Hallo,
Habe mich für ein duales Studium der Elektrotechnik bei Infineon
beworben.
Kann mir jemand sagen wie es bei Infineon momentan so aussieht?
Hat man dort überhaupt noch Zukunftschancen?
Einerseits hört man das Infineon sich in letzter Zeit wieder erholt hat
und ich bin auf einige Diagnosen gestoßen, dass Infineon im Bereich
Automotive sogar gute Chancen hat zum Marktführer zu werden und im
Leistungshalbleiterbereich es zu bleiben. Allerdings ließt man auch
immer wieder von Umsatzeinbrüchen, roten Zahlen usw.
Ich blicke da momentan einfach nicht mehr durch vielleicht weiß ja
jemand von euch wie dort die Lage ist. Vielleicht gibt es hier ja auch
Mitarbeiter die aus erster Hand erzählen können.
Gruß M.T.
aktientechnisch kommt Infineon wieder in den Dax, "Geldvernichter"
Qimonda ist abgestoßen worden, 1 Mrd Cash durch Kapitalerhöhung wurde
generiert, Infineon hat sogar wieder 200 Leiharbeiter eingestellt. Denke
die Zukunft sieht gut aus !
Infineon ist bei Ingenieuren mit Berufserfahrung nicht sehr beliebt. Es
hat sich eben rumgesprochen, dass die schon zweimal grosse
Entlassungswellen hatten, in denen teils nach lifo-Prinzip gehandelt
wurde.
Gute Leute wechseln da nicht hin.
Die derzeit bessere finanzielle Lage resultiert auch aus Verkäufen des
Tafelsilbers: Der am besten laufende Bereich drahtgebundene
Kommunikation wurde verkauft, um wieder Geld in die Taschen zu bekommen.
Zu Infineon gehen nur die Leute, die nirgendwoanders etwas bekommen.
Immerhin ist es dort noch besser als bei einem Sklavenhändler.
Frank schrieb:
> Infineon ist bei Ingenieuren mit Berufserfahrung nicht sehr beliebt. Es> hat sich eben rumgesprochen, dass die schon zweimal grosse> Entlassungswellen hatten, in denen teils nach lifo-Prinzip gehandelt> wurde.
Das war aber in anderen HalbleiterFirmen ähnlich...
> Gute Leute wechseln da nicht hin.
Sondern, WOHIN?? Butter bei die Fische!
> Zu Infineon gehen nur die Leute, die nirgendwoanders etwas bekommen.
Ahja.
Für ein duales Studium zählt auch ein bissl die Größe der Firma mit.
Bei mir z.B. ist die Firma zwar nicht klein, aber es gibt keine
Abteilung, die sich mit der Ausbildung beschäftigt.
Das bedeutet, daß du in deinen Praxisphasen im Tagesgeschäft mitwirkst
und meistens Themen hast, die zwar von Interesse für die Abteilung ist,
aber aufgrund von mangelnder Zeit bis jetzt noch nicht angegangen worden
sind.
Das kann manchmal spannend, aber auch mal relativ langweilig sein.
In meiner ersten Praxisphase musste ich ganz viele Lasten- und
Pflichtenheften wälzen, viele davon auf Englisch, das war nicht ganz so
spaßig!;)
Aber Infineon ist doch schon mal ein Name!
Ob die in den nächsten drei Jahren Pleite gehen, das kann dir keiner
sagen, aber das kann dir sicherlich auch von einer anderen Firma keiner
sagen.
Wichtig für dich ist, wie es nach dem Studium weitergeht, also, ob die
dich übernehmen, wenn ja, befristet oder unbefristet, etc.
Gleich ein wenig Berufserfahrung sammeln nach dem Studium ist sicherlich
nicht schlecht!:)
Ich würde zu Infineon gehen!
Mein fürs Studium:
Such dir deine Praxisphasen selbst aus, wenn möglich, dann weisst du
vorher schon, was auf dich zukommt und kannst auswählen.
Du kannst ja ehemalige Studenten fragen, die auch ein duales Studium
absolviert haben, die sollte es in jeder Abteilung geben, die können dir
da Tips geben.
