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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Infineon Aussichten


Autor: MT (Gast)
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Hallo,

Habe mich für ein duales Studium der Elektrotechnik bei Infineon 
beworben.
Kann mir jemand sagen wie es bei Infineon momentan so aussieht?
Hat man dort überhaupt noch Zukunftschancen?

Einerseits hört man das Infineon sich in letzter Zeit wieder erholt hat 
und ich bin auf einige Diagnosen gestoßen, dass Infineon im Bereich 
Automotive sogar gute Chancen hat zum Marktführer zu werden und im 
Leistungshalbleiterbereich es zu bleiben. Allerdings ließt man auch 
immer wieder von Umsatzeinbrüchen, roten Zahlen usw.

Ich blicke da momentan einfach nicht mehr durch vielleicht weiß ja 
jemand von euch wie dort die Lage ist. Vielleicht gibt es hier ja auch 
Mitarbeiter die aus erster Hand erzählen können.

Gruß M.T.

Autor: IFX-Aktionär (Gast)
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aktientechnisch kommt Infineon wieder in den Dax, "Geldvernichter" 
Qimonda ist abgestoßen worden, 1 Mrd Cash durch Kapitalerhöhung wurde 
generiert, Infineon hat sogar wieder 200 Leiharbeiter eingestellt. Denke 
die Zukunft sieht gut aus !

Autor: MT (Gast)
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Hmm die Frage ist nur auch die Zukunft in Deutschland? oder werden die 
Produktion und, oder Entwicklung verlagern.

Autor: Frank (Gast)
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Infineon ist bei Ingenieuren mit Berufserfahrung nicht sehr beliebt. Es 
hat sich eben rumgesprochen, dass die schon zweimal grosse 
Entlassungswellen hatten, in denen teils nach lifo-Prinzip gehandelt 
wurde.

Gute Leute wechseln da nicht hin.

Die derzeit bessere finanzielle Lage resultiert auch aus Verkäufen des 
Tafelsilbers: Der am besten laufende Bereich drahtgebundene 
Kommunikation wurde verkauft, um wieder Geld in die Taschen zu bekommen.

Zu Infineon gehen nur die Leute, die nirgendwoanders etwas bekommen. 
Immerhin ist es dort noch besser als bei einem Sklavenhändler.

Autor: Panzer H. (panzer1)
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Frank schrieb:
> Infineon ist bei Ingenieuren mit Berufserfahrung nicht sehr beliebt. Es
> hat sich eben rumgesprochen, dass die schon zweimal grosse
> Entlassungswellen hatten, in denen teils nach lifo-Prinzip gehandelt
> wurde.

Das war aber in anderen HalbleiterFirmen ähnlich...

> Gute Leute wechseln da nicht hin.

Sondern, WOHIN?? Butter bei die Fische!

> Zu Infineon gehen nur die Leute, die nirgendwoanders etwas bekommen.
Ahja.

Autor: Bachelor2009 (Gast)
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Für ein duales Studium zählt auch ein bissl die Größe der Firma mit.
Bei mir z.B. ist die Firma zwar nicht klein, aber es gibt keine 
Abteilung, die sich mit der Ausbildung beschäftigt.

Das bedeutet, daß du in deinen Praxisphasen im Tagesgeschäft mitwirkst 
und meistens Themen hast, die zwar von Interesse für die Abteilung ist, 
aber aufgrund von mangelnder Zeit bis jetzt noch nicht angegangen worden 
sind.
Das kann manchmal spannend, aber auch mal relativ langweilig sein.
In meiner ersten Praxisphase musste ich ganz viele Lasten- und 
Pflichtenheften wälzen, viele davon auf Englisch, das war nicht ganz so 
spaßig!;)

Aber Infineon ist doch schon mal ein Name!
Ob die in den nächsten drei Jahren Pleite gehen, das kann dir keiner 
sagen, aber das kann dir sicherlich auch von einer anderen Firma keiner 
sagen.

Wichtig für dich ist, wie es nach dem Studium weitergeht, also, ob die 
dich übernehmen, wenn ja, befristet oder unbefristet, etc.
Gleich ein wenig Berufserfahrung sammeln nach dem Studium ist sicherlich 
nicht schlecht!:)

Ich würde zu Infineon gehen!

