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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Frage zu Audioverstärker und Boxenimpedanz


Autor: Thomas O. (kosmos)
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Bei einem Bekanntem ist in seiner Praxis eine kleine Stereo-Anlage 
defekt. Nun soll etwas anderes angeschafft werden. Ich empfahl ihm einen 
einzelnen Verstärker und daran soll er dann einen MP-3 Player (iPod 
o.ä.) anschließen, da kein Radio benötigt wird und nur Gema-freie 
Entspannungsmusik gespielt wird, so fallen dann keine GEZ und 
GEMA-Gebühren an, bei einer Kompaktanlage wäre halt das Radio fest 
eingebaut und dann müsste man die Gebühren abdrücken.

Auf meine Frage wie seine Boxen (insgesamt 12 Stück) angeschlossen sind 
meinte er das jeweils 6 Stück am linken Ausgang parallel und weitere 6 
parallel am rechtem Ausgang hängen. Dann hackte ich nach was defekt ist 
ob der Verstärker vielleicht abgeraucht ist oder der Thermoschutz 
angesprochen hat. Er meinte nein, der CD-Player schluckt keine Platten 
mehr. Nun gut ich dachte die Impedanz von 6 Lautsprechern parallel 
(wahrscheinlich 8 Ohm Boxen) liegt unter 1 Ohm deswegen wird der 
Verstärker immer abschalten.

Da es also eine kleine Mini-Stereoanlage packt diese Last zu treiben, 
sollte es doch dieser Verstärker trotz einer Mindestimpedanz von 4 Ohm 
auch tun, da er ja in einer Praxis nicht voll gefordert wird. Notfalls 
könnte man auch mehrere Boxen in einer kombinierten Parallel- und 
Reihenschaltung betreiben?
http://www.monacor.de/typo3/index.php?id=58&L=0&ac...
hoffe das es keine temporäre Adresse ist ansonten: Monacor ST-700

Meint ihr das dieser Verstärker diese Last an parallel angeschlossenen 
Lautsprechern bei geringer Lautstärke packt oder könnte es sein das er 
schon vor dem Einschalten der Ausgänge diese auf einen Kurzschluß hin 
prüft und diese niedrige Last als solchen erkennt?

Bitte keine Diskussionen über Sinn oder Unsinn der Verstärkerleistung, 
da die kosten mit 140,-€ sehr gering sind und PA-Verstärker meist eine 
hohe Lebenserwartung haben.

Autor: Ich (Gast)
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6 Stück parallel ist nicht gut. Jeweils 2 parallel und 3 mal in Reihe - 
dann bist Du auf der sicheren Seite.

Autor: Jens G. (jensig)
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in geringer Lautstärke sollte es noch gehen, zumal auch die Zuleitungen 
paar Ohm haben können (je nach Länge). Es fragt sich nur, was man mit 
"gering" meint. Bei irgendwas in die 60% Aussteuerung haben Verstärker 
ihre max. Verlustleistung. Wenn Du weit davon entfernt bleibst, kann es 
gut gehen. Da reagiert aber sicherlich jeder Verstärker anders.
Ach ja - ist das wirklich eine "kleine" PA? Mit paar 100W? Da ist ja 
eine "geringe" Lautstärke rel. lässig machbar ;-)

Autor: Armin (Gast)
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von "Lautsprecher in Reihe schalten" habe ich noch nie etwas gehört. Ich 
würde das mit der Endstufe einfach mal ausprobieren.

Alternativ gibt es auch Digitalendstufen, die keine Probleme mit 
niedrigen Impendanzen haben. Wird aber sicher nicht so günstig - musst 
mal suchen, ob es die auch in klein gibt ^^

Autor: Jens G. (jensig)
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>von "Lautsprecher in Reihe schalten" habe ich noch nie etwas gehört. Ich

Warum nicht? Wenn die gleiche Charakteristiken haben, gibt's keine 
Probleme.

Autor: Thomas O. (kosmos)
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ich bestell das Ding mal und probiere es aus. Vielleicht habe ich Glück 
und es sind hochohmigere Boxen > 8 Ohm verbaut.

Die benötigte Gesamtleistung wird um die 80 Watt sein. Aber wenn man das 
für den Preis bekommt sagt man nicht nein.

Autor: Kai Klaas (Gast)
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Hallo Thomas,

>Da es also eine kleine Mini-Stereoanlage packt diese Last zu treiben,
>sollte es doch dieser Verstärker trotz einer Mindestimpedanz von 4 Ohm
>auch tun, da er ja in einer Praxis nicht voll gefordert wird.

