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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik EL84 Gegentakt Amp überhöht stark die Höhen


Autor: Andreas K. (Gast)
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Hallo,

Ich habe einen EL84 Gegentaktverstärker. Beim durchwoppeln ist dabei 
auffallend, dass ab 5khz die Verstärkung stark beginnt zu steigen. Bei 
16khz erreicht sie ungefähr ihren Peak um dann wieder abzufallen. Der 
unterschied im Vergleich zu 1kHz berägt +15db!!!!. Dabei muss aber 
gesagt werden das der Verstärker dabei ohne jegliche Gegenkopplung 
betrieben wurde. Bei extrem starker Gegenkopplung R13=6,8k und C7=680pF 
kann der Effekt auf +2db abgemildert werden. Ich hatte die Endstufe auch 
soweit zerlegt, dass ich damit lediglich eine Seite der Endstufe direkt 
ansteuere (also eine EL84 ohne Vorstufe und ohne Phasenumkehr) selbst 
dort tratt dann dieser Effekt noch auf. Allerdings lag die Frequenz 
etwas anders bei der der Peak auftritt. Desweiteren hatte ich auch einen 
anderen Ausgangsübertrager verwendet. Dies hatte auch lediglich zur 
Folge das sich die Lage des Maximums etwas änderte. Das Problem bestand 
aber weiter.

Also zur Frequenzkennlinie:

1 khz: 0db
20Hz:  -7db
5khz:  0db
16khz: 15db
20khz: 3db

Aber ohne jegliche Gegenkopplung!!


Also wenn jemand eine Idee hat woher diese Verhalten kommt, mal bitte 
hierein posten!!


mfg Andreas K.

Autor: Raimund Rabe (corvuscorax)
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Wie sieht die Spannung (beim "Wobbeln" übrigens - und nicht "Woppeln"!) 
über R9/C5 aus?
Ist das eine Schaltung einer bestehenden Endstufe, d.h. es sind 
(ur-)alte Bauteile verbaut, oder hast Du die Endstufe mit 
'jungfreulichen' Bauteilen neu aufgebaut?
Kannst Du genauere Angaben über den verwendeten Ausgangsübertrager 
machen? Vielleicht sogar ein Photo, falls selbstgewickelt.

Autor: Andreas K. (Gast)
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Also es sind nur "jungfreuliche" Bauelemente verwendet worden.

Der AÜ ist von Hammond Typ 1608

http://www.hammondmfg.com/1608.htm

Die Schaltung wurde nicht in Ultralinearschaltung gefahren sondern in 
Pentodenschaltung. Also G2 hängt auf +300V mit Schutzwiderstand.


Vielen Dank für die Unterstützung!!


mfg Andreas

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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> "jungfreuliche" Bauelemente
Sehr erfräulich  ;-)

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Hattest du am Ausgang auch eine passende Last dran?
Das klingt nämlich sehr danach, als wenn die 16kHz die 
Eigenresonanzfrequenz des Übertragers sind.

Autor: holger (Gast)
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>Hattest du am Ausgang auch eine passende Last dran?
>Das klingt nämlich sehr danach, als wenn die 16kHz die
>Eigenresonanzfrequenz des Übertragers sind.

Davon kann man wohl ausgehen. Gerade weil bei 20kHz
die Welt schon fast wieder in Ordnung ist. Das wird
die Parallelresonanz der Primärwicklung sein. Ich hatte
sowas auch schon. Allerdings in anderer Richtung. Von 4 Ohm
Ausgang auf 100V Übertrager. Ohne Minimallast nen schönen
Peak bei 150kHz. R+C in Reihe, parallel an den Ausgang gepappt.
Resonanz gedämpft und der Kunde zufrieden.

Autor: Wolfgang Schmidt (wsm)
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Ist dein Netzteil stabil genug ?

Spannung anschauen !!

Ist die Spannung nach dem Gegentakttreiber noch linear ?

Ausgangsspannung nur mit belastetem Ausgangsüberträger messen !!!



Wo

Autor: Raimund Rabe (corvuscorax)
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Lothar Miller schrieb:
>> "jungfreuliche" Bauelemente
> Sehr erfräulich  ;-)

Auweia, wie konnte mir das nur passieren ...
Da kann ich mich ja nich' mal mehr rausreden, aus versehen 'ne 
benachbarte Taste getroffen zu haben. ;-)
Ich verspreche Besserung.

Autor: Jens G. (jensig)
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Doch - Du kannst Dich rausreden - Du hast es doch in Hochkommas gesetzt 
;-)

Autor: Josef Huber (Gast)
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möglicher Weise ist das ein Gitarrenverstärker. Die haben solchen 
Frequenzgang. Der Sound entsteht in Verbindung mit Lautsprecher und 
Verstärker. Fa. VOX und viele Andere haben in den 60'er Jahren so den 
unverkennbaren Klang erzeugt. Die gezeigte Schaltung hat aber eine 
Gegenkopplung. Oftmals wird diese vom 16 Ohm Lautsprecher abgegriffen. 
Der nächste Beitrag ist dann: "ich habe von meinem Auto die Räder 
abmontiert, jetzt fährt es nicht mehr" wo ist der Fehler. Aber im Ernst, 
das mit den Röhrenverstärkern ist immer so eine Sache. Die Schaltung 
wäre für mich schon o.k.

Autor: Andreas K. (Gast)
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Also erstmal vielen Dank für die Unterstützung.

Das Problem war die Last. Diese war nicht rein ohmisch sondern eine 
Induktive Last und hat dann eben zu den Problemen geführt. Bei rein 
ohmscher Last verhällt sich der Verstärker genauso wie erwartet.


Also nochmal vielen Dank!!


beste Grüße

Andreas K.

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