@ Panzer H.
Du hast also die grosse Ahnung, oder was?
> Das war aber in anderen HalbleiterFirmen ähnlich...
Dann sage mal, in welchen in gleichen Massen entlassen wurde. Da bin ich
mal gespannt, welche Du aufzählst.
Ich kenne keine andere Halbleiterfirma, die Leute per Headhunter
abgeworben hat, den Headhunter teuer bezahlt hat, und dann dem neuen
Mitarbeiter schon vor Arbeitsanfang wieder gekündigt hat. So zu Hauf
geschehen 2001! Viele wurden damals in der Probezeit wieder
rausgeworfen. Das war noch zu Zeiten Schumachers. Von einer Sekunde auf
die andere wurde von Einstellen in grossem Massse auf Entlassen in
grossem Masse umgeschaltet.
Und vor kurzem gab es dann wieder eine grosse Entlassungswelle. In
diesem Masse gab es das bei anderen Halbleiterfirmen nicht.
>> Gute Leute wechseln da nicht hin.> Sondern, WOHIN?? Butter bei die Fische!
Wer schlau ist, wechselt im Moment überhaupt nicht, wenn er einen Job
hat.
Im Moment wechselt keiner freiwillig, die Lage ist viel zu unsicher.
Abwarten und auf Besserung hoffen ist angesagt.
>Ich kenne keine andere Halbleiterfirma, die Leute per Headhunter>abgeworben hat, den Headhunter teuer bezahlt hat, und dann dem neuen>Mitarbeiter schon vor Arbeitsanfang wieder gekündigt hat. So zu Hauf>geschehen 2001!
Naja das war vor 8 Jahren find ich also als Beispiel nicht mehr so
aktuell...
@ Bachelor2009
Danke! Werde mir die Tipps mal zu Herzen nehmen und mich gründlich
drüber informieren.
>In meiner ersten Praxisphase musste ich ganz viele Lasten- und>Pflichtenheften wälzen, viele davon auf Englisch, das war nicht ganz so>spaßig!;)
Englisch gehört heutzutage ja schon fast zum Alltag ohne wird man wohl
nicht auskommen ;)
Aber das ist so an Antworten genau das was ich gewollt hatte so bekommt
man einfach mal die verschiedenen Meinungen mit und kann abwägen.
Danke weiter so...
Bitte!:)
Englisch in Lasten- und Pflichtenheften ist aber halt nochmal so ein
ganz anderes Englisch!;)
Die sind auf deutsch schon relativ zäh zu lesen!:)
Daher ja auch mein Tip sich die Praxisphasen selbst zu suchen, diese
bekam ich nämlich zugewiesen!:)
Aber bei der ersten Praxisphase ist das halt eh schwierig, weil du noch
nicht so viele Leute aus der Firma kennst.
> Naja das war vor 8 Jahren find ich also als Beispiel nicht mehr so> aktuell...
Aktuell ist das nicht mehr, da hast Du Recht. Aber das ist der Charakter
der Firma. Das steckt in den Mitarbeitern drin.
Wer damals schlau war, hat die Firma verlassen. Zurück blieben die, die
anderswo nicht genommen wurden oder es einfach aussitzen wollten.
Was damals 2001 geschah, gehört zum Charakter des Konzerns Infineon,
auch heute noch. Die, die heute noch da arbeiten, stehen hinter diesen
Methoden. Damit meine ich gerade die Personen in mittleren
Führungpositionen. Da ändert es auch nichts, ob der Oberchef jetzt
Schumacher, Ziebart oder Bauer heisst.
> Aktuell ist das nicht mehr, da hast Du Recht. Aber das ist der Charakter> der Firma. Das steckt in den Mitarbeitern drin.
Der Charakter der Firma ist ein amerikanischer: Nur die Leistung zählt,
wer schwach ist, wird aussortiert. War es nicht Infineon, die jedes Jahr
ein Ranking ihrer Mitarbeiter erstellen und die schwächsten rauswerfen
wollte ?
