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Forum: HF, Funk und Felder Beratung bei Spektrumsanalyzer


Autor: Chris (Gast)
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Hallo,

ich bin auf der Suche nach einem Spektrumsanalyzer in der Preisklasse 
bis 3500€ netto. Da ich einiges mit 2,4GHz mache und auch 
EMV-Vormessungen angestrebt sind, sollte das Gerät bis 3GHz mitgehen. 
Nun habe ich in der Preisklasse folgende Neugeräte gefunden:

- HMS3000 (~3300€ netto)
- HM5530 (~3500€ netto)

Das HMS3000 ist wohl um einiges jünger und mit USB- und 
DVI-Schnittstelle und Farb-TFT ausgerüstet, das HM3000 hat hingegen nur 
RS232 und eine Bildröhre mit kleinerer Anzeige als beim HMS3000.

Ausgehend von diesen Daten würde ich jetzt das HMS3000 favorisieren, nur 
erschließt sich mir noch nicht ganz, was das Feature "Pre-Compliance 
EMV-Messungen" beim HM3000 mir sagen soll.

Hat vielleicht jemand schon mit dem Gerät gearbeitet und kann mir da 
nähere Infos geben?

Autor: Michael X. (Firma: vyuxc) (der-michl)
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pre-compliance = Gerät zum groben Abschätzen, nicht zur genauen Messung

sorry für die harsche Antwort. Vielleicht sollte Hameg was an seiner 
Werbung feilen. Pre-Compliance kann man auch mit einem simplen Scanner 
machen!

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Chris schrieb:

> Da ich einiges mit 2,4GHz mache und auch
> EMV-Vormessungen angestrebt sind, sollte das Gerät bis 3GHz mitgehen.

Bist du dir sicher, dass die Obergrenze sinnvoll ist?

Also wenn ich mir das Ausgangssignal meiner 2,4-GHz-Geräte ansehe,
dann interessiert mich mindestens noch die 1. Oberwelle, und für
die 2. und ggf. 3. Oberwelle möchte ich noch wissen, dass sie keinen
nennenswerten Beitrag mehr zur gesamten Nebenwellenabstrahlung leisten.

Ich weiß, das macht die Kisten natürlich nicht gerade billiger, aber
neben der Einhaltung irgendwelcher PSD-Masken ist doch die Einhaltung
der zulässigen Nebenaussendungen mindestens genauso wichtig für einen
Precompliance-Test, oder?

Autor: ah (Gast)
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Die EMV Richtlinien gehn nur bis 3GHz, dh oben dran kann man rausblasen 
was man will.

Autor: Carsten Sch. (dg3ycs)
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Hi,

Ich würde mich Jörg anschließen:
Für ein wirklich (fast) vollwertiges Arbeiten sollte sich MINDESTENS die 
"dritte Harmonische" auch noch erfassen lassen. Ich weiß jetzt nicht was 
du genau machen möchtest, aber in dieser Preisklasse gilt für mich 
eigendlich "Ich kann alles" oder es hilft mir nichts.
Ist natürlich bei diesen Frequenzen dann alles andere als "noch aus der 
Portokasse" bezahlbar.
Evtl. könnte aber auch ein vernünftiges Gebrauchtgerät eine alternative 
sein? Als Notlösung könnte man natürlich auch mit vorgeschalteten 
Mischstufen noch was machen. Die lassen sich auch für diese Frequenzen 
mit Erfahrung notfalls noch selber Bauen. Wenn man dann aber mehr als 
nur Relaltivmessungen haben möchte ist es alles andere als trivial.
(Setze ich zum Beispiel für 2,4 GHz ein, da meine Spekkis nur bis 2,2 
bzw 1,8 GHz gehen - Ist aber auch nur Hobby)

Gruß
Carsten


Gru

Autor: Carsten Sch. (dg3ycs)
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Hi,

ah schrieb:
> Die EMV Richtlinien gehn nur bis 3GHz, dh oben dran kann man rausblasen
> was man will.

DAS "oben dran kann man rausblasen was man will" halte ich für ein 
Gerücht...! Ich kenne die EMV Richtlinien jetzt nicht alle im Detail und 
es KÖNNTE vieleicht sein das diese wirklich nur bis 3GHz definiert sind.
Für Sendefunkanlagen sind aber nicht nur die EMV Richtlinien 
einschlägig, es gibt durchaus auch noch die ein- oder andere 
Nebenvorschrift.

Und was ich definitv weiß ist das ich in der Frequenzzuteilung für die 
von uns betriebenen komerziellen 15GHz, 24GHz und 38GHz Richtfunkanlagen 
eine maximale Nebenaussendung definiert habe.

Das Frequenzband ist mittlerweile bis WEIT über 200GHz verplant und wird 
bis 40GHz sehr dicht benutzt. (Und auch weit darüber hinaus...!)
Und ich glaube VODAFONE würde es wenig lustig finden wenn plötzlich die 
BTSSEN reihenweise ausfallen, nur weil das neueste JING-DING billig WLAN 
Modem auf 24GHz noch ein paar mW macht...

Gruß
Carsten

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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ah schrieb:
> Die EMV Richtlinien gehn nur bis 3GHz, dh oben dran kann man rausblasen
> was man will.

Vielleicht die über die Einstrahlfestigkeit, aber was die Abstrahlung
betrifft, bist du da auf dem Holzweg.  Oder wie sonst sollte bspw.
WiFi auf 5 GHz störungsfrei arbeiten können?