Mein fürs Studium:
Such dir deine Praxisphasen selbst aus, wenn möglich, dann weisst du 
vorher schon, was auf dich zukommt und kannst auswählen.
Du kannst ja ehemalige Studenten fragen, die auch ein duales Studium 
absolviert haben, die sollte es in jeder Abteilung geben, die können dir 
da Tips geben.

Autor: Frank (Gast)
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@ Panzer H.

Du hast also die grosse Ahnung, oder was?

> Das war aber in anderen HalbleiterFirmen ähnlich...

Dann sage mal, in welchen in gleichen Massen entlassen wurde. Da bin ich 
mal gespannt, welche Du aufzählst.

Ich kenne keine andere Halbleiterfirma, die Leute per Headhunter 
abgeworben hat, den Headhunter teuer bezahlt hat, und dann dem neuen 
Mitarbeiter schon vor Arbeitsanfang wieder gekündigt hat. So zu Hauf 
geschehen 2001! Viele wurden damals in der Probezeit wieder 
rausgeworfen. Das war noch zu Zeiten Schumachers. Von einer Sekunde auf 
die andere wurde von Einstellen in grossem Massse auf Entlassen in 
grossem Masse umgeschaltet.

Und vor kurzem gab es dann wieder eine grosse Entlassungswelle. In 
diesem Masse gab es das bei anderen Halbleiterfirmen nicht.

>> Gute Leute wechseln da nicht hin.

> Sondern, WOHIN?? Butter bei die Fische!

Wer schlau ist, wechselt im Moment überhaupt nicht, wenn er einen Job 
hat.
Im Moment wechselt keiner freiwillig, die Lage ist viel zu unsicher. 
Abwarten und auf Besserung hoffen ist angesagt.

Autor: MT (Gast)
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>Ich kenne keine andere Halbleiterfirma, die Leute per Headhunter
>abgeworben hat, den Headhunter teuer bezahlt hat, und dann dem neuen
>Mitarbeiter schon vor Arbeitsanfang wieder gekündigt hat. So zu Hauf
>geschehen 2001!

Naja das war vor 8 Jahren find ich also als Beispiel nicht mehr so 
aktuell...

@ Bachelor2009
Danke! Werde mir die Tipps mal zu Herzen nehmen und mich gründlich 
drüber informieren.

>In meiner ersten Praxisphase musste ich ganz viele Lasten- und
>Pflichtenheften wälzen, viele davon auf Englisch, das war nicht ganz so
>spaßig!;)

Englisch gehört heutzutage ja schon fast zum Alltag ohne wird man wohl 
nicht auskommen ;)


Aber das ist so an Antworten genau das was ich gewollt hatte so bekommt 
man einfach mal die verschiedenen Meinungen mit und kann abwägen.

Danke weiter so...

Autor: Bachelor2009 (Gast)
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Bitte!:)

Englisch in Lasten- und Pflichtenheften ist aber halt nochmal so ein 
ganz anderes Englisch!;)
Die sind auf deutsch schon relativ zäh zu lesen!:)
Daher ja auch mein Tip sich die Praxisphasen selbst zu suchen, diese 
bekam ich nämlich zugewiesen!:)
Aber bei der ersten Praxisphase ist das halt eh schwierig, weil du noch 
nicht so viele Leute aus der Firma kennst.

Autor: Alf (Gast)
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> Naja das war vor 8 Jahren find ich also als Beispiel nicht mehr so
> aktuell...

Aktuell ist das nicht mehr, da hast Du Recht. Aber das ist der Charakter 
der Firma. Das steckt in den Mitarbeitern drin.

Wer damals schlau war, hat die Firma verlassen. Zurück blieben die, die 
anderswo nicht genommen wurden oder es einfach aussitzen wollten.

Was damals 2001 geschah, gehört zum Charakter des Konzerns Infineon, 
auch heute noch. Die, die heute noch da arbeiten, stehen hinter diesen 
Methoden. Damit meine ich gerade die Personen in mittleren 
Führungpositionen. Da ändert es auch nichts, ob der Oberchef jetzt 
Schumacher, Ziebart oder Bauer heisst.

Autor: Gast (Gast)
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> Aktuell ist das nicht mehr, da hast Du Recht. Aber das ist der Charakter
> der Firma. Das steckt in den Mitarbeitern drin.

Der Charakter der Firma ist ein amerikanischer: Nur die Leistung zählt, 
wer schwach ist, wird aussortiert. War es nicht Infineon, die jedes Jahr 
ein Ranking ihrer Mitarbeiter erstellen und die schwächsten rauswerfen 
wollte ?

