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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf kleinunternehmer-platinen anbieten


Autor: kleiner Unternehmer (Gast)
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hi, ich möchte für ein paar leute eine platine anbieten.
dazu wollte ich die kleinunternehmerreglung nehmen und mir ein gewerbe 
nebenbei anmelden.

was muss ich da noch alles beachten?
habe schon im internet viel wegen der finanzgeschichte gelesen.
was mich aber mehr interessiert ist die elektronische seite.
darf ich überhaupt sowas an privatpersonen verkaufen oder muss ich da 
bestimmte vorschriften einhalten?
was ist mit der ElektroG?(Stiftung Elektro-Altgeräte Register)

Autor: schwups.... (Gast)
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>was ist mit der ElektroG?(Stiftung Elektro-Altgeräte Register)

Ist doch schon drüber reichlich dikutiert worden. Also
dringende Empfehlung die Forumssuche benutzen.

>habe schon im internet viel wegen der finanzgeschichte gelesen.
und verstanden?

>was mich aber mehr interessiert ist die elektronische seite.
Da darf die kaufmännische Seite aber nicht zu kurz kommen sonst
wird das ganze nicht von Dauer sein.

>was muss ich da noch alles beachten?
-zunächst mal würde ich einen Businessplan machen.
-Prototypen entwickeln und bauen(Normen und EMV-Richtlinien beachten).
-schauen evtl. prüfen(lassen) ob es nicht schon ein Patent
 oder Gebrauchmusterschutz gibt, sonst gibts Haue vom Erfinder
 der sich seine Idee hat schützen lassen.
-evtl. selbst seine Idee entsprechend schützen(lassen).
-Finanzierung und eine betriebliche Mindestausstattung sollte
 gesichert sein.
-Dann muss man sich Gedanken machen wie man Kunden akquiriert.
-Über eine Betriebshaftpflichtversicherung muss man sich spätestens
 dann Gedanken machen wenn die ersten Produkte verkauft werden.
-Über eine Krankenversicherung spricht man besser mit der Krankenkasse.
-In Steuerfragen konsultiert man den Steuerberater.
-In Werbungs-und Vertragsrecht sichert man sich vorsichtshalber
 beim Fachanwalt ab.
-Die Grundlagen erlernt man am besten in Existenzgründungsseminare
 bei der IHK oder an der VHS oder sonstigen Seminaren.
-Nicht zu vergessen das die IHK nach einiger Zeit(vor allem wenn man
 Gewinne macht) Zwangsbeiträge verlangt.
-Die Altgeräteverordnung ist schon in anderen Threads ausführlich
 erläutert worden.

Im Groben wäre es das.
Die Gründung einer Firma ist eben kein Pappenstiel und muß
sorgfältig organisiert werden um Nachteile zu vermeiden.
Noch Fragen?

Autor: kleiner Unternehmer (Gast)
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es soll keine riesen firma werden, das soll nebenberuflich laufen.
ich möchte damit ja nicht unbedingt reich werden, mir geht es nur um die 
rechtliche absicherung.

wie kommt die elektrog an meine daten? muss ich mich dort melden?
reicht die ihk meine daten weiter?

was ist, wenn ich nur bausätze verkaufe, die mit max 12v laufen?
ich kann also nachweisen, wo ich die bauteile einzeln gekauft habe und 
die platinen lasse ich ordnungsgemäß in deutschland herstellen.

Autor: Jupp (Gast)
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>die platinen lasse ich ordnungsgemäß in deutschland herstellen.

Das ist völlig wurscht, wo Du die herstellen lässt.

Wenn Du Dich anmeldest, musst Du latzen. Und zwar nicht wenig. Wurde 
aber alles hier schon diskutiert.

Autor: kleineChinese (Gast)
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Warum willst du die Platinen in Deutschland machen lassen?

Eine Gewinnabsicht ist in deiner Unternehmung damit nicht erkennbar.

Das Finanzamt könnte dir Liebhaberei unterstellen!

Autor: oo (Gast)
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wieviele Baugruppen muss man überhaupt verkaufen,

damit sich der ganze Aufwand überhaupt lohnt ?

Autor: Horst (Gast)
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@oo:
Fünf. Wenn du entsprechend dafür kassierst.
oder hundert.
oder eine.
W

Im BWL-Unterricht ist zwar damals der Unternehmerlohn (oder so) erwähnt 
worden, aber wenn du eine Firma aufbauen willst, dann darfst du deine 
Zeit nicht wirklich rechnen. Du willst gar nicht wissen, wo dein 
break-even dann wäre.