Autor: Chris (Gast)
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Hallo,

danke für die Antworten, insbesondere an Jörg und Carsten.

Zunächst einmal zur Anwendung: Wir entwickeln Geräte mit GSM 
(Quad-Band), GPS und 2,4GHz-Funkverbindung in der Größe einer 
Zigarettenschachtel. Das Gerät ist zur Begleitung der Entwicklung sowie 
für die späteren Vortests zur CE-Kennzeichnung, etc. gedacht. Da das 
Unternehmen noch in Gründung ist, steht natürlich nur ein begrenztes 
Budget zur Verfügung.

Eure Einwände bezüglich der Darstellung der Oberschwingungen kann ich 
nachvollziehen, mir geht das auch schon die ganze Zeit durch den Kopf. 
Auch bin ich eigentlich wie Carsten der Meinung, wenn schon Geld 
ausgeben, dann richtig - sprich für einen deutlich größeren 
Frequenzbereich. Damit sind Neugeräte aber definitiv aus dem Rennen.

Singer Elektronik hat einige Spektrums-Analysatoren im Angebot, die auch 
deutlich über 10GHz hinausgehen und noch im Preisrahmen liegen würden. 
Was denen leider durchweg fehlt, sind entsprechende Schnittstellen 
(außer eventuell manchmal GPIB), was mir die Dokumentation natürlich 
etwas erschwert.

Ich habe bis Ende des Jahres noch 3GHz-Analysatoren samt Messkammer zur 
Verfügung, danach muss auf jeden Fall etwas angeschafft werden. Bleibt 
wohl nicht so viel übrig, als ein wenig den Gebrauchtwaren-Markt zu 
beobachten.

Da ich hier ja zwei Amateurfunker habe: Gibt es in euren Kreisen 
bestimmte Geräte (>10GHz), die recht häufig eingesetzt werden? Ich würde 
mir davon noch am ehesten Informationen erhoffen, falls in einem 
gebrauchten Gerät doch mal etwas ausfällt.

Gruß

Chris

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Chris schrieb:

> Da ich hier ja zwei Amateurfunker habe: Gibt es in euren Kreisen
> bestimmte Geräte (>10GHz), die recht häufig eingesetzt werden?

Nun, das Problem bei reiner Hobbyanwendung ist eher der Geldbeutel. ;-)
Ich habe mir einen Tek492 zugelegt, aber das ist halt eher ein
Kompromiss.  Ich wollte die Oberwellen von 2,4 GHz unbedingt erfassen
können, insofern kam mir dessen Frequenzgang bis 21 GHz sehr gelegen,
ein Gerät bis nur 3 GHz hatte ich aus diesen Gründen nicht in Betracht
gezogen.  Dafür macht man mit einem derart alten Gerät (1980er Jahre)
anderweitig halt Kompromisse, beispielsweise ist die Frequenzanzeige
eher ein Schätzeisen, und das Rauschmaß dieser alten Geräte ist
sowieso hundsmiserabel.

In der Bucht gibt es teilweise Geräte für 3...4 kEUR, die in diese
Frequenzbereiche aufsteigen und zumindest moderner aussehen.  Deren
technische Daten habe ich mir aber noch nicht angeguckt, da sie für
mich außerhalb des vorgesehenen Budgets lagen.

Bezüglich dieser alten Kisten kannst du auch hier mal gucken:

Beitrag "HF-Messgeräte (War: Vervielfacher mal 100)"

Autor: DJ5LY (Gast)
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Hallo Chris,

meine ersten Sporen habe ich als HF-Entwickler bei einem Hersteller von 
DECT-Schnurlostelefonen verdient. Dafür waren die Grenzwerte für 
unerwünschte Aussendungen bzw. Abstrahlungen bis hinauf zu 12.75GHz 
definiert. Vermutlich wird es für GSM- und WLAN-Sender heute ähnlich 
sein. Ein dafür geeigneter Spektrumanalysator als Neugerät sprengt 
definitiv den Preisrahmen, den Du Dir gesetzt hast.

Gebrauchtgeräte in Deiner Preislage findest Du beispielsweise bei dem 
bekannten Händler aus Aachen oder "in der Bucht" (dort verkaufen auch 
andere Gebrauchtgerätehändler gelegentlich). In Frage kommen wohl vor 
allem die Gerätetypen HP-8566B oder ein System der HP-70000-Familie 
(modular aufgebaut in Kassettentechnik); in zweiter Reihe stehen dann HP 
8569B und TEK 492.

Eine USB-Schnittstelle wirst Du bei all diesen Geräten vergeblich 
suchen; für Dokumentationszwecke hat man früher einen passenden Drucker 
oder Stiftplotter an die GPIB-Schnittstelle angeschlossen - heute gibt 
es dafür passende Umsetzer (z.B. von Prologix oder National Instruments) 
von GPIB auf RS232 oder USB, die zusammen mit der passenden Software 
(z.B. PrintCapture) das Speichern von Screenshots in verschiedenen 
Grafikformaten ermöglicht.

Gruß

Thomas, DJ5LY

Autor: Ralph Berres (rberres)
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Hallo

Ich würde bei Rohde&Schwarz auch mal nach gebrauchten Geräten 
nachfragen.

