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Forum: Offtopic Welche Kartenart ist heute "in"?


Autor: Dimitri Roschkowski (Firma: port29 GmbH) (port29) Benutzerseite
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Hallo,

ich interessiere mich gerade für Mitglieds- und Zugangskarten. Für ein 
aktuelles Projekt benötige ich Mitgliedskarten. Sicherheitsmäßig muss 
die Karte (heute) keine sehr hohen Anforderungen erfüllen. Man muss nur 
anhand der Karte schnell das Mitgliedskonto feststellen können. In ca. 
2-3 Jahren soll eine Bezahlfunktion dazukommen.

Welche Karte nimmt man da? Ich hatte bisher folgende Ideen:

 - DataMatrix auf eine Plastik-Karte drucken
 - Karte mit Magnetstreifen
 - Smart Card
 - RFID Karten
 - Biometrie

Es funktionieren eigentlich alle Methoden. Doch auf welche Technik setzt 
man jetzt?

Autor: Stefan Helmert (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)
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Ganz klar RFID, weil man die Dinger in der Brieftasche lassen kann 
während der Benutzung.

Autor: Frank Esselbach (Firma: Q3) (qualidat)
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Am preiswertesten ist eine Karte mit 1D-Barcode (Code 39 oder 
2/5/Interleaved). Die Leser für 2D-Codes sind deutlich teurer.

Frank

Autor: Karl Otto (knorke)
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myfare RFID

Autor: Dimitri Roschkowski (Firma: port29 GmbH) (port29) Benutzerseite
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RFID hat ansich zwei Seiten. Auf der einen Seite ist es der Comfort, auf 
der anderen Seite ist es eben der fade Geschmack von Unsicherheit, den 
ich als CCC Mitglied nicht einfach so ignorieren kann. Ich weiß momentan 
nicht einmal, wie weit Mifare mit der implementation der AES Karten ist.

Ich kann dir persönlich nur eine Sache aus eigener Erfahrung sagen. Der 
Comfort von RFID Karten ist (zumindest bei mir) mittlerweile weg. Ich 
habe in meiner Brieftasche 5 RFID Karten, 4 Mifare Classic und zwei 
unbekannte.

Wenn ich meine Brieftasche an einen Mifare RFID Reader halte, wird mir 
der Zugang stets verweigert. Wieso? Weil in der Regel sich die falsche 
Karte zuerst meldet und den Zugang so sperrt.



Karl Otto schrieb:
> myfare RFID

What's that? ;) Ich kenne nur Mifare (ich bin schon froh, dass man nicht 
MyFair o.ä. schreibt)

Autor: Karl Otto (knorke)
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Und ich wusster nicht, dass man Komfort "Comfort" schreibt, bin froh, 
dass man nicht Kommfort schreibt.

Autor: Dimitri Roschkowski (Firma: port29 GmbH) (port29) Benutzerseite
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Karl Otto schrieb:
> Und ich wusster nicht, dass man Komfort "Comfort" schreibt, bin froh,
> dass man nicht Kommfort schreibt.

Dann hast du jetzt ein neues Wort, das du in dein kleines Denglisch 
Wörterbuch schreiben darfst. Ist das nicht toll! Anglizismus lässt 
grüßen. So, ich hoffe, dass es nun die letzte Spitze in diesem Thread 
hier war, denn deinen Beitrag fand ich nicht nur Offtopic sondern auch 
Niveaulos.

Den Begriff Mifare hat jeder von uns mal gehört, sei es in den Medien 
oder unter Kollegen, doch wie es geschrieben wird, wissen nur die 
wenigsten. Deshalb liest man doch recht oft wirklich komische 
Buchstabenstellungen.

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Dimitri Roschkowski schrieb:
> Wenn ich meine Brieftasche an einen Mifare RFID Reader halte, wird mir
> der Zugang stets verweigert. Wieso? Weil in der Regel sich die falsche
> Karte zuerst meldet und den Zugang so sperrt.