Darauf würde ich mich nicht verlassen! Es gibt Verstärker mit 
SOAR-Schutz, die auf die Lastimpedanz reagieren, um im Falle eines 
Kurzschlusses den Verstärker zuverlässig zu schützen. Wenn du dann eine 
1 Ohm Last dranhängst, kann es gut sein, daß die Boxen komplett 
"abgeschaltet" werden.

Ich hatte mal das gleiche Problem bei einer Beschallungsanlage für ein 
Cafe. Da sollte der Verstärker mehrere 4 Ohm Boxen treiben, die aber 
jeweils deutlich unter 4 Ohm hatten. Der Verstärker und auch ein 
Ersatztyp haben dann ganz ganz schnell schlapp gemacht. Heiß wurde da 
nichts, die haben einfach runtergeregelt mit wildem Gekreische. Ich habe 
dann auf die Schnelle mehrere parallele Verstärker gebaut auf der Basis 
von TDA2030A mit BD907+BD908 Stromentlastungstransistoren. Hat super 
funktioniert und ich konnte vor allem jeden Lautsprecher individuell 
einpegeln!

Kai Klaas

Autor: Michael_ (Gast)
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Von was wird hier eigentlich geredet?
MP-3 Player, Microanlage, Praxis...?
Der Link auf den Verstärker deudet auf 2x 275W Sinus. Das ist nicht 
PMPO!
Handelsübliche Boxen, die an die Mini-Anlage angeschlossen waren, werden 
die auch die Leistung vertragen? Evtl. glühen sie in der Mitte nur kurz 
auf.
Wie wäre es mit 100V-Technik? Da gibt es keine Anpassungsprobleme.
http://www.reichelt.de/?;ACTION=2;LA=2;GROUP=I98;G...

Autor: Ulrich (Gast)
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Es gibt einige Verstärker die Wahlweise 4 oder 2 Boxen treiben können. 
Für nur 2 Boxen werden die Kanäle als Brücke Betrieben, bei 4 Boxen halt 
einzelen. Dabei dürfen die 4 Boxen dann auch niederohmiger sein als bei 
2en. Sonst könnte man auch einfach 2 Verstärker parallel betreiben, oder 
mal bei denen fürs Heimkino suchen. Da hat man auch schon mehr Kanäle.

Autor: Thomas O. (kosmos)
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ich bin mir nicht 100% sicher, glaube aber das jedes Zimmer nochmal ein 
Poti für die Lautstärke hat, dadurch könnte der Widerstand der Box noch 
etwas steigen.

Ja genau das mit dem Abschalten oder nicht Einschalten, beim erkennen 
einer niedrigen Last befürchtete ich auch. Das deine Lautsprecher 
weniger als angegeben haben, ist wahrscheinlich ein Messfehler 
deinerseits da hier die Wechselstromimpedanz bei einer bestimmten 
Frequenz gemessen wird, mit einem Multimeter misst man allerdings den 
Gleichstromwiderstand.

Da aber alle Kabel zentral zusammenlaufen, habe ich immer noch die 
Möglichkeit immer 3 Boxen in Reiche zuschalten wodurch sich die Impedanz 
verdreifacht und dann durch das parallel schalten von 2 solcher 3er 
Reihen wieder halbiert.

Angenommen Boxenimpedanz 4 Ohm, dann hätte ich 4+4+4=12/2=6, davon 2 
parallel wären 3 Ohm / Kanal was noch gehen könnte, aber 
höchstwarscheinlich werden es eher 8 Ohm Boxen sein, also 
8+8+8=24/2=12/2= 6 Ohm was dann voll ok wäre.

Ja ich weiß was 275 WRMS sind deswegen wollte ich auch keine Diskussion 
darüber anfangen, ob mans braucht oder nicht, die maximale Lautstärke 
wird am Verstärker eingestellt und verändert über den Zuspielen also MP3 
Player oder Diskman.

Autor: Thomas O. (kosmos)
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der kleinere Verstärker hat halt nur 64 db Rauschabstand was mir dann 
doch etwas zu niedrig war, soll sich ja nicht wie ne verrauschte 
Kassettenaufnahme anhöhren oder ein Grundrauschen leifert wenn gerade 
Titelsprung ist.

Autor: Michael_ (Gast)
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Erst mal messe die Boxen. Ganz grob entspricht der Gleichstromwiderstand 
der Impedanz.
Bei
>Angenommen Boxenimpedanz 4 Ohm, dann hätte ich 4+4+4=12/2=6, davon 2
>parallel wären 3 Ohm
müssen die Boxen insgesamt etwa 350W vertragen!!!
Wenn es nur für leise Musik von Menschen oder Tieren geht, schalte alle 
in Reihe. Der Krach reicht bei dem Verstärker sicher noch aus.
Wenn nicht 100V, dann Selbstbau. Für jeden LP einen kleinen 
Verstärker(evtl. fertigen Bausatz) und undividuell regeln.

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