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Forum: Platinen Platine Bohren: SK10, Große Löcher, Nachbohren und Schutzmaßnahmen


Autor: Stephan M. (stephanm)
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Hi,

der erste Versuch seit einiger Zeit, eine Platine selbst herzustellen 
ist soweit eigentlich ganz zufriedenstellend verlaufen :-) Zumindest bin 
ich schon bis zum Thema "ernsthaft bohren" gekommen. Allerdings hab ich 
doch noch ein paar Probleme.

1.) Die Platine hab ich gestern abend geätzt und mit Lötlack SK10 
eingesprüht. Geklebt hat sie heute nicht mehr, also dacht ich, ich bohr 
mal munter drauf los. An einigen Stellen scheint nun eine sehr feste, 
kaum abkratzbare Masse aus SK10 und Bohrstaub zu sitzen. Ist das normal 
(ich denke doch nicht!) oder war der Lötlack doch noch nicht trocken 
genug? Wie lange lasst ihr den Lötlack trocknen?

(Ich muß zugeben, dass mein Lötlack sehr sehr alt ist - sicherlich 6-8 
oder vielleicht auch noch mehr Jahre. Kann man so altes SK10 eigentlich 
noch verwenden?)

2.) Ich hab einfach mal pauschal alle Löcher mit einem 0.6mm Bohrer 
gebohrt und dann die Löcher, wo's nötig war, mit einem 0.8er bzw. 1.0er 
Bohrer aufgeweitet. Es sind zwar fast alle Restringe drangeblieben 
(außer an den Stellen an denen ich vorher eh schon daneben gebohrt 
habe), die Frage lautet aber: Ist des so ok oder sollte man besser von 
vorne herein mit der endgültigen Bohrergröße arbeiten? (Es geht hier um 
Bohrlöcher im Bereich, sagen wir mal, 0.6-1.0mm). Hier würden mich mal 
Eure Erfahrungen interessieren.

3.) Die Idee, für die 3.0mm-Befestigungslöcher für die abgewinkelte 
25pol. SUB-D-Buchse einen Holzbohrer zu verwenden hat sich als Schuss in 
den Ofen (anders ausgedrückt: als Holzweg) erwiesen. Ergo muss ein 
anderer Bohrer her! "Vollhartmetall" gibts beim Händler meines 
Vertrauens nur bis 2mm. Also was nehmen? HSS? Und vor allem: Wie sieht's 
mit dem Vorbohren bei so großen Löchern aus?

4.) Im Forum hatte mal jemand die Idee geäußert, die Löcher mit einem 
Körner vorzubehandeln, damit der Bohrer noch besser zentriert. Körner 
kenne ich eher als ziemlich große Prügel, der Baumarkt meines Vertrauens 
ebenso. Gibts sowas auch in kleiner (und wenn ja wo?) und vielleicht 
sogar als Automatikkörner? Und bringts tatsächlich was?

5.) Tragt Ihr Mundschutz und Schutzbrille zum Bohren?

So, soviel zu meinen Fragen. Für Erfahrungsberichte und Tips wäre ich 
Euch sehr dankbar.

Im übrigen hat die ganze Platinenherstellerei bei einseitigen Layouts 
bei mir - zumindest bis zu den hier angesprochenen Bohr-Themen - bisher 
ausgezeichnet geklappt. Auch wegen der vielen guten Tips und Ratschläge 
aus diesem Forum. Also schonmal herzlichen Dank an alle!

Liebe Grüße,

Stephan

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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Es gibt eine Eagle ulp "drill-aid" die man vor dem ätzen auf die platine 
anwenden kann um diese leichter bohren zu können.

Autor: Uwe ... (uwegw)
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Größere Löcher bohre ich mit normalem HSS. Die halten dann zwar nicht 
sehr lange, aber sie kosten ja auch nicht viel.

SK10 hab ich mal ausprobiert, verwende es aber mittlerweile nicht mehr. 
Ist halt immer ne ziemliche Sauerei und braucht ewig zum trocken. Wenn, 
dann auf jeden Fall erst nach dem Bohren nehmen.
Meine selbstgeätzten Platinen werden chemisch verzinnt.

Autor: Stephan M. (stephanm)
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@Simon K.
Das Drill-Aid ULP verwende ich bereits. Ich glaub ohne hätt ich kein 
einziges Loch sauber gebort bekommen ;-)

@Uwe
Wenn ich den Lötlack nach dem Bohren (und vor dem Bestücken) auftrage, 
dann macht der mir doch wohl die Löcher dicht, oder?

Schon mal Danke für die Antworten :-)

Liebe Grüße, Stephan.

Autor: ..... (Gast)
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> Wenn ich den Lötlack nach dem Bohren (und vor dem Bestücken) auftrage,...

Das macht man ja auch nicht. Nach dem Bohren die Leiterplatte mit einem 
Flußmittel behandeln, verdünntes Kolophonium z.B.. Dann Bestücken und 
löten und dann kannst du als Schutzlack (der auch noch Lötfähig ist) 
dein SK10 auftragen.

Autor: lol^^ (Gast)
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Das Bohren ist bei mir auch so eine Sache, aber auch ohne drillaid 
(warum sagt mir das eigentlich keiner dass es sowas gibt? ;-) ) hats 
geklappt.

Zur Schutzbrille: Ja auf jeden Fall! Kostet nix die aufzusetzen und 
schiefgehen kann doch immer wieder mal was. Auch der Staub aus Epoxid, 
Glasfasern und Kupfer ist NICHT Augenfreundlich. Stauben tuts bei mir 
ned, deshalb nehm ich auch keinen Mundschutz, würde aber ebenfalls nicht 
schaden!

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