Die Spektrumanalyser sind von den Nobelhersteller mittlerweile im 
Preisniveau doch merklich gesunken. Es gibt bei R&S mittlerweile schon 
Spektrumanalyser bis 3 GHz neu für ab ca 5000 Euro. Es sind zwar nicht 
die Traummodelle aber immerhin. Rauschzahlen die weit unter 30db liegen 
findet man auch heute nur in der Premiumklasse. Ich gebe aber allen hier 
recht, das der SA für die oben genannte Anwendung mindestens bis 6 GHz 
besser bis 10GHz gehen sollten. Bei gebrauchten Geräten sollte man 
unbedingt drauf achten, das in den oberen Bereichen ein Mitlauffilter 
vorhanden ist, sonst macht man sich selber unglücklich. Erst die ganz 
modernen Geräte können auf einen Mitlauffilter verzichten, weil die 
Störprodukte die der SA wegen der untenliegende ZF in den höheren 
Bereichen selbst erzeugt , wegrechnet, das heisst einfach auf den 
Bildschirm nicht darstellt.

Meine Wahl wäre bei knappen Budget ein HP8596 oder falls immer noch zu 
teuer 8566 oder Tek492 mit zwingend den Optionen 1 , 2 und 3.
Von einen HP8555 oder HP8559 würde ich zwingend abraten selbst mit dem 
zugehörigen externen Mitlauffilter.Diese Geräte sind einfach nur sehr 
eingeschränkt nutzbar.

Ralph Berres

Autor: Chris (Gast)
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Danke nochmal für die Infos. Dass ich bei einem Gerät, das älter ist als 
ich, keine USB-Schnittstelle erwarten darf, ist schon klar. Aber GPIB 
reicht zur Dokumentation auch aus.

Vom Leistungsumfang und vom Preis ist das HP8566B sehr interessant, 
zumal man bei Agilent auch die komplette Dokumentation bekommt. Ich habe 
ein Angebot von einem amerikanischen Messtechnik-Anbieter, die inkl. 
Versand etwa 2000€ haben wollen, der Wechselkurs macht es möglich. Werde 
ich die nächsten Tage mal weiter verfolgen.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Chris schrieb:

> Vom Leistungsumfang und vom Preis ist das HP8566B sehr interessant,
> zumal man bei Agilent auch die komplette Dokumentation bekommt. Ich habe
> ein Angebot von einem amerikanischen Messtechnik-Anbieter, die inkl.
> Versand etwa 2000€ haben wollen, der Wechselkurs macht es möglich.

Netter Preis.  Haben die noch mehr davon? ;-)

Autor: Ralph Berres (rberres)
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Achte unbedingt darauf das der SA für die höheren Bereiche einen 
Mitlauffilter hat. Ich weis nicht ob das bei dem  8566B nur als Option 
drin ist.Unbedingt nachfragen. Ohne Mitlauffilter bekommst du jede Menge 
Linien auf dem Schirm, die mit der Realität nichts zu tun haben, und man 
sich mühsam wegdenken muss. Im übrigen haben die ganzen alten SA keinen 
quasi-Peak Dedektor.
Das wäre speziell für EMV Messungen wichtig, wenn man nach den EN-Normen 
messen will,genauso wie die speziellen Bandbreiten wie 9KHz, 120KHz und 
200KHz. Die meisten SA haben das nicht.

Ralph Berres

Autor: Ralph Berres (rberres)
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Jörg der Tek492 ist Meines Erachtens besser.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Ralph Berres schrieb:
> Achte unbedingt darauf das der SA für die höheren Bereiche einen
> Mitlauffilter hat. Ich weis nicht ob das bei dem  8566B nur als Option
> drin ist.

Laut Spec hat er das.  Der Grundbereich geht dort bis 2,5 GHz,
die Oberwellenbereiche sind dann ab 2 GHz als `preselected'
bezeichnet.  Hatte mir die Spec mal angesehen vorhin.  Scheint auch
(anders als beim Tek492) keine Option zu sein, zumindest nicht bei
der B-Version.

Autor: Chris (Gast)
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Rein Interessehalber: Was ist am Tek492 denn besser? So viel tun die 
sich (auf den ersten Blick) scheinbar nicht, oder?

Autor: Ralph Berres (rberres)
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Hallo Chris
Ich habe mich mit dem Jörg mal in einen Tread unterhalten und meinen 
HP8555a mit dem tek492 vom Jörg verglichen. Der Tek scheint demnach 
einen wesentlich größeren intermodulationsabstand zu haben. Der HP8566 
ist meines Wissens im Eingangsteil verdammt ähnlich aufgebaut wie der 
HP8555.
Von daher glaube ich das der Tek492 wesentlich klirrärmer ist als der 
HP8566.

Frage mal den Jörg.

Ralph

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Ralph Berres schrieb:

> Frage mal den Jörg.

Naja, eigentlich hatten wir das in dem referenzierten Thread alles
schon diskutiert. ;-)

Was mich am Tek492 stört, sind vor allem zwei Dinge:

. Die Frequenzanzeige ist eine Hausnummer, die auf der Abstimmspannung
  des YIG-Oszillators beruht.  Damit kann die schon mal 10 oder 20 MHz
  neben der Realität liegen, wenn man die zweite Oberwelle seiner
  2,4 GHz irgendwo bei 7,5 GHz sucht.  Damit man das Eingangsrauschen
  hinreichend gut los wird, muss man aber mit einem schmalbandigen
  Filter zu Werke gehen, da ist es recht mühselig, dann einen Bereich
  von 50 MHz zu scannen, weil man nicht so ganz genau weiß, wie hoch
  der Fehler der angezeigten Mittenfrequenz nun gerade ist.

