klar...

Ich habe mal genauer hingeschaut, der Watchdog-Oszillator scheint nicht 
wesentlich ungenauer als der 8 MHz Oszillator zu sein (in Bezug auf T 
und V), kann aber im gegensatz zu diesem, den Tiny aus dem Power-Save 
holen.

Gibt es Erfahrungen über die Streuung von Tiny zu Tiny?
Wenn der überall gleich falsch läuft, könnte man eine "Grundkorrektur" 
per Software machen.

Was sagen eure Erfahrungen?

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