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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik 230 V DC aus PC Netzteil


Autor: Tim (Gast)
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Hi,

ich brauche für einen 230V Geleichstrommotor eine Spannungsquelle. Habe 
hier noch ein altes PC-Netzteil rum liegen gehabt und habe wohl ein 
wenig zu viel "unnötiges" entfernt, denn ich finde nur noch 320V, kann 
ich damit noch was anfangen oder muss ich mir nen neues Netzteil 
besorgen?

Gruß Tim

Autor: karadur (Gast)
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Hallo

wofür PC-Netzteil?

Wenn es ein Reihenschlußmotor ist, schließ ihn so an. 230V DC ~ 230 V AC 
effektiv.

Autor: MaWin (Gast)
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230V Gleichstrom Motore kann man auch mir 320V versorgen, wenn man sie 
nicht zum 100% der Zeit einschaltet, sondern per PWM eben weniger lang.
Man kann aber einfach halbwellengleichgerichteten Wechselstrom nehmen, 
so wird sich der Motorproduzent das wohl auch gedacht haben.
Allerdings ist der Motor dann nicht netzgetrennt, von Netzteil kann man 
also nicht direkt reden.
Dein PC-Netzteil-Versuch zeigt, daß du von der Materie so wenig Ahnung 
hast, daß du es dir besser von jemanden zeigen lässt, der sich damit 
auskennt.
Selbstmord aus Blödheit ist schliesslich die 2-häufigste Todesursache 
von Jugendlichen, und du willst doch keinen guten Platz im Darwin-Arward 
ergattern, oder?

Autor: Tim (Gast)
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Ich muss die Richtung wechseln können! Außerdem ist laut, glaube wiki, 
Gleichstrom effektiver bzw. höheren Wirkungsgrad.

Autor: Gast (Gast)
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Du legst es wirklich darauf an vor deiner Zeit das Zeitliche zu segnen, 
oder?

Autor: Tim (Gast)
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Wieso? Wenn ich nun mal nur nen Gleichstrommotor zur Hand habe, muss ich 
auch mit Gleichstrom hantieren! Dass das nicht ohne ist ist mir 
vollkommen bewusst und nur weil ich noch nicht so viel Ahnung, von dem 
Aufbau eines PC-Netzeil habe heißt noch lange nicht, das ich nicht weiß 
was ich nicht machen darf!

Hatte schon nen Steuerung gebaut, mit Gleichrichter (800v/4A) und 
Schalter (3A) nur war der Gleichrichter anscheinend zu gering 
Dimensioniert.

Mir fehlt halt Praktische Erfahrung, die ich nun anfange zu Sammeln, 
dabei hoffe ich natürlich auf eure Hilfe.

Autor: MaWin (Gast)
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> nur war der Gleichrichter anscheinend zu gering Dimensioniert

Der im PC Netzteil ist nicht stärker.

230V Gleichstrom Motore sind ziemlich selten, was für einen edlen Motor 
hast du denn?

Und wenn du schon die Richtung wechseln musst, die Drehzahl darf ruhig 
immer volle Kanne sein? Wie willst du da die Richtung wechseln, da 
zerlegt's den Motor doch. Rätsel über Rätsel.

Autor: Tim (Gast)
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Motor:

Groschopp u. Co
G MOT
Typ: TGN87-60
V: 220 = V 0,5 A
W_L: 70
4000 U/min
ERR: 180 = V 0,07 A

Die Richtung will ich auch nicht ständig wechseln, ein- zweimal am Tag 
hoch und wieder runter in abständen von min. Stunden.

Autor: Dieter Werner (dds5)
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Die 220V 0,5A sind nur für den Anker.
Die Feldwicklung (ERR:) braucht unabhängig davon nochmal 180V 0,07A.

Wenn die 180V fehlen dreht sich der Motor nicht und die Ankerwicklung 
kann durchbrennen.

Zum Umkehren der Drehrichtung darf nur Anker oder Feld umgepolt 
werden.
Polt man beides um so bleibt die Drehrichtung gleich.

Autor: Tim (Gast)
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Das wusste ich nicht, der Motor hat 4 Anschlüsse, an 2 kam bisher immer 
230 = V und die anderen beiden wurden über kreuz mit dioden mit 
angeschlossen.

Ich weiß allerdings nicht welche anschlüsse Feld und welche Anker sind, 
sie sind bezeichnet mit N1/N2/P1/P2 bzw K/B/J/A.