Das dürfte dann aber ein Bug in der Software des Readers sein.

RFID soll doch z.B. von einem Einkaufskorb mit 100 Artikeln alle 100 
Chips erfassen können, ohne die Waren aus dem Korb zu nehmen.
Was wäre sonst der Vorteil gegenüber Barcode?


Peter

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Peter Dannegger schrieb:

> Das dürfte dann aber ein Bug in der Software des Readers sein.

Nur, wenn es nicht so dokumentiert ist. ;-)

Bei einem Zugangskontrollsystem kann es schon gewollt sein, dass
die erste nicht zugehörige Karte das System sperrt.  Ansonsten
könnte ja ein Dieb bspw. einen Sack Karten klauen und den dann
als ganzen Sack vor den Leser halten.  Wenn man nach dem dritten
Fehlversuch jedoch eine immer länger werdende Karenzzeit einbaut
(wie bei einer Unix-Passworteingabe), dann muss er mit dem Sack
voller Karten zufällig die richtige gleich am Anfang finden,
ansonsten wird es ein Geduldsspiel (bzw. je nach Implementierung
und Wichtigkeit auch komplett blockiert).

Autor: Dimitri Roschkowski (Firma: port29 GmbH) (port29) Benutzerseite
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So wie ich die Spezifikation von RFID kenne, sollten sich alle 
Transponder der Reihe nach anordnen und das Lesegerät fragt die Tags 
durch.

Bei einem Warenkorb ist das vielleicht auch möglich. Bei einer 
Brieftasche ist die Angelegenheit wohl schwieriger. Denn die Karten 
liegen alle übereinander, sodass es sein könnte, dass das vom Reader 
erzeugte Magnetfeld garnicht dafür ausreicht, alle Karten mit Strom zu 
bedienen.

Autor: Johnny B. (johnnyb)
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Ich würde das mit DataMatrix oder QR Code machen. Das ist eine günstige 
Variante und Du kannst beliebige Daten und sogar recht viel in diesen 
Codes speichern.
Der Vorteil ist noch, dass es kostenlose Reader für praktisch jedes 
Handy gibt, mit dem kann man dann sehr günstig üben und testen, ohne 
sich frü den Anfang dafür ein Gerät anschaffen zu müssen.

Autor: Uboot- Stocki (uboot-stocki)
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Moin,

haben heute nicht alle so RFID-Chips? Gibts da überhaupt noch klassische 
"Karten" ???

Gruß

Andreas

Autor: Sven B. (electric)
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Als ich diesen Beitrag las musste ich sofort an eins denken:

C-Base , Rungestr 20 in Berlin.

Warum?
Nunja die haben/hatten dort so ne Art "Kassencomputer" für die 
Getränkeausgabe / Getränkeautomat. Als ich dort war, musste man sich an 
diesem Kassencomputer von Hand einloggen mit Name und Passwort und das 
Geränk buchen.

Ich weiß auch, dass die schon länger mit ner Clubkarte liebäugelten, die 
den Zugang an der Tür, am Netzwerk und am Kassencomputer regeln sollte. 
Am Besten mit eingebauter Bezahlfunktion.

Wie weit das Projekt in der c-Base fortgeschritten ist, kann ich nicht 
sagen. Hatte mich vor längerer Zeit mal mit jemanden von der c-Base über 
das Thema Clubkarte unterhalten. Ende 2006 / Anfang 2007 dürfte das 
gewesen sein, und der Zeit kann schon viel passiert sein.

Grüße

Autor: Dimitri Roschkowski (Firma: port29 GmbH) (port29) Benutzerseite
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Hi Sven!

Nee, die Welt ist doch etwas größer und ich habe nichts mit C-Base 
zutun. Komme auch nicht aus Berlin, sondern Karlsruhe.

@Uboot- Stocki

Also rein technisch kann ich natürlich in eine Smart Card einen RFID 
Chip integrieren, hinten auf der Karte noch einen Magnetstreifen 
Codieren sowie eine DataMatrix draufpinseln. Aber wer braucht das?

