Man liest häufig von "idealen Leitern".
Heißt das einfach, dass der Widerstand mit 0 Ohm angenommen wird?
Eine solche Angabe ist doch relativ schlecht, wenn man die Beziehung U ~
I bestimmn will. Wäre es da nicht besser zu definieren, dass ideal
leitend heißt, dass der Widerstand eines 1000 Meter langen Kabel mit 1
mm^2 Radius 1 Ohm ist?
test schrieb:
> Eine solche Angabe ist doch relativ schlecht, wenn man die Beziehung U ~> I bestimmn will.
Wieso? Sobald man eine von Null verschiedene Spannung anlegt, fließt ein
unendlich hoher Strom.
Das was Du als Ideal siehst nennt sich spez. Widerstand (gegenteil zum
spez. Leitwert).
Ein Idealer Leiter hat meines wissens folgende Eigenschaften:
- keinen Widerstand
- keine Refelxionen
- keine Kapazität
- keine Induktivität
Physikalisch würde das bedeuten, es dürfen in dem Leiter keine Ladungen
bewegt werden... ;)
Ist das nicht bei Supraleitern so, dass sie keinen Widerstand haben?
Der Quantenprozessor von D-Wave hat ja auch Supraleitende Leiterbahnen.
Deshalb muss er auch auf 5 mK gekühlt werden. ^^
MfG jD
>>Physikalisch würde das bedeuten, es dürfen in dem Leiter keine Ladungen>>bewegt werden... ;)>>Quatsch.
Vergiss den zwinker nicht.
Aber jede bewegte Ladung interferiert doch mit der Umgebung.
Dabei entsteht doch immer ein el. mag. Feld !?
Wenn keine Träger fliessen, entsteht auch kein Feld.
>Etwas erweiterte Antwort:>Die Leistung, die man am einen Ende der Leiters hineinschiebt, kommt>genauso hinten wieder raus.
...wenn man die Summe der auftretenden Energieformen nimmt.
Nach dem was ich gelernt habe,
kann das El. nicht stimmen.
Es geht doch schon ein Teil der Stossenergie in das Gitter und ist somit
Wärme.
Die El. mag. Strahlung bracht auch ein bisschen Leistung.
Schonmal gesehen wie Leiter zucken können ?
Das ist dann Mechanische...
>Schonmal gesehen wie Leiter zucken können ?>Das ist dann Mechanische...
Teilweise hört man es auch.
Spulen von Grafikkarten fiepen manchmal z.B.
MfG jD
> Wäre es da nicht besser zu definieren, dass ideal leitend heißt,> dass der Widerstand eines 1000 Meter langen Kabel ... 1 Ohm ist?
Nein, es ist besser, vom wirklichen Ideal auszugehen, und nur dort
Ersatzwiderstände oder -kapazitäten oder -induktivitäten im
Schaltplan und in die berechnungen einzusetzen, wo sie wirklich relevant
sind.
Sorry, meine Tastatur klemmt.
Ideal bedeutet, dass der Widerstand bei jeder Rechnung gleich null
gesetzt wird.
1 Ohm wäre in vielen Fällen dabei schon störend.
Oskar
Ein Supraleiter ist im Uebrigen kein idealer Leiter. Denn, die
Supraleitung ist abhaengig vom Magnetfeld, und die Frequenz sollte am
liebsten Null sein. Nur weil es Mikrowellenresonatoren gibt, die
supraleitend sind kann man nicht davon ausgehen, dass eine spezielle
Spule von Null kommend auch bei 50Hz noch Supraleitend ist.
Und bei den Berechnungen zu den Schaltplänen setze ich dann welche Werte
an? Muß ich da erst das Layout machen und dann nachmessen? Oder setze
ich einfach großzügig 12 mm Länge an? Statt 1mm² nehme ich dann 0,2 x
0,035 mm²?
Also rund 0,143 Milliohm? Und dann erst sage ich: das ist doch praktisch
nichts.
Da sag ich das lieber von Anfang an.
Die Frequenz ist für Supraleiter nicht so sehr das Problem, solange man
nicht in den Mikrowellenbereich geht. Bei 50 Hz ist man wirklich noch
fast bei Gleichstrom. Da muß man schon sehr genau hinschauen.
Duch ein moderates Magnetfeld erhöht sich der Widerstand auch nur um ein
paar % (also gar nicht). Erst wenn das Magnetfeld zu groß wird, bricht
die Supraleitung zusammen.
Ein Supraleiter ist eher mehr als ein idealer Leiter, es wird zusätzlich
das Magnetfeld im inneren wirklich 0, und nicht nur zeitlich konstant.
Nur die oben gestellten (sonst eher nicht üblich) Zusatzfordereungen
nach verschwindener Induktivität und kapazität geht natürlich nicht.
Das sind eher Anforderungen an eine Ideale Leitung, im Sinne von Kabel.