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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Spannung am Kühlkörper der LM317?


Autor: Axel Krüger (axel)
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Hi!

Ist das bei allen Spannungswandlern so, das hinten am Blech die 
Ausgangsspannung anliegt? Ich habe mir gerade ein schönes Kühlblech über 
4 LM317 gebastelt und kann jetzt foh sein das mir meine LCD nicht 
abgeraucht sind, die dann mitmal 8 Volt anliegen hatten ...

gruss Axel

Autor: Sven P. (haku) Benutzerseite
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Ne, das is bei den Reglern (und Transistoren z.B. auch) der Fall, bei 
denen es im Datenblatt steht.

Autor: Bernd O. (bitshifter)
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Axel Krüger schrieb:
> Hi!
>
> Ist das bei allen Spannungswandlern so, das hinten am Blech die
> Ausgangsspannung anliegt? Ich habe mir gerade ein schönes Kühlblech über
> 4 LM317 gebastelt und kann jetzt foh sein das mir meine LCD nicht
> abgeraucht sind, die dann mitmal 8 Volt anliegen hatten ...
Hinten am Blech liegt meist (immer?) die Spannung des mittleren Pins an. 
Du kannst ja mal einen defekten Regler "knacken", dann siehst Du warum 
das so ist.

Gruß,
Bernd

Autor: yalu (Gast)
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> Hinten am Blech liegt meist (immer?) die Spannung des mittleren Pins
> an.

So ist es. Ich kenne zumindest kein Bauteil im TO-220-Gehäuse (egal, ob
Spannungsregler, Bipolartransistor oder Mosfet), wo dies nicht der Fall
wäre.

> Ist das bei allen Spannungswandlern so, das hinten am Blech die
> Ausgangsspannung anliegt?

Bei den 78xx-Festspannungsreglern ist der mittlere Anschluss GND,
entsprechen liegt auch der Kühlkörperanschluss auf GND.

Für den, den das stört, gibt es Isolierscheiben.

Autor: Alex Bürgel (Firma: Ucore Fotografie www.ucore.de) (alex22) Benutzerseite
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@yalu

>> Hinten am Blech liegt meist (immer?) die Spannung des mittleren Pins
>> an.

>So ist es. Ich kenne zumindest kein Bauteil im TO-220-Gehäuse (...),
>wo dies nicht der Fall wäre.

Wenn du mal ein Teil sehen möchtest, bei dem das nicht der Fall ist:
IXTC26N50P

Datenblatt: http://ixdev.ixys.com/DataSheet/99227.pdf

Wobei es sich streng genommen nicht um ein TO-220-Gehäuse, sondern um 
ein "ISOPLUS-220"-Gehäuse handelt. Sind aber äußerlich identisch.


Ansonsten ist es natürlich richtig, dass
1. Im Datenblatt (hoffentlich) immer angegeben ist, auf welchem 
Potential das Tab liegt
2. In eigentlich allen Fällen das Tab nicht potentialfrei ist.

Schöne Grüße,
Alex

Autor: Axel Krüger (axel)
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Danke für die Antworten! - jetzt bin ich schlauer)

Dann muss ich wohl nächste woche paar einzelne fertige Kühlkörper 
kaufen. Zum Glück ist jedenfalls nix kaputt gegangen.

Autor: Alex Bürgel (Firma: Ucore Fotografie www.ucore.de) (alex22) Benutzerseite
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>Dann muss ich wohl nächste woche paar einzelne fertige Kühlkörper
>kaufen.

Oder eben, wie yalu schon anmerkte, Isolierscheiben jeweils zwischen IC 
und Kühlkörper klemmen. Ist auch kein Problem.

Autor: Axel Krüger (axel)
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Perfekt! Dann mache ich das mit der Isoscheibe. Ich wusste garnciht dass 
er sowas dafür gibt.

Sind die Kunststoff/Polyamid Schrauben von Conrad für die Befestigung 
geeignet? Ein Datenblatt über max. Temp. gibs leider nicht auf der 
Conrad Seite

Autor: Michael_ (Gast)
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Warum muß man denn alles kaufen? Schlachte ein altes PC-Netzteil, dort 
sind graue Folien und isolierte Schrauben unter den 
FET/Schottky-Dioden/Spannungsregler.

Autor: yalu (Gast)
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@Alex Bürgel:
Vielen Dank für die Info mit dem Isoplus-220-Gehäuse. Das hat ja einen
erstaunlich geringen Wärmewiderstand im Vergleich zum Standard-TO-220,
und das trotz der Isolierung.

@Axel Krüger:
> Sind die Kunststoff/Polyamid Schrauben von Conrad für die Befestigung
> geeignet?

Eher nicht, es gibt aber spezielle Isolierbuchsen für normale M3-Schrau-
ben. Conrad 189146 sollte für TO-220-gehäuse passen. Die sind aus Poly-
sulfon und bis 160°C formbeständig. Zum Vergleich die Glasübergangstem-
peraturen der beiden Materialien (aus Wikipedia):

Polyamid:   60-75°C
Polysulfon: 185°C

Autor: Jens G. (jensig)
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@ yalu
>@Alex Bürgel:
>Vielen Dank für die Info mit dem Isoplus-220-Gehäuse. Das hat ja einen
>erstaunlich geringen Wärmewiderstand im Vergleich zum Standard-TO-220,
>und das trotz der Isolierung.

Ist eigentlich mit den heutigen Materialien kein Problem - 
Berylliumoxid, Siliziumcarbid sind sehr gute Wärmeleiter wie Alu. Oder 
Diamant - ist meines Wissens der beste Wärmeleiter überhaupt.

Autor: faustian (Gast)
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"Berylliumoxid"

Hochgiftiges Zeug, welches man hoffentlich NICHT in solchen 
Standardanwendungen findet?

Autor: Jens G. (jensig)
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Wird bei dem Ding auch nicht drin sein - müsste sonst entsprechendes im 
DB stehen.
Aber was heist hochgiftiges Zeug - das ist wie mit Asbest. Solange man 
das Zeug nicht hervorbuhlt und im gemahlenen Zustand durch die Luft 
wirbelt, ist es nicht schädlicher als anderes Zeug.

Autor: Michael (Gast)
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Hochgiftig ist immer lustig: In so einem Halbleiter ist nicht selten 
auch Bor, Arsen, Phosphor ect.pp. zu finden, das ist auch alles hoch 
giftig. Aber wie Jens schon schrieb, wenn man das Gehäuse nicht 
aufsäbelt, den Die zerstäubt und sich intravinös spritzt, ist das alles 
völlig unbedenklich. Und selbst wenn, bei einem Die ist das auhc noch 
nix besonderes denn wie schon Leonardo sagte: Es gibt kein Gift, nur die 
falsche Dosierung ;)

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