  Ich wollte nochmal schauen, ob ich das durch Kalibrierung bessern
  kann.

. Es gibt keinen Cursor, sondern nur die Anzeige der Mittenfrequenz.
  Damit kann man nicht einfach mal bequem auf der Kurve ein Stück
  nach links oder rechts fahren.  Man muss sich entweder die Frequenzen
  außerhalb der Mitte über die MHz/Teil ausrechnen, oder man ändert
  die Mittenfrequenz, aber dann ist es ein neuer Scan (der u. U. halt
  lange dauert).

Autor: Carsten Sch. (dg3ycs)
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Angehängte Dateien:

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Chris schrieb:
> Hallo,
>
> danke für die Antworten, insbesondere an Jörg und Carsten.
>
Kein Problem ;-)

Chris schrieb:
> Da ich hier ja zwei Amateurfunker habe: Gibt es in euren Kreisen
> bestimmte Geräte (>10GHz), die recht häufig eingesetzt werden? Ich würde
> mir davon noch am ehesten Informationen erhoffen, falls in einem
> gebrauchten Gerät doch mal etwas ausfällt.

Hier kann ich eigendlich nur schreiben das ich nicht viel neues 
Schreiben kann! Aber du hast ja schon so einige Sinnvolle Antworten 
bekommen.
Auch unter Afus findest du nur sehr selten welche die wirklich im im 
Höchstfrequenzbereich Messen Können. Und da kenne ich dann auch nur fast 
die extreme, also entweder Top-Ausstattung mit Zeitwert einer 
Eigentumswohnung oder fast auseinanderfallende Schätzeisen aus dem 
Museum.
Viele der wenigen GHZler kommen einfach beruflich aus dem Bereich und 
nutzen halt die Betriebliche Ausstattung (was gerade da ist) mit.

Ich selbst habe privat nur einen 2,2GHz (Anritsu MS2601A) sowie einen 
1,8GHz (HP8591E - in UFPR Sonderausführung,aber auch Karte mit normaler 
Spekki FW dafür) Spekki.
Die Bedienung finde ich beim HP, welcher ja das Schwestermodell des hier 
vorgeschlagenen HP8596 ist, irgendwie intuitiver als beim Anritsu.
Ansonsten kann ich keine großartigen Vor bzw. NAchteile benennen.
Mit dem HP8596 habe ich noch nicht viel Gearbeitet und das auch nur im 
Bereich unter 2 GHz. Meine Selbstbauwelt hört im Moment bei ca. 500Mhz 
auf... (Wobei mich Höchstfrequenz schon irgendwie reizt)

Zur DOKU:
Ich verwende beim Anritsu sowie einigen anderen Messgeräten die IEEE-488 
Schnittstelle. Wenn man das erst einmal am Laufen hat geht das ganz gut.

Beim HP verwende ich mangels Schnittstelle (wegen des Sonderumbaus ist 
kein Platz da!) einfach den Videoausgang den ich über eine simple TV 
Karte in den PC einspeise. Hier hat man direkt ein schönes Schirmbild, 
eine mögliche Weiterverarbeitung der Daten oder eine Ablaufsteuerung mit 
PC wie bei IEEE488 fällt aber leider flach!

Als Beispiel zur reinen DOKU über Video:
Anbei ein Schirmbild meines HP-Spekki, über TV-In des PC´s bei Betrieb 
mit der UFPR-Firmware Aufgenommen.

Wenn du mit dem Gedanken einer DOKU über IEEE488 spielst, so achte aber 
auf jeden Fall darauf das die notwendige Schnittstelle sofort beim Kauf 
dabei ist. Eine Optionale Nachrüstung des Gerätes ist fast unverschämt 
teuer... Selbst bei Gebrauchtteilen!
Karten für den PC(PCI) kommen auf ca. 600Eur. NEU, ca. 100 eur Gebraucht 
bei Ebay. Wenn es auch AT Bus sein darf biste mit 30 Eur. dabei 
(gebraucht).

Gruß
Carsten

Autor: Ralph Berres (rberres)
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Jörg

Das mit der ungenauen Anzeige ist aber erst bei den modernen Geräten 
anders. Diese haben dann eine PLL und damit ist die angezeigte 
Mittenfrequenz quarzgenau. Bei den ganzen älteren Geräte wird die 
Abstimmspannung des Yig Oszillators ( und auch nur die ! nicht mal die 
Abstimmspannung der 3 ZF ) angezeigt. Das ist sogar bei dem HP8591 und 
Derivate so. Allerdings gibt es da eine Calibriermöglichkeit die dann 
die ersten 5 Minuten wenigstens auf 1MHz genau geht. Erst bei den 
aktuellen Geräten ist eine PLL drin. Da ist auch kein Yig Oszillator 
mehr drin, sondern einen DDS Synthesizer. Wie gesagt Einstiegsmodelle 
die bis 3 GHz gehen gibt es schon ab ca 5000 Euro von Rohde&Schwarz ( 
Smart Serie ) und in ähnlicher Preislage auch von HP. Die sind gar nicht 
mal so schlecht. Jedenfalls schenke ich diesen Geräten mehr Vertrauen 
als Hameg ( obwohl die ja jetzt R&S sind).

