Rumkugel schrieb:
> Mich interessieren mal generell die Unterschiede von 8-bit und 32-bit
> Mikricontrollern (abgesehen von der Wortbreite)
>
> Dazu habe ich ein paar Fragen:
>
> -bei normalen 8-bit AVR kenne ich nur Frequenzen von bis zu 20MHz,
> während bei 32-bit Controllern teilweise weit höhere Frequenzen zulässig
> sind. Warum?
Neuer, moderner, nicht so stromsparend.
Prinzipiell würde man auch 8-Bit-MC mit 2 GHz bauen können, das
macht aber kaum Sinn.
Hohe Frequenzen braucht man für hohen Durchsatz/Rechenleistung,
dann nimmt niemand 8 Bit.
Wenn man die Rechenleistung nicht braucht, bescheidet man sich
eher mit einfachem Layout, niedrigem Verbrauch und niedrigen
Herstellungskosten und landet schnell bei 8 Bit.
>
> -lassen sich 32-bit Controller (z.B. mit ARM Architektur) ähnlich
> einfach programmieren oder was muss alles zusätzlich beachtet werden?
> (Bootloader, Betriebssysteme??)
Da gibt es solche und solche. Teilweise kann man ähnlich "primitiv"
vorgehen wir z.B. bei AVR, teilweise kann man aber auch auf echte
Betriebssysteme aufsetzen.
Was davon dann einfacher ist, hängt von den Anforderungen ab und
vom eigenen Geschmack.
>
> -wie steht es um die äußere Beschaltung?
Beinchen zählen und schaudern. Unter Umständen das Layout auf die
höheren Taktraten auslegen.
>
> -wieviel zusätzliche Performance darf man durch die größere Wortbreite
> erwarten (vorausgesetzt man nutzt 32-bit Worte in seinen Berechnungen)?
Bezogen auf den gleichen Takt zwar nicht zwangsläufig Faktor vier,
aber i.d.R. ein Mehrfaches. Das dann ggf. mit dem höheren Takt skaliert.
>
> -was gibt es sonst noch für wichtige Unterschiede?
- Durch die vielen Anschlüsse und ggf. durch die höheren Frequenzen
ist alles deutliche teurer und aufwendiger, z.B. die Platinen.
- Stückpreis
- Stromverbrauch
- z.T. Bauform (32 Bit meist nur SMD)
>
>
> Gruß und Dank im Voraus für alle Antworten