Autor: Michael Lenz (hochbett)
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Hallo MT,

>>In meiner ersten Praxisphase musste ich ganz viele Lasten- und
>>Pflichtenheften wälzen, viele davon auf Englisch, das war nicht ganz so
>>spaßig!;)
>
> Englisch gehört heutzutage ja schon fast zum Alltag ohne wird man wohl
> nicht auskommen ;)
Immerhin treten in deutschen Firmen dadurch keine Verständnisprobleme 
auf.
Denn beide - die Ingeniure die die Berichte schreiben, und die 
Ingenieure, die sie lesen - verwenden zur Übersetzung das 
Übersetzungsprogramm Leo.

Das ist ein Spaß. :-)

Gruß,
  Michael

Autor: Siegfried schlau (Gast)
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Hallo Neu-Studi,

du siehst das ganz richtig, man sollte von anfang bei einer 
Firma/Branche mit Zukunft für die persönliche Entwicklung arbeiten. Ich 
persönlich habe mich damals gegen Infeon in dresden entschieden. Und 
zwar war das noch lange vor der Abtrennung von Quimonda. Infineon machte 
damals nur Speicher und suchte eben "Bediener für die 
fertigungsmaschinen". Mein fazit nach einer Woche Sommerschule bei 
denen: "Wenn ich hier anfange an der Maschine anfange, bin ich so 
spezialisert, das ich wo anders quasi als ungelernter anfange." Also bin 
ich woanders in der Elektronikentwicklung gegangen, elektronik wird in D 
immer entwickelt, dagegen entschwindet die Halbleiterfertigung immer 
mehr. Falls Du also bei Infi9neon einen Job lernen kannst, denn du auch 
bei x anderen Firmen in D machen kannst - dann Du es. Wenn nicht, dann 
such dir bei Infineon eine Tätigkeit mit einem hohen Anteil an 
"universal einsetzbaren Grundfertigkeiten" (programmieren, Excel, 
Messautomatisierung, Prüfung nach Standards, Laborentwicklung, leute 
anlernen, projekte führen). Sollte es dagegen was spezielles sein, wie 
z.B. Speicherfertigung nach Infineon eigener Spezialtechnologie (i.e. 
"Buried wordline") dann Finger weg.

Daumen drück

Autor: Stockalper (Gast)
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> Ich kenne keine andere Halbleiterfirma, die Leute per Headhunter
>abgeworben hat, den Headhunter teuer bezahlt hat, und dann dem neuen
>Mitarbeiter schon vor Arbeitsanfang wieder gekündigt hat. So zu Hauf
>geschehen 2001! Viele wurden damals in der Probezeit wieder
>rausgeworfen. Das war noch zu Zeiten Schumachers.

Wie kann man nur das Jahr 2001 als Referenz für ein Geschäftsgebahren 
einer einzelnen Firma hernehmen?

2001 war das Platzen der Internetblase UND "9/11" gleichzeitig!

Da haben doch die meissten Firmen auf die chaotische Weltwirtschaft mit 
chaotischen(oder besser realistischen) Maßnahmen reagiert.

Autor: Robert Runkel (Gast)
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>> Ich kenne keine andere Halbleiterfirma, die Leute per Headhunter
>>abgeworben hat, den Headhunter teuer bezahlt hat, und dann dem neuen
>>Mitarbeiter schon vor Arbeitsanfang wieder gekündigt hat. So zu Hauf
>>geschehen 2001! Viele wurden damals in der Probezeit wieder
>>rausgeworfen. Das war noch zu Zeiten Schumachers.

>Wie kann man nur das Jahr 2001 als Referenz für ein Geschäftsgebahren
>einer einzelnen Firma hernehmen?

>2001 war das Platzen der Internetblase UND "9/11" gleichzeitig!

>Da haben doch die meissten Firmen auf die chaotische Weltwirtschaft mit
>chaotischen(oder besser realistischen) Maßnahmen reagiert.