Ralph

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Ralph Berres schrieb:

> Das mit der ungenauen Anzeige ist aber erst bei den modernen Geräten
> anders. Diese haben dann eine PLL und damit ist die angezeigte
> Mittenfrequenz quarzgenau.

Der Tek492 hat auch eine PLL für den 1. LO, die bei einer Auflösung
von <= 50 kHz/Teil automatisch aktiviert wird.  Allerdings lockt die
PLL auf irgendeine Oberwelle der internen Referenz, und die genaue
Oberwelle lässt sich in diesen alten Teilen dabei nicht ermitteln.
In einer Beschreibung vom Tek494 habe ich gelesen, dass sie dort dann
auch einen entsprechenden Zähler (oder Teiler, weiß nicht mehr genau)
implementiert haben und damit die Frequenz sehr viel genauer anzeigen
können.  Im Vergleich zum Tek492 scheint der 494 aber selten zu sein.

Genauer gesagt: die PLL für den 1. LO ist beim Tek492 eine Option,
aber eine der drei "Standard-Optionen", die offensichtlich fast jedes
der jetzt noch anzutreffenden Geräte besitzt.  Die anderen beiden sind
der YIG-Preselektor für die Oberwellen-Mischbereiche und der digitale
Bildspeicher.

Autor: Ralph Berres (rberres)
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Das mit der Pll oder sollte man besser Fll sagen? stimmt. Ist auch bei 
dem HP8555 so. Das entbindet aber nicht von dem Problem, das die 
Abstimmspannung nicht streng linear mit der Frequenz ist, sondern auch 
etwas driftet. Die Option die du meinst beinhaltet in erster Linie die 
schmaleren Filter.

Ralph

Autor: Gucker (Gast)
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@ Cris:

Wenn's auch was Gebrauchtes sein kann, schau doch mal hier:
http://www.microlease.com/ProductSpecification.asp...

Wenn Du angemeldet wärest, hätte ich Dir die ganze Liste per Mail 
schicken können.
Habe dort auch schon ein paar Geräte gekauft - gute Firma!

Gruß

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Ralph Berres schrieb:

> Das mit der Pll oder sollte man besser Fll sagen? stimmt.

Ich müsste nochmal nachgucken, ich glaube schon, dass es ein
Phasenvergleicher ist.  Ist aber auch ziemlich wurscht.

> Das entbindet aber nicht von dem Problem, das die
> Abstimmspannung nicht streng linear mit der Frequenz ist, sondern auch
> etwas driftet.

Ja, genau das ist das Problem.

> Die Option die du meinst beinhaltet in erster Linie die
> schmaleren Filter.

Ja, das 100-Hz-Filter gehört auch mit dazu, weil ein solches Filter
ohne die PLL/FLL des 1. LO keinen Sinn hätte.

Autor: Carsten Sch. (dg3ycs)
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Hi,

Ralph Berres schrieb:
>. Bei den ganzen älteren Geräte wird die
> Abstimmspannung des Yig Oszillators ( und auch nur die ! nicht mal die
> Abstimmspannung der 3 ZF ) angezeigt. Das ist sogar bei dem HP8591 und
> Derivate so.
>
> Ralph

Bist du sicher das es bei den HP8591´ern auch so "einfach" ist?
Ich weiß es wirklich nicht, aber je nach Menü gibt mir meiner (E 
Version)die Frequenz des Markers auf bis zu 10Hz genau aus...
Und die Ausgabe passt auch, wenn man von dem generellen Versatz von 
ca.60 khz absieht, der aber über das gesamte Band konstant ist und 
bereits seit zwei Jahren fast unverändert ist.
(Ist mal wieder ein cal. fällig. Bin nur zu Faul den jetzt aus dem 
Schrank herauszuziehen wo der eingebaut ist, da ich in einigen Wochen 
sowieso umziehe.)

Mein Anritsu (MS2601) scheint nach dem von dir angegebenen Prinzip zu 
arbeiten, allerdings mit möglichkeit zur Korr. durch eingebautem 
Frequenzzähler. (Damit bekomme ich auch 10Hz Genauigkeit, allerdings auf 
kosten einer geringeren Sweep-Rate)
Oder hat der HP8591E evtl ein ähnliches Prinzip um die schnelle und 
unkomplizierte Frequenzanzeige mit einer möglichen hohen Genauigkeit zu 
kombinieren?

Gruß
Carsten

Autor: Ralph Berres (rberres)
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Hallo Carstens

Ganz sicher bin ich mir da nicht, aber vieles deutet darauf hin. Ich 
muss ( wenn ich wieder Dienst habe ) mal in den Schaltungsunterlagen 
sehen wie das gelöst ist. Was ich weiss, es gibt eine umfangreiche 
Calibrierroutine im SA die der Benutzer selbst auslösen kann. Dazu sind 
keine externen Messgeräte notwendig. Nach der Calibrierung stimmt dann 
auch die Frequenzanzeige. Aber einen Tag später schon nicht mehr. Dann 
hat man wieder bis zu mehreren Megahertz Abweichung. Also kann die 
Frequenzanzeige nicht aus einer PLL abgeleitet sein. Der ganze SA ist 
noch analog aufgebaut. Auser dem Bildspeicher natürlich. Der 
Mikroprozessor dient nur der Bedienung des Gerätes und halt um ein paar 
Marken zu erzeugen.
Der SA hat genauso einen Yig Oszillator wie die älteren Geräte auch. Der 
erste ( Yig ) Oszillator wird wie bei den alten Geräten bei kleiner 
Bandbreite mit einen Samplemischer in einen festen Frequenzraster 
gerastet. Dann wird der dritte Oszillator gewobbelt. Bei größeren Spans 
ab 50KHz/Div läuft der Yig frei und ist nicht gerastet, und wird statt 
dem 3 Oszillator gewobbelt. Ein Frequenzzähler der die gewobbelte 1 
Oszillatorfrequenz misst, ist zwar möglich, doch etwas problematisch, 
weil die Auflösung der Anzeige von der Geschwindigkeit mit der sich die 
Frequenz ändert abhängt. Ich habe so einen Frequenzzähler mal für meinen 
Swob5 konstruiert.