Hallo MT,
>>In meiner ersten Praxisphase musste ich ganz viele Lasten- und>>Pflichtenheften wälzen, viele davon auf Englisch, das war nicht ganz so>>spaßig!;)>> Englisch gehört heutzutage ja schon fast zum Alltag ohne wird man wohl> nicht auskommen ;)
Immerhin treten in deutschen Firmen dadurch keine Verständnisprobleme
auf.
Denn beide - die Ingeniure die die Berichte schreiben, und die
Ingenieure, die sie lesen - verwenden zur Übersetzung das
Übersetzungsprogramm Leo.
Das ist ein Spaß. :-)
Gruß,
Michael
Hallo Neu-Studi,
du siehst das ganz richtig, man sollte von anfang bei einer
Firma/Branche mit Zukunft für die persönliche Entwicklung arbeiten. Ich
persönlich habe mich damals gegen Infeon in dresden entschieden. Und
zwar war das noch lange vor der Abtrennung von Quimonda. Infineon machte
damals nur Speicher und suchte eben "Bediener für die
fertigungsmaschinen". Mein fazit nach einer Woche Sommerschule bei
denen: "Wenn ich hier anfange an der Maschine anfange, bin ich so
spezialisert, das ich wo anders quasi als ungelernter anfange." Also bin
ich woanders in der Elektronikentwicklung gegangen, elektronik wird in D
immer entwickelt, dagegen entschwindet die Halbleiterfertigung immer
mehr. Falls Du also bei Infi9neon einen Job lernen kannst, denn du auch
bei x anderen Firmen in D machen kannst - dann Du es. Wenn nicht, dann
such dir bei Infineon eine Tätigkeit mit einem hohen Anteil an
"universal einsetzbaren Grundfertigkeiten" (programmieren, Excel,
Messautomatisierung, Prüfung nach Standards, Laborentwicklung, leute
anlernen, projekte führen). Sollte es dagegen was spezielles sein, wie
z.B. Speicherfertigung nach Infineon eigener Spezialtechnologie (i.e.
"Buried wordline") dann Finger weg.
Daumen drück
> Ich kenne keine andere Halbleiterfirma, die Leute per Headhunter>abgeworben hat, den Headhunter teuer bezahlt hat, und dann dem neuen>Mitarbeiter schon vor Arbeitsanfang wieder gekündigt hat. So zu Hauf>geschehen 2001! Viele wurden damals in der Probezeit wieder>rausgeworfen. Das war noch zu Zeiten Schumachers.
Wie kann man nur das Jahr 2001 als Referenz für ein Geschäftsgebahren
einer einzelnen Firma hernehmen?
2001 war das Platzen der Internetblase UND "9/11" gleichzeitig!
Da haben doch die meissten Firmen auf die chaotische Weltwirtschaft mit
chaotischen(oder besser realistischen) Maßnahmen reagiert.
>> Ich kenne keine andere Halbleiterfirma, die Leute per Headhunter>>abgeworben hat, den Headhunter teuer bezahlt hat, und dann dem neuen>>Mitarbeiter schon vor Arbeitsanfang wieder gekündigt hat. So zu Hauf>>geschehen 2001! Viele wurden damals in der Probezeit wieder>>rausgeworfen. Das war noch zu Zeiten Schumachers.>Wie kann man nur das Jahr 2001 als Referenz für ein Geschäftsgebahren>einer einzelnen Firma hernehmen?>2001 war das Platzen der Internetblase UND "9/11" gleichzeitig!>Da haben doch die meissten Firmen auf die chaotische Weltwirtschaft mit>chaotischen(oder besser realistischen) Maßnahmen reagiert.
Nun ja, die Blase platzte schon vor dem 11. Sep.., Infineon hat den
Knall aber erst spät vernohmen. In der Sachsenmagistrale haben andere
Halbleiterbuden (AMI zuerst, dann AMD, später ZMD) im Juli/August 2001
Einstellungsstop verkündet, Infineon hat da noch fett Party gefeiert
(das kann wörtlich genohmen werden - da gab es fett Buffett für alle
kostenlos in der Kantine). Rekrutierungsbüros wurden im Stadtzentrum
eröffnet und so weiter. Erst im Dezember bemerkte man das Loch in der
Kasse und schaltete die Richtung der Rolltreppe in der Personalabteilung
um.