Nun ja, die Blase platzte schon vor dem 11. Sep.., Infineon hat den 
Knall aber erst spät vernohmen. In der Sachsenmagistrale haben andere 
Halbleiterbuden (AMI zuerst, dann AMD, später ZMD) im Juli/August 2001 
Einstellungsstop verkündet, Infineon hat da noch fett Party gefeiert 
(das kann wörtlich genohmen werden - da gab es fett Buffett für alle 
kostenlos in der Kantine). Rekrutierungsbüros wurden im Stadtzentrum 
eröffnet und so weiter. Erst im Dezember bemerkte man das Loch in der 
Kasse und schaltete die Richtung der Rolltreppe in der Personalabteilung 
um.

-> dat stimmt schon das Infineon als einzige dt.(?) halbleiterfirma 2001 
totalen Unsinn in der Personalplanung anrichtete.
MfG

Autor: Alex Schmidt (alex_muc)
Datum:

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Frank schrieb:
> Infineon ist bei Ingenieuren mit Berufserfahrung nicht sehr beliebt. Es
> hat sich eben rumgesprochen, dass die schon zweimal grosse
> Entlassungswellen hatten, in denen teils nach lifo-Prinzip gehandelt
> wurde.
>
> Gute Leute wechseln da nicht hin.
>
> Die derzeit bessere finanzielle Lage resultiert auch aus Verkäufen des
> Tafelsilbers: Der am besten laufende Bereich drahtgebundene
> Kommunikation wurde verkauft, um wieder Geld in die Taschen zu bekommen.
>
> Zu Infineon gehen nur die Leute, die nirgendwoanders etwas bekommen.
> Immerhin ist es dort noch besser als bei einem Sklavenhändler.

Hallo...........wer nen sicheren Job als E-Techniker haben möchte, dem 
empfehle ich das Patentamt, am besten das Europäische :). Ansonsten 
werden wir wohl auch mit diesem modernen Hire & Fire leben müssen. Wir 
arbeiten nun mal in einem modernen und dynamischen Segment und wie der 
Begriff "Hire & Fire" schon verrät sind es nicht die Europäer die dies 
erfunden haben.
Wieviele und wie groß die Entlassungswellen immer waren, sind keine 
Merkmale die typisch für ein bestimmtes Unternehmen sind, eher die 
Zeichen einer ganzen Branche.........nur mal ein paar Bsp. und diesmal 
nicht Infineon:

TI
http://www.channel-e.de/news/article/texas-instrum...

http://www.manager-magazin.de/it/artikel/0,2828,63...

http://www.heise.de/newsticker/Texas-Instruments-s...

ST/NXP
http://www.channel-e.de/news/article/entlassungen-...

http://www.bloodpatches.net/forum/allgemein-news-4...

http://www.computerwoche.de/netzwerke/mobile-wirel...

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/...

Das sind nur ein paar Bsp. die ich innerhalb von 3Min gefunden habe. Ich 
finde es seltsam wenn man sich über eine größere Infineon 
Entlassungswelle in 2001 immer noch aufregt, aber aktuelle Meldungen à 
la "ST entlässt 4500 Mitarbeiter" ignoriert. Nur nebebei bemerkt, 
Infineon hat dieses Jahr keine nennenswerten Entlassungen verkündet, es 
gab lediglich Kurzarbeit (wie fast überall).

Und der letzte Kommentar ist absoluter Schwachsinn, ich war selbst knapp 
4J. bei Infineon in der Mikrocontroller-Applikation, das waren alles 
hervoragende Ingenieure und keine "Looser" bzw. "Low-Performer". Habe 
Freunde im Bereich Automotive Power, da ist Infineon seit nun 6J. in 
Folge Weltmarktführer..........das wären sie sicher nicht bei einer 
Belegschaft von "Vollpfosten" ;)

Sorry, musste mal gesagt werden!

Grüße,

Alex

Autor: Panzer H. (panzer1)
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Alex Schmidt schrieb:

> Nur nebebei bemerkt,
> Infineon hat dieses Jahr keine nennenswerten Entlassungen verkündet, es
> gab lediglich Kurzarbeit (wie fast überall).

Nun ja, nicht verkündet mag ja stimmen.
Angebote für goldene Handschläge, die auch angenommen wurden, gab es 
aber schon...

Autor: Alf (Gast)
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> Ich
> finde es seltsam wenn man sich über eine größere Infineon
> Entlassungswelle in 2001 immer noch aufregt, aber aktuelle Meldungen à
> la "ST entlässt 4500 Mitarbeiter" ignoriert.

