Hallo zusammen,
ich habe ein leichtes Verständnisproblem mit dem mechanischen bzw.
elektrischen Aufbau eines HF Filters.
Folgendes:
Wie sieht so ein HF Filter im mech. Aufbau aus?
Schaltung intern ist mir klar. Eine Spule mit eingangs-
und ausgangsseitig der Spule einem Kondensator auf Masse.
L1
E---^^^^^^---A
| |
= C1 = C2
| |
----------
|
GND
So, nun meine konkrete Frage:
"Wie wird die Spule intern realisiert?"
Könnte es sein, dass die Anschussdrähte E und A einfach ohne
Unterbrechung geradlinig durch ein Ferritröhrchen geschoben werden?
Ist das dann schon eine Spule, mit sagen wir mal einer Windung?
Über entsprechende Infos wäre ich sehr dankbar.
Gruss Fabian
Fabian schrieb:
> Könnte es sein, dass die Anschussdrähte E und A einfach ohne> Unterbrechung geradlinig durch ein Ferritröhrchen geschoben werden?> Ist das dann schon eine Spule, mit sagen wir mal einer Windung?
Über welchen Frequenzbereich reden wir denn hier?
Stefan
Hi Stefan E.,
4-8 GHz - das ist aber eher nebensächlich. Mich interessiert
primär der mechanische Aufbau. Kann das sein, dass der Draht nur
durch das ferritröhrchen geschoben wird ohne Wicklung?
Gruss Fabian
Ja - das weis ich auch! Es ist aber insoweit nebensächlich,
da die Funktion gegeben ist!!!
Ich weis, dass ich mich wiederhole, aber mich interessiert
der innere mechanische Aufbau!!!
Ich formuliere es nochmals etwas anders:
Ist das schon eine Spule, wenn ich einen Draht(isoliert oder auch nich
- aber das interessiert mich jetzt nicht) durch einen
Ferritkern schiebe?
Nur das ist für mich von Bedeutung!!!
Gruss Fabian
Fabian schrieb:
>Ist das schon eine Spule, wenn ich einen Draht(isoliert oder auch nich>- aber das interessiert mich jetzt nicht) durch einen>Ferritkern schiebe?
Ja. Ein Stück Draht ist aber auch schon ohne den Ferritkern eine Spule,
nur eben eine mit sehr kleiner Induktivität.
Fabian schrieb:
> Ja - das weis ich auch! Es ist aber insoweit nebensächlich,> da die Funktion gegeben ist!!!> Ich weis, dass ich mich wiederhole, aber mich interessiert> der innere mechanische Aufbau!!!
Spule ist nur der umgangssprachliche Begriff für eine Induktivität.
Jedes Stück Draht hat auch eine bestimmte Induktivität, die sich je nach
Frequenzbereich überhaupt nicht oder extrem bemerkbar macht. Deshalb ist
eine Frequenzangabe immer wichtig.
Um deine Frage zu beantworten: JA, ein gerades Stück Draht mit
Ferritperle ist eine "Spule".
> Ist das eine Spule, wenn ich einen Draht durch einen Ferritkern schiebe?
Jain.
Eine Spule ist etwas Gewickeltes. Eine Induktivität hast du allerdings
auch, wenn du den Draht ohne Ferrit daliegen hast. Die Induktivität
wird durch einen Ferrit dann lediglich erhöht.
Fazit:
Ein gerader Draht bzw ein Draht im einem Kern ist eine Induktivität,
erst wenn der ein paar mal herumgewickelt wird, kann man eigentlich von
einer Spule sprechen.
Eine Spule hat eine Induktivität.
Eine Induktivität muss aber nicht unbedingt eine Spule sein.
4-8GHz sind keine Nebensache!
Komm runter von deinem Pferd. Dein Schaltbild muß noch um die
Induktivitäten an E u. A ergänzt werden. Da sie durch ein Ferritröhrchen
gehen, sind sie stark bedämpft, also eine Drossel. Zu bezweifeln ist
außerdem, das die Schaltung im genannten Frequenzbereich arbeitet. Dort
gibt es keine Drähte mit Ferrit (siehe LNB).
Außerdem sind wir hier in der Elektronik, da gibt es nur Induktivitäten
und keine Spule, Bögen, Schleifen ... .
> und keine Spule, Bögen, Schleifen
Ach? Und was ist z.B. mit der Leiterschleife oder dem Lichtbogen?
Frei nach Lindenberg:
Hinter dem Horizont, geht es weiter...
Eine eigene Frage?
Dieser Thread ist über 17 Jahre alt.
Stell sie in einem eigenen Thread – dort lesen mehr Leute mit, und sie wird öfter und schneller beantwortet.