Beispiel: Vor 6 Jahren hatte ich mit der Blue Card meine erste American 
Express Kreditkarte. Auf der Karte war neben dem Magnetstreifen noch die 
Kartennummer aufgedruckt sowie ein Kontaktchip (wie von der Geldkarte). 
Ich hatte die Karte zwei Jahre. In den zwei Jahren habe ich den Chip 
kein einziges Mal benutzt. Heute hat Amex den Chip komplett von der 
Karte entfernt. Denn keiner verwendet ihn, trotzdem muss man ihn bei der 
Produktion zahlen. Und seien es nur 30ct pro Karte - es ist 
verschwendetes Geld.

Man wird deshalb immer einen Mittelweg zwischen Kartenfeatures und 
Kartenpreis gehen müssen.

Ein Magnetstreifen ist heute "Out", zu wenig Daten, zu viel Wartung, zu 
unsicher. RFID bzw. konkret Mifare wurde geknackt. Bleiben nur die 
relativ sicheren Kontaktchips. Aber bevor man sich den Stress macht, die 
Systeme zu implementieren, kann man genauso gut auch eine DataMatrix auf 
eine Karte pinseln und dann Online das Konto mit der gelesenen ID 
abfragen. Anhand eines Fotos im Konto kann man die Person dann effektiv 
authentifizieren.

Ich denke, ich werde mir jetzt erstmal zwei Angebote einholen. Einmal 
was die Karten ohne und was mit RFID kosten. Dann nehme ich entweder 
Mifare Classic oder Ultralight und verwende von den Karten einfach nur 
die Seriennummer. Auf die Karten wird trotzdem eine DataMatrix zum 
optischen Auslesen draufgedruckt, falls irgendwo kein RFID Lesegerät 
vorhanden sein sollte.

Autor: Stephan B. (Gast)
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Dimitri Roschkowski schrieb:
> Hallo,
>
> ich interessiere mich gerade für Mitglieds- und Zugangskarten. Für ein
> aktuelles Projekt benötige ich Mitgliedskarten. Sicherheitsmäßig muss
> die Karte (heute) keine sehr hohen Anforderungen erfüllen. Man muss nur
> anhand der Karte schnell das Mitgliedskonto feststellen können. In ca.
> 2-3 Jahren soll eine Bezahlfunktion dazukommen.
>
> Welche Karte nimmt man da? Ich hatte bisher folgende Ideen:
>
>  - DataMatrix auf eine Plastik-Karte drucken
>  - Karte mit Magnetstreifen
>  - Smart Card
>  - RFID Karten
>  - Biometrie
>
> Es funktionieren eigentlich alle Methoden. Doch auf welche Technik setzt
> man jetzt?

Ich würde Plastikkarte mit PDF417 nehmen.
http://de.wikipedia.org/wiki/PDF417

Autor: Dimitri Roschkowski (Firma: port29 GmbH) (port29) Benutzerseite
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Stephan B. schrieb:
> Ich würde Plastikkarte mit PDF417 nehmen.
> http://de.wikipedia.org/wiki/PDF417

Eine DataMatri hat den entscheidenden Vorteil, dass man die optisch mit 
fast jeden Device lesen kann, das eine Kamera besitzt. Die Informationen 
sind dort kompakter angeordnet.

Zitat aus Wiki:
Neuerdings verwendet die Agentur für Arbeit solche Codes, um 
Manipulationen (am Versanddatum) von Fragebögen zu unterbinden.

Ich weiß nicht wieso, aber ich musste jetzt irgendwie an diese 
Uralt-Werbung denken, wo ein Mann an der Kasse im Supermarkt steht und 
ein paar Striche beim Barcode der Saftverpackung dazuzeichnet. Als die 
Kassiererin dann die Packung rüberzieht, erscheint I LOVE U auf dem 
Display der Kasse.

Kann vll. jemand die angehängte Grafik auf einen Fragebogen der 
Arbeitsagentur mal draufpinseln? =D

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