Hallo,
ich bin nicht der große Elektroniker und brauche eure Hilfe für ein
Problem.
Schaut euch bitte den Schaltplan an! Ist ein Teil von einer Schaltung.
Es geht prinzipiell um einen Spannungsteiler für den ADC an einem
ATtiny13. Die Spannungsquelle ist ein Fahrraddynamo und die Lampe ist
eine Fahrradlampe. Ich will mit einem Attiny13 die Spannung vom Dynamo
zum Vergleich mit einer anderen Spannung, die an einem anderen Pin
liegt, messen. Damit will ich die Lampe umschalten usw...
Wichtig ist, ob der Dynamo sich überhaupt dreht oder nicht UND wenn ja,
was für ne Spannung er lifert. Diesen letzten Wert bauche ich, um ihn
mit einem anderen analogen Eingang vom µC vergleichen zu können. Ich
(bzw. der µC) will einen Wert zwischen 0-5V am PB4 haben. 5V heißt
Dynamo dreht sich voller Dampf und 0 heißt Dynamo steht.
Natürlich ist das keine reine DC Spannung, die am PB4 hängt, aber ich
werde das Problem per Software lösen, indem ich einen Scmitt trigger
dran anschließe oder in der Software eine Hysterese programmiere.
Die Z-Diode sollte die Überschreitung der Spannung über 5V vermeiden (ob
das überhaupt Sinn bringt bin ich nicht sicher) das Problem ist, dass
ich den Spannungsteiler für z.B. 15V Amplitude des Dynamos dimensioniere
aber es kann passieren das der Dynamo u.U. mehr Spannung liefert. Das
wollte ich naicerweise mit dieser Z-Diode vermeiden.
jetzt eine Fragen und das Hauptproblem
Ist so eine Schaltung überhaupt sinnvoll für meinen Zweck oder gibt es
einfachere sicherere Varianten?
Das Problem:
so lange die Lampe nicht angeschlossen ist messe ich am PB4 eine
Spannung nahe zu DC naturlich mit etwas Schwingung. So bald die Lampe
angeschlossen wird messe ich einen Offset zu dieser Spannung und die
Amplitude der Schwingung wird viel größer. Auf jeden Fall grüßer als die
von mir definierte maximal sinnvolle Hysterese.
Natürlich bringt das meinen Attiny durcheinander und er schaltet wieder
die Lampe aus, weil er denkt dass der Dynamo sich schneller dreht und so
kommt es zu einem ständigen ein und ausschalten.
Wie kann ich das vermeiden? oder kann ich diesen Effekt nur mit Software
beheben?
Gruß
Hamed
Also der Schaltplan ist komisch, mindestens ein erde-symbol fehlt.
Was soll r1?
und wie soll mit einem spannungsteiler 1:1 aus 15V 5V werden? Bei mir
wären das 7,5.
ja du hast Recht, da unten fehlt ein Erde-Symbol. Ich glaube es ist klar
wo.
R2 muss 20k sein. richtig!
Ich will einen 1k Widerstand parallel zum Kondensator haben und deshalb
ist R1 da. parallel zu 30K bleibt der parallele Widerstand zum Elko
immer noch ungefähr 1k. So kann ich die Schwingung relativ konstant
haben und damit eine möglichst genaue Hysterese programmieren.
Ich habe n Oszi, und nun?
Hamed
Autsch!
D2 Ok.
R1 Raus!
C1 viel kleiner, dann wird die Funktion von R1 durch R2 und R3 erfüllt.
D1 muss Parallel zu R3 sonst Kurzschluss für Spannungen über 5V.
C2???
na gut... und was ist jetzt mit dem Problem mit der Lampe?
Hat jemand eine Idee bitte, wodurch dieses Problem zustande kommt und
wie man es vermeiden kann?
Gruß
Hamed
>Hat jemand eine Idee bitte, wodurch dieses Problem zustande kommt und>wie man es vermeiden kann?
Hast du schon mal die Spannung des Dynamos ohne deine Schaltung aber mit
der Lampe gemessen?
