wenn Die Transis gerade so an der Grenzlinie dahinwerkeln, dann kann ein
Peak wirklich den entscheidenden Ausschlag geben. Das Problem hier ist
wirklich, daß Ge-Transis relativ schnell in die Eigenleitung übergehen
können, was bei Si unter diesen Bedingung noch lange nicht der Fall
wäre.
Und Eigenleitung bedeutet, daß das Ding vermehrt Strom zieht, und damit
sozusagen Eigenheizung betreibt (also eine Art thermische Mitkopplung).
Das tolle daran ist, daß scheinbar Ge-Halbleiter dabei nicht gleich
hinüber sind. Ich habe zwar nicht viel mit Ge-Transis experimentiert,
aber als damals Ge noch üblich war, hatte ich meine ersten Schritte mit
NF-Verstärkern versucht, und zwar (wegen Unkenntnis bezüglich
Verlustleistung und sonstigen Energie-Grundlagen) mit einem A-Verstärker
und Lautsprecher. Hatte mich auch immer gewundert, daß es paar Minuten
gut ging, aber bei mehr Aussteuerung war es zwar lauter, aber nicht
lange. Lautsprechermembran erschien mir in dem Falle etwas sehr am
Anschlag, was mich dazu bewog, den Strom abzuschalten. Irgendwann kam
ich auch mal auf die Idee, den armen Transistor anzufassen (oder war's
Zufall - weis ich nicht mehr), und da ist mir bewußt geworden, daß ich
mal was von viel Reststrom bei Hitze gelesen hatte ;-)
Jedenfalls kam der Tranis nicht mehr zu Bewußtsein, wenn ich den strom
nicht abgeschaltetet habe. Kaputt war er aber nicht - der Transi liegt
immer noch bei mir im Fach .... (aber mehr aus historischen Gründen ;-)