idealer Leiter

Gast #1411418
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Man liest häufig von "idealen Leitern".
Heißt das einfach, dass der Widerstand mit 0 Ohm angenommen wird?
Eine solche Angabe ist doch relativ schlecht, wenn man die Beziehung U ~ 
I bestimmn will. Wäre es da nicht besser zu definieren, dass ideal 
leitend heißt, dass der Widerstand eines 1000 Meter langen Kabel mit 1 
mm^2 Radius 1 Ohm ist?
Gast #1411426
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Das was Du als Ideal siehst nennt sich spez. Widerstand (gegenteil zum 
spez. Leitwert).

Ein Idealer Leiter hat meines wissens folgende Eigenschaften:

- keinen Widerstand
- keine Refelxionen
- keine Kapazität
- keine Induktivität

Physikalisch würde das bedeuten, es dürfen in dem Leiter keine Ladungen 
bewegt werden... ;)
Gast #1411552
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>>Physikalisch würde das bedeuten, es dürfen in dem Leiter keine Ladungen
>>bewegt werden... ;)
>
>Quatsch.

Vergiss den zwinker nicht.

Aber jede bewegte Ladung interferiert doch mit der Umgebung.
Dabei entsteht doch immer ein el. mag. Feld !?

Wenn keine Träger fliessen, entsteht auch kein Feld.
Gast #1411558
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>Etwas erweiterte Antwort:
>Die Leistung, die man am einen Ende der Leiters hineinschiebt, kommt
>genauso hinten wieder raus.

...wenn man die Summe der auftretenden Energieformen nimmt.
Nach dem was ich gelernt habe,
kann das El. nicht stimmen.

Es geht doch schon ein Teil der Stossenergie in das Gitter und ist somit 
Wärme.
Die El. mag. Strahlung bracht auch ein bisschen Leistung.

Schonmal gesehen wie Leiter zucken können ?
Das ist dann Mechanische...
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #1411571
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> Wäre es da nicht besser zu definieren, dass ideal leitend heißt,
> dass der Widerstand eines 1000 Meter langen Kabel ... 1 Ohm ist?
Nein, es ist besser, vom wirklichen Ideal auszugehen, und nur dort 
Ersatzwiderstände oder -kapazitäten oder -induktivitäten im 
Schaltplan und in die berechnungen einzusetzen, wo sie wirklich relevant 
sind.
Gast #1411750
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Ein Supraleiter ist im Uebrigen kein idealer Leiter. Denn, die 
Supraleitung ist abhaengig vom Magnetfeld, und die Frequenz sollte am 
liebsten Null sein. Nur weil es Mikrowellenresonatoren gibt, die 
supraleitend sind kann man nicht davon ausgehen, dass eine spezielle 
Spule von Null kommend auch bei 50Hz noch Supraleitend ist.
Gast #1412438
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Und bei den Berechnungen zu den Schaltplänen setze ich dann welche Werte 
an? Muß ich da erst das Layout machen und dann nachmessen? Oder setze 
ich einfach großzügig 12 mm Länge an? Statt 1mm² nehme ich dann 0,2 x 
0,035 mm²?
Also rund 0,143 Milliohm? Und dann erst sage ich: das ist doch praktisch 
nichts.
Da sag ich das lieber von Anfang an.
Gast #1412973
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Die Frequenz ist für Supraleiter nicht so sehr das Problem, solange man 
nicht in den Mikrowellenbereich geht. Bei 50 Hz ist man wirklich noch 
fast bei Gleichstrom. Da muß man schon sehr genau hinschauen.

Duch ein moderates Magnetfeld erhöht sich der Widerstand auch nur um ein 
paar % (also gar nicht). Erst wenn das Magnetfeld zu groß wird, bricht 
die Supraleitung zusammen.

Ein Supraleiter ist eher mehr als ein idealer Leiter, es wird zusätzlich 
das Magnetfeld im inneren wirklich 0, und nicht nur zeitlich konstant. 
Nur die oben gestellten (sonst eher nicht üblich) Zusatzfordereungen 
nach verschwindener Induktivität und kapazität geht natürlich nicht.
Das sind eher Anforderungen an eine Ideale Leitung, im Sinne von Kabel.

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