Ich vermute, dass die Spannung des Dynamos durch die Belastung der Lampe
zusammenbricht.
Die Lampe wird ja im Gegensatz zu deiner Schaltung sehr niederohmig
sein.
Das würde bedeuten, dass deine Hysterese zu klein ist.
Was soll's denn überhaupt werden? Eine Akku gespeiste Fahrradlampe?
Hamed schrieb:
> na gut... und was ist jetzt mit dem Problem mit der Lampe?> Hat jemand eine Idee bitte, wodurch dieses Problem zustande kommt und> wie man es vermeiden kann?
Dein Ansatz ist falsch.
Die Spannung ist lastabhängig und daher dafür unbrauchbar.
Du mußt die Frequenz messen.
D.h ab einer bestimmten Drehzahl wird die Spannung für gut befunden,
egal wie hoch sie ist.
Peter
Hallo zusammen
also @ STK-Besitzer:
ich will ein Standlicht für das Fahrrad meiner Freundin bauen.
Im Normalfall ist der Dynamo mit der Lampe verbunden. Man kann aber bei
Bedarf das Standlicht einschalten. der µC überwacht die Spannung vom
Dynamo und ab einer bestimmten Helligkeit (Dunkelheit) schaltet zwischen
Batterie und Dynamo um. Diesen bestimmten Punkt kann man anhand eines
Potis dem µC beibringen, so dass er weiß was für einen minimalen
Hellligkeitssgrad sich der Fahrer wünscht und ab dann schaltet er auf
Batteriebetrieb um. Wenn der Dynamo wieder die gewünschte "Helligkeit"
liefert, dann wird es wieder auf Dynamobetrieb umgeschaltet.
@Peter:
ich habe schon überlegt und muss sagen, dass du vollkommen Recht hast!
So ist die ganze Geschite viel besser beherrschbar.
Das Problem ist nur, es ist nicht egal wie hoch die Spannung ist, genau
aus dem o.g. Grund. Ich will das Gerät unabhängig von den Eigenschaften
einer speziellen Dynamo-Kennlinie bauen, so dass ich es auch auf meinem
Fahrrad, das einen anderen Dynamo hat, nutzen kann, ohne den µC neu zu
programmieren.
Hamed
Ich hab nicht verstanden, wieso Du überhaupt wissen musst, wie schnell
der Dynamo läuft.
Wenn es dunkel ist soll das Licht angehen.
Wenn der Dynamo läuft soll der Akku geladen/unterstützt werden.
Diese beiden Prozesse sind doch völlig unabhängig.
vielleicht ist dieser Begriff "Standlicht" etwas verwirrend gewesen.
Ich versuche es nochmals erklären.
Im Normalfall hast du einen Dynamo und wenn du fährst, abhängig von
deiner Geschwindigkeit, liefert er Spannung und dein Licht geht an.
Einerseits ist die Helligkeit deiner Lampe abhängig von deiner
Geschwindigkeit und andererseits hast du gar kein Licht, wenn du mal
bremst und stehst.
Jetzt will ich diese Geschichte mit einem kleinen Akkupack (6V)
unterstützen, indem ich einstellen kann, wann mein Lich vom Dynamo
getrennt wird und direkt mit der Batterie angeschlossen wird (das wird
ein Relais oder ein Mosfet für mich machen)
Dieses "Einstellen" heißt: mit einem Poti sage ich dem µC, wann er
umschalten darf. Zum Beispiel will ich, dass er nur auf Batteriebetrieb
umschaltet, wenn der Dynamo steht. Bzw. schaue ich beim fahren, ob ich
mit der Helligkeit der Lampe bei einer bestimmten Geschwindigkeit
zufrieden bin und wenn nicht, drehe ich den Poti runter und der µC
schaltet bei Geschwindigkeiten kleiner gleich diese auf Batterie um.
Ich glaube jetzt ist es klar was der µC machen soll oder?