Der Unterschied ist eben der, dass nicht wie bei Infineon von einer 
Sekunde auf die andere von Einstellen im grossem Stile auf Entlassen im 
grossen Stile umgeschaltet wurde. Diese Meisterleistung hat nur Infineon 
2001 geschafft.

Man hat dort die Marktentwicklung nicht erkannt, seine eigenen 
Verkaufszahlen, Bestellzahlen u.s.w. nicht richtig im Blick gehabt und 
interpretiert. Andere Firmen haben das viel eher erkannt, weil die ihre 
Zahlen damals richtig gemessen, erfasst und interpretiert haben. Der 
bestechliche Schumacher und der verurteilte von Zizewitz haben das aber 
völlig verpennt, die haben lieber Autorennen gefahren und Geld für 
Headhunter ausgeben lassen. Während bei Infineon damals noch fleissig 
neue Mitarbeiter gesucht wurden, war z.B. bei Philips Semiconductors 
(heute NXP) schon lange Einstellungsstopp. Die hatten ihre Zahlen im 
Griff.

Autor: Alf (Gast)
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Ich hatte eigentlich gedacht, dass mit Ziebart alles besser werden 
würde, aber der hat die wirtschaftliche Situation auch nicht bessern 
können. Deshalb musste er auch gehen.

Bauer hat jetzt wenigstens den Aktienkurs steigern können. Mal sehen, ob 
das ein langfristiger Trend ist und sich wirklich alles bessert. Ich bin 
gespannt. Die Krise bei Infineon ist noch lange nicht überwunden und 
deshalb werden die guten Leute da auch nicht hinwechseln.

Autor: MT (Gast)
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>Die Krise bei Infineon ist noch lange nicht überwunden und
>deshalb werden die guten Leute da auch nicht hinwechseln.

Ok es werden also keine gute Leute wechseln, aber wer macht das schon in 
dieser Wirtschaftslage.

Für mich wär eigentlich wichtig, wenn ich dort als Einsteiger (im Rahmen 
eines Duales Studiums ) reinkommen würde, wie gut der 
Ausbildungsstandart bei Infineon ist.
Wäre schön wenn hier jemand weiß wie das speziell mit dem dualen Studium 
bei denen aussieht und inwiefern Infineon Weiterbildung unterstützt zum 
Beispiel einen Master nach dem Bachelor?

Autor: Rudi (Gast)
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Könntest du mal erklären, was ein duales Studium ist, und wie lange es 
dauert? Manchmal machen Leute ihre Diplomarbeit oder auch Doktorarbeit 
in der Industrie. Von letzterem würde ich nicht nur bei Infineon 
abraten. Ein Projekt ist schnell eingestellt, und dann kannst du 
schauen, wo du mit deiner angefangenen Doktorarbeit bleibst.
(Übrigens Standard schreibt sich mit zwei 'd', im Gegensatz zur 
Standarte.)

Autor: Mark Brandis (markbrandis)
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Rudi schrieb:
> Könntest du mal erklären, was ein duales Studium ist, und wie lange es
> dauert? Manchmal machen Leute ihre Diplomarbeit oder auch Doktorarbeit
> in der Industrie. Von letzterem würde ich nicht nur bei Infineon
> abraten. Ein Projekt ist schnell eingestellt, und dann kannst du
> schauen, wo du mit deiner angefangenen Doktorarbeit bleibst.
> (Übrigens Standard schreibt sich mit zwei 'd', im Gegensatz zur
> Standarte.)

Duales Studium = Berufsakademie (heißt jetzt halt nicht mehr so).

Äh, die gibt es aber glaub nur in BaWü, oder? Und Infineon ist in einem 
anderen Bundesland. Weiß nicht, ob das was möglich ist.

Obwohl, wenn ich's mir recht überlege, verwechsel ich vielleicht "Duale 
Hochschule" mit "Dualem Studium". Muss ja nicht unbedingt dasselbe sein. 
Klingt halt irgendwie so danach.

Autor: MT (Gast)
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Heißt nicht umsonst nicht mehr Berufsakademie! Da es auf 
Fachhochschulniveau  hochgestellt wurde !

Autor: Mark Brandis (markbrandis)
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Und weil sie das gleiche Niveau haben, kann man an einer Dualen 
Hochschule auch keinen Master machen...

Autor: wsp (Gast)
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Hallo "MT" - mit einem "dualen Studium" bei Infineon machst Du nichts 
falsch.