-> dat stimmt schon das Infineon als einzige dt.(?) halbleiterfirma 2001
totalen Unsinn in der Personalplanung anrichtete.
MfG
Frank schrieb:
> Infineon ist bei Ingenieuren mit Berufserfahrung nicht sehr beliebt. Es> hat sich eben rumgesprochen, dass die schon zweimal grosse> Entlassungswellen hatten, in denen teils nach lifo-Prinzip gehandelt> wurde.>> Gute Leute wechseln da nicht hin.>> Die derzeit bessere finanzielle Lage resultiert auch aus Verkäufen des> Tafelsilbers: Der am besten laufende Bereich drahtgebundene> Kommunikation wurde verkauft, um wieder Geld in die Taschen zu bekommen.>> Zu Infineon gehen nur die Leute, die nirgendwoanders etwas bekommen.> Immerhin ist es dort noch besser als bei einem Sklavenhändler.
Hallo...........wer nen sicheren Job als E-Techniker haben möchte, dem
empfehle ich das Patentamt, am besten das Europäische :). Ansonsten
werden wir wohl auch mit diesem modernen Hire & Fire leben müssen. Wir
arbeiten nun mal in einem modernen und dynamischen Segment und wie der
Begriff "Hire & Fire" schon verrät sind es nicht die Europäer die dies
erfunden haben.
Wieviele und wie groß die Entlassungswellen immer waren, sind keine
Merkmale die typisch für ein bestimmtes Unternehmen sind, eher die
Zeichen einer ganzen Branche.........nur mal ein paar Bsp. und diesmal
nicht Infineon:
TI
http://www.channel-e.de/news/article/texas-instruments-verluste-in-q4-entlassungen.htmlhttp://www.manager-magazin.de/it/artikel/0,2828,637326,00.htmlhttp://www.heise.de/newsticker/Texas-Instruments-streicht-2500-Stellen--/meldung/17129
ST/NXP
http://www.channel-e.de/news/article/entlassungen-bei-stnxp-wireless.htmlhttp://www.bloodpatches.net/forum/allgemein-news-41/559-st-microelectronics-entlassungen-und-werksschliessungen.htmlhttp://www.computerwoche.de/netzwerke/mobile-wireless/1885497/http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/stm-erwaegt-verkauf-der-speicherchipsparte;900270
Das sind nur ein paar Bsp. die ich innerhalb von 3Min gefunden habe. Ich
finde es seltsam wenn man sich über eine größere Infineon
Entlassungswelle in 2001 immer noch aufregt, aber aktuelle Meldungen à
la "ST entlässt 4500 Mitarbeiter" ignoriert. Nur nebebei bemerkt,
Infineon hat dieses Jahr keine nennenswerten Entlassungen verkündet, es
gab lediglich Kurzarbeit (wie fast überall).
Und der letzte Kommentar ist absoluter Schwachsinn, ich war selbst knapp
4J. bei Infineon in der Mikrocontroller-Applikation, das waren alles
hervoragende Ingenieure und keine "Looser" bzw. "Low-Performer". Habe
Freunde im Bereich Automotive Power, da ist Infineon seit nun 6J. in
Folge Weltmarktführer..........das wären sie sicher nicht bei einer
Belegschaft von "Vollpfosten" ;)
Sorry, musste mal gesagt werden!
Grüße,
Alex
Alex Schmidt schrieb:
> Nur nebebei bemerkt,> Infineon hat dieses Jahr keine nennenswerten Entlassungen verkündet, es> gab lediglich Kurzarbeit (wie fast überall).
Nun ja, nicht verkündet mag ja stimmen.
Angebote für goldene Handschläge, die auch angenommen wurden, gab es
aber schon...