Hamed schrieb:
> Jetzt will ich diese Geschichte mit einem kleinen Akkupack (6V)> unterstützen, indem ich einstellen kann, wann mein Lich vom Dynamo> getrennt wird und direkt mit der Batterie angeschlossen wird (das wird> ein Relais oder ein Mosfet für mich machen)> Dieses "Einstellen" heißt: mit einem Poti sage ich dem µC, wann er> umschalten darf.
Und wo ist jetzt das Problem?
Du mißt mit dem Timer die Periodendauer der Dynamospannung und mit dem
ADC die Potistellung. Und dann vergleichst Du beides (mit Hysterese).
In einem MC sind alles nur Zahlen.
Daher ist es dem MC völlig wurscht, ob eine Zahl nun Spannung,
Temperatur, Frequenz, Helligkeit oder was auch immer ist.
Peter
@ Peter
die Erklärungen waren für Hans. Er wollte wissen, was der µC überhaupt
machen soll.
Was du sagst habe ich verstanden und finde es korrekt. jetzt bin ich
schon dabei, das ganze mit der Frequenz zu programmieren.
Wenn ich das Programm fertig habe, werde ich sie zum Diskutieren hier
anhängen.
Vielen Dank für eure Tipps besonders du Peter ;)
bis dann
Hamed
kann mir jemand einen Tipp geben wie ich die Periodendauer eines Signals
(Rechteck und TTL) in BASCOM-AVR messen (programmieren) kann!?
mit INT0 und Timer0 Interrupts? wie ungefähr?
danke
Hamed
InputCapture-Unit.
Die hängt an einem der Timer und liefert dir einen Zeitstempel bei einer
Flanke (Die Richtung ist einstellbar).
Guck mal ins Datenblatt deines Controllers. Vielleicht hat der auch
diese Funktion.
Da ist ja blöd, wenn man noch den akku zuhause laden muss.
Ausserdem benutzst Du den Dynamo garnicht wenn er zuwenig Spannung
liefert.
Da wäre ein schaltreglerakkulader sinnvoller, vom akku könntest Du
direkt aufs licht schalten, da braucht man keinen µC.
> Da wäre ein schaltreglerakkulader sinnvoller
das habe ich auch vor, aber nachdem ich erstmal die Grundfunktionen
schon programmiert habe. Allerdings will ich das geschickter maachen als
nur ein Akkulader und direktes "Akkulicht"!
Der Akku wird geladen wenn der Dynamo zusätzliche Energie liefert.
Ich will aber erstmal die normalen Funktionen programmieren.
Ich hatte zuerst versucht das ganze Projekt analog und ohne µC zu bauen.
Da muss ich aber zugeben, ab einem bestimmten Komplexitätsgrad der
Schaltung ist die Analogelektronik nicht mehr meine Sache und ich kann
es noch nicht...
Obwohl an dieser Stelle möchte ich auch dazu sagen, dass aus meiner
Sicht ist die Analogelektronik viel schöner und anspruchsvoller als µCs
programmieren. (das ist nur eine Meinung)
Ich freue mich sehr wenn jemand noch Ideen hat, wie man diese Idee
erweitern kann.
Gruß
Hamed
>Ich hatte zuerst versucht das ganze Projekt analog und ohne µC zu bauen.>Da muss ich aber zugeben, ab einem bestimmten Komplexitätsgrad der>Schaltung ist die Analogelektronik nicht mehr meine Sache und ich kann>es noch nicht...
Die Umschaltung zwischen Dynamo und Akku habe ich in den frühen 90ern
aus einem Buch nachgebaut. Das war aber als Standlicht gedacht.
Alles analog natürlich.
Hamed schrieb:
>> Da wäre ein schaltreglerakkulader sinnvoller>> das habe ich auch vor, aber nachdem ich erstmal die Grundfunktionen> schon programmiert habe. Allerdings will ich das geschickter maachen als> nur ein Akkulader und direktes "Akkulicht"!
Was gibt es denn geschickteres? Die Variante bietet sogar
überspannungsschutz für die Lampe.
>> Ich freue mich sehr wenn jemand noch Ideen hat, wie man diese Idee> erweitern kann.
Boost-Knopf, der den Dynamo als Motor betreibt, zum überholen ;)