Ralph

Autor: nix (Gast)
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Hallo Chris,

schau mal "in die Bucht": 260406231419 Vielleicht ist das ja etwas für 
Dich!

Autor: Ralph Berres (rberres)
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Das ist ein vom Preis hochinteressantes Gerät. Wenn ich die Flocken 
hätte, würde ich den sofort kaufen.

Ralph

Autor: Chris (Gast)
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Erst mal ein ganz großes DANKE an alle hier! :-)

Als ich das Ebay-Angebot des HP8596E gesehen, war das nur noch eine 
Sache von 5min. Ich hatte bislang nach dem Modell nicht näher gesucht, 
da die bisherigen Angebote deutlich zu teuer waren - so hat 
beispielsweise MBMT ein HP8596E mit weniger Optionen für 8200€ im 
"Sonder-"Angebot...

Die Bandbreite ist mehr als ausreichend und die integrierte Optionen 
sind super, gerade auch was die GSM-Test-Firmware betrifft. Auch dass es 
noch nicht lange aus der Kalibrierung raus ist, gefällt mir natürlich.

Ich gehe jetzt mal auf die Suche nach einem GPIB-USB-Interface, aber das 
ist jetzt kein Problem mehr vom Preis. :-)

Autor: Ralph Berres (rberres)
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GPIB USB Interface gibt es von Agilant für ca 600 Euro neu.
Auf der Agilant Webseite findet man sicherlich eine Software ( Intuilink 
)
für via der IEC Schnittstelle das Schirmbild auf den Rechner zu laden. 
Meist sogar kostenlos. Alternativ zur USB IECbus adapter gibt es die
HP82350 IECbus karte für den PCI Bus im Rechner für ca 550 Euro.
Gibt es bei Ebay aber gebraucht für ca 350 Euro. Aber da würde ich die 
200 Euro lieber mehr investieren und mir ne neue Karte kaufen mit 
Software und Handbücher.

Ralph

Autor: Der verrückte Professor (Gast)
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Ich kann dir den R&S ZVL empfehlen.

Ist ein VNA mit optionalen Spektralanalyser... Ich bin super zufrieden 
damit!
http://www2.rohde-schwarz.com/en/products/test_and...

Gruß
Der verrückte Professor

Autor: Chris (Gast)
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Zum einen habe ich seit einer Stunde einen Spektrum-Analyzer und der ZVL 
sprengt auch ein wenig unser Budget. Trotzdem danke.

Autor: Der verrückte Professor (Gast)
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Darf ich fragen, was du für einen gekauft hast?

Autor: Chris (Gast)
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Einen HP8596E mit mehreren zusätzlichen Optionen aus der ebay-Auktion, 
auf die "nix" mich aufmerksam gemacht hatte.

Autor: Carsten Sch. (dg3ycs)
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Hi,

Ralph Berres schrieb:
> Alternativ zur USB IECbus adapter gibt es die
> HP82350 IECbus karte für den PCI Bus im Rechner für ca 550 Euro.
> Gibt es bei Ebay aber gebraucht für ca 350 Euro. Aber da würde ich die
> 200 Euro lieber mehr investieren und mir ne neue Karte kaufen mit
> Software und Handbücher.
>
> Ralph

Wenn es kein Grund gibt warum es unbedingt eine HP-IB Karte sein muss.
(Software die nur mit so einer Karte läuft?), so geht es zumindest 
gebraucht bei Ebay auch deutlich günstiger...

Habe vor ca. 14 Tagen zum bleistift eine aktuelle IEEE488 PCI Karte von 
NI für 67 Eur. erwsteigert. NAch anfänglichen Problemen (die aber -wie 
ich jetzt weiß- an meinem System lagen) läuft die jetzt einwandfrei. ist 
also OK.

Im allgemeinen laufen die Auktionen so im Bereich von 80-120 Eur. aus!

Wenn es natürlich sofort sein muss, bzw. auf Rechnung usw. ankommt dann 
würde ich auch eher auf neue Karten gehen. Der Unterschied 350 Eur. 
(gebraucht von Gewerbe zu 550 Eur.) ist nicht mehr so entscheidend.

Generell finde ich PCI Karten übrigends auch besser, wobei mit USB 
natürlich weniger an den einzelnen PC gebunden ist. Dafür könnte es aber 
eher Treiberprobleme geben...

