>wie kommt die elektrog an meine daten?
Wenn, über den Datenabgleich der Gewerbeanmeldung.
(Man würde gar nicht glauben wer da alles Daten bekommt).
>muss ich mich dort melden?
Wüsste jetzt nicht, das es eine extra Pflicht gibt.
(Als Freelancer z.B. ohne Angabe ob etwas verkauft und geliefert
wird dürfte das ganze ohnehin überflüssig sein).
>reicht die ihk meine daten weiter?
Glaub ich nicht, kann dies aber nicht verbindlich sagen.
(Gewöhnlich sind die an den Datenschutz gebunden).
>was ist, wenn ich nur bausätze verkaufe, die mit max 12v laufen?
Das mit dem Bausatzverkauf soll nur ein Schlupfloch sein
um die Altgeräteverordnung zu umgehen. Ob sich die Leute, die sich
mit der Altgeräteverordnung befassen, sich heute da noch bluffen
lassen, möchte ich bezweifeln. Die kennen die Schliche schon.
Wenn der Aufwand zu groß ist würde ja schon eine Gewerbeerlaubnis
als Distributor (Händler)reichen oder man sucht sich so einen
der den Vertrieb übernimmt und auch gleich potenzielle Kundschaft
in der Hinterhand bereithält. Das gesparte Geld verdient sich
dann der Distributor. (Welche Vor-und Nachteile sich ergeben sollte
man mal bei der IHK hinterfragen, weil die kompetenter sind).
Außerdem entfallen dann die VDE-Vorschriften für netzbetriebene
Geräte.
>ich kann also nachweisen, wo ich die bauteile einzeln gekauft habe...
Wenn man eine ordentliche Rechnung vorweisen kann, kann man
auch alles beweisen, aber wozu? Gewerbetreibende müssen Rechnungen
aufbewahren (10JAhre glaub ich) aber Privatleute? Ich denke nicht.
Wenn das ganze ohnehin nur in kleinem Rahmen stattfindet, kannste
auch eine geringe Anzahl gleicher Artikel von Privat an Privat,
oder an Gewerbetreibende verkaufen. Erst ab einer bestimmten Menge
kann dann nicht mehr von Liebhaberei ausgegangen werden und
die Anmeldung ist von Nöten. Allerdings kann man das Gewerbe auch
gleich wieder einstampfen wenn es nicht mehr benötigt wird.
Dann wird vermutlich nur das Finanzamt noch abrechnen und das war
es dann. Wenn es nur eine kurzfristige Geschichte ist, mit einem
überschaubaren Kundenkreis würde ich den ganzen Firlefanz lassen,
fertig.
>die platinen lasse ich ordnungsgemäß in deutschland herstellen.
Eine Ordnungsvorschrift, außer Rohs vielleicht, gibts dafür nicht,
können also auch die Chinesen(die aber auch Rohs beherrschen)
fertigen. Einziger Nachteil bei Privatverkauf, der mir da einfällt,
ist, das man dann nicht Haftpflichtversichert ist.
Wenn also in Folge einer vermeidbaren(nenn ich mal so)Fehlfunktion
Jemand oder jemandes Eigentum geschädigt wird kann das teuer werden.
Andererseits muß man nicht jedem auf die Nase binden das man der
Hersteller ist und den Lieferanten muß man gewöhnlich auch nicht
angeben. Wenn man dann noch die Gesetze für die Sachmängelhaftung
Rechtsunwirksam macht, kann einem kaum noch was passieren, soviel
die Theorie. Natürlich ist das unverbindlich und keine Rechtsauskunft.
Irrtum vorbehalten.