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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Bachelor - Notenvergabe oder ECTS-Einteilung


Autor: 1234 (Gast)
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Hallo,

eigentlich soll mit dem eingeführten ECTS-System die Beurteilung der 
Einzelleistung im Vergleich zu den von anderen erzielten Leistungen 
beurteilt werden. Dies geschieht über die Buchstaben A-F, wobei A für 
eine Prüfungsleistung unter den besten 10% steht und F für NB (nicht 
bestanden).

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/European_Credit_Transfer_System

Hier an der HS Karlsruhe werden weiterhin Noten vergeben (ohne Bezug auf 
ECTS). Bei der Bewerbung um einen Masterplatz sehe ich hierin erhebliche 
Probleme.

Meine Frage: Wie ist das an eurer Hochschule / Uni?

Autor: Gast (Gast)
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A-F nie gehört, ich denke da kocht wie immer jede uni ihr eigenes 
süppchen, wie immer :)

vergleichbarkeit, ein guter witz

Autor: Delete Me (skywalker)
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Man sollte sich mal die Mühe machen und auch die in Wikipedia 
angegebenen Quellen ansehen:
"To tackle this problem, in the past years ECTS guidelines
suggested that, in addition to their national
scale, European institutions might use a European
grading scale as a translation device into other grading
systems. Such European scale was based on the
statistical distribution of passing grades in each programme,
which showed how the national scale was
actually being used in that context and allowed for
comparison with the statistical distribution of grades
in a parallel programme of another institution."
[Quelle: ECTS User Guide]

Steht also deutlich drin, dass empfohlen wird, dieses relative 
Bewertungssystem zusätzlich zu dem bestehenden absoluten Notensystem 
anzuwenden, wenn man nationale Noten in andere (d.h. von diesem 
Notensystem abweichende) Notensysteme transferieren möchte. Erstens ist 
das also eine Empfehlung, keine Vorschrift. Zweitens wird das zusätzlich 
zum bestehenden Notensystem angewendet und dann auch nur dann, wenn man 
eigene Noten in andere Notensysteme transferieren möchte. Ist also nicht 
unbedingt etwas, was man als Hochschule mal einfach so macht (hab ich 
bislang auch noch nie gehört).

Das Ganze ist also nur dann relevant, wenn man im Ausland studieren 
möchte und sich das dortige Notensystem von dem unsrigen signifikant 
unterscheidet, sodass ohne die relative Bewertung ein Vergleich nicht 
möglich wäre. So auf die Schnelle fällt mir kein europäisches Land ein, 
wo dies notwendig wäre.

Möchtest du deinen Master in einem Land absolvieren, in welchem das 
Notensystem anders ist als bei uns (1-5 bzw. 1-6 mit 1 als beste Note 
auf Basis der Punkteverteilung in einer Prüfung)?

Autor: Gast (Gast)
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Zum Beispiel Frankreich mit den Noten 1-20, wobei jedoch 20 die beste 
Note ist.

Autor: Paul (Gast)
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Die deutschen Hochschulen wollen sich das Leben eben auch einfach 
machen. Wenn sie die ECTS-Noten anwenden, müßten sie ja den ganzen 
Jahrgang statistisch auswerten. Da wird lieber eine absolute Note 
vergeben. Auch die KMK hat mit der absoluten Note 2,5 für den Master die 
Hürde umgangen.

Autor: der mechatroniker (Gast)
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> Zum Beispiel Frankreich mit den Noten 1-20, wobei jedoch 20 die beste
> Note ist.

Eben da wirds nicht angewandt. Bin nach meinem Semester dort mit 
französischen Noten und einer Umrechnung in A-F (von der frz. 
Hochschule vorgenommen) nach Deutschland zurückgekommen. Hier wurde mir 
dann gesagt, dass für die Anrechnung ausschließlich die französischen 
Noten ausschlaggebend sind, es gibt wohl einen direkten 
Umrechnungsschlüssel.

Hab dann meine Entscheidung, welche Fächer ich mir anrechnen ließ und 
welche nicht, nochmal geändert ;-)

Autor: M. H. (herr-von-und-zu)
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Ich war bei uns an der FH an einer Info Veranstaltung zum Thema 
Bachelor/Diplom usw.

Diese zusätzlichen Einordnungen kommen bei uns auch. Das hat aber primär 
nichts mit Auslandsstudiengängen zu tun. Es werden tatsächlich die Noten 
ausgewertet und zum Ende eine Einstufung gegeben - allerdings erst bei 
der Abschlussnote.

Das heißt, ich bin fertiger Ingenieur (Ja, auch als Bachelor Absolvent 
darf man sich Ingenieur nennen ;-)) und habe eine Abschlussnote von 
2,0. Jetzt kommt hintendran noch der Buchstabe der ausdrückt, ob ich mit 
dieser Note unter den ersten 10% bis...keine Ahnung bin.