Gruß
Carsten

P.S. Der Preis für den Spekki ist wirklich gut! Mir hat es auch in den 
Fingern gejukt! Aber eine "längere Eiszeit" mit meiner "Regierung wäre 
wohl die Folge gewesen und darum habe ich es dann lieber gelassen ;-)

Autor: Ralph Berres (rberres)
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Hallo Carstens

Der Chris hat sich ja einen HP8596 gekauft. Zu diesem Gerät gibt es bei 
Agilent meines Wissens eine kostenlose Software um sich die Schirmbilder 
auf den Rechner zu laden. ( Nennt sich glaube ich Intuilink ).
Ich bin mir nicht sicher ob diese Software mit den NI-Karten zusammen 
funktioniert. Es sollte zwar eigentlich, aber man weis es eben nicht.
Schon deswegen würde ich an seiner Stelle eine Karte von HP bevorzugen.
OB PCI oder USB ist zunächst völlig egal, die Software läßt sich bei 
beiden gleich gut installieren.

Ich selbst habe sowohl schon mit NI-Karten als auch mit HP-Karten 
gearbeitet. Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen das die 
Installation der Software zu den Karten bei HP sich wesentlich 
stressfreier gestaltet, als bei NI-Karten. NI-Karten sind 
zuggebenermasen aber weiter verbreitet, und eventuell auch universeller 
einsetzbar. Ich persöhnlich komme mit HP irgendwie besser klar.

Es ist glaube ich auch von der Anwendung abhängig, welche Karte die 
bessere Wahl ist.

In diesem Sinne

Ralph

Autor: Chris (Gast)
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Hallo Ralph, hallo Carsten,

so dringend ist das mit der PC-Anbindung erstmal nicht, da wir noch 
mitten in der Entwicklung stecken und die ersten Prototypen auch noch 
auf sich warten lassen. Eventuell habe ich die Möglichkeit, an der Uni, 
wo ich momentan noch bin, ein paar GPIB-Adapter mal über das Wochenende 
auszuleihen und mal zu testen, wie die sich so verhalten. Wenn ich mich 
recht entsinne, waren darunter sowohl die blauen NI-Adapter als auch 
Agilent/HP-Adapter. Muss ich am Montag mal näher gucken.

IntuiLink ist leider nur im Lieferumfang mit heutigen Geräten kostenlos, 
einen Preis habe ich bislang noch nicht gefunden. Werde ich sonst mal 
anfragen.

Autor: Ralph Berres (rberres)
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Hallo Chris

Schaue mal unter
http://www.home.agilent.com/agilent/faqDetail.jspx...

Da findest du eventuell die Intuilink software zu deinem sa

Ralph

Autor: Chris (Gast)
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Also entweder es liegt an der Agilent-Homepage oder ich habe gerade ein 
Brett vor dem Kopf: Hier scheint es die unterschiedlichen Versionen von 
IntuiLink zu geben

http://www.home.agilent.com/agilent/product.jspx?c...

Nur alles was ich finde, ist die Software für die neueren ESA und PSA 
Spekkis, nicht für meinen 8596E.

Gehe ich direkt über die Seite des 8596E, finde ich dort die E4444A 
BenchLink-Software. Die kostet so um die 350€, wobei es eine vier Wochen 
Testversion gibt.

http://www.home.agilent.com/agilent/editorial.jspx...

Sollte ich etwas übersehen haben, bin ich für Tipps dankbar. Ansonsten 
werde ich in den nächsten Tag mal den Support von Agilent testen. :-)

Schönen Abend noch,

Chris

Autor: Ralph Berres (rberres)
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So wie ich das verstanden habe läuft die Version für die neuren Esa und 
PSA Modelle auch mit dem 8596. Aber vielleicht irre ich ja. Da die 
Software kostenlos ist probiert man es einfach aus.

Ralph

Autor: Chris (Gast)
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Ich würde die Informationen auf der Website jetzt anders interpretieren, 
aber ich werde die freie Software auf jeden Fall mal probieren - sobald 
ein GPIB-Adapter und der Spektrums-Analysator hier sind.

Falls übrige noch andere auf der Suche sind: Mein Verkäufer 
(ebay-Mitgliedsname "t-g72") will wohl in naher Zukunft noch weitere 
Geräte aus der Serie anbieten, vielleicht ist das ja noch für den einen 
oder anderen interessant. Bislang lief die Abwicklung absolut problemlos 
und professionell.

Autor: Carsten Sch. (dg3ycs)
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Hi,

ausprobieren ist vieleicht die beste Möglichkeit... ;-)

Alternativ könnte man natürlich auch noch LabView verwenden, allerding 
glaube ich wenn ich die Preise gerade größenordnungmäßig richtig im Kopf 
habe, das die 350,- für die andere SW da ein richtiges Schnäppchen gegen 
sind!

Oder man schreibt sich ebend selber was.
Wenn es nur um einen Dump des Schirmbildes geht ist das, falls du (oder 
jemand in deiner Fa). C/c++ o.ä. kannst  sicherlich ein Problemloses 
Miniprojekt für "kleiner" ein Arbeitstag. Die von dir gefundene SW kann 
aber deutlich mehr als das und würde als komplette Nachentwicklung wohl 
ein vielfaches an Personalkosten verursachen!

Aber wie du schon schriebst: Wenn man die Größenordnungen Betrachtet um 
die es hier geht, dein ungefähres Budget sowie den jetzt erzielten 
KAufpreis, so musst du dich auch beim Neukauf des Zubehörs wohl nicht 
auf Ärger mit der Buchhaltung einstellen ;-) Wobei SINNVOLLES Sparen 
natürlich immer gut ist!

Gruß
Carsten

Autor: Carsten Sch. (dg3ycs)
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Hi Ralph
Ralph Berres schrieb:
> Hallo Carstens
> Ich bin mir nicht sicher ob diese Software mit den NI-Karten zusammen
> funktioniert. Es sollte zwar eigentlich, aber man weis es eben nicht.

