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Forum: HF, Funk und Felder Quarz läuft 13kHz daneben


Autor: Michael65589 (Gast)
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Hallo zusammen,
ich habe eine Fernbedienung die eine Colpitts-Schaltung mit Quarz 
(40,675MHz) enhält. Der HF-Transistor war defekt. Nachdem ich den 
Transistor getauscht habe (BF245) schwingt die Schaltung nicht mehr mit 
40,675MHz, sondern mit 40,688MHz.
Habe dann ein Quarzpaar bestellt Kanal51 (40,675MHz) und den TX-Quarz 
eingebaut. Dann lief die Schaltung plötzlich nur noch mit ca. 30MHz. Der 
RX-Quarz, welcher ja um 455kHz niedriger schwingt, läuft sauber auf 
40,220MHz.
Habe dann von einem Kollegen einen 40,695MHz und 40,230MHz Quarz 
bekommen. Wenn ich die einbaue, schwingt die Schaltung auch sauber auf 
der Quarzfrequenz.

Ich weiß mir keinen Rat mehr. Hat von Euch jemand eine Idee? Gibt es 
verschiedene Quarze?
Der original Quarz ist von INTEC. Die anderen zwei, die funktionieren, 
sind von KOYO.
Beide Hersteller konnte ich im Internet nicht finden.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Michael65589 schrieb:

> Gibt es
> verschiedene Quarze?

Ja.  Jeder Quarz hat eine vom Hersteller definierte sogenannte
Lastkapazität, mit der er betrieben werden muss.

Außerdem sind Quarze dieser Frequenz Oberwellenquarze, d. h. deren
Grundfrequenz ist ein (ungeradzahliger) Bruchteil der Nennfrequenz.
Bei 27 MHz ist die 3. Harmonische üblich, also Quarze mit einer
Grundfrequenz von ~ 9 MHz.  Bei 40 MHz könnte ich mir vorstellen,
dass man die 5. Harmonische nimmt, also der Quarz eine Grundfrequenz
von ca. 8 MHz hat.  Wenn die Oszillatorschaltung nun den Quarz nicht
auf seiner vorgesehenen Harmonischen anregt, dann kann er auch
auf einer anderen schwingen, wobei 3 · 8 MHz ja ca. 24 MHz ergeben
würde.  Aber vielleicht ist er für die 7. Harmonische konzipiert,
wenn er dann auf der 5. schwingt, kämen die von dir gemessenen ~ 30
MHz ja halbwegs hin.

Experimentiere mal ein wenig mit den Parallelkapazitäten.

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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Oberwellenquarze brauchen aber keine Parallelkondensatoren sondern einen 
auf ihren Oberton abgestimmten Schwingkreis.

Autor: Michael Stahl (michael65589)
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Mein Schwingkreis ist doch die Filterspule mit dem 15pF 
Parallelkondensator, oder?
Der Schwingkreis lief ja mal. Ich verstehe nicht, warum er mit dem 
Originalquarz bei 40,688MHz schwingt und mit dem neuen bei ca. 30MHz.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Travel Rec. schrieb:
> Oberwellenquarze brauchen aber keine Parallelkondensatoren sondern einen
> auf ihren Oberton abgestimmten Schwingkreis.

Je nach Oszillator ist der Schwingkreis aber im Ausgangskreis.
Da die Schwingebedingung nur für dessen Resonanzfrequenz erfüllt
ist, genügt das, um dann trotzdem den Quarz auf seiner Harmonischen
anzuregen.

Ohne genaue Kenntnis der Schaltung tappen wir hier aber nur im
Dunkeln.

Autor: Michael Stahl (michael65589)
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Die Schaltung hab ich als PDF im ersten Beitrag angehängt.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Michael Stahl schrieb:
> Die Schaltung hab ich als PDF im ersten Beitrag angehängt.

Ist ein Argument. ;-)  Hatte ich nicht bemerkt (für JPEG oder PNG
macht die Forensoftware so schöne Thumbnails, da sieht man die
gleich, bei PDF nicht).

Der BF245 ist aber ein FET, kein Bipolartransistor.  Bist du dir
also sicher, den richtigen Ersatztyp benutzt zu haben?  Was war
denn vorher drin?

Ansonsten hat die Schaltung halt keinerlei Lastkapazität am Quarz,
die Selektion der passenden Harmonischen wird rein über den
Ausgangskreis gemacht.  Du könntest mal spaßeshalber probieren, da
ein paar pF parallel zum Quarz zu hängen.  Ganz sicher wäre natürlich
ein Parallelschwingkreis.

Autor: Michael Stahl (michael65589)
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Und wie würde dann so ein Parallelschwingkreis aussehen?

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Michael Stahl schrieb:
> Und wie würde dann so ein Parallelschwingkreis aussehen?

Kondensator und Spule, abgestimmt auf 40 MHz.  So, wie auch schon
im Ausgangskreis vorhanden.

Achja, der muss galvanisch von Basis/Gate entkoppelt werden, also
mit einem Koppelkondensator anschließen, der (grob gerechnet)
wenigstens 10x so viel Kapazität hat wie der Schwingkreiskonden-
sator.

Autor: Peter (Gast)
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Das ist eine Murks-Schaltung, die zufällig mit dem alten Quarz lief...

Da fehlt nebst dem Oberwellen-Schwingkreis auch noch eine vernünftige 
Rückkopplung zum Quarz, sonnst kann es durchaus sein dass der Kollektor 
LC-Schwinkreis Frequenz bestimmend ist und gar nicht der Quarz.

=> Ein Trimmer (ca 47pF vom Emiter zur Basis) und eine Spule von der 
Basis auf GND. Damit hast Dau an der Basis einen bedämpften 
Parallelschwinkreis, der mit dem Trimmer auf ca 40MHz abgeglichen werden 
kann...

Ach ja, noch einen 1nF..10nF C als DC-Block in Serie zur Basis-Spule, 
sonst schliesst Du die Basis-DC Spannung mit der Spule kurz.

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