> Ich> finde es seltsam wenn man sich über eine größere Infineon> Entlassungswelle in 2001 immer noch aufregt, aber aktuelle Meldungen à> la "ST entlässt 4500 Mitarbeiter" ignoriert.
Der Unterschied ist eben der, dass nicht wie bei Infineon von einer
Sekunde auf die andere von Einstellen im grossem Stile auf Entlassen im
grossen Stile umgeschaltet wurde. Diese Meisterleistung hat nur Infineon
2001 geschafft.
Man hat dort die Marktentwicklung nicht erkannt, seine eigenen
Verkaufszahlen, Bestellzahlen u.s.w. nicht richtig im Blick gehabt und
interpretiert. Andere Firmen haben das viel eher erkannt, weil die ihre
Zahlen damals richtig gemessen, erfasst und interpretiert haben. Der
bestechliche Schumacher und der verurteilte von Zizewitz haben das aber
völlig verpennt, die haben lieber Autorennen gefahren und Geld für
Headhunter ausgeben lassen. Während bei Infineon damals noch fleissig
neue Mitarbeiter gesucht wurden, war z.B. bei Philips Semiconductors
(heute NXP) schon lange Einstellungsstopp. Die hatten ihre Zahlen im
Griff.
Ich hatte eigentlich gedacht, dass mit Ziebart alles besser werden
würde, aber der hat die wirtschaftliche Situation auch nicht bessern
können. Deshalb musste er auch gehen.
Bauer hat jetzt wenigstens den Aktienkurs steigern können. Mal sehen, ob
das ein langfristiger Trend ist und sich wirklich alles bessert. Ich bin
gespannt. Die Krise bei Infineon ist noch lange nicht überwunden und
deshalb werden die guten Leute da auch nicht hinwechseln.
>Die Krise bei Infineon ist noch lange nicht überwunden und>deshalb werden die guten Leute da auch nicht hinwechseln.
Ok es werden also keine gute Leute wechseln, aber wer macht das schon in
dieser Wirtschaftslage.
Für mich wär eigentlich wichtig, wenn ich dort als Einsteiger (im Rahmen
eines Duales Studiums ) reinkommen würde, wie gut der
Ausbildungsstandart bei Infineon ist.
Wäre schön wenn hier jemand weiß wie das speziell mit dem dualen Studium
bei denen aussieht und inwiefern Infineon Weiterbildung unterstützt zum
Beispiel einen Master nach dem Bachelor?
Könntest du mal erklären, was ein duales Studium ist, und wie lange es
dauert? Manchmal machen Leute ihre Diplomarbeit oder auch Doktorarbeit
in der Industrie. Von letzterem würde ich nicht nur bei Infineon
abraten. Ein Projekt ist schnell eingestellt, und dann kannst du
schauen, wo du mit deiner angefangenen Doktorarbeit bleibst.
(Übrigens Standard schreibt sich mit zwei 'd', im Gegensatz zur
Standarte.)
Rudi schrieb:
> Könntest du mal erklären, was ein duales Studium ist, und wie lange es> dauert? Manchmal machen Leute ihre Diplomarbeit oder auch Doktorarbeit> in der Industrie. Von letzterem würde ich nicht nur bei Infineon> abraten. Ein Projekt ist schnell eingestellt, und dann kannst du> schauen, wo du mit deiner angefangenen Doktorarbeit bleibst.> (Übrigens Standard schreibt sich mit zwei 'd', im Gegensatz zur> Standarte.)
Duales Studium = Berufsakademie (heißt jetzt halt nicht mehr so).
Äh, die gibt es aber glaub nur in BaWü, oder? Und Infineon ist in einem
anderen Bundesland. Weiß nicht, ob das was möglich ist.
Obwohl, wenn ich's mir recht überlege, verwechsel ich vielleicht "Duale
Hochschule" mit "Dualem Studium". Muss ja nicht unbedingt dasselbe sein.
Klingt halt irgendwie so danach.
Hallo "MT" - mit einem "dualen Studium" bei Infineon machst Du nichts
falsch.