Je nach Software kann man aber da nie so ganz sicher sein. Es geht ja 
nicht immer nur darum ob es technisch funktionieren könnte, sonder ob 
der Programmierer auch wollte DAS es funktioniert. Wie die OEM Software 
bei CD-Brennern halt...
Wobei ich aber auch glaube das die "Lizenz" bei solchen Geräten eher am 
Spekki festgemacht wird als an der Interfacekarte ;-)

Interessant könnte es bei Karten anderer Hersteller mit einiger Software 
von Drittanbietern werden. Sowohl HP wie auch NI geben ja pro Karte eine 
VISA Lizenz (und andere SW) mit. Solange also eine entsprechende Karte 
im System ist funktioniert die kostenlos herunterladbare version.
Nun gibt es auch Software von Drittanbietern die VISA benötigt.
Hat man dann eine KArte von einem Hersteller drin der keine eigene VISA 
Version mitliefert, so kommt man um einen Zukauf nicht herum und der 
kostet mal ebend ebendfalls mehr als 300 Eur. bei NI!

(Aber wie Gesagt HP betrifft das nicht, die stellen eine eigene VISA 
Umgebung zur Verfügung)

> Ich selbst habe sowohl schon mit NI-Karten als auch mit HP-Karten
> gearbeitet. Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen das die
> Installation der Software zu den Karten bei HP sich wesentlich
> stressfreier gestaltet, als bei NI-Karten.

Meinst du jetzt nur für diese Software oder generell...
Ich hatte ja wie angedeutet auf jeden Fall ein paar 
Meinungsverschiedenenheiten mit meiner NI - Karte, ganz unabhängig von 
der SW. (Ich wollte das Sie spricht, Sie hatte aber keine Lust... Konnte 
sie nach angedrohtem Liebesentzug aber doch mühsam überreden)

> NI-Karten sind
> zuggebenermasen aber weiter verbreitet, und eventuell auch universeller
> einsetzbar. Ich persöhnlich komme mit HP irgendwie besser klar.
Mit HP Karten habe ich zumindest wissentlich noch nie gearbeitet, kann 
dazu also nichts sagen...

 > Es ist glaube ich auch von der Anwendung abhängig, welche Karte die
> bessere Wahl ist.
Das klingt vernünftig ;-)

Ich hatte das Beispiel mit NI Karten ja jetzt auch nur geschrieben weil 
ich diese ebend viel häufiger bei Ebay sehe als HP. Bei geplantem 
Neukauf würde ich in diesem Fall wohl auch eher zu HP tendieren. Ausser 
ich will LabView einsetzen...

Autor: Ralph Berres (rberres)
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Hallo Carsten.

Ich hatte mit der NI Karte sowohl hartwaremäßig als auch softwaremäsig 
ein wenig Stress. Die NI Karte war eine TNT also noch ISA-Bus.Bis die 
überhaupt vom Rechner erkannt wurde war schon ein Geduldspiel. Mit einer 
PCI Karte wird das vielleicht besser sein.Aber die war mir zu teuer.
Softwaremäsig hatte ich das Problem das der Visatreiber von NI von 
meinen
HP Programme Benchlink wenn überhaupt nur selten verstanden wurde.
Letztendlich bin ich dann bei einer HP82341C Karte gelandet die ich für 
30 Euro ersteigert habe. Für mein HP Instrumentbasic habe ich dann noch 
die HP82335 Karte welches nur unter Windows 3.11 läuft. Leider sehe ich 
momentan noch keine Möglichkeit zu erschwinglichen Preisen mit dem 
Instrumentbasic auf win2000 welches ich sonst benutze umzusteigen.

Aber HP Karten liesen sich bei mir einfach stressfrei installieren.
CD bzw Diskette rein und Install anklicken . Das wars !.

Bei Ni Programme mindestens 3mal installieren und deinstallieren.

Ralph DF6WU

Autor: Maik (Gast)
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Hi,

Tipp zur GPIB Bildschirmausdruckerstellung :

http://www.thegleam.com/ke5fx/gpib/readme.htm

konstenlose, auch als Quellcode vorleigende Softwaresammlung.
Benutze ich schon seit längerem mit verschiedensten GPIB Geräten.
Von mir mit einer NI GPIB PCI Karte und einer INES PCMCIA GPIB Karte 
erfolgreich im Einatz.
Die o.g.  Software emuliert einen HP Stiftplotter am IEE Bus und kann 
die Bilder dann als HPGL oder gif Dateien abspeichern.
Habe ich mal im Internet "gefunden" Da HPs Intuilink z.B. nicht mit 
älteren Networkanalyzern wie HP8753C und älter zusammenarbeitet.

mfg Maik DG3OMH

Autor: Chris (Gast)
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Hallo,

ich bin gerade am Ueberlegen, den GPIB-Ethernet-Adapter von Prologic zu 
testen. Fuer etwa 140€ kann man meines Erachtens nicht viel falsch 
machen und es sind sehr viele Treiber und Programme verfuegbar - Danke 
an Maik fuer den Link, wo diese Programme alle gelistet sind. Zudem sind 
die meisten Quellen offen und wir koennten uns entsprechende Software 
bei Bedarf auch selbst schreiben bzw. anpassen.

Ich melde mich auf jeden Fall wieder, wenn SA und GPIB-Adapter 
angekommen sind.

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