Hallo,
folgende Fragen:
1)RJ45 Stecker hat doch mehrere Adern drin. Werden bei parallelanschluss
irgendwelche Adern so ähnlich wie Open Collector angeschlossen?
Beim alten BNC Kabel war es klar, alle hatten da leitende Verbindung
zu den 2 Drähten.
2)Mal angenommen, dass Rechner A,B,C,D alle am gleichen Kanal=Ader
leitend hängen. Kann man dennoch, mehrere Subnetze (vielleicht
ist das logische Netzzuordnung?) anlegen? Oder geht das aus dem
Grund nicht, weil die eine Maske quasi die andere als Untermenge
miteinschliesst? Beispiel:
N1: 255.255.255.0 = 8 bit
N2: 255.255.127.0 = 9 bit
Das N2 Netz interpretiert Nachrichten auf der Leitung als eigene?
Grüsse
Oh je. Du solltest dir die Grundlagen des Ethernet mal reinziehen.
Subnetze haben nichts mit Adern auf dem Kabel zu tun.
http://de.wikipedia.org/wiki/Ethernet
@Uhu
Grundsätzlich hast du recht, ich müsste das durchlesen.
Oft stehen dort aber allgemeine ablenkende Dinge, die man
irgendwie schon kennt.
Geht man von der Analogie WLAN, LAN(Ethernet), dann könnte
man wie gesagt übertragen, dass Kabel nur das Medium ist und
nichts mit der logischen Netzen zu tun hat. Wie eben bei WLAN
"Luft" das Medium ist und offenbar mehrere Heimnetze vorhanden
sind. Wobei der Vergleich etwas hinkt, da WLAN glabe ich 7 Frequenz
bereiche nutzt. Das hiesse, die Kommunikation im Kabel würde auch
in getrennten Bändern stattfinden. Tut sie aber glaube ich nicht.
Nochmal in die Vergangenheit zu BNC.
Wenn ich also Rechner A,B,C,D am gleichen Kabel habe, kann
ich dennoch mehrere logisch unterschiedliche Netze einrichten.
Wenn ich das richtig verstadnen habe, ja.
Dennoch wäre die Kommunikation in logischen Netzen nicht sicher,
da jemand am beliebigen angeschlossenen Rechner mitlauschen kann.
(promiscious mode)
Gruss
Daniel schrieb:
> @Uhu>> Grundsätzlich hast du recht, ich müsste das durchlesen.> Oft stehen dort aber allgemeine ablenkende Dinge, die man> irgendwie schon kennt.
Aber eben auch grundlegende Sachen.
>> Geht man von der Analogie WLAN, LAN(Ethernet), dann könnte> man wie gesagt übertragen, dass Kabel nur das Medium ist und> nichts mit der logischen Netzen zu tun hat. Wie eben bei WLAN> "Luft" das Medium ist und offenbar mehrere Heimnetze vorhanden> sind. Wobei der Vergleich etwas hinkt, da WLAN glabe ich 7 Frequenz> bereiche nutzt.
Nein, nur 2. 2,4 GHz (802.11b/g und n) und 5 GHz (802.11a und n)
> Das hiesse, die Kommunikation im Kabel würde auch> in getrennten Bändern stattfinden. Tut sie aber glaube ich nicht.
Nein, eher in einem großen Frequenzbereich.
> Nochmal in die Vergangenheit zu BNC.> Wenn ich also Rechner A,B,C,D am gleichen Kabel habe, kann> ich dennoch mehrere logisch unterschiedliche Netze einrichten.> Wenn ich das richtig verstadnen habe, ja.
Genau.
> Dennoch wäre die Kommunikation in logischen Netzen nicht sicher,> da jemand am beliebigen angeschlossenen Rechner mitlauschen kann.> (promiscious mode)
Genau, exakt wie bei Kabel-LAN und WLAN. Nur bringt bloßes Mitlauschen
bei WLAN selten was von wegen Verschlüsselung. Kann mir aber vorstellen
das Mitlauschen bei Hotspots (meist unverschlüsselt) schon einige
interessante Dinge zu Tage führt. Und bei LAN bekommt man dank Switch
auch nur die Pakete, die für einen selbst sind sowie Broadcasts.
Natürlich nicht unüberwindbar.
Daten können übrigens auch auf höhrere Ebene verschlüsselt werden, Bsp.
HTTPS & SSH.
Hallo Daniel,
ich denke, Du hast es getroffen. Es ist kein Problem, mit mehreren
Netzen auf einem Kabel unterwegs zu sein. Und auch keine Problem, alle
diese Netze an jedem Teilnehmer abzuhören.
Eine mögliche Alternative könnten VLANs sein. Zunächst mal sorgen sie
dafür, dass nicht mehr alle Ports eines Switches miteinander reden
können. Sondern nur die eines VLANs. Hat der Switch dann auch noch
Router-Funktion (oder benutzt Du einen externen Router), dann kannst Du
diese VLANs = Netzsegmente wieder gezielt miteinander verbinden. Die
einzelnen Segmente haben dann unterschiedliche
IP-Adress-Bereiche/Subnetze.
Du kannst aber auch einen PC mit zwei Netzwerkkarten versehen und jede
in ein einzelnes VLAN packen. Der PC erreicht alle Teilnehmer,
untereinander können aber nur diejenigen, die im selben Netzwerk sind,
miteinander reden.
Statt zweier Netzwerkkarten kannst Du auch mit einer auskommen und diese
im Trunk-Mode betreiben. Dann gehen mehrere VLANs über diese Leitung
(durch Taggen der Pakete), der Switch erkennt die Tags und leitet die
Pakete passend weiter.
Recht komplexes Thema, ich führe es gern weiter aus, wenn Dir das
überhaupt was nützt...
Gruß
Jens
VLANs sind im Prinzip logische Netze, die auf TCP/IP aufsetzen, für die
aber ein Teil der Adreßdecodierung in die Hardware Switches verlegt ist.
Dasselbe Spiel hatten wir schonmal, als die Hubs - die den gesamten
Netzwerkverkehr an sämtliche ans Netz angeschlossenen NICs weiterleiten
- durch Switches ersetzt wurden.
Uhu Uhuhu schrieb:
> VLANs sind im Prinzip logische Netze, die auf TCP/IP aufsetzen, für die> aber ein Teil der Adreßdecodierung in die Hardware Switches verlegt ist.
VLAN setzt nicht auf TCP/IP auf, sondern kennt selbst kein TCP/IP und
sitzt darunter. Je nach Variante auf Layer 2 (tagged VLAN, auf MAC
Ebene) oder Layer 1 (untagged VLAN, wer steckt in welcher Dose).
Die vor dir möglicherweise gemeinte IP-Adressdekodierung in Switches
nennt sich Layer 3 Switching und hat technisch nichts mit VLANs zu tun
(wobei L3 Switches üblicherweise auch VLANs beherrschen).