Zündimpuls Auto adaptieren

Gast #106103
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Hallo,

ich möchte den Zündimpuls am Zündkabel des Autos erfassen, brauche
dafür also einen Sensor. Beim TÜV haben die ja so eine Zange, die die
um das Kabel legen. Sowas in der Art brauche ich.

Der erste Versuch war eine induktive Ankopplung, eine 3.9mH
Kleinstspule in die Nähe. Das geht prinzipiell, die 50mV sind mir aber
zu schwach, die dort ankommen - zu störanfällig. Ich würde gerne
stärker koppeln.

Nächste Idee wäre kapazitiv koppeln, also z.B. nur ein Stück Draht
parallel zum Zündkabel und dies hochohmig über einen OPV auskoppeln
gegen Masse.

Sinn und Zweck der ganzen Übung: Ich möchte erkennen, ob im Fehlerfall
die Zündung nicht ok ist oder ob es eher ein Krafststoffproblem ist.
Ich suche hier schon wochenlang den Fehler am Auto, der recht selten
auftritt.

Hat jemand eine Idee oder schonmal so einen professionellen Sensor
auseinandergenommen?

Winfried
Gast #106104
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Der Ansatz mit der Spule ist doch garnicht so schlecht, evtl. mal
probieren, ein paar Windungen um das Zündkabel herumzuwickeln.
Aus den 50mV, die Du bei Deinem ersten Versuch bekommen hast, kann man
doch per OP + Monoflop auch einen wundeschönen Impuls machen.
Gast #106107
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U-I Kern finde ich auch interessant, nur wie muss ich es wie eine Zange
ans Kabel anklemmen können. Da wüsste ich jetzt nicht wie, weil ja die
Windungen da stören. Das ginge nur, wenn man den Kerzenstecker abzieht
und es drüberschiebt.

Winfried
Gast #106108
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Ferritkern wie ein U. Unten in der Mitte vom U werden die Windungen
gewickelt. Sie nehmen nur wenig Platz in Anspruch, weil der Draht sehr
dünn sein darf. Jetzt legt man das Zündkabel in die noch Freie Mulde
hinein und schließt die oberen Schenkel mit einem aufgelegten
Ferritstück. Man kann natürlich auch einen Ringkern durchschleifen oder
bei einem EI-Kern den mittlkeren Schenkel abschleifen. Viele käufliche
Blitzlampen nehmen das Zündsignal so ab. Das Z-Teil und der Steg sitzen
in einer Zange und sind so einfach anwendbar.

Alternativ auch kapazitiv über eine Metallklammer außen an den
Zündkabeln abgreifen. Nachtreil ist die kritische Anbsicherung des FETs
am Eingang der Schaltung (Funkenschlag bei Isolationsfehlern an den
Zündkabeln).

Falls die Zündung eines spezielln PKW überwacht werden soll, so würde
ich das auf der Primärseite der Spule tun. Der Puls nach Öffnen der
Zündendstufe kann in Dauer und Höhe sehr gut zur Beurteilung der
Zündung benutzt werden.
Gast #106109
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Hm..ich hab vor ein paar Jahren irgendwo was drueber gelesen. Da wurde
eine Abnahme mit Spulen fuer unbrauchbar erachtet weil sich die
Iduktivitaeten dem schnellen Anstieg deiner Messspannung in den Weg
stellen. Ueblich sind wohl kapazitive Spannungsteiler.

Olaf
Gast #106110
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Werde auf jeden Fall jetzt beides versuchen:

Kapazitiv mit allen Vorkehrungen, mir nicht einen Zündfunken-Irrläufer
in die Elektronik einzufangen.

Induktiv hatte ich jetzt noch folgende Idee: Ich habe so aufklappbare
Entstörkerne für Netzkabel etc. rumliegen. Da werde ich mal eine Spule
reinwickeln, die parallel zum Kabel verläuft. Mal schauen, wie das
geht. Vielleicht finde ich ja auch noch einen UI-Kern irgendwo.

Winfried
Gast #106111
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Hi Winfried,

schau mal auf

http://www.enduro-stammtisch.de/module/dzm.htm

Die dortige, sehr einfache Schaltung habe ich mehrfach mit Erfolg
eingesetzt. Total einfach und funzt 100%ig. Den Abgriff vom Zündkabel
tätigte ich mittels eines abgeschirmten Kabels; die Ader lediglich 2
mal um das Zündkabel gewickelt. Reicht absolut aus.
Den 4017 habe ich nicht eingebaut, ich benutze für meine Anwendungen
direkt den Ausgang (Pin3) vom NE555.

cu Reiner

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