Ist es schlimm, wenn die Feldwicklung statt mit 180 mit 230V belastet 
werden?

Autor: Frank (Gast)
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>Wenn die 180V fehlen dreht sich der Motor nicht und die Ankerwicklung
>kann durchbrennen.

Das ist so nicht ganz richtig. Wenn man einem DC-Motor das Statorfeld 
schwächt oder weg nimmt, wird zwar die abgegebene Leistung geringer, 
aber im unbelasteten Zustand steigt seine Drehzahl. Das kann im 
extremfall so weit gehen, das der Motor sich durch die auftretenden 
Fliehkräfte in seine Einzelteile zerlegt. Und spätestens, wenn seine 
Lager dann blockieren, weil sie weit über die Grenzen dessen, wofür sie 
spezifiziert sind drehen, dann wird es gefährlich.

Auch, wenn man keine Spannung an den Stator anlegt, kann es sein, das 
durch remanenz noch ein schwaches Magnetfeld vorhanden ist, das 
ausreicht, den Motor anlaufen zu lassen.

Autor: Soeren A. (abraxa)
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> Ist es schlimm, wenn die Feldwicklung statt mit 180 mit 230V belastet
werden?

Ich bin ob der Frage enorm verwundert.

An deiner Stelle wuerde ich mal ein Buch zum Thema elektrische Maschinen 
in die Hand nehmen, anstatt gefaehrliches Halbwissen anzuwenden.

Autor: Tim (Gast)
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Ich habe den Motor so wie er ist und wie ich ihn betrieben habe von 
einen Elektronik-Ingenieur bekommen! Er hat den Motor so Jahrelang 
genutzt. Nur hat er leider die Steuerung nicht mehr drum mein Problem.

Das 180 nicht das gleiche ist wie 230 ist mir wohl bewusst! Bitte seht 
von solchen Kommentaren ab, ich suche keine die mir sagen das ich 
Halbwissen habe, sondern solche die Helfen. Oder erwartet ihr hier nur 
Vollprofis?

Jetzt kommt gleich:"Frag doch den Ingenieur ..."
Dazu: Ich habe schon genug Hilfe von ihm in Anspruch genommen, drum bin 
ich nun hier.

Autor: Gast (Gast)
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Es kann durchaus sein, dass sich in der Steuerung Bauteile verstecken, 
die die benötigten 180V erzeugen.
Legst du stattdessen 230V an, wird ein höherer Strom fließen, die 
Wicklung kann dabei überhitzen oder durchbrennen.
Es gibt doch im Netz sicher Anschlussbeispiele für solche Motoren.
Bring mal z.B. mit Wikipedia in Erfahrung, wie genau dein Motortyp 
heisst und schau nach einem Beispiel.

Autor: MaWin (Gast)
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Groschopp weiß jedenfalls nichts mehr über diesen Motor,
deren Serien heissen jetzt anders so.

Autor: Thomas R. (tinman) Benutzerseite
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"nicht ernstes" vorschlag :

Von 320V auf die 180V kannst folgendes machen - nimmst du 5 x 24V 
birnen, machst eine reihenschaltung mit dem motor und schon hast du 180V 
und noch 5 birnen, die kannst du für pentagram ecken nehmen, nebenefekt 
- die werden "dich" erleuchten :)

Mal im ernst, bau nciht selber, kaufe lieber fertige steuerung, wenn 
nciht neu dann 3.2.1.., oder industrie schrottplatz und schraube es 
irgendwo ab.

Wird gesunder, für den motor und dich.

Autor: Soeren A. (abraxa)
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> Das 180 nicht das gleiche ist wie 230 ist mir wohl bewusst! Bitte seht
> von solchen Kommentaren ab, ich suche keine die mir sagen das ich
> Halbwissen habe, sondern solche die Helfen. Oder erwartet ihr hier nur
> Vollprofis?

Ich gebe zu, ich habe den Satz etwas ungluecklich formuliert.

Mein Hinweis, ein passendes Buch in die Hand zu nehmen, war durchaus 
ernst gemeint. Genausowenig, wie "wir" hier im Forum Vollprofis 
erwarten, kannst du von "uns" erwarten, dass wir dich dabei wissentlich 
unterstuetzen, dich in potentielle Lebensgefahr zu begeben. Um das zu 
vermeiden hilft nur Kompetenz und Verstaendnis der Funktionsweise, die 
ein Buch eben besser und detaillierter vermitteln kann, als "wir" es 
hier koennten.