Wenn dieses Studium in Verbindung mir der Dualen Hochschule ist, hat
Infineon eine Ausbildungskooperation mit der Siemens AG. Im ersten
Studienjahr erfolgen Deine Praxisphasen bei der Siemens AG - Inhalte
sind Themen wie Elektrotechnik, Digitaltechnik, Mikrocomputertechnik,
Programmiersprachen, BEtriebssysteme, Prozessmanagement und einiges
mehr. Damit wird eine sehr "breite Basis" gelegt. Im zweiten und dritten
Studienjahr finden die Praxisphasen bei Infineon in den Fachabteilungen
statt. Die dortigen Aufgaben sind spannend und anspruchsvoll.
Zum Thema "Master" wuerde ich an Deiner Stelle "noch warten" - sprich
erst einmal den BAchelor machen, dann ueberlegen, was bezogen auf "Deine
berufliche Zukunft" das "Beste" ist. (Es gibt eine Unmenge an Master
Programmen (@ MArk Brandis: kuenftig auch an der Dualen Hochschule) -
hier gilt es abzuwaegen welches das "richtige Programm".
Verglichen mit einem Studium an einer "normalen Hochschule" hast Du bei
einem "DHBW- Studium" den Vorteil der Praxisnaehe, des direkten
Kontaktes zu einer Firma (Du bist angestellt), einer Verguetung sowie im
Normalfall einer Uebernahme nach Studienende. NAchteilig: Du hast keine
monatelangen Semesterferien,...
Viele Gruesse
Winfried Speidel
Hallo Alf,
Du hast geschrieben:
"Der Unterschied ist eben der, dass nicht wie bei Infineon von einer
Sekunde auf die andere von Einstellen im grossem Stile auf Entlassen im
grossen Stile umgeschaltet wurde. Diese Meisterleistung hat nur Infineon
2001 geschafft.
Man hat dort die Marktentwicklung nicht erkannt, seine eigenen
Verkaufszahlen, Bestellzahlen u.s.w. nicht richtig im Blick gehabt und
interpretiert. Andere Firmen haben das viel eher erkannt, weil die ihre
Zahlen damals richtig gemessen, erfasst und interpretiert haben. Der
bestechliche Schumacher und der verurteilte von Zizewitz haben das aber
völlig verpennt, die haben lieber Autorennen gefahren und Geld für
Headhunter ausgeben lassen. Während bei Infineon damals noch fleissig
neue Mitarbeiter gesucht wurden, war z.B. bei Philips Semiconductors
(heute NXP) schon lange Einstellungsstopp. Die hatten ihre Zahlen im
Griff."
Also, wie gesagt, ich kam 2001 auch zu Infineon, allerdings den Vertrag
schon Ende 2000 unterzeichnet und habe sozusagen diese
"Marktentwicklung" live miterlebt. 2001 ist ein ganz spezielles Jahr und
da hat es noch ganz andere Grosskonzerne richtig zerbröselt. Das
Infineon relativ lang Spezialisten gesucht hat wo andere längst
Einstellungsstop hatten, stimmt, allerdings muss man auch die damalige
Situation betrachten, Infineon hatte einen extrem erfolgreichen IPO,
alles glänzte und man lieferte auch dank der DRAM Sparte Traumzahlen ab.
Sicherlich dachten Schuhmacher & Co dass das an Inf. vorbei geht, waren
eben zu erfolgsverwöhnt. Wird so sicherlich nie wieder bei Infineon
vorkommen.
ABER.........NXP macht momentan bzw. seit 12Monaten genau dasselbe!!!
Die suchen Leute wie blöd. Die haben fast nur Infineon Leute der letzten
12M. übernommen :). Alle haben/hatten Einstellungsstop bzw. entliessen
Leute, NXP stellte ein. Wenn ich mir deren Finanzlage und
Umsatz-/Gewinnsituation anschaue, dann bekomme ich
Bauchschmerzen..........also lieber NXP momentan nicht zu stark loben ;)
Ciao,
Alex
> ABER.........NXP macht momentan bzw. seit 12Monaten genau dasselbe!!!> Die suchen Leute wie blöd.