Das System soll Auskunft geben, ob die Notenvergabe vielleicht etwas 
lasch ist und 80% der Leute mit ner 2,0 rausgehen. Das wäre dann nicht 
so toll einzuschätzen wie einer mit ner 2,3 der aber unter den besten 
10% ist.
Ich finde das System scheiße - ganz ehrlich. Wenn man in einem starken 
Jahrgang ist und Studenten dabei sind, die sich die 1,0'er mal eben aus 
dem Ärmel schütteln wird die eigene Note im Vergleich dazu schlechter. 
Wenn man in einem schwachen Jahrgang ist, wird eine schlechte Note 
besser.

Wenn mir mein Dekan das so richtig erklärt hat, ist das mal echt keine 
Besserung des Systems.

Autor: Thomas B. (detritus)
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Vor allem muss man jetzt nicht mehr nur dafür sorgen, dass die eigenen 
Noten passen, sondern auch dafür. dass die der Kollegen möglichst 
schlecht sind. Das könnte durchaus fürs Ende einiger Lerngruppen sorgen, 
aber hey- für Sozialkompetenz gibts ja jetzt auch n eigenes Fach.

Autor: FH und Universitäts erprobter (Gast)
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Diese Vergleichsnote gibt es an allen Hochschulen die ich kenne erst mit 
dem Abschlusszeugniss. Dann auch nur für den Gesamtabschluss.
Wie das Herr-von-und-zu schon so geschrieben hat.

Viele Dozenten sehen darin die Gefahr das Studenten sich nur noch für 
lasche Wahlpflichtfächer entscheiden, da hier die Studenten immer mehr 
danach gezüchtet werden nicht nach Fähigkeiten auszuwählen sondern nur 
danach wo man am Ende den besten Schnitt hat.

Als ich mit einem Dozenten bei einer Firmenbesichtigung war, hat dieser 
angeboten der Firma bei einer besseren Einschätzung der Leistungen der 
Personen zu helfen.
Fand das gut, der würde sein Vertiefungsfächer auch maximal als gutes 
Mittelfeld darstellen was Sie auch sind. Leider geht der nette Herr 
jetzt in Rente.

Autor: lassdas (Gast)
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Hä??

Autor: blubb (Gast)
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Also 1.
Das Noten vergleichbar sind, kann man sich sowieso abschminken. Allein 
durch die Mittelung auf eine Gesamtnote geht schon so viel Information 
verloren, dass man es auch gleich sein lassen kann. Und wer denkt, dass 
Noten gerecht verteilt werden, der lebt auf dem Mond.

2. Das System A-F ist nach den neuesten Beschlüssen sowieso schon wieder 
veraltet. Wenns nach unseren Politikern geht, wird jetzt die exakte 
Prozentzahl angegeben. Also z.B. die besten 5%

3. Nach Bologna müssen die Noten A-F auf jedes Modul gegeben werden. Die 
Leistungen im Zeugnis werden daher deutlich besser aufgeschlüsselt als 
bisher. Ich persönlich find das gut. Dann fallen nämlich die Leute die 
sich nur die leichten Fächer raussuchen auf. Beziehungsweise kann man 
als Firma, auch auf Spezialkenntnisse achten und ein schlechte Note in 
einem Fach, das nicht relevant ist ignorieren.

4. Wenn man denkt, dass man jetzt dafür sorgen muss, das die anderen 
schlechter als man selbst sind, dann hat man irgendwas nicht kapiert. 
Richtig verstanden hat man etwas nur, wenn man es auch jmd. anderem 
erklären kann. Wer jetzt auf Einzelkämpfer macht, der wird nur 
schlechter abschneiden als die, die nachwievor in Gruppen arbeiten.

5. Wenn ich mir so die Durchschnittsnoten der letzten Jahre bei uns 
anschau, dann gibt es sowas wie einen "starken Jahrgang" nicht. Die 
Durchschnittsnote schwankt jeweils um maximal +- 0.16 um den Mittelwert. 
Wenn man also das gesamte Intervall nimmt ist das genau eine Notenstufe. 
Außerdem muss man eigentlich noch Berücksichtigen, dass der 
Schwierigkeitsgrad von Jahrgang zu Jahrgang schwankt. Ich würde fast 
behaupten, dass diese 0.16 Abweichung eher dadurch hervorgerufen werden. 
Nachweisen kann ich das natürlich nicht.

Autor: Andreas Fischer (chefdesigner)
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>Durchschnittsnote schwankt jeweils um maximal +- 0.16 um den Mittelwert.
Den Grund hast du aber selber im ersten Absatz gegeben!

Die Ergebnisse der klausuren werden gemittelt!

Das muss auch so sein. Es gibt sogar eine Richtlinie des 
Kultusministeriums, dass ein relativ durchschnittlicher Schüler eine 3 
haben MUSS! Das wird an den Hochschulen fortgesetzt.

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