Es ist also keine Arroganz, sondern einfach nur der Schutz fuer Leib und 
Leben, der mich zu dem Ratschlag bewegt hat.

Autor: Tim (Gast)
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Verstehe, danke für deine Fürsorge. Was ich suche ist eigentlich nur ne 
Schaltung die ich nach bauen kann.
Könnt ihr mir dabei helfen?

Gruß Tim

Autor: Tim (Gast)
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Kann mir denn keiner da Helfen, es ist nur ein kleiner Teil eins zu groß 
geratenes Projekt, ich will das nur noch fertig machen und möchte dafür 
ungern ganze Bücher für wälzen.
Ich suche ne Schaltung für 230V AC -> 230V DC am besten mit 
angesprochenen 180V Abgang.

Autor: Camper (Gast)
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Nimm lieber nen andern motor.
Am besten einen mit 230V AC.

Autor: MaWin (Gast)
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Am saubersten: Mit Trafo.

Am einfachsten: Gleichrichten, nicht glätten.

Einen Gleichrichter findest du im Schaltnetzteil
(oder 4 Dioden).

  +----+
--|~  +|----+
  |    |  Motor
--|~  -|----+
  +----+

Für die 180V gebt es mehrere Möglichkeiten:

Vorwiderstand (230-180)*70mA sind nur 3.5W,
es reicht ein 5W Widerstand von 680 Ohm.

Allerdings befürchte ich, daß der Motor damit
schlecht läuft, mieses Drehmoment.

Es gibt einige Zwischenlösungen, Z-Diode,
Halbweggleichrichtung mit mieser Siebung,

aber am saubersten wird eine andere Traospannung
sein, du brauchst einen 50V (48V) Trafo mit 70mA (100mA)
also 4.8VA, nicht teuer, nicht schwer beschaffbar.

Der kommt an 230V~ und ein Sekundärsanshcluss an
eine der 230V Leitungen, zwischen dem anderen
Sekundaeranshcluss und dem anderen 230V Anshcluss
misst man dann, wenn man die Anschluesse nicht
verkehrtherum gemacht hat, 180V~, die ebenso
gleichgerichtet werden können, wie bei der anderen
Wicklung. Wer klug ist, dem reichen auch 2 Dioden.

Autor: Michael_ (Gast)
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Ich vermute, das es ein "Wickelmotor" ist, welcher sich in der Drehzahl 
regeln läßt. Ich bezeichne ihn so, da derartige Motoren in der 
Spulenwickelei verwendet wurden. Dazu kam noch ein Fußpedal. Dieses 
besteht aus einer Anzahl Kohletabletten, welche durch Fußkraft 
zusammengedrückt wurden und dann der Widerstand sank (Drehzahl höher). 
Dies ist die fehlende Spannung der Feldwicklung bis 220V. Vorschlag nach 
MaWin folgen und Gleichrichtung ohne Siebung. Die Feldwicklung über 
entsprechenden Widerstand auch an die Gleichspannung. Fertig.
Widerstand 600 Ohm(fest) + 1000 Ohm(regelbar) und er ist in der Drehzahl 
regelbar. Metallgleichrichter 25A/ >1000V gibt es bei Pollin für 1,50 
Eur.
Versuche es, mehr als die Sicherung kann nicht kommen!

Autor: Michael L. (michaelx)
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Tim schrieb:
> Hi,
>
> ich brauche für einen 230V Geleichstrommotor eine Spannungsquelle. Habe
> hier noch ein altes PC-Netzteil rum liegen gehabt und habe wohl ein
> wenig zu viel "unnötiges" entfernt, denn ich finde nur noch 320V, kann
> ich damit noch was anfangen oder muss ich mir nen neues Netzteil
> besorgen?
>
> Gruß Tim

Ich sage nur Effektivwert und Scheitelwert ...

Und außerdem solltest du einen gaaanz großen Bogen um die Sache machen, 
da du offensichtlich zu wenig Ahnung hast, als dass man dir das hier 
erklären könnte, ohne Angst haben zu müssen, dass du zu Schaden kommst.

Autor: Tim (Gast)
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Danke für eure Vorschläge und Anregungen, sie haben mir schon sehr 
weiter geholfen.

Gruß Tim

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