Ich habe jetzt bei NXP keine genauen Informationen. Auf deren Webseite
brachte eine Suche nach Jobs in Deutschland 14 Treffer, davon 9 für
Studenten und nur 5 für Nichtstudenten.
Ich würde das nicht mit "Suchen wie blöd" beschreiben.
Wo hast Du Deine Informationen her?
Ich teile die Skepsis von Alf; eher das gegenteil ist der Fall: NXP
baute in den letzten 12 Monaten heftig Stellen ab. Da wurden einige
Entwicklungszentren geschlossen:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Chipkonzern-ST-NXP-schliesst-Dresdner-Entwicklungszentrum-217141.html
NXP zählt schon fleissig die taler die aufgewendet werden und die die in
die Kasse kommen. Stimmt da die Balance nicht, ist Schluss für die
Mitarbeiter.
Gruß
Hier aus www.heise.de:
Infineon schreibt schwarze Zahlen
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Infineon-schreibt-schwarze-Zahlen-863638.html
Ich sehe folgendes Problem bei der Sache: Durch die Kurzarbeit
entstanden in letzter Zeit erheblich niedrigere Lohnkosten. Diese machen
aber einen Grossteil der Gesamtkosten aus. Damit kann man dann leichter
schwarze Zahlen schreiben.
Wurde auch in F&E kurzgearbeitet? Wenn ja, dann wird das negative
Auswirkungen für die Zukunft haben: Man hat weinger Aufwand in die
Entwicklung von neuen Chips stecken können, entweder, indem man die
nicht so tollen Entwicklungen eingestellt hat, oder, indem man alle
Projekte mit weniger Aufwand == längerem Gesamtzeitaufwand weitergemacht
hat.
Da die Konkurrenz nicht schläft, würde man also in Zukunft eher
zurückfallen gegenüber der Konkurrenz.
Wie seht Ihr das?
Sabine schrieb:
> Wurde auch in F&E kurzgearbeitet? Wenn ja, dann wird das negative> Auswirkungen für die Zukunft haben: Man hat weinger Aufwand in die> Entwicklung von neuen Chips stecken können, entweder, indem man die> nicht so tollen Entwicklungen eingestellt hat, oder, indem man alle> Projekte mit weniger Aufwand == längerem Gesamtzeitaufwand weitergemacht> hat.>> Wie seht Ihr das?
Jo, man hat auch in F&E kurzgearbeitet. Die Kurzarbeit ist jetzt aber
vorbei und die fehlende Zeit durch Kurzarbeit wird durch Überstunden
wieder aufgeholt. B-)
> NXP baute in den letzten 12 Monaten heftig Stellen ab.
NXP hatte in 2008 (März) noch 3 Stellen für freelancer mit Topbezahlung.
Da schau, wie schnell es geht
Pedro schrieb:
>> NXP baute in den letzten 12 Monaten heftig Stellen ab.>> NXP hatte in 2008 (März) noch 3 Stellen für freelancer mit Topbezahlung.
Wir ja alle wissen , schliesst ja das eine das andere nicht aus. ;-)
Unproduktives Pack raus, Feuerwehr und Brandlöscher rein. Nach uns die
Sintflut. Übliches Getue eben.
Sehr gutes Thema, gerade aktuell, auch für mich!
Also: Ich hab mich mal bei Infineon beworben für eine Promotionsstelle,
die haben ca. 4-5 Monate gebraucht und dann hab ich die Zusage dafür
bekommen.
Leider war ich da schon längst in nem anderen Job. Was würdet ihr
machen? Ist das wahr, dass wenn man ne Promotion bei Infineon macht, das
Projekt leicht wieder aufgelöst werden kann und man steht mit
abgebrochener Promotion da?
Wieviel Gehalt bekommt man ca. dort für ne Promotion? Dauer war ca. auf
3 Jahre ausgelegt. Kann man da ne gute Promotion verfassen, reicht das
aus?
Und was bringt es in der Wirtschaft?