Wenn dieses Studium in  Verbindung mir der Dualen Hochschule ist, hat 
Infineon eine Ausbildungskooperation mit der Siemens AG. Im ersten 
Studienjahr erfolgen Deine Praxisphasen bei der Siemens AG - Inhalte 
sind Themen wie Elektrotechnik, Digitaltechnik, Mikrocomputertechnik, 
Programmiersprachen, BEtriebssysteme, Prozessmanagement und einiges 
mehr. Damit wird eine sehr "breite Basis" gelegt. Im zweiten und dritten 
Studienjahr finden die Praxisphasen bei Infineon in den Fachabteilungen 
statt. Die dortigen Aufgaben sind spannend und anspruchsvoll.

Zum Thema "Master" wuerde ich an Deiner Stelle "noch warten" - sprich 
erst einmal den BAchelor machen, dann ueberlegen, was bezogen auf "Deine 
berufliche Zukunft" das "Beste" ist. (Es gibt eine Unmenge an Master 
Programmen (@ MArk Brandis: kuenftig auch an der Dualen Hochschule) - 
hier gilt es abzuwaegen welches das "richtige Programm".

Verglichen mit einem Studium an einer "normalen Hochschule" hast Du bei 
einem "DHBW- Studium" den Vorteil der Praxisnaehe, des direkten 
Kontaktes zu einer Firma (Du bist angestellt), einer Verguetung sowie im 
Normalfall einer Uebernahme nach Studienende. NAchteilig: Du hast keine 
monatelangen Semesterferien,...

Viele Gruesse
Winfried Speidel

Autor: Alex (Gast)
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Hallo Alf,

Du hast geschrieben:
"Der Unterschied ist eben der, dass nicht wie bei Infineon von einer
Sekunde auf die andere von Einstellen im grossem Stile auf Entlassen im
grossen Stile umgeschaltet wurde. Diese Meisterleistung hat nur Infineon
2001 geschafft.

Man hat dort die Marktentwicklung nicht erkannt, seine eigenen
Verkaufszahlen, Bestellzahlen u.s.w. nicht richtig im Blick gehabt und
interpretiert. Andere Firmen haben das viel eher erkannt, weil die ihre
Zahlen damals richtig gemessen, erfasst und interpretiert haben. Der
bestechliche Schumacher und der verurteilte von Zizewitz haben das aber
völlig verpennt, die haben lieber Autorennen gefahren und Geld für
Headhunter ausgeben lassen. Während bei Infineon damals noch fleissig
neue Mitarbeiter gesucht wurden, war z.B. bei Philips Semiconductors
(heute NXP) schon lange Einstellungsstopp. Die hatten ihre Zahlen im
Griff."

Also, wie gesagt, ich kam 2001 auch zu Infineon, allerdings den Vertrag 
schon Ende 2000 unterzeichnet und habe sozusagen diese 
"Marktentwicklung" live miterlebt. 2001 ist ein ganz spezielles Jahr und 
da hat es noch ganz andere Grosskonzerne richtig zerbröselt. Das 
Infineon relativ lang Spezialisten gesucht hat wo andere längst 
Einstellungsstop hatten, stimmt, allerdings muss man auch die damalige 
Situation betrachten, Infineon hatte einen extrem erfolgreichen IPO, 
alles glänzte und man lieferte auch dank der DRAM Sparte Traumzahlen ab. 
Sicherlich dachten Schuhmacher & Co dass das an Inf. vorbei geht, waren 
eben zu erfolgsverwöhnt. Wird so sicherlich nie wieder bei Infineon 
vorkommen.
ABER.........NXP macht momentan bzw. seit 12Monaten genau dasselbe!!! 
Die suchen Leute wie blöd. Die haben fast nur Infineon Leute der letzten 
12M. übernommen :). Alle haben/hatten Einstellungsstop bzw. entliessen 
Leute, NXP stellte ein. Wenn ich  mir deren Finanzlage und 
Umsatz-/Gewinnsituation  anschaue, dann bekomme ich 
Bauchschmerzen..........also lieber NXP momentan nicht zu stark loben ;)

Ciao,

Alex

Autor: Alf (Gast)
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> ABER.........NXP macht momentan bzw. seit 12Monaten genau dasselbe!!!
> Die suchen Leute wie blöd.

Ich habe jetzt bei NXP keine genauen Informationen. Auf deren Webseite 
brachte eine Suche nach Jobs in Deutschland 14 Treffer, davon 9 für 
Studenten und nur 5 für Nichtstudenten.