Autor: schwups.... (Gast)
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>wie kommt die elektrog an meine daten?
Wenn, über den Datenabgleich der Gewerbeanmeldung.
(Man würde gar nicht glauben wer da alles Daten bekommt).
>muss ich mich dort melden?
Wüsste jetzt nicht, das es eine extra Pflicht gibt.
(Als Freelancer z.B. ohne Angabe ob etwas verkauft und geliefert
wird dürfte das ganze ohnehin überflüssig sein).
>reicht die ihk meine daten weiter?
Glaub ich nicht, kann dies aber nicht verbindlich sagen.
(Gewöhnlich sind die an den Datenschutz gebunden).
>was ist, wenn ich nur bausätze verkaufe, die mit max 12v laufen?
Das mit dem Bausatzverkauf soll nur ein Schlupfloch sein
um die Altgeräteverordnung zu umgehen. Ob sich die Leute, die sich
mit der Altgeräteverordnung befassen, sich heute da noch bluffen
lassen, möchte ich bezweifeln. Die kennen die Schliche schon.
Wenn der Aufwand zu groß ist würde ja schon eine Gewerbeerlaubnis
als Distributor (Händler)reichen oder man sucht sich so einen
der den Vertrieb übernimmt und auch gleich potenzielle Kundschaft
in der Hinterhand bereithält. Das gesparte Geld verdient sich
dann der Distributor. (Welche Vor-und Nachteile sich ergeben sollte
man mal bei der IHK hinterfragen, weil die kompetenter sind).
Außerdem entfallen dann die VDE-Vorschriften für netzbetriebene
Geräte.
>ich kann also nachweisen, wo ich die bauteile einzeln gekauft habe...
Wenn man eine ordentliche Rechnung vorweisen kann, kann man
auch alles beweisen, aber wozu? Gewerbetreibende müssen Rechnungen 
aufbewahren (10JAhre glaub ich) aber Privatleute? Ich denke nicht.
Wenn das ganze ohnehin nur in kleinem Rahmen stattfindet, kannste
auch eine geringe Anzahl gleicher Artikel von Privat an Privat,
oder an Gewerbetreibende verkaufen. Erst ab einer bestimmten Menge
kann dann nicht mehr von Liebhaberei ausgegangen werden und
die Anmeldung ist von Nöten. Allerdings kann man das Gewerbe auch
gleich wieder einstampfen wenn es nicht mehr benötigt wird.
Dann wird vermutlich nur das Finanzamt noch abrechnen und das war
es dann. Wenn es nur eine kurzfristige Geschichte ist, mit einem 
überschaubaren Kundenkreis würde ich den ganzen Firlefanz lassen,
fertig.
>die platinen lasse ich ordnungsgemäß in deutschland herstellen.
Eine Ordnungsvorschrift, außer Rohs vielleicht, gibts dafür nicht,
können also auch die Chinesen(die aber auch Rohs beherrschen)
fertigen. Einziger Nachteil bei Privatverkauf, der mir da einfällt,
ist, das man dann nicht Haftpflichtversichert ist.
Wenn also in Folge einer vermeidbaren(nenn ich mal so)Fehlfunktion
Jemand oder jemandes Eigentum geschädigt wird kann das teuer werden.
Andererseits muß man nicht jedem auf die Nase binden das man der 
Hersteller ist und den Lieferanten muß man gewöhnlich auch nicht
angeben. Wenn man dann noch die Gesetze für die Sachmängelhaftung
Rechtsunwirksam macht, kann einem kaum noch was passieren, soviel
die Theorie. Natürlich ist das unverbindlich und keine Rechtsauskunft.
Irrtum vorbehalten.

Autor: schwups.... (Gast)
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@ oo (Gast)

>wieviele Baugruppen muss man überhaupt verkaufen,

>damit sich der ganze Aufwand überhaupt lohnt ?

Kommt darauf an, wie du kalkulierst.
Fang mit 10-fachen Herstellungskosten an und wenn nichts
verkauft wird reduzierste den Kaufpreis in Schüben so lange
bis die Umsätze subjektiv zufriedenstellend sind. Oder man
schaut was die Mitbewerber nehmen und rechnet ob man noch
was dran verdienen kann. Ansonsten kann man es wohl sein
lassen. Eine Möglichkeit wäre auch den Artikel in der Bucht
zu versteigern. Nach so ca. 10 Verkäufen dürfte der Markt-
übliche Preis feststehen.(Angebot und Nachfrage, oder nicht?)
Ich hab schon Baugruppen gesehen, mit einem Materialwert so
um die 1000 Euro die dann aber 75000Euro gekostet haben.
Wenn man zahlende Kunden hat, hat man zahlende Kunden die
einen reich machen. Ich hätte da auch keine Skrupel und der
Markt kann da gnadenlos sein.

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