Ich würde das nicht mit "Suchen wie blöd" beschreiben.

Wo hast Du Deine Informationen her?

Autor: Fpga Kuechle (fpgakuechle) Benutzerseite
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Ich teile die Skepsis von Alf; eher das gegenteil ist der Fall: NXP 
baute in den letzten 12 Monaten heftig Stellen ab. Da wurden einige 
Entwicklungszentren geschlossen:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Chipkonzern...
NXP zählt schon fleissig die taler die aufgewendet werden und die die in 
die Kasse kommen. Stimmt da die Balance nicht, ist Schluss für die 
Mitarbeiter.
Gruß

Autor: Sabine (Gast)
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Hier aus www.heise.de:

Infineon schreibt schwarze Zahlen
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Infineon-sc...

Ich sehe folgendes Problem bei der Sache: Durch die Kurzarbeit 
entstanden in letzter Zeit erheblich niedrigere Lohnkosten. Diese machen 
aber einen Grossteil der Gesamtkosten aus. Damit kann man dann leichter 
schwarze Zahlen schreiben.

Wurde auch in F&E kurzgearbeitet? Wenn ja, dann wird das negative 
Auswirkungen für die Zukunft haben: Man hat weinger Aufwand in die 
Entwicklung von neuen Chips stecken können, entweder, indem man die 
nicht so tollen Entwicklungen eingestellt hat, oder, indem man alle 
Projekte mit weniger Aufwand == längerem Gesamtzeitaufwand weitergemacht 
hat.

Da die Konkurrenz nicht schläft, würde man also in Zukunft eher 
zurückfallen gegenüber der Konkurrenz.

Wie seht Ihr das?

Autor: Panzer H. (panzer1)
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Sabine schrieb:

> Wurde auch in F&E kurzgearbeitet? Wenn ja, dann wird das negative
> Auswirkungen für die Zukunft haben: Man hat weinger Aufwand in die
> Entwicklung von neuen Chips stecken können, entweder, indem man die
> nicht so tollen Entwicklungen eingestellt hat, oder, indem man alle
> Projekte mit weniger Aufwand == längerem Gesamtzeitaufwand weitergemacht
> hat.
>
> Wie seht Ihr das?

Jo, man hat auch in F&E kurzgearbeitet. Die Kurzarbeit ist jetzt aber 
vorbei und die fehlende Zeit durch Kurzarbeit wird durch Überstunden 
wieder aufgeholt. B-)

Autor: Pedro (Gast)
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> NXP baute in den letzten 12 Monaten heftig Stellen ab.

NXP hatte in 2008 (März) noch 3 Stellen für freelancer mit Topbezahlung.

Da schau, wie schnell es geht

Autor: Panzer H. (panzer1)
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Pedro schrieb:
>> NXP baute in den letzten 12 Monaten heftig Stellen ab.
>
> NXP hatte in 2008 (März) noch 3 Stellen für freelancer mit Topbezahlung.

Wir ja alle wissen , schliesst ja das eine das andere nicht aus. ;-)
Unproduktives Pack raus, Feuerwehr und Brandlöscher rein. Nach uns die 
Sintflut. Übliches Getue eben.

Autor: Ulf (Gast)
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Ich wollte mal Eure Einschätzungen hören zu dem, was sich bei Infineon 
getan hat: Infineon's Wireless Sparte wurde an Intel verkauft.

Autor: ing soldat30 (fred_p)
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Sehr gutes Thema, gerade aktuell, auch für mich!

Also: Ich hab mich mal bei Infineon beworben für eine Promotionsstelle, 
die haben ca. 4-5 Monate gebraucht und dann hab ich die Zusage dafür 
bekommen.

Leider war ich da schon längst in nem anderen Job. Was würdet ihr 
machen? Ist das wahr, dass wenn man ne Promotion bei Infineon macht, das 
Projekt leicht wieder aufgelöst werden kann und man steht mit 
abgebrochener Promotion da?

Wieviel Gehalt bekommt man ca. dort für ne Promotion? Dauer war ca. auf 
3 Jahre ausgelegt. Kann man da ne gute Promotion verfassen, reicht das 
aus?

Und was bringt es in der Wirtschaft?

Autor: ing soldat30 (fred_p)
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Weiß hier keiner was über Infineon? Schade :(

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